Ukraine / Krimkrise

  • Wird Juncker langsam senil oder hat er ein Alkoholproblem?


    Ich hatte im TV einen Mitschnitt der Podiumsdiskussion mit Juncker gesehen, auf die der Artikel Bezug nimmt. Die im Artikel zitierte Aussage („Wir können uns unser Verhältnis zu Russland nicht von Washington diktieren lassen. Das geht so nicht“) stand dabei nicht allein, so dass man sie nicht als "Ausrutscher" werten kann. In aller Deutlichkeit hatte er zum Ausdruck gebracht, die EU dürfe sich nicht länger von den USA in ihren Entscheidungen bevormunden lassen. Auch die Gründe für seine Sichtweise hatte er nachvollziehbar dargelegt. Die zitierte Äußerung Junckers ist lediglich Essenz eines Gesamtkontextes, der mich in seiner Klarheit wirklich erstaunt hatte ... solche "klaren Ansagen" politisch Verantwortlicher sind wirklich selten.


    Sollte das Gespräch zwischen Juncker und dem US-Vize wirklich den berichteten Inhalt gehabt haben, wäre ich mehr als nur irritiert. Die Äußerungen Junckers in Passau wären eine politische/diplomatische Fehlleistung gewesen, die ihresgleichen sucht und einem Mann wie Juncker (den ich im Übrigen sehr schätze) bei klarem Verstand niemals unterlaufen würde. Gerade seine sonst übliche Besonnenheit hatte mich die Wahl Junckers zum Kommissionspräsidenten als richtigen Schritt ansehen lassen ... ganz unabhängig von seiner früheren Rolle in Luxemburgs Steuerpolitik.


    Hmmm ... :confused:

  • Die neuen Werte, zu denen sich unsere "Wertegemeinschaft" durch Unterstützung des Regimes Poroschenko bekennt, machen mir langsam Angst:


    Wird ein politischer Gegner zu stark, lässt man ihn halt verhaften.


    Nun gut, das passiert in vielen Teilen der Welt ... dass diese Vorgehensweise von unserer sog. Wertegemeinschaft unterstützt wird, ist mir aber neu. Wir Europäer werden wohl umdenken müssen, wenn unsere eigenen Regierungen als Zielsetzung der Wertegemeinschaft plötzlich auf "beliebige Werte" setzt.


    Aber was macht Russland dann noch falsch?


    Die Verhaftung politischer Gegner gab es doch auch schon in Russland. Wenn Putin ganz offensichtlich unsere neuen Werte schon in einer Art vorauseilenden Gehorsams bereits umgesetzt hat, müsste uns das doch erst recht verbinden.


    Nun gut ... Russland beschießt noch nicht eigene Bürger nach dem Gießkannenprinzip mit der Artillerie. Aber auch das noch von Putin zu verlangen, hielte ich für vermessen. Schließlich tun das auch andere nicht.

  • Zitat

    Nun gut ... Russland beschießt noch nicht eigene Bürger nach dem Gießkannenprinzip mit der Artillerie. Aber auch das noch von Putin zu verlangen, hielte ich für vermessen. Schließlich tun das auch andere nicht.


    Ach ja? Was waren denn die Leute im eingekesselten Grozny? Etwa nicht russische Staatsbürger? Aufwachen und Augen aufmachen.

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Stimmt!


    Dann verstehe ich gar nicht mehr, warum Poroschenko zu den Guten und Putin zu den Bösen gehört... :confused:


    Ah, Putins Forenknecht dilettiert wieder.


    Es spielt übrigens absolut keine Rolle, ob Du was verstehst oder nicht.

    LG: V30
    Samsung: Galaxy Tab S2 LTE, A5 (2017);
    Sony: Xperia X Compact;

  • Sehr geehrter Herr Simon,


    auch wenn Frank_aus_Wedau Sie auf die Blacklist gesetzt hat und Ihre Beleidigung nicht sehen kann, möchte ich doch inständig um Einhalt der gebotenen Nettiquette bitten. Auch wenn in diesem Thread die Duldungs-Schwelle höher liegt als sonst, kommt man nicht umhin feststellen zu müssen, dass Ihr voran gegangener Beitrag keinerlei sachlichen Vortrag zum Inhalt hat, jedoch einen anderen Teilnehmer in unzulässiger Weise herabwürdigt und verächtlich macht.


    Betrachten Sie dies bitte als Verwarnung.

  • Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau



    Dann verstehe ich gar nicht mehr, warum Poroschenko zu den Guten und Putin zu den Bösen gehört... :confused:


    Weil der erste abwählbar ist und somit evtl. zur Rechenschaft gezogen werden kann und der zweite so gut wie einbetoniert in der Macht ist und untastbar. Ansonsten sind beide zwei typische Produkte der postsowjetischer Gesellschaftswandel, keiner ist böser als der andere.

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