NSA-Abhöraffäre / Asyl für Snowden in Deutschland?

  • Das ganze kann man kaum beurteilen, weil kaum was konkretes darüber bekannt ist, was die Vereinbarungen der damaligen Rot-Grünen Regierung mit den Amis genau beinhalten und ob bei den Vorermittlungen der Bundesanwaltschaft damit ein Zusammenhang besteht. Die Amis wird das eh kaum jucken, die halten das leider so wie das in einen Kommentar meiner Heimatzeitung zu lesen war, "die Amis machen wenn es um ihre Sicherheit geht sowieso das was sie wollen" Leider muß man allerdings sagen.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Aus der beliebten Themenreihe: "Metadaten und Co sind mir egal, was wollen den die USA mit nur Telefondaten, ohne Inhalt, die bringen doch nichts, daher ist es mir egal"


    http://www.spiegel.de/netzwelt…a-operation-a-914470.html

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Das ganze kann man kaum beurteilen, weil kaum was konkretes darüber bekannt ist, was die Vereinbarungen der damaligen Rot-Grünen Regierung mit den Amis genau beinhalten und ob bei den Vorermittlungen der Bundesanwaltschaft damit ein Zusammenhang besteht. Die Amis wird das eh kaum jucken, die halten das leider so wie das in einen Kommentar meiner Heimatzeitung zu lesen war, "die Amis machen wenn es um ihre Sicherheit geht sowieso das was sie wollen" Leider muß man allerdings sagen.


    Die Amis können aber nicht alles allein machen, die können auch nicht zaubern, die brauchen willige Helfer die mindestens wegschauen, wie z.B. unsere Bundesregierung. Die bezahlen nicht umsonst den UK Geheimdienst und greifen ständig in die europäischen Gesetzgebungsprozesse ein. Die sind sich sehr wohl bewusst, dass man ihre "Arbeit" empfindlich stören kann, auch wenn dir das nicht vorstellbar scheint.

  • Zaubern können die Amis sicher auch noch nicht. Spionieren können deren Geheimdienste aber schon auch gegen den Willen einer deutschen Regierung oder auch Regierungen anderer Länder. Die sitzen als Weltmacht und auch noch "Besatzungsmacht" am längeren Hebel. Deutsche Geheimdienste sind auch in erheblichen Umfang von den Amerikanern abhängig wenn sie nicht nur als ein fast überflüssiger Papiertiger fungieren sollen. Meine Prognose, die Diskussion geht noch bis zur Bundestagswahl weiter, danach verschwindet das Thema unabhängig vom Ausgang der Wahl in der Versenkung. Außer ein paar Zugeständisse in homopatischer Dosis werden die Amis nicht machen,im wesentlichen werden sie weiter spionieren wie bisher. Gefällt den allermeisten Bürgen zwar zu Recht nicht, es besteht leider sehr wenig Hoffnung das sich da was wesentliches daran ändert.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Die Bundesanwaltschaft ist nicht Teil des Polittheaters - deren Tätigkeit dürfte unabhängig von Wahlterminen sein.


    Juristen im Staatsdienst reagieren (zu Recht) sehr empfindlich, wenn ihre Befugnisse ausgehebelt werden. Sei es nun der klassische Fall der Selbstjustiz oder eben die systematische Umgehung von Richtervorbehalten, die bei Eingriff in Grundrechte von Bürgern regelmäßig normiert sind.


    Für die Funktionärsklasse im Polittheater könnte es noch ungemütlich werden. Sollte der Generalbundesanwalt tatsächlich zur Annahme eines Anfangsverdachts gelangen, wird es auch nach dem Wahltermin noch weitergehen. Vielleicht sollte er rein vorsorglich das Gros der Aktenschredder sicherstellen. :p


    Frankie

  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Deutsche Geheimdienste sind auch in erheblichen Umfang von den Amerikanern abhängig wenn sie nicht nur als ein fast überflüssiger Papiertiger fungieren sollen.

    Aus Sicht des originären Auftragggebers (WIR, wenn ich mal daran erinnern darf!) sind die deutschen Geheimdienste aber gerade in der derzeitigen Konstellation ein völlig zahnlose Papiertiger. Außer Handlanger-Diensten für ausländische Mächte kriegen die doch derzeit nichts auf die Reihe. Ich denke dabei, abseits des öffentlich breit getretenen Kollektivversagens bei NSU & Co vor allem an unseren fehlenden Schutz. Die Schäden, die bspw durch fehlende Spionageabwehr im Wirtschaftsbereich oder die gigantischen Kosten für Abhör- und Überwachungssysteme im Auftrag ausländischer Dienste entstehen, sind durch keine Terrorgefahr zu rechtfertigen.
    Als befreundet gilt bei den amerikanischen Schnorchlern doch nur, wer, frei nach Maciavelli, ein nützlicher Trottel ist; die eigene Bevölkerung eingeschlossen :flop:

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Sollte der Generalbundesanwalt tatsächlich zur Annahme eines Anfangsverdachts gelangen, wird es auch nach dem Wahltermin noch weitergehen. Vielleicht sollte er rein vorsorglich das Gros der Aktenschredder sicherstellen. :p

    Das erklärt dann natürlich, warum die deutschen Gerichte bis zum heutigen Tage überwiegend offline arbeiten - in waiser Voraussicht abhörsicher ;) (ich bin mir nicht sicher, ob ich hier wirklich einen Smiley setzen sollte)


    Edit:

    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    ... kann man auf den Sankt Nimmerleinstag warten, wenn man denkt durch Politik und Gesetze wird dieses Problem aus der Welt geschafft.

    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Die Amis wird das eh kaum jucken, die halten das leider so wie das in einen Kommentar meiner Heimatzeitung zu lesen war, "die Amis machen wenn es um ihre Sicherheit geht sowieso das was sie wollen"

    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Gefällt den allermeisten Bürgen zwar zu Recht nicht, es besteht leider sehr wenig Hoffnung das sich da was wesentliches daran ändert.

    Bist Du hier eigentlich der Fatalist vom Dienst :p
    Zugegeben, mit der Einstellung wirst Du mit Sicherheit nichts ändern :rolleyes:

  • Es macht eben einen Unterschied aus was man persönlich erwartet und was realistisch gesehen eine Chanche auf Verwirklichung hat. Wenn ich mir z:B. wünschen würde daß die FDP bei der Bundestagswahl die absolute Mehrheit bekommen soll, dann muß ich trotzdem so realistisch sein das dies ein Wunschtraum sein wird. Ich stelle Dir deshalb die Gegenfrage, was glaubst du was sich da jetzt in Bezug auf das Ausspionieren durch amerikanische und auch Geheimdienste anderer Staaten tatsächlich ändern wird bzw. ob sogar das Abgreifen von Daten ganz eingestellt wird? Ich meine nicht was Du erwartest sondern was umgesetzt wird.

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  • Es geht eben nicht darum, was DU möchtest, sondern was die Mehrheit einer Bevölkerungsgruppe möchte. Demokratie geht so:
    Wenn Du möchtest, dass die FDP die absolute Mehrheit bekommen soll, dann tritt ein, such Dir Gleichgesinnte und mach sie mehrheitsfähig.
    Die Frage ist doch nicht, ob ich glaube, dass etwas passiert (das ist fatalistisch),
    sondern was ich tue, damit es passiert (das ist demokratisch)

    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Ich meine nicht was Du erwartest sondern was umgesetzt wird.

    Umgesetzt wird nur, wofür man sich einsetzt. Deshalb erwarte ich nichts und tue alles dafür, dass das passiert, was ich will.
    Wer nichts tut, hat schon verloren.


    Wenn Dir das jetzt zu abstrakt erscheint, dann überlege doch mal, wie Du in Deinem Bekanntenkreis Mehrheiten sammeln kannst (damit meine ich jetzt nicht unbedingt die FDP-Mehrheits-Frage :p :D ).
    Du bist doch ein durchaus helles Köpfchen, verlässt Dich aber nur darauf, was die anderen für Dich tun werden. Überspitzt gefragt: Woher sollen 'die' eigentlich wissen, was Du überhaupt willst, wenn sich Deine Willensbekundung nur in einem Wahlkreuzchen und praktiziertem Fatalismus äußert.
    'Ändern' ist etwas Aktives und wird nicht durch Abwarten oder Erwarten erreicht.


    Mach's doch wie ich: Hole die Fatalisten aus dem politischen Autismus ;) :D
    ...und falls Dir das passende Argument fehlt: Demokratie 'bekommen' nur die, die mitmachen :p

  • Das mit der FDP war nur beispielhaft gewählt, ich hätte genauso die Linke nehmen können, dies nur zur Klarstellung. Nur wenn man sich für eine bestimmte Überzeugung einsetzt, heißt das ja nicht das es umgesetzt wird. Selbst wenn man mit seiner Überzeugung glaubt recht zu haben, (was zugegebener Maßen auch subjektiv ist), wird das halt trotzdem nicht umgesetzt wenn es eine Mehrheit anders sieht, es ihr egal ist oder es einfach nicht interessiert oder es außerhalb des Einflußbereichs liegt. ( z:B. Rechtslage anderer Staaten).Kämpfen kann man für seine Überzeugung, führt aber leider nicht immer zum Erfolg.

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  • Selbst wenn Du FDP- oder Linke-Fan wärst, würde ich mich natürlich mit Dir unterhalten ;) Gerade weil es hier um ein parteiübergreifendes Problem geht, ist es umso wichtiger, auch mal wieder zu lernen, über den eigenen Schatten zu springen :cool:
    ...manchmal liefert ein Blick über den eigenen Tellerrand Dinge, die nicht per se falsch sind, nur weil sie auf einem fremden Teller liegen.


    Es geht auch nicht darum, wer Recht hat. Die NSA-Leute fühlen sich sicher auf ihre Weise auch im Recht. Ich frage aber auch nicht die Frösche, ob ich den Sumpf trocken legen soll, obwohl man selbst dort mit Sinneswandel rechnen darf, wie der Snowden-Frosch zeigt ;)


    Wenn jemand behauptet, dass es ihm egal sei, dass die Geheimdienste täglich bei ihm zuhause stöbern, dann sollte man ihm einfach mal deutlich machen, was da genau passiert. Viele verstehen das noch gar nicht. Kenntnisse dieser Art kann man natürlich auch nicht bei 100% der Bevölkerung voraussetzen.


    Desinteresse ist tatsächlich der größte Feind der Demokratie :(
    Da hilft nur Anleitung zum selbstständigen Denken: :gpaul:



    Frage Deine (vermeintlich) desinteressierten Mitmenschen einfach mal, ob sie Dir die Daten geben würden, die die NSA ständig über sie sammelt. Damit meine ich ganz konkrete Dinge, wie politische Gesinnung, sexuelle Präferenzen etc... Frag sie, ob sie Dir ihr Handy geben, damit Du mal ein wenig in ihren Kontakten, Mails oder SMS lesen darfst...
    also Dinge, die Dir kaum jemand verraten wird
    Dann zeigst Du ihnen mit Auswertetools (bspw Immersion), wie Du allein mit Metadaten solche Informationen trotzdem zusammentragen kannst.


    Dann erkläre Ihnen, was Du damit alles machen kannst...
    Die meisten können sich das dann aber schon selbst zusammenreimen


    Ich habe nach solchen Demonstrationen von den Teilnehmer nie wieder gehört, dass er/sie nichts zu verbergen hätte :cool:



    Dein Argument des unerreichbaren 'Einflussbereichs' ist bereits widerlegt, denn die NSA zeigt doch sehr gut, wie man seinen Einflussbereich auch auf andere Staaten ausweiten kann.

    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Kämpfen kann man für seine Überzeugung, führt aber leider nicht immer zum Erfolg.

    Kämpfen muss man für seine Überzeugung, denn wer nicht kämpft, ist mit Sicherheit erfolglos.

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