interessante Details zu den Folgen der Russland-Sanktionen in der Makro-Doku vom 24.10.14 auf 3sat:
http://www.3sat.de/makro/
Edit (direkter Link zur Sendung):
http://www.3sat.de/page/?sourc…magazin/179006/index.html
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interessante Details zu den Folgen der Russland-Sanktionen in der Makro-Doku vom 24.10.14 auf 3sat:
http://www.3sat.de/makro/
Edit (direkter Link zur Sendung):
http://www.3sat.de/page/?sourc…magazin/179006/index.html
Auch ein anderer Mechanismus könnte darauf hindeuten, dass die schwächelnde deutsche Wirtschaft entgegen der Beschwichtigungsrufe aus der Politik auch den Russland-Sanktionen zu verdanken ist.
Während Länder, die wie Deutschland nennenswerte Handelsbeziehungen zu Russland unterhalten, wegen Rückgangs ihrer Wirtschaftskraft sogar Geld aus der EU-Umlage zurückerhalten, ist etwa Großbritannien, welches m.W. kaum Handelsbeziehungen zu Russland unterhält, von diesem Rückgang nicht betroffen.
Die Freude darüber, dass die Briten als Folge dieser ungleichen Wirtschaftsentwicklung in der EU nun eine Nachzahlung von rund 2 Mrd. in die Kasse der EU leisten dürfen, konnte der britische Premier kaum für sich behalten. :p
Dass die britische Wirtschaft die deutsche momentan abhängt, hat aber sicher andere Gründe, die nur rein zufällig zeitlich mit den EU-Sanktionen zusammentreffen ...
Ach Frank, phantasier hier doch nicht wieder rum, sondern belege deine blumigen Vermutungen doch mal mit Fakten! Wieviel Prozent des deutschen BIP beruhen denn unmittelbar auf Handelsbeziehungen mit Russland? Inwiefern "schwächelt" die dt. Wirtschaft zurzeit? Kannst du das tatsächlich in einen plausiblen Zusammenhang bringen? Wie sehen die entsprechenden Zahlen für England aus?
ZitatOriginal geschrieben von Jimmythebob
Wieviel Prozent des deutschen BIP beruhen denn unmittelbar auf Handelsbeziehungen mit Russland? Inwiefern "schwächelt" die dt. Wirtschaft zurzeit? Kannst du das tatsächlich in einen plausiblen Zusammenhang bringen?
Genau darum geht's doch in der von mir oben verlinkten 3sat-Doku.
...und was ich aus der Sendung besonders erwähnenswert finde, ist die Tatsache, dass große Konzerne sich um die Sanktionen überhaupt nicht scheren müssen, da es in den Vertragswerken hinreichend Lücken für multi-nationale Konzerne gibt. Ländersanktionen im Zeitalter der Globalisierung führen sich selbst ad absurdum ![]()
Nur der deutsche Mittelstand muss mal wieder für diese sinnlosen Escapaden bluten :flop:
Edit: zu Wirtschaftswachstums-Zahlen sei daran erinnert, dass neuerdings die illegale Schattenwirtschaft sowie Rotlicht-Umsatz etc dazu gezählt werden. Diese Neuberechnung führt dann zu einem plötzlichen Sprung...keine Ahnung, ob das vllt bei GB gerade zu diesem Anstieg geführt hat (in DE ist das zumindest schon seit einiger Zeit eingerechnet)
ZitatOriginal geschrieben von Jimmythebob
Ach Frank, phantasier hier doch nicht wieder rum, sondern belege deine blumigen Vermutungen doch mal mit Fakten! ...
Inwiefern "schwächelt" die dt. Wirtschaft zurzeit? ...
Wie sehen die entsprechenden Zahlen für England aus?
Die Zahlen ergeben sich etwa aus folgender Quelle: Süddeutsche Zeitung (als Beispiel für zahllose andere, die ich als allgemein bekannt vorausgesetzt hatte).
Zitat aus dem Artikel:
"Im Gesamtjahr 2014 traut der Internationale Währungsfonds den Briten ein Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent zu. Zum Vergleich: Dem IWF zufolge zieht die US-Konjunktur um 2,2 Prozent an, die deutsche um 1,4 Prozent und die der Euro-Zone nur um 0,8 Prozent."
Das deutsche Wirtschaftswachstum war ohne Einrechnung der Ukraine-Krise noch weitaus höher eingeschätzt worden - einem Wert, auf dem die (nun deutlich zu hohen) Vorauszahlungen an die EU beruhten.
Wenn die EU auf Grund einer schwächelnden deutschen Wirtschaft an den deutschen Bundesfinanzminister 780 Mio. € zurück überweist, gehe ich einfach davon aus, dass die dieser Rückzahlung zugrundeliegenden Berechnungen stimmen ... das nehme ich mir einfach heraus. Ebensolches gilt für eine schwächelnde französische Wirtschaft (Rückfluss etwa 1 Mrd. €) und eine wachsende britische, die zu einer Nachzahlung von 2,1 Mrd. € führt.
Da andere zu dieser Berechnung führende Daten diesen signifikanten Rückgang des noch zu Beginn der Ukraine-Krise erwarteten Wirtschaftswachstums in Deutschland nicht erklären können, bleibt für mich als wesentliche Ursache noch die Ukraine-Krise. Allerdings hatte ich zugestanden, dass dieser zeitliche Zusammenhang auch rein zufällig sein kann - woran ich persönlich aber nicht so recht glauben mag. Ebenso wenig wie an den Zufall, dass nachlassende Kopfschmerzen nicht auf einer kurz zuvor eingenommenen Schmerztablette beruhen ... obwohl ein solcher Zufall durchaus denkbar wäre.
Den Umstand, dass das Handelsvolumen zwischen Russland und Großbritannien weitaus geringer ist als das mit der Bundesrepublik, setzte ich als Teil der Allgemeinbildung voraus. Wenn ich das britische nur dunkel in einer Größenordnung von etwa 15 Mrd. € p.a. erinnere, das deutsche dagegen um die 75 Mrd. €, sehe ich in Anbetracht der sehr deutlichen Differenz keinen Anlass, nach genauem Zahlenmaterial zu suchen. Wer das möchte, kann das gern tun ...
Wenn der Artikel selbst keins der hier diskutierten Ländereien als wesentlichen Faktor benennt, kann dann ja wohl nur auf Regierungsanweisung und Hörigkeit beruhen, sodaß es dringend eines aufmerksamen, mutigen und genauen Volkswirtschaftlers, Statistikers und Staatskundlers bedurfte zur Füllung dieser absichtlichen Erklärungslücke.
Nun ... wem der gesunde Menschenverstand fehlt, mag tatsächlich auf solche Hilfen angewiesen sein ... ![]()
Eigentlich waren ich (und vielleicht auch der Verfasser des Artikels) davon ausgegangen, dass sich dem geneigten Leser ein solcher Zusammenhang von ganz allein erschließt.
Lauscht man Worten von Volkswirten im TV, wird die Ukraine-Krise eigentlich stets als eine der ersten Ursachen für das zurückgehende Wirtschaftswachstum genannt. Und der ökonomische Ausfluss der Ukraine-Krise sind nun einmal die Russland-Sanktionen; die Ukraine selbst spielte ganz sicher keine so bedeutende ökonomische Rolle wie Russland. Dagegen hatten allein schon die Spekulationen um (noch nicht erlassene) Sanktionen gegen Russland Einfluss auf die Wirtschaftsleistung der beteiligten Länder. Auch das setze ich als bekannt voraus - zumal dieser Zusammenhang hier bisher nicht bestritten wurde.
Ist ja auch nicht so, daß man sich unbedingt mit Wedauschen Rechtsgutachten befassen müsste angesichts von Nachrichtenlosigkeit. Am Sonntag findet ja die Parlamentswahl statt, damit sich auch hier niemand mehr über den widerlichen, illegalen, fast terroristischen und völkermörderischen Sturz der noblen Vorgängerregierung ereifern muss. Damit sollte die Gesetzeswidrigkeit zwar nicht getilgt, wohl aber wieder in akzeptable, ordentliche Bahnen gelenkt sein - zumindest dann, falls auch diese Wahl frei, allgemein, gerecht und ehrlich verlaufen sollte.
FAZ: Wahlsieg für Poroschenkos Partei sicher - Wahlen in der Ukraine Einig im Angesicht des Feindes
Zeit: Angst vor Ukraines Patrioten
SZ: Bombenrätsel in der Ukraine
[URL=http://www.fr-online.de/ukraine/parlamentswahl-ukraine-eu-gipfel-sichert-ukraine-unterstuetzung-zu,26429068,28837890.html]FR: EU-Gipfel sichert Ukraine Unterstützung zu[/URL]
Auch Serbiens Präsident Milosevic hatte breiten Rückhalt innerhalb der Bevölkerung ... aber machte ihn das wirklich besser?
Wird ein (potenzieller) Kriegsverbrecher der Ukraine als Ministerpräsident bestätigt, müsste die Antwort auf diese Frage zu einem entsprechenden Ergebnis führen.
Auch wenn ich nun wieder Godwin's Law (oder so ähnlich) herausfordere, möchte ich zudem daran erinnern, dass auch faschistische Führer wie Adolf Hitler in freien Wahlen vom Volk gewählt wurden - in weitgehender Kenntnis der zu erwartenden Ereignisse. Und diese breite Unterstützung im Volk bestand auch noch, als schon der letzte erkannt haben musste, was um ihn herum geschah.
Anlässlich der zur Wahl stehenden Alternativen und des zu erwartenden Ergebnisses (worauf Du selbst hinweistt), wird sich meine Sichtweise wohl kaum ändern können.
Edit:
Ob die nunmehrige Wahl verfassungsrechtlich korrekt angesetzt wurde, steht m.E. auch noch in den Sternen. Schon wenn die Mitwirkung eines regelgerecht gewählten Präsidenten erforderlich wäre (wovon ich ausgehe), genügte auch die Parlamentswahl nicht den verfassungsrechtlichen/ demokratischen Grundsätzen.
Aber in diesem Punkt wird man das De-facto-Regime in Kiew früher oder später als rechtmäßige Regierung ansehen müssen (obwohl mir das widerstrebt). Selbst Russland handhabt das m.W. zwischenzeitlich so. Halt aus faktischen (nicht rechtlichen) Gründen, die entsprechend für die Angliederung der Krim an Russland gelten. Realpolitik halt ...
Die von dieser Regierung beauftragten Untaten an der eigenen Bevölkerung bleiben von dieser Sichtweise allerdings unberührt. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis dieses Thema auf den Tisch kommt - auch Klagen vor dem EGMR halte ich für wahrscheinlich. Noch haben die Ukrainer allerdings drängendere Sorgen.
Jetzt fehlen hier aber offensichtlich wirtschaftliche Kenntnisse, deren Wissen ich als selbstverständlich vorausgesetzt hätte. Wenn "die Wirtschaft" aufgrund "der Ukrainekrise" zurückgeht, hat dies erstmal nichts mit Sanktionen gegen Russland zu tun (auf die Nennung des (geringen) Anteils der Handelsbeziehungen zu Russland am BIP warte ich übrigens immer noch). Überspitzt gesagt wird einfach weniger investiert, wenn mit einem baldigen Einmarsch Russlands in weitere europäische Länder gerechnet werden muss. Das lässt sich sehr schön am Verlauf des DAX verfolgen, der folgerichtig immer dann nachlässt, wenn Russland eine weitere Eskalationsstufe gezündet hat (grüne Männchen auf der Krim, Militärkonvoi in der Ukraine, angebliche Hilfs-LKWs, usw.). Wie hier bereits richtig gesagt wurde, haben die Sanktionen nicht annähernd solch einen Einfluss auf die deutsche Wirtschaft, dass dadurch mal eben das gesamte Wirtschaftswachstum halbiert werden könnte. Das sollte anbetracht der wirklich wichtigen Exportländer Deutschlands und der geringen wirtschaftlichen Bedeutung Russlands für die breite Mehrheit der Unternehmen eigentlich klar sein. Abgesehen davon verläuft Wirtschaftswachstum natürlich auch immer in Zyklen, was der unvoreingenommene TTler meist in den 7. Klasse SoWi lernt, und zwar ganz unabhängig von Zufällen und Sanktionen. Gleiches gilt natürlich auch für England, oder wird hier ernsthaft vertreten, dass England jetzt plötzlich von Sanktionen (die natürlich auch für britische Unternehmen gelten), profitiert?
Auf der anderen Seite geht dem isolierten Kreml jetzt langsam aber sicher wohl das Geld aus. Selbst die bisher so verhätschelten Oligarchen im Ausland, insbesondere auf Zypern, sollen jetzt ihren Beitrag zum russischen Staatshaushalt leisten: http://www.zeit.de/wirtschaft/…z-steuerparadies-russland
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