Ukraine / Krimkrise

  • Es bleibt festzuhalten, dass die Ukraine mehrmals Transitlieferungen an Gas abgeleitet haben soll. Eine Umleitung z.B. Richtung Rumänien wäre schon eine andere Dimension. Wobei das technisch ziemlich kompliziert ist, wenn ich mich richtig an das Pipelinesystem in der Ukraine erinnere.


    Sollte es das eigene Gas der Ukraine gewesen sein, steht es ihr natürlich frei, dieses zu welchem Preis auch immer weiterzuverkaufen.

  • ..., das sie aufgrund der Vertragsbedingungen aber nicht weiterverkaufen dürfen.


    Sonst wäre der Weltmarktpreis an Russland fällig.



    Edit:
    Die Ukraine ist aus wirtschaftlicher Sicht ein Milliardengrab. Allein die Transferleistungen Russlands zur Aufrechterhaltung des (Über-)Lebens der Krim sollen bei monatlich 100 Mio. Euro liegen. Die zur Aufrechterhaltung des politischen und wirtschaftlichen Überlebens der gesamten Ukraine dürften um ein vielfaches höher liegen.


    Wenn nun die Bevölkerung der Ukraine im Rahmen der Wahl entscheiden sollte, durch eine Annäherung an die EU auf diese Transferleistungen zu verzichten ... sollen wir dann einspringen? Also monatlich mindestens 1 Mrd. € versenken, bis die Ukraine in vielen Jahren wirtschaftlich eigenständig überleben kann?


    Wer soll das bezahlen? Denkt doch nur einmal an die Modernisierung der DDR-Wirtschaft! Die Ukraine steht mit ihrer unrentablen Schwerindustrie nich besser da.


    In absehbarer Zeit müsste die EU einen dreistelligen Milliardenbetrag zu Stützung einer westlich gerichteten Regierung aufwenden, um sie unabhängig vom russischen Trop zu machen.


    Wollen wir das wirklich?



    Hier mal ein Link, zum angemeldeten Bedarf. Die Erfahrung zeigt, dass solche Ankündigungen i.d.R. später aufgestockt werden.

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    ,,,


    Wollen wir das wirklich? ...


    Für dich scheinen die Menschen in der Ukraine nur lästiges Vieh zu sein? Osteuropäische Dispositionsmasse zur bequemen Beruhigung des hungrigen Bären? Menschenwürde, solange es nix kostet?


    Die Lektion des Martin Niemöller scheint bei einigen nicht angekommen zu sein.

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • Nun, die Geschicht lehrt aber, dass das Wohl und Wehe eines Volkes immer mit dem Geld verbunden war.


    War so, ist so, wird wahrscheinlich in Zukunft so sein.


    Warum sollte das jetzt anders sein? Was bist du persönlich bereit, für die Ukraine zu geben? Würdest du dich im Extremfall als kämpfender (!) Bundeswehrsoldat einziehen lassen(bewusst übertrieben!)....?


    Was ist dir die Freiheit anderer Völker wert?

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon Für dich scheinen die Menschen in der Ukraine nur lästiges Vieh zu sein? Osteuropäische Dispositionsmasse zur bequemen Beruhigung des hungrigen Bären? Menschenwürde, solange es nix kostet?


    Wie soll denn ganz konkret geholfen werden? Mit Überweisung von Geld (an die Putschisten oder an wen sonst)? Damit sich die Mafiosi/Oligarchen noch mehr Milliarden Euro einstecken?


    Zuerst muss sich nach meiner Meinung das ukrainische Volk einig sein, und danach z.B. die Mafiosi enteignen, wodurch schlagartig 100 oder 200 Mrd. Euro verfügbar werden würden.


    Derzeit sieht die Lage in der Ukraine für mich so aus, dass verschiedene Oligarchen, vertreten durch diverse Marionetten wie z.B. Klitschko, Machtkämpfe austragen. Keine Seite ist "besser".


    Mich ärgert besonders, dass sich die EU und Deutschland so dermaßen von Putin vorführen lassen haben. Letzterer hat auf seine Chance, die Krim einzuverleiben, gewartet. Und die EU unterstützt Putschisten, liefert Putin einen hinreichenden Anlaß, die Krim zu annektieren, und macht sich zum Volltrottel.
    Danach setzen EU etc. einige Personen auf die Blacklist, aber ausgerechnet den Verantwortlichen (Putin), den russischen Außenminister etc. nicht. Das hat Kindergarten- Niveau!


    Wenn ich in der EU etwas zu sagen hätte, würde ich z.B. in der Ukraine Suppenküchen einrichten, um das Überleben der Menschen zu sichern, aber keinen Cent Bargeld verteilen, weil das bei den falschen Leuten landet.


    Am Rand erwähnt: Die Julia Timoschenko, welche von einigen Leuten dort bei der nächsten Wahl gewählt werden wird, heißt dort "Gasprinzessin". Welches Gas ist da gemeint? Ukrainisches Gas kann es nicht sein...

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    ...
    Was ist dir die Freiheit anderer Völker wert?


    Eine weitere Frage in diesem Zusammenhang ist, warum die Freiheit der ukrainischen Bevölkerung so viel mehr wert sein soll, als die der restlichen Welt.


    Will die EU Milliarden aufwenden, um unterdrückten Völkern zu helfen ... warum soll der Gesamtbetrag in die Ukraine fließen?


    Zudem:
    Man darf nicht verkennen, dass mit Russland ein Finanzier bereitsteht, der diese erheblichen Transferleistungen freiwillig übernommen hat und auch weiterhin übernehmen möchte. Andere Staaten (etwa in Schwarz-Afrika) haben diese Möglichkeit nicht.


    Wäre es vor diesem Hintergrund nicht gerechter, den dreistelligen Milliardenbetrag dorthin fließen zu lassen?


    Das stand aber niemals zur Disposition! Hat erst der Putsch in der Ukraine das soziale Gewissen der Europäer geweckt?


    Oder sind es nicht doch rein geopolitische Interessen, die die Taschen der EU öffnen? Dann sollte man aber auch so ehrlich sein, dass die neu entdeckte Großzügigkeit in erster Linie nicht der Wahrung der Menschenwürde, sondern politischen Zwecken dient. Denn Elend, das durch finanzielle Zuwendungen zu lindern wäre, gibt es auf der Welt (und auch in Europa!) zur genüge. Nur könnten solche Transferleistungen die "bösen Russen" nicht provozieren ... und sind damit eher nicht interessant ... oder wie darf ich das übersteigerte Interesse gerade an der ukrainischen Menschenwürde interpretieren?

  • Natürlich sind es rein geopolitische Interessen. Wer in Westeuropa möchte denn wieder den Russen vor der Tür stehen haben?

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