Islamistischer Terror in Europa

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus

    Dass man sich Ansichten nicht zueigen macht sondern nur darüber berichtet gehört eigentlich zum kleinen Einmaleins im Journalismus. Gerade in diesem Fall dient das "vermeintlich" aber nicht dazu die Aussage als Meinung Dritter zu kennzeichnen, sondern die Formulierung suggeriert hier unterschwellig, dass ein paar Verwirrte nur eine abstruse, aber falsche Wahrnemung haben.

    Falsch. Das ist die einzige Möglichkeit, das Ganze journalistisch sauber wiederzugeben - indem man sich die Meinung eben NICHT zu eigen macht. Überfremdung ist ein subjektiver Begriff, den die Journalisten ohne die von Dir bemängelten Formulierungen als Tatsache darstellen würden.


    Die von Dir beschriebene Wahrnehmung findet in Deinem Kopf statt, mehr nicht.

    Sic gorgiamus allos subjectatos nunc.

  • Eigentlich wollte ich mich hier ja raushalten und war bisher "stiller Mitleser", aber manche Sachen können einfach nicht so im Raum stehen bleiben. Da vieles ja bereits kommentiert worden ist, möchte ich ein Beispiel heraus greifen, was meiner Meinung nach symptomatisch für die ganze Diskussion ist



    In Wahrheit setzt der Straftatbestand "Mord" natürlich NICHT zwingend eine etwaige Planung voraus. Genauso wenig handelt es sich bei "Familiendramen" "typischerweise" um Totschlag im Affekt. Die Merkmale "Planung" und "Affekt" sind vielmehr absolut untauglich dafür, zwischen Mord und Totschlag zu unterscheiden. Ein Blick in's Gesetz erleichtert somit auch hier die Rechtsfindung...


    Aber natürlich passt es so besser in's eigene Weltbild, denn der "EhrenMORD" (dieses Wort alleine ist eine grobe Ungenauigkeit, denn er umfasst umgangssprachlich eine Vielzahl an Fälle, die gar kein "Mord" sind) klingt ja so schön fies und da muss sicher irgendwas geplant gewesen sein, denn man ist ja nicht dumm und hat schon mal gehört, dass das Merkmal "Planung" ja gerade das ist, was einen "Mord" zum "Mord" macht...


    Ehren"mörder" auf der einen und "Familientotschläger" auf der anderen Seite. Beides schlimm, keine Frage, aber der "Mörder" ist natürlich ungleich niederträchtiger, denn er hat die Tat ja vorher geplant und...huch! Welch Zufall, er ist auch noch Moslem. Da haben wir es ja! Das kommt sicher nicht von ungefähr! :rolleyes:


    Genau dieses Halbwissen ist meiner Meinung nach einer der Hauptgründe dafür, warum es schwer fällt mit Personen zu diskutieren, die meinen, ihre kruden Thesen mit Pseudofakten untermauern zu können.



    Ein anderer Punkt, der an Zynismus kaum zu überbieten ist, ist, dass am Montag - wie jedenfalls zu erwarten ist - die Pegida-Demonstranten zu Tausenden mit "Je suis Charlie"- Schildern auf die Straße gehen werden und sich mit der Wahrung von Werten wie Meinungs- oder Redefreiheit schmücken und gleichzeitig der deutschen Presse vorwerfen, eine "Lügenpresse" zu sein. Bei diesen Demos mögen auch viele Leute zugegen sein, die der politischen Mitte zugeordnet werden könnten. Aber der Umstand, dass solche Leute unter den selben Fahnen und mit den selben Parolen marschieren, wie es auch(!) die Nazis tun (die ja bis vor 70 Jahren auch nicht gerade für eine offene Gesellschaft und Grundwerte wie die Rede- oder Meinungsfreiheit bekannt waren), sollte ihnen die Schamesröte ins Gesicht treiben.

    "Never criticize someone until you have walked a mile in his shoes. That way, you are a mile away, and you have got his shoes."

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Die Presseberichterstattung über Pegida war im Ganzen m.E. okay.

    Worin begründest Du diese Einschätzung, warst Du dort? Ich maße mir kein Urteil darüber an, weil ich (bisher) nur eine Seite kenne (die öffentlich-rechtliche)


    Sich für 'einseitige und tendenziöse Berichterstattung' nur zu entschuldigen ist unglaubwürdig, wenn man gleichzeitig in den Mediatheken Beiträge löscht (wegen nachgewiesener Falschmeldungen)
    Neuerdings befassen sich mehrere Blogs damit, die 'gewollten Irrtümer' öffentlich-rechtlicher Medien publik zu machen. :apaul:


    Wenn sich Journalisten versehentlich gegenseitig interviewen, ohne zu merken, dass der Interview-Partner ein gefakter Demonstrant (sprich Provokateur) einer anderen Zeitung ist, zeigt das, mit welchen Mitteln dort gearbeitet wird. Bei 15.000 Demonstranten ausgerechnet auf diesen Kollegen zu treffen, könnte vllt ein extremer Zufall sein :gpaul: Ich bin aber eher geneigt, die Zahl der Provokateure aus Medien und Verfassungsschutz bei diesen Demos für größer zu halten, als bisher sichtbar wurde.


    Auf der Friedensdemo 'Kriegswinter' wurde ich von meinen Begleitern auf Einzel-Personen aufmerksam gemacht, die keiner Gruppe angehörten aber mit jedem das Gespräch suchten, und um Bestätigung ihres vorgetragenen aggressiven Gedankenguts suchten - quasi 'Aggressions-Animateure' :mad:
    Bisher fehlte mir der Sinn für solche Subtilität. Ich lebte in einer Welt, in der nicht sein kann, was nicht sein darf... aber in dieser Beziehung haben die Ostdeutschen offensichtlich deutlich mehr Praxiserfahrung sammeln können.


    Ich habe früher auch mein 'Wissen' aus Tagesschau & Co bezogen. Es entsetzt mich, dass man dort für die plumpe Verbreitung von Propaganda die Glaubwürdigkeit verspielt hat. Gerade ein ÖR ist seinen Beitragszahlern gegenüber verpflichtet. Statt dessen bedient man eine Lobby, indem man Meinungen und 'Wuschweltbilder' als Fakten verkauft :flop:

  • Gallium, Du hast m.E. ein absolut verzerrtes Bild der Presse in Deutschland, nach meinem Eindruck geprägt durch merkwürdige Verschwörungs- und Lenkungsvorstellungen. Hier werden wir nicht überein kommen, weshalb ich eine Diskussion zwischen uns über diesen Punkt für unsinnig halte. Entschuldige bitte!


    Happz0r - danke! :)

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Gallium, Du hast m.E. ein absolut verzerrtes Bild der Presse in Deutschland, nach meinem Eindruck geprägt durch merkwürdige Verschwörungs- und Lenkungsvorstellungen.


    Den Eindruck habe ich auch.



    Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Happz0r - danke! :)


    Auch von mir ein Danke! :)

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  • Kurz zu PEGIDA, da Halb-OT:


    Ich möchte in diesem Zusammenhang, unabhängig von PEGIDA, deren Zielen oder Forderungen, nur an den seltsamen RTL-Reporter erinnern, der in die Kamera eines anderen Reporters (Panorama) sprach. Diese (seine) Aussage(n) wurde(n) nur richtig gestellt, nachdem man(n) den Verdacht hatte, dass es eben kein Demonstrant war. Insofern kann von einer unabhängigen, unbefangenen Reportage an diesem Tage wohl tatsächlich keine Rede gewesen sein.


    Zum Thema selbst:
    Im übrigen finde ich die seltsame Separierung und Differenzierung (=Haarspalterei) zwischen Islam und Islamismus hier im Forum bemerkenswert; zudem ohne jeglichen Druck. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, manch einer meint, das Islamismus und Islam faktisch nichts miteinander zu tun haben.


    Das wäre so, als wenn ich (als Angehöriger einer christlich-jüdischen Familie!) sagen bzw. behaupten würde: (Fundamentalistische) Christen und deren Taten haben nichts mit dem Christentum zu tun.


    Es wird bei dieser (zu simplen) Unterscheidung alles unternommen, um den Islam von der Verantwortung für die Taten des Islamismus zu entlasten. Motto: Das eine ist ein makelloser Glaube, das andere dessen missbräuchliche Anwendung.


    Missbraucht wird der Islam vor allem durch Gruppen wie den IS und die Muslimbrüder, Boko Haram, al-Qaida, al-Nusra, al-Schabab, Abu Sayyaf, Jemaah Islamiya und andere, die sich nun einmal alle auf Mohammed und den Koran berufen, so wie sich alle strammen Kommunisten in Deutschland auf "Das Kapital" berufen würden.


    Gibt es irgendwo auf der Welt einen christlichen (jüdischen) oder sonstig religiösen Staat, in dem Dieben die Hände abgehackt, Ehebrecherinnen gesteinigt und Homosexuelle aufgehängt / bestraft / getötet werden? In welchem die Konversion zum Islam oder die Konversion zum Christentum mit dem Tode bestraft wird?


    Die Fragen sind einfach, aber schrecklich:
    Wann hat zuletzt ein Terrorkommando in welchen Namen Gottes 200 Mädchen entführt, um sie auf Sklavenmärkten zu verkaufen? Oder wann hat ein solches Kommando Ungläubige enthauptet, die den Übertritt zu einer anderen Religion verweigert haben?


    Zudem: Die meisten Opfer des "islamistischen Terrors" weltweit sind zumeist eines: Muslime. Traurig und leider wahr.


    Von daher würde ich erst recht eine starke Antwort der weltweiten muslimischen Gemeinde und Verurteilung der Attentäter hören wollen. Aber es eher so ein: "Sie missbrauchen den Islam!".


    Nein. Solche Gruppen wie der IS (oder andere) nutzen Ihn, weil Ihnen keiner öffentlich und in aller Deutlichkeit widerspricht. Und wenn einer widerspricht, dann wird er mindestens Falle nicht gehört, oder sogar bedroht: Salman Rushdie und Hamed Abdel-Samad sind wohl die bekannteren in Deutschland. Kurt Westergaard könnte man nennen, ist aber kein Muslim.


    Nach den ganzen Anschlägen von New York, London, Madrid, Bali und Mumbai findet das Massenmorden heute wohl eher in Afghanistan, Pakistan, Irak, Syrien, Nigeria und im Jemen statt. Boko Haram hat von 2013 bis Ende 2014 mehr als 10.000 Menschen getötet, der IS hat fast 11.000 bilanziert. Nach Angaben des IZ am King's College in London kamen allein in 11/14 (!) mehr als 5000 Menschen bei über 600 Anschlägen islamistischer Extremisten in über 12 oder mehr Ländern ums Leben.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Zitat

    Original geschrieben von Christian
    journalistisch sauber

    Journalistisch sauber wäre das ganze nur wenn nicht ständig die Nazikeule mitschwingen würde.
    Eine sachliche Neutrale Berichterstattung, mehr nicht.

  • Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Gallium, Du hast m.E. ein absolut verzerrtes Bild der Presse in Deutschland, nach meinem Eindruck geprägt durch merkwürdige Verschwörungs- und Lenkungsvorstellungen.

    Es sind bedauerlicherweise weder Vorstellungen noch virtuelle Bilder. Das oben Gesagte lässt sich bedauerlicherweise mit Fakten nachweisen, wogegen Du bisher nicht begründet hast, wie Du zu Deinem 'extrem positiven' Konfidenzniveau gegenüber unseren Medien kommst :apaul:
    Aber die Diskussion verweigern ist natürlich auch ein Haltung für menschliches Miteinander - war das nicht, was Du den anderen zum Vorwurf machtest :p ;)


    Edit: Danke Timba, genau den meinte ich in meinem obigen Posting. Ich hatte da irrtümlich von einen 'Zeitungsreporter' geschrieben. Bei der steigenden Zahl der medialen Fakes verliert man langsam die Übersicht :rolleyes:

  • Zitat

    Original geschrieben von murmelchen
    Journalistisch sauber wäre das ganze nur wenn nicht ständig die Nazikeule mitschwingen würde.
    Eine sachliche Neutrale Berichterstattung, mehr nicht.


    Wo schwingt denn die Nazikeule mit? Schwingt die etwa schon dann mit, wenn man sich etwas genauer ansieht, wer die Organisatoren dieser Demos eigentlich sind, wenn man darauf hinweist, dass es enge Verbindungen zwischen Pegida und Rechtsextremisten gibt? Dann ist es wohl eher so, dass Pegida sich dieses Problem selbst eingebrockt hat.

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