Ihr vergesst, dass Janukowitsch rechtmäßig gewählter Präsident war.
Ist ein Volk mit der Leistung des Präsidenten unzufrieden, ist es in demokratischen Gesellschaften üblich, dies bei den nächsten Wahlen zum Ausdruck zu bringen. Und die waren durch eine Vereinbarung mit Janukowitsch sogar auf das Ende diesen Jahres vorgezogen worden. Was auf dem Maidan passiert ist, bringt in meinen Augen sehr deutlich zum Ausdruck, dass die Maidan-Aktivisten (mitsamt Jaseniuk Co.) nicht bereit sind, demokratische Regeln zu respektieren - oder allenfalls dann, wenn es ihnen (wie etwa bei der Wahl Poroschenkos) gerade in den Kram passt.
Von daher bin ich nicht bereit, das undemokratische Handeln der Maidan-Putschisten auch noch als "bessere Form der Demokratie" anzusehen. Der Maidan und alles, was aus ihm hervorgegangen ist (einschließlich Bürgerkrieg), betrachte ich daher prinzipiell als "das Böse" im Ukraine-Konflikt. Die hier im Thread zum Ausdruck gebrachten Präferenzen für die "ungebetenen" Mitspieler fußen auf diesem Standpunkt und sind keineswegs allgemeingültig.
Ob ich das Handeln der russischen Regierung im Allgemeinen für gut (oder eben auch nicht) befinde, steht auf einem ganz anderen Blatt. So schwer ist das doch eigentlich gar nicht zu verstehen ...