ZitatOriginal geschrieben von klaushei
Da könnte ich ko-zen
Bitte nicht.
ZitatOriginal geschrieben von klaushei
wie die Leute über einen Kamm geschert werden
seien es Hartz 4 Empfänger oder Arge Mitarbeiter
:flop:
Es heißt geschoren werden, aber das nur nebenbei.
Es ist nun mal bei Gruppen von tausenden Menschen nicht möglich, auf den Einzelnen herunterzubrechen. Da kommt es zu Pauschalisierungen, die aber auch nicht schlimm sind wenn sie einen generellen Trend wiedergeben.
Wenn du dich mehr mit dem Umgang der Sachbearbeiter mit den vorstellig werdenden Bürgern auseinandersetzt oder die Umgangsformen der Sachbearbeiter selbst erlebst wirst du vermutlich einen Gedanken nicht los: wie kann ein normal empathischer Mensch, der in der Kindheit nicht gehänselt wurde, in einer solchen Organisation arbeiten ohne moralische Bedenken zu bekommen?
"Kunden" der Argen und Jobcenter steht das Wasser meistens bis zum Hals. Wer denen als Sachbearbeiter mit Tricksereien noch versucht die rudimentärste Grundsicherung zu kürzen oder zu entziehen, passt nicht mehr in mein Menschenbild eines sozialverträglichen Mitglieds der Gesellschaft. Das sind Leute, die entweder Lust an Oberlehrerhaftem, am Drangsalieren von von ihnen abhängigen Menschen haben - oder die schlichtweg asozial sind.
Anders sind die unverschämten Töne und Texte nicht zu erklären.
Jede Diktatur, jede Unterdrückunsmaschinerie braucht willfährige Jasager und Systemstützen, ohne die nichts gehen würde. Und genau diese Art gefährlicher und verachtenswerter Leute trägt auch das Klima und die Art des Umgangs, den die Menschen in der Arge oder dem Jobcenter erleben. Es mag ganz einzelne Ausnahmen geben, aber die Mehrheit dürfte ins Bild passen - sonst wären sie nicht länger dort beschäftigt.
Das extremste Beispiel ist das Sicherheitspersonal: die werden miserabel bezahlt und eigentlich müssten die, wie Gefängsnisaufseher, wegschauen wenn irgendein Ekel-Sachbearbeiter etwas auf die Mütze bekommt. Stattdessen gehen sie dienstbeflissen gegen Antragssteller vor, mit denen sie sich normalerweise solidarisieren müssten. Aber da sieht man sehr gut das aus der Psychologie bekannte Phänomen, wie weit Menschen gehen wenn man sie ungehemmt lässt.
ZitatOriginal geschrieben von frank_aus_wedau
Leider scheint das Thema Deeskalation bei der Fortbildung der Mitarbeiter ein Schattendasein zu führen - diesen Eindruck habe ich jedenfalls, wenn ich zuweilen Schilderungen von Besuchen beim Jobcenter aufschnappe. Die geschilderten Äußerungen der Mitarbeiter liegen oft jenseits von gut und böse.
Den Themen "Gewalt in den Argen / Jobcentern" und "Deeskalation" wird eine riesengroße Bedeutung beigemessen. Nur nutzt das wenig wenn es bei so lächerlichen Dingen wie ein paar Psycho-Floskeln bleibt.
Die beste Methoden zur Deeskalation wären Freundlichkeit, tatsächliche Hilfe anbieten und auf vom Bittsteller nicht erkannte Einnahmemöglichkeiten hinzuweisen. Man müsste die Menschen ernst nehmen und nicht nur in ein ansonsten von Ton und Inhalt völlig unverschämtes Auftreten ein paar Sprüche aus dem letzten Anti-Gewalt-Workshop einstreuen. Es ist politisch nicht gewollt, dass in Argen und JC ein fairer Umgang miteinander stattfindet... Es trifft ja nur die Assis ohne Lobby, nicht Mövenpick-Hotelbesitzer etc.