Habe nur ich das Gefühl, dass das Medieninteresse am Konflikt in der Ukraine nachlässt, weil der dortige Bürgerkrieg (wie etwa der in Syrien) schon als eine Art "Dauerzustand" nur noch beiläufig wahrgenommen wird?
Eine solche Form der Akzeptanz einer kriegerischen Auseinandersetzung auf europäischen Boden hielte ich für beschämend. Alle europäischen Staaten (und nicht nur die der EU) müssten ein außerordentliches Interesse an einer Lösung haben.
Die EU schlüpft langsam in die Rolle, die ich von ihr erwartet hatte: Vollmundige Ankündigungen ohne Substanz. Dass ich Sanktionen ablehne und eher andere Formen der Konfliktlösung bevorzugen würde, mag mal dahingestellt bleiben.
Außer Obama und Rasmussen, die fortwährend laut klappern, ohne dass ihre Schaukämpfe auch nur die geringste Wirkung entfalten können, nehme ich nur noch Meldungen über die wirtschaftliche Komponente des Konflikts (wie etwa die Gefährdung der Gasversorgung) wahr ... ein Weg, den irgendwie alle Konflikte irgendwann einschlagen, wenn die "große Entrüstung" nachlässt. ![]()