Ukraine / Krimkrise

  • Die NATO wird wohl nicht militärisch eingreifen.


    Ich meinte, dass solche wirren Gedanken im Kopf von Jazenjuk herumschwirren könnten ... und er vielleicht die Hoffnung hegt, dass seine Provokationen von Erfolg gekrönt sein könnten. Und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt; selbst wenn sie nicht berechtigt war. Er könnte sich jedenfalls nicht vorwerfen, es nicht wenigstens versucht zu haben.



    Edit:
    Wenn ich mir allerdings den Kerry mit seinem Schaum vorm Mund betrachte, ...


    Schließlich sind die Amis schon wieder mit "Beweisen" on Tour. Wie das enden kann, wissen wir ja ... aber der Jazenjuk vielleicht noch nicht. :p

  • Die Amis werden ihm schon klar gemacht haben, ob und wie sie/die Nato eingreifen werden würden. Und dafür besteht überhaupt kein Grund. Das ganze wirkt auf mich eher wie ein pubertierender Jugendlicher, der gegen seinen Vater aufbegehrt.

  • Die Amis werden sich hüten, dort direkt einzugreifen. Kein Geld, keine Lust, keinen Rückhalt zu Hause. Die schicken vllt ein paar Drohnen zur Unterstützung oder bilden aus. Dann ein paar Dollar. Die übliche passive Kriegsführung der Amis. Und je lauter die Politiker poltern, desto weniger wird passieren.


    Viel gefährlicher sind die Separatisten. Ich bleibe dabei: das ganze wird enden wie in Libyen.

  • Da es sich in der Ukraine nicht um mental verpolte "Gotteskrieger" handelt, sondern um ganz profane Bürger mit den üblichen wirtschaftlichen Interessen und dem Ziel, ein halbwegs gescheites Leben zu führen, werden die Kämpfer nach einer Weile die Lust verlieren. Spätestens dann, wenn sie registrieren, dass sie das Leben, für das sie kämpfen, durch lang andauernde Kampfhandlungen eher verlieren, als ihm näher zu kommen, wird die Vernunft siegen und es werden wieder Gespräche aufgenommen.


    Wenn wir den Konflikt näher betrachten, waren es im Falle der Ukraine doch eher monetäre Interessen, die den Aufstand ausgelöst hatten, als tiefsitzende ethnische Differenzen, die schon in Friedenszeiten nur mit Mühe zu unterdrücken waren. Je negativer sich die Streitigkeiten auswirken, umso größer wird die Einigungsbereitschaft werden.


    Schlimmstenfalls gebe ich dem "Bürgerkrieg" einige Monate, bis sich diejenigen, die über viele Jahrzehnte friedlich nebeneinander lebten und allesamt einer christlich geprägten Wertegemeinschaft angehören, wieder zusammenraufen und bei den Verhandlungen feststellen, wie bekloppt die gewalttätigen Aktionen auf dem Maidan doch waren. :rolleyes:


    Ich denke, dass die Bevölkerungsgruppen der Ukraine in einer föderal ausgestalteten Republik gut leben könnten. Und eine dermaßen "geteilte" Ukraine ist entgegen der Auffassung der Zentralisten kein böses Hexenwerk.


    Schließlich leben wir in der Bundesrepublik Deutschland schon seit Jahrzehnten damit. :p


    Gut' Nächtle



    Edit - einen konkreten Vorschlag habe ich noch:
    Ggf. drohende Kampfhandlungen ließen sich extrem verkürzen, wenn die Streihähne weder aus dem Westen noch aus dem Osten auch nur einen einzigen Cent erhielten, bis eine tragfähige Einigung unter Dach und Fach ist. In diesem Fall könnte es viel schneller gehen, als mancher hier zu glauben geneigt ist.



    Eins steht aber fest - vollkommen unabhängig von jeglichem Ergebnis einer Einigung:
    ALLE Beteiligten hätten einen politischen Umschwung einfacher, günstiger und vor allem gesunder haben können.


    Aber das wussten sie auch vorher schon ... oder hätten es zumindest wissen müssen, wenn sie nicht völlig blind durch das Weltgeschehen laufen. Gerade in der jüngeren Geschichte hätte man genug abschreckende Beispiele finden können ... jedoch kein einziges positives.

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Wenn wir den Konflikt näher betrachten, waren es im Falle der Ukraine doch eher monetäre Interessen, die den Aufstand ausgelöst hatten, als tiefsitzende ethnische Differenzen, die schon in Friedenszeiten nur mit Mühe zu unterdrücken waren. Je negativer sich die Streitigkeiten auswirken, umso größer wird die Einigungsbereitschaft werden.

    Ich fürchte bei dieser Betrachtung übersiehst Du die polnischen Interessen. Deren Hass auf die Russen, der imho teils fanatische Züge hat, kann sich in der Auseinandersetzung Ukraine ./. Russland erstmals ausleben. Die polnische Regierung mit ihren teils amerikanischen Wurzeln spielt da ein gefährliches Machtspiel, das kaum in unseren Medien beleuchtet wird - warum eigentlich nicht? Man sollte sich zum Verständnis verdeutlichen, dass Teile der heutigen Ukraine ehemaliges polnisches Staatsgebiet waren... und sich Revanchismus auch in Polen gern hinter öffentlich zelebriertem Nationalismus versteckt.
    Polen war schließlich auch eines der ersten Länder, die bei der Aufstellung des amerikanischen Raketen-Abwehrschirmes "Hier" schrien.... und das war mit Sicherheit nicht wegen irgendwelcher iranischer Raketen mit annähernd Feuerwerkskörper-Reichweite ;(
    Zumindest wissen wir seit des Ukraine-Kriegs nun, welches tatsächliche Ziel dieser - ach so friedliche 'Abwehr'-Schirm hat. Insofern kann ich die Reaktion der Russen nur zu gut verstehen :eek:


    interessante Analogie am Rande: der damalige Befehlshaber der Ukrainischen Front hieß Timoschenko. (keine Ahnung, ob es da Zusammenhänge mit aktuellen kriegstreibenden Protagonisten gibt)

    Zitat


    Edit - einen konkreten Vorschlag habe ich noch:
    Ggf. drohende Kampfhandlungen ließen sich extrem verkürzen, wenn die Streihähne weder aus dem Westen noch aus dem Osten auch nur einen einzigen Cent erhielten, bis eine tragfähige Einigung unter Dach und Fach ist. In diesem Fall könnte es viel schneller gehen, als mancher hier zu glauben geneigt ist.

    Vermutlich war der CIA-Chef deshalb in Kiew und hat kurzerhand klar gemacht, dass die CIA noch nie Waffen in irgend einen Konfliktherd der Welt geliefert hat :p :mad:


    Zitat


    Eins steht aber fest - vollkommen unabhängig von jeglichem Ergebnis einer Einigung:
    ALLE Beteiligten hätten einen politischen Umschwung einfacher, günstiger und vor allem gesunder haben können.

    Ich denke aus Sicht der Strategen ist es eher entscheidend, wer den größeren Schaden hat. Aus Sicht der Amerikaner dürfte das in jedem Fall die Fu**-EU sein :rolleyes:

    Zitat

    Original geschrieben von Braindead
    Dann haben wir einen schönen Brandherd fast vor der Haustür.

    Einen ???? Die EU ist mittlerweile von Brandherden geradezu eingekreist :rolleyes: Keine gute Basis für eine gute wirtschaftliche Entwicklung - aber halt: Die Amerikaner lassen doch niemanden im Stich: Sie verkaufen uns völlig selbstlos ihr Erdgas, damit wir nicht mehr von den Russen abhängig sind.
    ...und das fördern sie dann praktischer Weise gleich nebenan per Fracking in der Ukraine. (Verträge wurden von der nicht legitimierten Kiewer Regierung bereits unterzeichnet)

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