Ukraine / Krimkrise

  • Frank:


    Glückwunsch zum Newbie!
    ;)

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    ...es spricht aber alles dafür, dass die UA demnächst vor die Wand rast .... Es könnte wirklich hart kommen ...


    http://discussion.theguardian.com/comment-permalink/45054774


    " Carlossie
    16 December 2014 3:43pm


    Indeed dollar debt is a very serious problem for some other countries, including the Ukraine. In fact Ukraine is on the brink of default. However, this only adds to Russia's problems because MOST of the exposure to the Ukraine is by RUSSIAN banks, and they would be hit hardest. As long as Russian oil income held up, making economic trouble for Ukraine by militarily undermining it was affordable -- but now it is a horrible burden, though too late to reverse it. The damage is done. THat is the big deal about the whole crisis for Russia = by Putin's policies at all levels and in all arenas THE DAMAGE IS DONE.
    Even though some countries have large dollar debt problems, they are large only in proportion to the scale of economic activity (size) of those countries. They are not a large part of the exposure of US or Western European banks."


    -----


    Ansonsten gibt es in der Druckausgabe (online frei zugänglich über ein Testaccount) der Sueddeutschen Zeitung einen ausführlichen Reisebericht aus den Separatistengebieten. Die Lage dort ist verheerend.
    Glückwünsche an "Novorossia", wie der Kollaborateur aus Wedau hier vor einiger Zeit abgelassen hat, zeugen von politischer wie ökonomischer Inkompetenz (von juristischer oder logischer ganz zu Schweigen).


    Hier ein paar Auszüge:


    "Nr. 289, Dienstag, 16. Dezember 2014 DIE SEITE DREI


    Niemandsland


    Was braucht man für einen eigenen Staat?
    Ein Volk, ein Gebiet, ein paar Gesetze, sagen die Separatisten.
    Mehr haben sie im Osten der Ukraine auch nicht zu bieten.
    Eine Winterreise durch die Anarchie


    ...


    ... 60 Prozent aller Bürger, wird sie
    sagen, seien von Hilfslieferungen abhängig.
    Komplett.
    Tatsächlich fehlt es überall an allem.
    Am Straßenrand in diesem Niemandsland,
    irgendwo bei Krasnoarmijsk, stapft eine alte
    Frau durch den Schnee, sie trägt schwer
    an einer großen Tasche. „Wir leben von
    Kartoffeln und Wasser“, sagt die Greisin.
    Arbeit gebe es hier nicht mehr. „Warum die
    hier kämpfen, die einen und die anderen?
    Ich verstehe es nicht. Hier gibt es doch
    nichts. Russische Erde, was soll mir das
    geben? Die kann ich nicht essen.“


    ....


    Nachts aber, wenn Sperrstunde ist und
    sich Totenstille über die Stadt legt, wenn
    die kartenspielenden Anführer der DNR
    ihr heimliches Hauptquartier, die Bar eines
    populären Hotels, verlassen und in ihre Wagen
    steigen, und wenn die Shisha rauchenden
    Söldner aus der Russischen Föderation
    samt ihren vollbusigen Gefährtinnen
    müde sind, dann geht man besser
    nicht auf die Straße. Bewaffnete Trupps
    greifen jeden auf, der sich draußen herumtreibt,
    und wer Alkohol dabei hat, Widerworte
    gibt, findet sich schnell in einem Keller
    wieder, um dann am nächsten Tag
    Zwangsarbeit zu leisten unter der Kontrolle
    von Kalaschnikows; „gesellschaftliche
    Arbeit“ nennen das die Separatisten.


    ....


    .. Die Menschen des Donbass verfolgten,
    schreibt Chef-Propagandist Pawel
    Gubarew, deshalb den Traum der Wiederkehr
    Neurusslands, das „aus der Tiefe der
    Geschichte aufersteht wie Aphrodite aus
    dem Meer“.
    Zum Großprojekt Neurussland gehört,
    theoretisch, auch die Autonome Volksrepublik
    um Luhansk. Aber das Projekt krankt.
    Oleg Popow, nom de guerre „Kommunist“,
    ist zwar Luhansker Abgeordneter des gemeinsamen
    Parlaments von Noworossija,
    das im Sommer gegründet wurde, um die
    Republiken zusammenzuführen. Aber
    man habe sich leider seit drei Monaten
    nicht mehr getroffen. „Wir kämpfen für
    Russland“, sagt Popow, ein hagerer und
    trotz des drohenden Scheiterns seines politischen
    Traums äußerst zuversichtlicher
    Gesprächspartner. „Und wir arbeiten an
    neuen Gesetzen für eine spätere Zusammenarbeit;
    beim Beitritt zur Russischen
    Föderation solle ja Moskau nicht alles einzeln mit
    seinen neuen Mitgliedern verhandeln
    müssen. Synergie, sozusagen.


    Aber derzeit kommen die Parlamentarier
    nicht über Telefonkonferenzen hinaus.
    Die Gründe: zu viele Widrigkeiten. Ideologische
    Differenzen, Eitelkeiten. Und die so
    ungeklärte wie strittige Frage, wie es weitergehen
    soll mit den neuen Staaten und ihrer
    Unabhängigkeit. Denn selbst die steht
    auf der Kippe. Die russische Nowaja Gaseta
    berichtet, im Kreml überlege man wegen
    drohender Erfolglosigkeit der Projekte
    LNR und DNR, diese quasi an die Ukraine
    zurückzugeben – unter der Prämisse, dass
    sie eine extrem weitreichende Autonomie
    zugesichert bekommen. Die Idee von „Neurussland“
    sei nicht mehr populär unter
    Putinisten, heißt es, weil die Massen in anderen
    ukrainischen Städten, in Charkiw,
    Cherson oder Odessa, nicht zum Aufstand
    zu bewegen gewesen seien.


    ...


    ... Vielerorts gibt es seit Monaten
    weder Strom noch Gas, in der Gebietshauptstadt
    immerhin funktionieren an
    den meisten Tagen die Heizungen wieder.
    Wenn nicht die Rohre eingefroren sind.
    Der Ruf der LNR ist selbst in Donezk
    schlecht: Ausnahmezustand herrscht überall,
    aber hier gelten die Zustände als noch
    anarchischer, noch gefährlicher. Die diplomatischen
    Beziehungen der Schwesterrepubliken
    sind nicht die besten. Denn für
    die Donezker Führung sind die Nachbarn
    in Luhansk nur bedingt eine befreundete
    Nation, eher ein Konkurrent um die Zuwendungen
    aus Moskau. Und von denen ist
    man, das wird bereitwillig eingeräumt,
    finanziell abhängig.


    ...


    ... Draußen vor
    der Tür herrscht Kriegsrecht. Anstelle der
    regulären Justiz urteilen Militärtribunale
    jene ab, die von den Milizen aufgegriffen
    werden. Gerichtsverfahren, Verteidiger –
    gibt es nicht. Wer in Untersuchungshaft
    landet, bleibt bis auf Weiteres dort. Im
    Sommer gab es hier und da „Volksgerichte“,
    Todesurteile wurden ausgesprochen.
    Das Gerichtssystem sei „erst in der Entwicklung“,
    bestätigt Minister Potapow.
    Der Einfluss der Luhansker Führung,
    das ist schnell zu sehen, reicht nur bis kurz
    hinter der Stadtgrenze. Zahlreiche Ortschaften
    werden von Kosaken beherrscht,
    die ihre eigene Republik ausgerufen haben


    ...


    Rückreise von Luhansk, ein paar Kilometer
    entfernt von der russischen Grenze,
    quer durch das Niemandsland, zurück
    nach Dnipropetrowsk, Ukraine. Am Flughafen
    wartet der Manager einer Stahlfirma
    von Oligarch Rinat Achmetow. Der
    Mann hat Donezk bis auf Weiteres verlassen
    und möchte aus nachvollziehbaren
    Gründen unerkannt bleiben. „Diese Republiken“,
    sagt er, „gehen den Bach runter.“
    Russland sei schon zufrieden, wenn DNR
    und LNR als failing states, als scheiternde
    Staaten, ein Stachel im Fleisch der Ukraine
    blieben. Investieren, alimentieren, gar integrieren?
    Zu teuer, riskant, zu viel Aufwand
    für eine Gegend, die von Krieg und Hass
    zerrissen sei und sich auf Jahre, vielleicht
    Jahrzehnte nicht erholen werde.
    In zwei, drei Jahren sehe es dort aus wie
    in der Autonomen Volksrepublik Abchasien.
    „Auch Abchasien war nie ein wohlhabendes
    Land. Aber seit der Abspaltung von
    Georgien unter der brutalen Patronage
    Russlands ist es ein Armenhaus.“"

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • Zitat

    Original geschrieben von pithein
    Neben der Ukraine fährt offensichtlich auch Russland gegen die Wand.
    Ein Zinssatz von 17 wird kaum helfen.
    Quelle: http://m.welt.de/finanzen/arti…-verpufft-vollkommen.html


    Etwas könnte der hohe Zinssatz schon helfen, zumindest kurzfristig - er zeigt vor allem die Entschlossenheit der Zentralbank.


    Wenn stimmt, was in dem von saintsimon zitierten Bericht zu lesen ist und im Kreml erste Überlegungen angestellt werden, wie man 'Neurussland' wieder unter Bedingungen der Ukraine überlassen könnte, wäre es möglich, dass dies ein erster Schritt für eine Annäherung ist, die möglicherweise jetzt so langsam angesichts des ökonomischen Drucks einsetzt. Denn wie von der russischen Regierung angeregt zu hoffen, dass die russische Wirtschaft sich innerhalb weniger Monate vollkommen umstrukturiert, ist wohl etwas sehr träumerisch.


    Gestern habe ich zum ersten Mal rt.com sowie die deutsche Entsprechung/Schwesterseite angesehen. RT.com scheint mir zwar stellenweise ziemlich gefärbt zu sein, doch zumindest auf eine einigermaßen subtile Weise. Die deutsche Schwesterseite dagegen macht einen schon ein wenig fassungslos. Ein Eldorado für Verschwörungstheoretiker und von Abneigung gegenüber den Vereinigten Staaten und Großbritannien Besessene.

  • Zitat

    Original geschrieben von pithein
      saintsimon
    So interessant deine englischen Beiträge sind, brauchst du frank_aus_wedau dennoch nicht verunglimpfen.


    Das keine Verunglimpfung, sondern mein ehrlicher Eindruck speziell über den Wedauer Forenbetreuer. Ich sage das nicht, weil er eine andere Meinung vertritt, sondern, weil ich seit spätestens dem zweiten Quartal den Eindruck nicht mehr los werde, daß er hier bei TT systematisch Kreml-PR betreibt. Nicht als wiederkäuender Konsument, sondern als agitierender Multiplikator (vermutlich nicht nur hier).


    Ich beurteile ihn nach seinem Aktivitätsmuster, seinen Beiträgen, dessen Inhalten und seiner Zeilenschinderei (welche aber nachgelassen hat). Ich habe natürlich nur die Indizien in diesem Forum zur Verfügung, um mir ein Urteil zu bilden, aber zumindest kann ich es mit dem, was ich anderswo lese, vergleichen.


    What quacks like a duck, walks like a duck ...

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • Zitat

    Original geschrieben von SZ
    Die Idee von „Neurussland“sei nicht mehr populär unter Putinisten, heißt es, weil die Massen in anderen ukrainischen Städten, in Charkiw, Cherson oder Odessa, nicht zum Aufstand zu bewegen gewesen seien.

    Das waren sie ja selbst in den neurussischen Gebieten offenkundig und selbstgeäußert nicht. Da bekäme man wohl sogar in Duisburg mehr Leute auf die Straße und als Mitwirkende.

    Je suis Charlie

  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Das keine Verunglimpfung, sondern mein ehrlicher Eindruck speziell über den Wedauer Forenbetreuer. ... , daß er hier bei TT systematisch Kreml-PR betreibt.


    Bei den paar "Hanseln", insbesondere in diesem "Forum", lohnt sich doch keine Werbung für Russland.


    ---
    Edit:
    Anscheinend sind auch deutsche Firmen vom "Fall" des Rubels betroffen:
    http://www.spiegel.de/wirtscha…eutschland-a-1008825.html


    ---
    Edit:
    Ein Beitrag von Prof. Wolffsohn:
    http://www.bild.de/politik/aus…denken-39000602.bild.html

  • Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Das keine Verunglimpfung,

    Nein was machst du denn ständig mit jedem der nicht deiner Anti Putin Meinung entspricht.


    Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Ich beurteile ihn nach seinem Aktivitätsmuster,

    Naja, deine Beiträge bestehen aus Verunglimpfen anderer, Sinnfreies Kopieren von Zeitungsartikeln usw. Hauptsaceh es ist

    Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    What quacks like a duck, walks like a duck ...

    Und eben solche Englischen "Klugscheißer" Sprüche sagen viel mehr als der Rest deines Postings...

  • Glaubenskriege wie in diesem Thread gibt es auch innerhalb von Familien...


    Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Gestern habe ich zum ersten Mal rt.com sowie die deutsche Entsprechung/Schwesterseite angesehen. RT.com scheint mir zwar stellenweise ziemlich gefärbt zu sein, doch zumindest auf eine einigermaßen subtile Weise. Die deutsche Schwesterseite dagegen macht einen schon ein wenig fassungslos. Ein Eldorado für Verschwörungstheoretiker und von Abneigung gegenüber den Vereinigten Staaten und Großbritannien Besessene.

    Die deutsche Moderatorin bekannte in einer der Sendungen sogar ganz freimütig, dass sie bis vor kurzem noch gar nicht wusste, dass Deutschland einen Bundespräsidenten hat. :rolleyes: Die für eine Tätigkeit dort notwendige Qualifikation unterscheidet sich also auch in der Sachkompetenz...

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