Ukraine / Krimkrise

  • Zitat

    Seit der dritten Präsidentschaft Putins hat sich die Menschenrechtssituation in Russland deutlich verschlechtert. Der russischen Führung gehe es um die «lückenlose staatliche Kontrolle des öffentlichen Raums», bilanziert Amnesty International.

    NZZ

  • Zitat

    Original geschrieben von rmol
    Seit der dritten Präsidentschaft Putins hat sich die Menschenrechtssituation in Russland deutlich verschlechtert. Der russischen Führung gehe es um die «lückenlose staatliche Kontrolle des öffentlichen Raums», bilanziert Amnesty International.

    Achwas! Menschenrechte, Renschenmechte! Braucht kein Mensch, kein Eurasier sowieso nicht, sind eine imperiale Erfindung der homosexuellgefährlichen Europäer und Amnesty ist eine Infiltrations- und Propagandakolonne der garnichtmal so vereinigten Staaten von Amnesika!

    Je suis Charlie

  • Zu
    Krieg ist Frieden
    Freiheit ist Sklaverei
    Unwissenheit ist Stärke


    gesellt sich nun


    Rechts ist das neue Links.


    Wenn man am Beispiel des Wiener Geheimtreffens zu Eurasien sieht, für was für ein eindeutiges Rechtsaussen-Projekt sich die deutsche Linke begeistert einspannen lässt, kommt einem das Essen hoch.
    Und diese weiter oben zitierte internetz-zeitung.eu will einem eine "freie und linke Räterepublik Donezk und Lugansk" aufbinden. Was für eine Farce.


    Naja ich warte ganz kirre vor Vorfreude auf den Duginschen Anschluss Europas an das Reich des neuen Erlösers. Am russischen Wesen soll nun die Welt genesen ...


    In der NZZ findet sich natürlich noch mehr zum Thema


    http://www.nzz.ch/aktuell/feui…die-putin-show-1.18314288
    "Mechanismen der russischen Propagandamaschine
    Die Putin-Show"

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • Bei den Linken kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass sie noch lange auf die Farce hereinfallen. Zu ihren Gunsten kann man sehen, dass bisher nur leicht austauschbare Hinterbänkler Putin dermaßen auf den Leim gegangen sind, selbst die Wagenknecht hat sich meines Wissens nicht so weit aus dem Fenster gelehnt (und dabei blamiert) wie diese internetz-Zeitung.


    Auch angebliche Pro-Europäer dieses Threads sollten sich fragen, wie lange sie die Zerstörung des europäischen Gedankens noch mitunterstützen wollen...

  • Proeuropäer wärem ja überall und auch hier eine gefühlte Minderheit. Da sie zudem nicht Prorussen wären, wären sie implizite Antirussen und das will ja wirklich keiner wirklich sein. Also gibt's sie nicht, schon gar nicht öffentlich.

    Je suis Charlie

  • Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    Proeuropäer wärem ja überall und auch hier eine gefühlte Minderheit. Da sie zudem nicht Prorussen wären, wären sie implizite Antirussen und das will ja wirklich keiner wirklich sein. Also gibt's sie nicht, schon gar nicht öffentlich.


    Doch, hier gibt es einen, der es wiederholt von sich behauptet (wenn man "überzeugter" als "pro" interpretieren darf):

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    ... Als überzeugter Europäer gehören für mich ...


    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Als überzeugter Europäer fühle ich mich in der EU recht gut aufgehoben.


    Seine Äußerungen zu Putin stehen allerdings auch für mich dazu in Widerspruch, deshalb schrieb ich "angebliche" Pro-Europäer ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    Proeuropäer wären ... Antirussen ...


    Warum kann man nicht für Europa sein und gleichzeitig kein "Antirusse"?
    Die Ukrainer in meiner Bekanntenliste werden naturgegeben leider immer kleiner.
    Als Staatenlose hatten sie einige Nachteile.
    Ich erinnere mich noch daran, als ein "sowjetischer" Staatsbesuch in Frankreich war, durften sie nicht nach Frankreich einreisen. Dasselbe mit den staatenlosen Eltern meines polnischen Freundes.
    Die meisten waren für ein "freies" Polen oder eine "freie" Ukraine.
    Aber zur damaligen Zeit "utopisch".
    Meine Großmutter sagte oft, die Deutschen denken nur an heut und morgen, die Slawen dagegen, leben mit der Geschichte.

  • Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    ...
    Hier arbeitende Ukrainer wünschen sich vor allem EU-Mitglieschaft, weil sie hoffen damit gleichberechtigt zu werden. Bei 2 Euro Stundenlohn durchaus verständlich aber illusorisch. Auch in der West-Ukraine träumt man verständlicherweise von 'westlichem Standard' (in materiellem Sinne). [...]


    Ein durchaus legitimer und rein prinipiell auch nachvollziebarer Wunsch. Selbst für mich. Was mich allerdings (dieses Mal) entsetzt, ist der Weg, den man beschritten hat - und der hohe Preis, den man weiterhin zu zahlen bereit ist.


    Die neue Regierung versucht nicht einmal, den Konflikt durch Gespräche mit der Gegenseite zu deeskalieren. Stattdessen setzt auch die neue Staatsführung auf eine gewaltsame/ militärische Lösung als alleinige Option. Insbesondere von Steinmeier hatte ich erwartet, dass er die neue Regierung zur Aufnahme von Gesprächen mit den Aufständischen im Osten drängt.



    Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    ...
    Zudem leben viele in derart schlechter wirtschaftlicher Lage, dass sie sagen, schlimmer kann's doch gar nicht werden. [...]


    Das ist die Frage!


    Nach der deutschen Wiedervereinigung folgte im Beitrittsgebiet recht bald eine Phase der Desillusionierung. Wobei man eines noch bedenken muss:


    Die schlimmsten Folgen des erwartbaren wirtschaftlichen Zusammenbruchs im Beitrittsgebiet wurden durch eine innerdeutsche Solidargemeinschaft abgefedert. Eine Solidargemeinschaft, zu der sich die Masse der westdeutschen Bevölkerung (zumindest über viele Jahre) bekannt hat. Milliardenschwere Hilfspakete stützten des Osten, ohne die jetzt im Falle Griechenlands zu beobachtende Einstellung "was haben wir mit denen zu tun?". Im Falle der Wiedervereinigung Deutschlands stellte sich diese Frage so nicht. Anders ist es, wenn die Milliarden ins Ausland fließen sollen.


    Und jetzt zur Ukraine:
    Verglichen mit Griechenland müssten ukrainische Bürger für viele Jahre noch deutlichere Einschnitte hinnehmen. In diesem Punkt ist der IWF in aller Regel knallhart. Zudem wird man Ländern wie Griechenland nicht vermitteln können, dass Miliarden in Gebiete außerhalb der EU fließen, obwohl es der dortigen Bevölkerung wirklich schlecht geht.


    Trotz einiger (gemäßigter) Miliardenspritzen dürfte es um die wirtschaftliche Lage der ukrainischen Bevölkerung für etliche Jahre deutlich schlechter bestellt sein, als vor der Revolution. Anders als Ostdeutschland steht kein solidarischer großer Bruder bereit - und die EU hat selbst genügend finanzielle Probleme.


    Die dann drohende Erntwicklung durften wir in der Ukraine doch schon nach der Orangenen Revolution beobachten. Was für ein Jubel nach dem Machtwechsel. Und dann? Die finanzielle Lage der Bevölkerung wurde schlechter und schlechter ... mit der Folge, dass ukrainische Wähler irgendwann zu russlandnahen Parteien überliefen und Viktor Janukowitsch Präsident wurde. So stand wenigstens der russische Tropf wieder bereit, über den Unsummen in die Ukraine flossen. Ich glaube, Zahlen wurden hier schon gehandelt. Diese Summen wird der Westen schlechterdings in die Ukraine pumpen können ...


    Oder sieht hier jemand für die Ukraine "blühenden Landschaften"? Solche, wie sie den neuen deutschen Bundesländern seinerzeit versprochen wurden.

  • Zitat

    Original geschrieben von pithein
    Warum kann man nicht für Europa sein und gleichzeitig kein "Antirusse"?
    Die Ukrainer in meiner Bekanntenliste werden naturgegeben leider immer kleiner.[...]

    Ich nehme an, weil sie wegen fortschreitenden Alters erst körperlich kleiner werden und wie jeder von uns irgendwann das Lebensfinale durchschreiten, und nicht etwa wegen Vorgänge und Vorfälle in der Ukraine selbst?


    Man kann natürlich durch das eine sein und das andere lassen. Das sollte ein ironischer Einwurf sein auf die Marketingformulierung "Prorussisch". Zumindest mir ist eine solche Sprachkonstruktion aus vorherigen Konflikten nicht in Erinnerung. Und es ist ja - absichtlich oder unabsichtlich - ziemlich geschickt gewählt, denn man ist etwas nicht (Russe), ist aber dafür (Prorusse), was schonmal eine symphathiebewehrte Solidarität mit anderen Andersartigen darstellt. Als ob wir sagen würden, daß wir Probayern sind oder Produisburger. Daß sich unter den Prorussen auch offizielle und inoffizielle Russen befinden, wollen wir hier lieber außeracht lassen. Jedenfalls führt die explizite Proformulierung dazu, daß man allen anderen das Antiettikett anheften kann, implizit oder explizit, zurecht und - meistens - zu unrecht.


    Wie schon von anderer Stelle erwähnt wird's nur schwierig, wenn man sich gleichzeitig als Proeuropäer, Prorusse und eventuell auch noch Proeurasier gebärdet. Das ist dann im besseren Fall der naive St. Florians Friedefreudeeierkuchen Typ vom Schlag "Ich tu dir nichts und ich find dich ja auch nicht unerträglich, also tu bitte auch du mir nichts.". Antirussen kenne ich selbst garnicht und auch öffentlich sind mir keine bewußt. Antiputin hingegen ist eine ganz andere und durchaus nicht unbevölkerte Baustelle. Aber damit kommt ein jeder Autokrat mehr oder weniger gut zurecht.

    Je suis Charlie

  • Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    ... Antiputin hingegen ist eine ganz andere und durchaus nicht unbevölkerte Baustelle. Aber damit kommt ein jeder Autokrat mehr oder weniger gut zurecht.


    Es gehört aber zur gezielten Methode von Putins Propagandisten, bei Kritik an ihm oder seinem System sofort mit de Russophobie-Keule zu kommen. Weil man ja gefälligst 150 % der begeisterten Bevölkerung als hinter ihm stehend anzusehen habe, wird aus Majestätsbeleidigung schnurstracks Volksverhetzung konstruiert. Wer in kritisiert oder sich gar gegen ihn stellt, ist ein Angreifer auf das Russentum und muß letztlich als Faschist gebrandmarkt werden können. Drunter geht es nicht mehr. Und überhaupt sind die verkommenen und schwulen Westler nicht in der Lage, die tiefe russische Seele zu verstehen. etc. etc.

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