Ukraine / Krimkrise

  • Zitat

    Original geschrieben von autares
    Und nu?


    1 und 1 kannst auch ohne meine Hilfe zusammenrechnen.

    .:Gate 13:.
    Vor die Wahl gestellt zwischen Unordnung und Unrecht, entscheidet sich der Deutsche für das Unrecht.
    Johann Wolfgang von Goethe

  • Bei Anne Will wird gerade geklärt, dass es eben doch keine OSZE Beobachter waren... und noch vieles mehr.


    Sehr interessant; später in der ARD Mediathek zu sehen.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Wie äußert sich denn die OSZE selbst zu den Umständen des Einsatzes?


    Bisher ist mir keine Quelle dazu begegnet ... ein wenig merkwürdig fände ich es schon, wenn die OSZE als (vermeintliche) Verantwortliche für den Einsatz nicht einmal eine Pressemitteilung zu den Umständen lanciert ... schließlich werden sie öffentlich mit regem Interesse diskutiert, so dass ich sie zu einer Aufklärung der drängenden Fragen berufen sähe.


    Gehörten die festgenommenen tatsächlich nicht zur OSZE, würde das zwar in mein Bild der Rolle des Westens passen - vorstellen kann ich mir das allerdings nicht. Das wäre m.E. schon ein wenig zu dreist, um wahr zu sein.


    Persönlich gehe ich immer noch davon aus, dass der Einsatz den Statuten des Wiener Dokuments folgte.



    Edit:
    Hier ein Link zu einem Bericht, in dem ein Verantwortlicher der Bundeswehr zu den Umständen des Einsatzes zitiert wird:


    "Sie seien Offiziere im Dienste der OSZE mit »diplomatischem Status«, erklärte ihr Sprecher, Bundeswehroberst Axel Schneider. Grundlage ihres Einsatzes ist das »Wiener Dokument 2011 der Verhandlungen über Vertrauens- und Sicherheitsbildende Maßnahmen«. Inspektionen teilnehmender Staaten in diesem Rahmen dienten laut Auswärtigem Amt in Berlin dem Informationsaustausch über Verteidigungspolitik, Streitkräfteplanung und Militärhaushalte, wozu Gliederung, Stationierung, Personal und Hauptwaffensysteme der Truppen gehören. Solche Informationen können auch »vor Ort verifiziert werden«. Bei den Festgesetzten handelt es sich also um ein sogenanntes Military Verification Team, das nicht das breite Mandat einer OSZE-Mission besitzt, sondern unter Mitgliedstaaten bilateral vereinbart wird."


    So habe ich das bisher auch gesehen und habe wenig Zweifel an der Richtigkeit dieser Darstellung. Damit wäre es zwar keine "OSZE-Mission", aber dennoch ein Einsatz im Rahmen der OSZE nach dem Wiener Dokument. Prinzipiell kann ich darin immer noch nichts grundlegend verwerfliches erkennen ... mit Ausnahme der bewaffneten Ukrainer. Die schlagen dem Fass letztlich den Boden aus, so dass die Umstände ihrer Anwesenheit zu klären wären. Dazu äußert sich aber leider niemand ... wodurch der Spionageverdacht unkommentiert im Raum stehen bleibt. Nicht gerade vorteilhaft, wenn sich die OSZE Beobachter nicht von ihnen distanzieren.


    Darüber hinaus werden im verlinkten Artikel dieselben Bedenken geäußert, die auch mir nach Bekanntwerden der Festsetzung unmittelbar in den Kopf schossen:


    "Warum aber schickt man ausgerechnet jetzt ein solches fast vollständig aus Vertretern von NATO-Staaten bestehendes Team in eine aufgeheizte Konfliktregion, in der man der beaufsichtigenden Kiewer Zentralregierung zudem die Legitimation abspricht? Transparenz und Vertrauen sollten die Beobachter schaffen, ... Warum sei dieser Einsatz dann in der Region nicht abgestimmt worden, ...


    ... Die nur zwischen Berlin und Kiew vereinbarte »Verifikationsoperation« erweise der eigentlichen, diplomatischen OSZE-Mission einen Bärendienst."



    Als Lichtblick empfinde ich allerdings, dass die Gurkentruppe in Kiew inzwischen einräumt, dass sie nicht Herr der Lage ist. Nun bestreiten das Offensichtliche wenigstens nicht mehr - Zeit für ihren Rücktritt, dessen Notwendigkeit sich in meinen Augen schon wenige Tage nach ihrem Amtsantritt abzeichnete. Mit denen wird das nimmer nix ...

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Wie äußert sich denn die OSZE selbst zu den Umständen des Einsatzes?


    Bisher ist mir keine Quelle dazu begegnet ... ein wenig merkwürdig fände ich es schon, wenn die OSZE als (vermeintliche) Verantwortliche für den Einsatz nicht einmal eine Pressemitteilung zu den Umständen lanciert .......


    Wer suchen würde, der würde auch finden:
    http://www.osce.org/cio/118047
    http://www.osce.org/sg/118151

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • Es gibt neues:



    +++ 22.57 Uhr: Kiew nimmt Russlands Militärattaché fest +++


    Die ukrainische Regierung hat den russischen Militärattaché in Kiew festnehmen lassen ...


    Ich muss schon sagen ... diese Hasardeure in Kiew fordern Russland wirklich mit allen Mitteln heraus ... aber wehe dem, Russland greift wirklich ein. Dann huscht das Regime schnell unter Muttis Rock und bettelt weinerlich, der Westen möge doch endlich eingreifen.


    So nach dem Motto: Wenn Du A*schloch mir eine reinhaust, hol' ich meine Brüder ... nana nana nanaaa. :p

  • Da der russische Militärattaché Diplomatenstatus hat, können sie ihn nur des Landes verweisen, aber ihn der Spionage bezichtigen, ist diplomatisch "sehr" ungeschickt.
    Möchte man den russischen Bären reizen?
    Gereizte Bären sind gefährlich.

  • saint:


    Ich denke, diese Art von Äußerung meinte Frank vermutlich nicht. Wer liest von den Normalbürgern schon den Newsroom der OSZE? Es ist doch nur dann "echt", wenn es im Fernsehen läuft...:-) DAS haben wir doch alle hier schon gelernt....aber im Ernst:


    Zudem steht da wieder nicht, das es eine OSZE-Mission war, sondern "military inspectors from OSCE participating States". Wenn es OSZE-Beobachter wären, hätte man eine andere Wortwahl benutzt, die sie sonst nutzen: ".....members of the OSCE Special Monitoring Mission and OSCE/ODIHR-Mission..."


    BTW: Was ist eigentlich den ganzen anderen Missionsteilnehmern passiert? Sollen ja 140 Stück sein, die in der gesamten Ukraine unterwegs sind...auch auf der Krim, in Kiew, in der Ostukraine, etc. Da lese ich bislang nichts von Entführungen, Gewalttätigkeiten, etc.


    Hat da einer Infos drüber oder was gefunden (Twitter, facebook)?


    BTW2:


    Das Anne Will Video ist online:


    http://daserste.ndr.de/annewill/

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
      saint: Ich denke, diese Art von Äußerung meinte Frank vermutlich nicht. Wer liest von den Normalbürgern schon den Newsroom der OSZE? Es ist doch nur dann "echt", wenn es im Fernsehen läuft...:-) DAS haben wir doch alle hier schon gelernt....aber im Ernst:

    Man betreibt keine eigenen Mühen ins Lesen und Recherchieren, konsumiert die berieselnden und naturgemäß gekürzenden Medien a la Fernsehen, Radio, Youtube & Konsorten, fühlt sich aber trotzdem hinreichend informiert und beteiligt sich munter an Diskussionen? Das könnte die Verwunderung über das trotzige Beibehalten von abstrusen Standpunkten erklären. Schon die Videobereitstellung durch eine Fernsehlaberrunde scheint ja Bedeutung und Wichtigkeit innezuwohnen.


    Persönlich konsumiere ich schon traditionell in den genannten Medien überhaupt keine Nachrichten regelmäßig, denn die können in der Kürze der Zeit kaum Boulevardqualität überschreiten. Und wenn ab und zu bei Freunden das gerade noch an ist, dann hat offenbar der Faktenanteil eher noch abgenommen und die Leere und Gefühligkeit dafür zugenommen. Es wäre natürlich vermessen anzunehmen, daß Otto Normalverbraucher jeden Tag zumindest den Hauptteil einer Qualitätszeitung wie der FAZ durchackert. Aber ohne ein solches Niveau kann man sich dann auch die aktive Diskussionsbeteiligung sparen. Am Dienstag war zum Beispiel ein drittelseitiger Artikel im FAZ-Zeitgeschehen über die Aufgaben der OSZE in der Ukraine und im allgemeinen. Persönlich hätte ich die Kenntnisnahme von sowas der eigenen Diskussionsteilnahme vorausgesetzt, offenbar aber ist das eine abweichende Meinung.


    Man kann sich natürlich fragen, inwiefern und in welcher inhaltlichen Tiefe führende Politiker, bekannte Medienvertreter oder mächtige Wirtschaftsführer selbst informiert sind über grundlegende und aktuelle Geschehnisse und Verhältnisse. Auch ihr Tag hat ja nur normale Tageslänge, wovon ein guter Teil für Repräsentation und Absonderungen - statt Zugewinn an Information - draufgeht und sie sind auf Zuarbeit von und Filterung durch ihre Gehilfen geradezu angewiesen.


    P.S.: Inwieweit Berieselungsmedien die Wirklichkeit wiederspiegeln, verzerren oder erzeugen ist für Medienwissenschaftler allemal interessant. Aber wir sind keine Medienwissenschaftler und sollten doch schon wegen der dort omnipräsenten Redundanz die auf den ersten Blick aufwendigeren, aber informativeren Medien bevorzugen. Dann hätten die paar Leutchen, die irgendein Amt in der Ostukraine besetzen oder die noch weniger Leutchen, die sich in Anwesenheit des Weltfernsehens vor ein paar Panzer auf 'nem freien Feld stellen auch weniger Einfluss auf die Öffentlichkeit. Eigentlich machen die ja nicht mehr, als ein paar Studenten, die hier ein leerstehendes Haus besetzen oder sich vor einen Wasserwerfer stellen.

    Je suis Charlie

  • Timba:


    Ich denke, wir zwei beide meinen ein und dasselbe.


    Nur, dass ich (Militär-)Beobachter nach dem Wiener Dokument (die lediglich durch die direkt am Einsatz beteiligten OSZE-Staaten legitimiert sind) noch der OSZE als Organisation zurechne, während Du lediglich OSZE-Missionen im Einverständis aller Mitgliedsstaaten als "Made by OSZE" durchgehen lässt.


    Sehe ich das richtig?

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