Ukraine / Krimkrise

  • Warum sich Russland mit der Fälschung angeblicher Beweismittel auf US-amerikanisches Niveau herablässt, ist mir ein Rätsel. Ob der Abschuss von ukrainischen Streitkräften verursacht wurde oder von den Separatisten, sollte für Russland eigentlich keine Rolle spielen. Für Russland sehe ich (bisher) keine Notwendigkeit, an den Spekulationen teilzunehmen.


    Letztendlich wird die Suche am Boden die Absturzursache wohl offenlegen. Ich erinnere mich an die Untersuchung des Lockerbie-Attentats. Hier waren es winzige Einnäher in zerfetzten Kleidungsstücken, die auf die Spur der Täter führten. Wenn eine BUK-Rakete der Separatisten oder eine Luft-Luft-Rakete der ukrainischen Streitkräfte für den Absturz verantwortlich war, sollten kleinste Überreste zwischen oder innerhalb der Wrackteile die Wahrheit ans Licht bringen.


    Warum also jetzt spekulieren?

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Warum sich Russland mit der Fälschung angeblicher Beweismittel auf US-amerikanisches Niveau herablässt, ist mir ein Rätsel. ...


    Das kommt ausgerechnet von einem aktiven Werktätigen von Putins Lügenfabrik? :D
    Und verlange nicht schon wieder Welpenschutz. Für deine Äusserungen und Aktivitäten hier mußt Du schon selbst geradestehen.


    Als ob Putinistan jemals über diesem angeblich so niedrigen Niveau gestanden hätte. Und ja, die Irak-Geschichte von vor 13 Jahren brauchst Du nicht wieder scheinheilig herunterbeten. :

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  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Ob der Abschuss von ukrainischen Streitkräften verursacht wurde oder von den Separatisten, sollte für Russland eigentlich keine Rolle spielen.

    im Gegenteil... denn bestätigt sich die von bellingcat recherchierte Herkunft der BUK, dann müsste Putin auch in Wedau als Lügner gelten - und das willst du doch nicht wirklich?

  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Das kommt ausgerechnet von einem aktiven Werktätigen von Putins Lügenfabrik? ...


    saintsimon, bitte unterlasse diese Unterstellung gegenüber frank_aus_wedau.
    Warten wir die Untersuchungen ab, wie frank_aus_wedau geschrieben hat.

  • Dem Witschaftsstandort "Novorossija" scheint eine glorreiche Zukunft unter den neuen Kleptokraten bevorzustehen:


    http://www.morgenweb.de/nachri…nale-wirtschaft/1.1978375


    "... Der Baustoffkonzern HeidlebergCement hat die Zementproduktion in einem Werk in der Ukraine, östlich von Donezk, stillgelegt. Informationen des "Mannheimer Morgen" bestätigte ein Sprecher.


    Das Werk sei zwar nicht besetzt, "aber die Separatisten haben eigene Vorstellungen, wie das Geschäft laufen soll", sagte ein Konzernsprecher. "Darauf werden wir uns nicht einlassen und lehnen alle Gespräche mit den Separatisten ab", machte er klar. Das sei im Einklang mit eigenen und mit Vorgaben der Europäischen Union.


    Zudem seien normale Geschäftsbeziehungen derzeit nicht möglich. Im IT-Bereich des Werks seien Vorkehrungen getroffen worden, um Missbrauch zu verhindern, so der Sprecher. Die 500 Mitarbeiter des Werks seien noch im Unternehmen beschäftigt, derzeit aber nur mit Reinigungsarbeiten befasst.
    Wenn sich die Situation nicht ändere, dann seien diese Jobs demnächst gefährdet. ..."

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  • Zitat

    Original geschrieben von pithein
    Leider wird die "Wirtschaft" nicht nur in der "Ostukraine", sondern in der gesamten Ukraine schweren Zeiten entgegengehen.


    Wie der Quelle unschwer zu entnehmen ist, läuft die Produktion in deren weiteren Betrieb südlich von Kiew normal.
    Aber ansonsten hast Du sicher recht, die Strafexpedition gegen die für ihn eigentlich nicht existierende Ukraine dient dazu, das Land auszubluten. Wer dem Herrenvolk des Imperiums nicht zu Willen ist, der wird gezüchtigt. Aber Putin kann ja bekanntlich nicht anders, der ärmste.


    http://www.sueddeutsche.de/pol…-die-welt-sieht-1.2224157


    "... In seiner Rede vor der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 hat Putin klar gemacht, Russland werde es nicht dulden, dass die Nato weiter an Russlands Grenzen heranrückt. Ein Jahr später lehnte die Nato auf dem Gipfel in Bukarest ein Beitrittsgesuch der Ukraine ab. Dass die Schlussakte der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE), 1975 auch von der Sowjetunion verabschiedet, allen Ländern in Europa die freie Bündniswahl zusichert - vergessen.


    Neu ist nun, dass Moskau nicht mehr allein die Ausdehnung des Verteidigungsbündnis als Verletzung seiner Einflusssphäre betrachtet, sondern auch die wirtschaftlich und politisch ausgerichtete Assoziation mit der Europäischen Union. Noch 2004 hatte Putin erklärt, eine EU-Mitgliedschaft der Ukraine sei für Russland kein Problem. Nun klagt er, zuletzt im ARD-Interview, Moskau sei nicht gefragt worden. ..."


    http://www.sueddeutsche.de/pol…er-abschreckung-1.2222696


    ".. Viel schwerer aber wiegt das politische Weltbild, das Putin leitet. Wer sich seiner Logik beugt, der akzeptiert die Aufteilung der Welt in Einflusszonen; der teilt die Völker ein in mächtige und weniger mächtige; der missachtet das Recht auf demokratische Selbstbestimmung und fordert stattdessen Unterwerfung. ..."

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  • er wird sich alles einverleiben wo mehrheitlich Russen leben und das ganz legal, Stichwort Kosovo, vorher gibt es einen Bürgerkrieg, vielleicht in Serbien oder sonstwo um die EU Hühner aufzuscheuchen

  • Zitat

    Original geschrieben von happiestalive
    er wird sich alles einverleiben wo mehrheitlich Russen leben ..


    Dir ist scheinbar allzugern entgangen, daß ausserhalb der Krim in der Ukraine nirgendwo mehrheitlich Russen leben?


    Desweiteren haben die ukrainischen Parlamentswahlen Putins imperialem Anspruch eine Absage erteilt.


    -----------


    http://www.faz.net/aktuell/pol…en-kanaelen-13270932.html


    "Die Lügen des Kreml


    Auf allen Kanälen


    Der Kreml nutzt seine enorme Medienmacht, um eine Parallelwelt aufzubauen, in der Russland einem Angriff aus dem Westen ausgesetzt ist. Fernsehsender schüren Urängste und werden zum Teil des Waffenarsenals im Ukraine-Konflikt. ..."

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  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Neu ist nun, dass Moskau nicht mehr allein die Ausdehnung des Verteidigungsbündnis als Verletzung seiner Einflusssphäre betrachtet, sondern auch die wirtschaftlich und politisch ausgerichtete Assoziation mit der Europäischen Union.

    Vermutlich hat Putin gar nicht mal Unrecht mit der Annahme, wirtschaftlich und politisch mit der EU assoziierte Ex-Satelliten sind für sein eigenes Bündnis verloren, egal ob das nur wirtschaftlich oder auch verteidigungspolitisch ausgerichtet ist - Österreich, Schweden und Finnland rechnet ja niemand mehr der russischen Einflusssphäre zu, obwohl sie neutral sind. Um das zu ändern, müsste sein eigenes Bündnis attraktiver und erfolgreicher sein als das westliche - aber an dieser Aufgabe sind schon Chruschtschow und sämtliche seiner Nachfolger kläglich gescheitert. Diente damals der eiserne Schutzwall zur Aufrechterhaltung des eigenen unpopulären Systems, so ist es heute die militärische und propagandistische Agression nach außen.

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