ZitatOriginal geschrieben von rmol
... Demnach wird die Bevölkerung die Lust an den imperialen Spielchen wieder verlieren und sich auf elementare Dinge wie Gehälter, soziale Errungenschaften und Jobs konzentrieren.
Andere sind da nicht so optimistisch. wie der russische Gebietsabgeordnete Lev Schlosberg, der während der Recherche nach gefallenen russischen Soldaten krankenhausreif geschlagen wurde.
http://reitschuster.de/index.asp?typ=&newsid=17441
"... -Warum ist eine derartige Böswilligkeit der russischen Gesellschaft gegenüber der Ukraine möglich geworden?
- Die heutige Situation der Zwietracht zwischen Russland und der Ukraine, ja und der generell aggressive Zustand der russischen Gesellschaft sind nicht aus dem Nichts entstanden. Hypothetisch gesprochen: Wenn die aktuellen Handlungen Putins direkt am Anfang der 2000er Jahre unternommen worden wären, direkt nach dem Untergang der „Kursk“, hätte die russische Gesellschaft vielleicht härter reagiert und nicht zugelassen, dass er sich so verhält. Das ist ja nicht der zweite Tschetschenienkrieg, der auf dem Gebiet Russlands stattfand. Aber innerhalb von 15 Jahren hat Putin geplant und bewusst die Gesellschaft in einen solchen Zustand gebracht, bei dem die Mehrzahl anerkennt, dass der Staat das Recht, alles mit der Bevölkerung zu machen, auch sie zu töten.
Ein Teil der Gesellschaft vertraut Putins Handlungen tatsächlich in hohem Maß – er erfüllt die Erwartungen etlicher Millionen Menschen, die das Imperium zurückhaben wollen. Es gefällt ihnen, wenn die russische Armee auf das Gebiet anderer Staaten eindringt und sich fremdes Land aneignet. Das ruft bei ihnen ein Gefühl der Selbstachtung und Befriedigung hervor. Es kommt vor, dass die Angehörigen gefallener junger Männer sagen „Er ist doch Soldat, die Armee kämpft und erleidet Verluste“. Und damit ist für sie alles gerechtfertigt. ..."