Ukraine / Krimkrise

  • Zitat

    Original geschrieben von pithein
    Welcher Boykott hat etwas bewirkt?

    Ist wohl eher ein symbolischer Akt. Gauk wollte Putin ja auch nicht aufwerten durch einen Besuch der Spiele in Sotschi.
    Und eine EM verliert natürlich schon an Glanz, wenn bisherige Spitzensportler fehlen.

  • "Gegen-Aufruf" im Ukraine-Konflikt


    amüsante zu lesen ist die Liste der Unterzeichner:
    größtenteils Mitarbeiter an Lehrstühlen und Instituten von Geisteswissenschaften und artverwandten :apaul: Sieht aus, wie die Bewerbung um neue Staatsbudgets und -aufträge :p
    Wessen Brot ich fress.... :D :D


    Ok, irgendwie muss sich jeder seinem Arbeitgeber andienen - da habe ich sogar irgendwie Verständnis für... (Lobby-Politiker nehme ich allerdings davon aus)
    Armseelig finde ich nur, dass 'Gegenforderungen' aufgemacht werden,
    zu Forderungen, die der Aufruf der 60 Prominenten gar nicht vorträgt :rolleyes:


    Wirkt wie die Lüge auf eine ungestellte Frage à la 'Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen' *auweia*
    So etwas sollte 'Wissenschaftlern' eigentlich nicht passieren. Da hätte ich doch ein wenig mehr Intelligenz erwartet.... volles Eigentor :gpaul:


  • Da sind wenigstens Leute unter den Unterzeichnern, die wirklich etwas von der Sache verstehen - Gestwa, Neutatz, Schlögel, Schulze-Wessel, Beyrau, Kappeler - international renommierte Hochkaräter der Osteuropa-Studien, die Russland und die Nachfolgestaaten der SU sehr gut kennen, dort regelmäßig leben und arbeiten, Kontakte zu dortigen Kollegen haben und deren Forschungsförderung mit Sicherheit nicht abhängt von ihrer politischen Position. Wenn Du anderes denkst, hast Du von den Mechanismen der Forschungsförderung und den Bewilligungsmechanismen in den Geistes- und Sozialwissenschaften offenbar nicht die geringste Ahnung (womit ich nicht andeuten möchte, dass dort alles super läuft, aber dass es sich um einen politischen Prozess handelte, ist Blödsinn). Als wenn Wohl und Wehe eines DFG-Antrags von einem politischen Aufruf abhinge! :rolleyes:

  • Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    Hast Du keine eigene Meinung, dass Du Dich privater Ansichten von Protagonisten der Atlantikbrücke bedienen musst? (wie bspw Göhring-Eckard)

    Mit dem Verlinken des Aufrufs hast auch du keine eigene Meinung kundgetan - dennoch werfe ich dir nicht vor, eine solche nicht zu haben...


    Mitglied der Atlantikbrücke ist auch Helmut Schmidt, der aber den Aufruf unterzeichnet hat - somit ist der Verein als Feindbild nicht wirklich geeignet.


    Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    Armseelig finde ich nur, dass 'Gegenforderungen' aufgemacht werden,
    zu Forderungen, die der Aufruf der 60 Prominenten gar nicht vorträgt :rolleyes:

    "Forderungen" kann ich in dem Text nicht erkennen - was meinst du konkret?


    Ist es etwa dieser Absatz hier?:

    Zitat

    Wenn sich Moskau von der EU und/oder NATO bedroht fühlt, sollte es diesen Streit mit Brüssel austragen. Die Ukraine ist weder Mitglied dieser Organisationen, noch führt sie Beitrittsverhandlungen mit ihnen. Nichtsdestoweniger führt Russland mit Hinweis auf eine angebliche Gefahr aus dem Westen einen bereits tausende Todesopfer, Verstümmelte, Traumatisierte und Vertriebene fordernden „hybriden Krieg“ im Donezbecken.

    Wenn ja, was hast du dagegen einzuwenden?


    Edit: Dohnanyi zieht seine Unterschrift zurück.


    PostEdit: Schmidt war wohl doch nicht Unterzeichner der Resolution in der Zeit - insofern muss ich meine Aussage oben korrigieren.

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    ... Wenn Du anderes denkst, hast Du von den Mechanismen der Forschungsförderung und den Bewilligungsmechanismen in den Geistes- und Sozialwissenschaften offenbar nicht die geringste Ahnung ... Als wenn Wohl und Wehe eines DFG-Antrags von einem politischen Aufruf abhinge! :rolleyes:

    Ich räume ein, dass ich als technischer Ingenieur eher gewohnt bin, materielle Werte und Leistungen abzurechnen. Dafür, dass auch das ideelle 'Gewerbe' nicht von 'Luft und Liebe' leben kann, erkenne ich bspw im Bereich der Künste oder auch der Philosophie natürlich ebenfalls an.


    Bei den Unterzeichnern sind aber zahlreiche Lehrstuhlinhaber (und teils Anwärter darauf), deren Lehrstuhl durch staatliche Institutionen (bspw Deutsche Stiftung Friedensforschung) finanziert wird.
    Wie würde wohl die weitere Karriere einer Anwärterin auf einen solchen Lehrstuhl aussehen, wenn sie sich weigern würde zu unterschreiben - oder gar schlimmer, den Aufruf der 60 Prominenten unterzeichnete?! :p :cool:
    Als Angestellter im Staatsdienst oder eines vom Staat bezahlten Brötchengebers schnappt man nicht nach der Hand, die einen füttert :eek:


    Andere Unterzeichner gehören jedoch gerade den 'Instituten' an, die die 'neue Ukraine' am 'grünen Kartentisch' geplant haben.... und dass dafür allein von den USA 5 Mrd Dollar bezahlt wurden, wissen wir ja seit der Unvorsichtigkeit von Frau Nuland, die sich damit brüstete :flop:
    Dass diese Schreibtischtäter zu den Unterzeichnern gehören, dürfte als Selbstverständlichkeit anzusehen sein.... wofür ich allerdings nur Verachtung aufbringen kann.


    Was mich bei der Recherche allerdings überraschte ist die große Zahl an Instituten, die sich augenscheinlich damit befassen.... aber ok, 5 Mrd Dollar sind auch ne ganze Menge Holz :rolleyes:
    Andererseits werden wir diese Summe wohl demnächst aufwenden müssen, um die Ost-Ukraine über den Winter zu bekommen (und die Russen sicher nicht minder viel für den Westteil). Da sollten wir diesen 'Instituten', die sich diesen ganzen Schlamassel ausgedacht haben am besten genau diese Summe vom Budget abziehen - das macht man in meinem Job übrigens auch so, wenn ich Murks abliefere :apaul:

  • Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    Ich räume ein, dass ich als technischer Ingenieur eher gewohnt bin, ...


    ... Dinge nach logischen Gesichtspunkten zu bewerten, ohne von emotionaler Verblendung beeinflusst zu werden. :)


    Das ist auch die Denkweise, die bei meiner Beurteilung der Ukraine-Krise die wesentlichste Rolle einnimmt. Ich hatte lange mit dem Gedanken gehadert, Elektrotechnik oder Informatik zu studieren, bevor ich mich für eine juristische Laufbahn entschieden habe.


    Von daher ist mir die Denkweise von Naturwissenschaftlern geläufig. Wenn unsere Kanzlerin als Physikerin auf das Vorgehen Russlands überaus pikiert reagiert, kann ich mir das nur mit dem Umfeld erklären, in dem sie aufgewachsen ist und welches den Teufel per se in der SU vermutete (während westliche Gläubige ihn in der Hölle lokalisieren). ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    bevor ich mich für eine juristische Laufbahn entschieden habe.

    aber hoffentlich nur als Rechtsverdreher äähh Anwalt bzw. dessen Gehilfe - und nicht als Richter, der eine saubere Abwägung vornehmen sollte...

  • Zitat

    Original geschrieben von rmol
    ... Schmidt war wohl doch nicht Unterzeichner der Resolution in der Zeit ...


    Helmut Schmidt hat sich doch schon früher gegen eine Verteufelung Russlands ausgesprochen.
    Er wird ja von Sabine Pamperrien als strammer Gefolgsmann des nationalistischen Gedankenguts dargestellt.
    Dass Beurteilungen keine Abweichungen gegenüber dem "Gedankengut" enthalten durften, um nicht Nachteile zu erleiden, scheint sie nicht verstehen zu können.
    Auch war Schmidts Großvater Jude.
    Hierzu eine Kolumne:
    http://www.stuttgarter-zeitung…1b-b2ad-64e63f83c7db.html

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