Elektronische Gesundheitskarte
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Der Hauptkritikpunkt der Datenschützer ist nicht das irgendwas auf der Karte gespeichert wird, sondern dass die zu eier Person anfallenden Daten auf zentralen servern gespeichert werden. Sollte irgendein Sicherheitsleck in dieser Architektur stecken kann jemand sämtliche Daten aller Versicherter abgreifen. Das mit solchen hochsensiblen Daten viel Schindluder betrieben werden kann sollte klar sein.
Die Kritik äußert sich dann in der Verweigerung sich eine solche Karte ausstellen zu lassen. Denn ohne die Karte können keine Daten über einen in diesem System gespeichert werden.
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Das Problem dabei ist mangelnde Aufklärung. Denn niemand ist verpflichtet, die Daten auf diesen Systemen speichern zu lassen. Solange der Patient seine PIN nicht eingibt kann nicht gespeichert werden. Und zur normalen Behandlung benötigt man die PIN nicht, da die persönlichen Daten im öffentlichen (nicht geschützten Bereich) der eGK gespeichert sind (sonst könnte ich nämlich nicht darauf zugreifen). Ärzte die etwas anderes behaupten gehören mit einem Strafprozess bestraft und mit lebenslangen Berufsverbot belegt. Es besteht also überhaupt kein Grund zur Panik.
Um komplette Patientenakten auf der eGK speichern zu können benötigt man eine komplett neue Kartentechnik. Mit mindestens 4GB Speicherplatz. Ich wäre aber selbst dann gegen eine Speicherung, solange ich keine Kontrolle über die gespeicherten Daten habe. Ich möchte Zugriff auf die gespeicherten Inhalte über meinen PC. Damit könnte man die Inhalte prüfen und die Ärzte auf "Ungereimtheiten hinweisen".
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Klar, es hängt alles vom Patienten ab.

Die Krankenkassen drücken momentan mit aller Macht die eGK durch und dass mit gezielter Falschinformation. Wer sagt denn, dass das in weiteren Schritten nicht auch gemacht wird? "Sie müssen die Daten frei geben! Das geht gar nicht anders!" Etc.
Wenn ich mir die bisherige Entwicklung anschaue, dann läßt mich das noch schlimmeres fürchten! "Sie wollen eine private Unfallversicherung abschließen? Gerne, geben Sie mal Ihre Daten frei!" Mein Schwiegervater hatte, als er noch Chef eines großen Ärzteverbandes war, mehrere Treffen mit der damaligen stellvertretenden Gesundheitsausschussvorsitzenden des Bundestages. Ergebnis war, dass die Frau ihm nicht sagen konnte (oder wollte?), warum die eGK favorisiert wurde und nicht die von Ärzten und Datenschützern vorgeschlagene Regelung, dass jeder Patient einen speziell geschützten USB-Stick mit seinen Daten bekommt. Nein, es soll alles "sicher" auf zentralen Servern gespeichert werden! Und da fühlt man sich doch verarscht.
Lieber René mumpel, da du wirtschaftliche Interessen hast, dass das System genau so eingeführt wird, stehen deine Aussagen möglicherweise in einem etwas schlechten Licht da!
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Wie kommst Du auf wirtschaftliches Interesse? Ich möchte doch nur wissen was gespeichert wird, und dagegen ist nichts einzuwenden. Ich habe lediglich technisches Interesse. Ich bin ja kein Arzt.
Und sicher ist nichts. Und selbst wenn es sicher wäre, wer garantiert dass Unberechtigte keine Informationen erhalten (von denen der Patient nichts weiss)?
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Shit, ich habe dich verwechselt! Entschuldige dafür! :o
Aber die Aussage über die Ärzte finde ich doch etwas übertrieben. Die Befürchtung ist, dass dann live online alles kontrolliert werden kann, egal von wem. Und das ganze Geld wäre für bessere Behandlung besser ausgegeben gewesen. Ich gehe auch nicht immer konform mit einigen radikalen ärztlichen Kollegen, aber die Bedenken zur eGK teile ich. Außerdem macht das ganze viel Arbeit und die Kosten tragen die Behandler selbst. Was mich das alles an bürokratischen Zusatzaufwand kostet, geht auf keine Kuhhaut!

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Ich habe nichts gegen eine Speicherung auf der eGK. Das wäre ja nichts anderes als ein USB-Stick. Nur besser geschützt (hoffe ich). Nachteil: Wenn man nicht ansprechbar ist kann man auch die PIN nicht eingeben. Aber dafür könnte man für Notfälle eine CAN (Card Account Number) einrichten, die im Notfall bei der zuständigen Krankenkasse erfragt werden kann. Oder ein "Rubbelfeld" auf der Rückseite der Karte, für dessen Freirubbeln man sich bei der Krankenkasse rechtfertigen muss. Es gibt IMHO durchaus Möglichkeiten, die ohne hohen finanziellen Aufwand möglich sind und trotzdem eine bessere Zusammenarbeit der Ärzte ermöglichen.
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Zitat
Original geschrieben von mumpel
Hier mal ein paar Bilder von dem was derzeit gespeichert wird. Ist also kein Grund zur Panik. Steht genau das selbe drin wie auf der alten KVK.Es geht ja auch um die zukünftig gespeicherten Daten.
Und genau der Weg dahin wurde geebnet.
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Auch dagegen spricht nichts solange ohne PIN kein Fremder Zugriff auf die Daten erhält. Bei Onlinespeicherung ist Sicherheit aber nicht garantiert (Stichwort: Steuersünder-CD). Aber auf der Karte kann das ruhig gespeichert sein, an die Karte kommt außer mir keiner ran.
Und die Arbeitgeber in DE wissen vielleicht mehr über uns als wir ahnen. Da fallen ein paar Daten mehr nicht auf.

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Zitat
Original geschrieben von mumpel
Und die Arbeitgeber in DE wissen vielleicht mehr über uns als wir ahnen. Da fallen ein paar Daten mehr nicht auf.
"Ich habe doch nichts zu verbergen!"
"Die Anderen haben doch auch ein Messer dabei!"
"Wären die Leute im Kino auch bewaffnet gewesen, wäre es nicht so weit gekommen!"
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