Testbericht: Alcatel Idol 3 - der neue Stern am Himmel der Musik-Smartphones

  • Testbericht Alcatel Idol 3:





    Alcatel zählt im Grunde genommen zu den festen Größen im Telekommunikationsgeschäft. Der ursprünglich französische Konzern ist bereits seit Jahren sowohl in der Netztechnologie, als auch im Bereich von Telefonanlagen vertreten – logisch, dass der Schritt in den Handy- bzw. Smartphone-Markt nicht weit entfernt liegt. Doch die „Wurzeln“ hat Alcatel speziell bei den Smartphones zwischenzeitlich nicht mehr in Frankreich: Der asiatische Großkonzern TCL hat die Marke inzwischen unter den Fittichen. Konkret bedeutet dass, das die eigentlich im TCL-Konzern entwickelten Smartphones außerhalb des asiatischen Marktes eben unter dem „Alcatel“-Branding erscheinen.


    Bisher war es so, dass die Geräte in der Regel niemanden so wirklich hinter dem Ofen hervorlockten. Mit dem Idol Alpha, dem Idol X (u. dem X+) sowie der Hero-Serie hat man zwar immer wieder etwas Aufmerksamkeit auf dem Markt abbekommen – wirklich durchsetzen konnte sich die Marke aber in Deutschland bisher nicht. „Warum nicht?“ stellt sich hier also die Frage.


    Nun – bei den letzten Geräten (Hero 2, Idol-Serie, etc.) wurden die Geräte zwar immer groß angekündigt (mit ordentlich Zubehör in der Hinterhand), doch bis die Geräte dann erstmal auf dem Markt waren, hatte die Konkurrenz zwischenzeitlich bereits nachgezogen. Dazu kam, dass viele der sehr (!) interessanten Zubehör-Artikel den Weg in die Regale schlichtweg nie geschafft haben.



    Mit dem Idol 3 scheint sich aber das Blatt nun langsam zu wenden. Das Idol 3 ist in insgesamt vier verschiedenen Versionen erhältlich, die sich jeweils in vielen technischen Details unterscheiden. Da man hier selbst als erfahrener Nutzer schnell mal den Überblick verliert, zunächst eine kurze Übersicht über die verschiedenen Versionen:





    Das Idol 3 ist mittlerweile schon eine Zeit lang auf dem Markt erhältlich – Zeit also für einen ausführlichen Test dieses aktuellen Alcatel-Flaggschiffs. Die absolute Besonderheit des Phones soll die „Upside down“-Funktionalität des Geräts sein. Das bedeutet, dass sich das Gerät in beiden Richtungen zum Telefonieren eignet. Ermöglicht wird das durch die beiden Stereo-Lautsprecher auf der Front, gepaart mit zwei Mikrofonen die sich jeweils an einem Ende des Smartphones befinden. Doch nicht nur das macht das Idol 3 zu einem hervorragenden Begleiter: Die sonstigen Daten scheinen – zumindest auf dem Papier – sehr potent und so viel vorab: HTC kann mit seinem „Boom“ – Sound einpacken!



    Näheres zu den Qualitäten des Idol 3 im jetzt folgenden Testbericht – viel Spaß beim Lesen!



    Hinweis: Aufgrund der unterschiedlichen Modellvarianten kann ich mich in diesem Test nur auf das mir vorliegende Modell (6045Y: 5,5“ mit Speicherkartenslot) beschränken. Dies ist – zumindest bisher – auch der einzige Kritikpunkt am Gerät bzw. an Alcatel/TCL: Warum muss man immer dutzende Versionen eines Smartphones auf den Markt werfen, die sich letztendlich nur anhand der (meist unter den Tisch fallenden) Modellnummer für den Endkunden unterscheiden lassen? Wie wär’s, wenn man die Varianten-Anzahl bereits an der eigentlichen Produktbezeichnung erkenntlich machen würde?







    Hauptfunktionen des Alcatel Idol 3:





    • - 5,5“ Full-HD IPS-Display mit 16,7 Mio. Farben (401 ppi)


    • - Technicolor Color Enhance-Technologie (bessere Ablesbarkeit bei Sonneneinstrahlung)


    • - Dragontrail-Glas


    • - Android Lollipop Betriebssystem


    • - Snapdragon 615 Octa-Core Prozessor (4 x 1,5 GHz + 4 x 1,0 GHz)


    • - 16 GB interner Speicher (ROM)


    • - 2 GB Arbeitsspeicher (RAM)


    • - Micro SD Speicherkartenslot (bis zu 128 GB)


    • - 13 Megapixel Hauptkamera mit Autofokus


    • - f/2.0 Blende


    • - LED Leuchte


    • - Full HD Videoaufnahme mit 30 FPS


    • - Video – Stabilisator EIS


    • - 8 Megapixel Frontkamera mit Weitwinkel


    • - Stereo-Frontlautsprecher (2 x 1,2 W)


    • - Videoplayer


    • - Musikplayer mit DJ-Funktion (manuell u. automatisch)


    • - 2.910 mAh Li-Ion Akku (nicht wechselbar)


    • - Abmessungen: 152,7 x 75,1 x 7,4 mm bei einem Gewicht von 141 Gramm


    • - WiFi 802.11 a/b/g/n, Dual-Band 2,4 + 5 GHz, WiFi-direct, DLNA, Hotspot


    • - Bluetooth 4.1 A2DP


    • - A-GPS


    • - NFC


    • - FM-Radio mit RDS-Funktion


    • - Micro USB 2.0


    • - Upside-down Funktionalität dank zwei Lautsprechern und 2 Mikrofonen






    Lieferumfang:





    Der Testbericht beginnt mit dem Lieferumfang zugegebenermaßen recht „normal“, denn wirklich herausragende Extras kann das Idol 3 hier nicht bieten – zumindest auf den ersten Blick. Schaut man etwas genauer hin erkennt man beispielsweise, dass es sich bei dem mitgelieferten Headset nicht um irgendeinen Kram eines Drittherstellers handelt, sondern auch hier JBL die Finger mit im Spiel hat. Der Konzern ist ja für seine musikalischen Fähigkeiten durchaus bekannt und hat auch bei der Audio-Wiedergabe des Idol 3 mitgearbeitet. Da bietet es sich natürlich an, auch in Sachen Audio-Wiedergabe über das Headset mit zu mischen. Ob das so funktioniert, bekommt ihr weiter unten unter der Rubrik „Media- u. Musikplayer“ zu lesen.



    Doch zurück zum Lieferumfang. Dieser gestaltet sich konkret wie folgt:




    • - 1 x Smartphone „Alcatel Idol 3“ inkl. fest verbautem Li-Poly Akku (2.910 mAh)


    • - 1 x kabelgebundenes Stereo-Heatset by JBL inkl. Ear-Adapter


    • - 1 x USB Kabel


    • - 1 x Lade-Adapter


    • - 1 x Öffnungswerkzeug f. SIM- und Speicherkartenschacht


    • - diverse Kurzanleitungen/Garantiekarten



    Wie bereits erwähnt – nicht unbedingt spektakulär, allerdings vermisst man jetzt auch nicht unbedingt etwas; um problemlos in den mobilen Alltag starten zu können. Eine Speicherkarte wäre vielleicht als Beigabe noch nett gewesen; aber mal ehrlich: Die hat mittlerweile wohl fast jeder sowieso schon zu Hause.





    Gehäuse, Verarbeitung und Wertigkeit:





    Wie immer möchte ich an dieser Stelle das Gerät selbst näher beschreiben. Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich mich speziell auf diesen Part beim Idol 3 durchaus freue – warum? Nun, das Gerät kann zwar nicht mit „Klavierlackoptik“ oder Glas-Bestandteilen ala Galaxy S6 & Co. punkten; dafür kommt es dennoch in einer nicht alltäglichen und durchaus hübschen Optik daher. Leider handelt es sich beim Idol 3 (wie auch bei allen anderen Idol-Modellen) um ein sogenanntes „Unibody“-Gerät: In der Regel ist der Akku bei diesen Modellen fest verbaut und damit für den Endnutzer nicht selbst wechselbar. Doch ich kann an dieser Stelle bereits Entwarnung geben: Auf Nachfrage beim deutschen Service-Partner habe ich bestätigt bekommen, dass sich das Gerät – selbstverständlich – öffnen lässt und der Akku auch getauscht werden kann. Sowohl innerhalb als auch außerhalb der Garantie- und Gewährleistungszeit. In letzterem Fall fällt der Wechsel preislich sogar sehr moderat aus, was ganz klar für das Gerät und für den Service spricht.



    Die Front des Idol 3 wird – logischerweise – vom großen 5,5“ Touchscreen dominiert. Darüber – oder darunter, je nach Haltungsweise – befindet sich die 8 Megapixel Kamera mit Weitwinkel. Direkt neben der Kamera befinden sich außerdem die Sensoren zur Regelung der automatischen Displayhelligkeit. Links neben der Frontkamera befindet sich zudem noch die Notification-LED. Diese ist im deaktivierten Zustand nur bei genauem Hinsehen erkennbar. Bei verpassten Ereignissen blinkt diese dann einfarbig (weiß) auf. Leider hat Alcatel es bislang nicht geschafft, weitere Individualisierungsmöglichkeiten für die LED einzubauen (Blinkintervall beispielsweise). Auch lässt sich die LED leider nicht auf einzelne Anwendungen anpassen, sodass man quasi ausprobieren muss; wann die LED „anschlägt“ und wann nicht. An der Ober- und Unterseite der Front hat Alcatel die beiden Frontlautsprecher platziert, welche auf dem Datenblatt jeweils mit einer Watt-Angabe von 1,2 W locken. Mit Hilfe der beiden Mikrofone lässt sich dann die „Upside down“-Funktion realisieren. Auf Sensortasten verzichtet Alcatel übrigens komplett – genau wie auf ein Logo auf der Front. Sieht so meiner Meinung nach deutlich schicker aus, zumal es noch neugierige Blicke auf sich zieht.



    Auf der linken Seite des Geräts hat Alcatel – eigentlich völlig untypisch – den Power-Button platziert. Ich selbst hatte bisher in der Tat auch fast ausnahmslos Geräte, bei denen die Power-Taste entweder rechts oder aber oben am Smartphone angebracht war. Unter anderem das war wohl beim Idol 3 auch der Grund dafür, dass ich mich erst etwas an die Platzierung gewöhnen musste. Nicht unbedingt wegen der häufigen Nutzung, sondern vielmehr wegen der oft ungewollten Betätigung der Taste. Aber wie gesagt – reine Gewöhnungssache. Übrigens wird die Taste im Prinzip tatsächlich nur zum Ein- und Ausschalten des Geräts benötigt; denn das Display lässt sich im laufenden Betrieb auch mit Hilfe eines „Doppeltipps“ aktivieren bzw. deaktivieren (was praktisch auch wirklich gut klappt!). Unterhalb der Power-Taste befindet sich dann noch der Schacht für die SIM- und die Speicherkarte. Dieser wird mit Hilfe des mitgelieferten Öffnungswerkzeugs entnommen und später einfach wieder in das Gerät eingeschoben.


    Auf der rechten Seite hat Alcatel im oberen Bereich die Lautstärke-Wippe angebracht. Ansonsten findet der Nutzer auf dieser Seite keine weiteren Elemente / Features.


    Das sieht auf der Ober- und Unterseite des Geräts hingegen wieder anders aus: Auf beiden Seiten befindet sich jeweils ein Mikrofon (wir erinnern uns – „upside down“ ;) ), sowie zusätzlich eine Micro USB Buchse (Unterseite) und eine 3,5 mm Klinkenbuchse (Oberseite).


    Auf der Rückseite findet man schlussendlich die 13 Megapixel Kamera mit Autofokus. Diese ist recht untypisch weit am linken Rand platziert, was in der Praxis aber keinerlei negative Auswirkungen hat. Direkt unterhalb der Kamera ist außerdem noch die LED-Leuchte zu finden, die sowohl im Foto- als auch im Videomodus genutzt werden kann. Schließlich hat es sich Alcatel dann doch nicht nehmen lassen, etwas „Werbung“ auf dem Gerät anzubringen: Weiter unten auf der schicken Rückseite prangt das Alcatel-Logo. Direkt darunter befindet sich der obligatorische CE-Hinweis, der allerdings aufgrund der Farbwahl und der optischen Musterung der Rückseite nur bei genauem Hinschauen auffällt. Klasse – ich war ehrlich gesagt noch nie ein Freund von diesen sichtbaren Aufdrucken (ja ich weiß – bei Unibody-Geräten leider nicht vermeidbar…).







    Kommen wir zur Verarbeitung des Idol 3: Hier bin ich in der Tat sehr positiv überrascht. Das Gerät kostet derzeit zwischen 228,- und 299,- €uro (Frankreich vs. Deutschland) und ehrlich gesagt merkt man dem Gerät diesen vergleichsweise günstigen Preis nicht an. Das Idol 3 ist absolut hochwertig verarbeitet – nichts knarzt, nichts wirkt „unpassend“; im Gegenteil: Das Gerät macht tatsächlich den Eindruck, als sei es „aus einem Stück“ produziert. Da habe ich in der Vergangenheit schon deutlich (!) schlechter verarbeitete Geräte von Alcatel in den Händen halten (müssen). Dieser Eindruck setzt sich auch bei der Wertigkeit weiter fort: Wie bereits kurz erwähnt: Das Idol 3 kann zwar nicht mit einer „richtigen“ Glas-Front oder –Rückseite aufwarten, jedoch ist dies sowieso nicht jedermanns Sache. Mir gefällt die Rückseite des Idol 3 persönlich sehr sehr gut. Durch die optische Gestaltung wirkt die Rückseite wie mit einem leichten Muster versehen, in der Realität ist sie jedoch absolut glatt.



    Alcatel selbst bietet im originalen Zubehör übrigens auch Schutzhüllen für das Gerät an: Das sogenannte „Aero-Cover“ wird rückseitig „aufgeclipst“ und besitzt auf der Front eine kreisrunde Aussparung, wodurch sich dann noch Inhalte auf dem Display des Idol 3 anzeigen lassen. Leider scheint dieses Cover in Deutschland noch nicht allzu verbreitet zu sein. Außerdem gibt es noch ein transparentes Cover, mit dessen Hilfe sich die Optik des Idol 3 bewahren lässt. Eine günstigere Alternative ist bspw. über Amazon erhältlich und kostet dort um die 10,- €uro.

  • Touchscreen & Bedienelemente:





    Der Touchscreen des Idol 3 misst bei der mir vorliegenden Version 5,5“ in der Diagonale und wartet mit einer Full HD Auflösung (1920 x 1080 Pixel) auf, was einer Pixeldichte von ca. 401 ppi entspricht. Damit lassen sich bei normalem Betrieb absolut keine störenden Artefakte erkennen, die Darstellung wirkt knackig scharf und kann zudem mit einer guten Farbdarstellung überzeugen. Das Gerät ist wieder mal ein richtig klasse Beweis dafür, dass Displays dieser Größe mit einer höheren Auflösung reine Augenwischerei sind und maximal bei der Nutzung via VR-Brillen tatsächlich praktischen Nutzen im Alltag haben. Technisch gesehen setzt Alcatel beim Idol 3 auf die IPS-Technologie in Kombination mit der sogenannten „Color Enhance“-Technologie. Diese Technik kommt wohl (unter anderem) auch in Hollywood zum Einsatz und soll für eine deutlich bessere Ablesbarkeit von Displays bei direkter Sonneneinstrahlung sorgen. Nun – was soll ich sagen. Ich halte ja mittlerweile nicht mehr viel von solchen Marketing-Versprechen; doch das Idol 3 ist eines der wenigen Geräte, welche die Versprechungen tatsächlich auch in die Praxis portieren können. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung war es stets problemlos möglich, Displayinhalte ohne größere Anstrengungen erkennen zu können.


    PS: Beim Idol 3 kommt im Übrigen „Dragontrail“-Glas zum Einsatz, um das Display möglichst lange vor Kratzern & Co. zu schützen. Das ist zwar prinzipiell schon mal gut gemeint, dennoch hat mein Gerät direkt nach dem Auspacken eine Displayschutzfolie erhalten – sicher ist sicher.



    Den Punkt „Bedienelemente“ hätte ich mir eigentlich sparen können – immerhin hat Alcatel bewusst hierauf verzichtet. An Hardware-Tasten sind nämlich nur die bereits angesprochenen Power- und Lautstärke-Buttons zu finden. Alle anderen Funktionen werden direkt über den Touchscreen ausgeführt. Mit an Bord ist beim Idol 3 im Übrigen auch die „Doppelklick“-Funktion um das Display zu aktiveren bzw. zu deaktivieren. Seit ich mein erstes Smartphone (Find 7a) damit hatte, möchte ich eigentlich nicht mehr auf diese absolut praktische Funktion verzichten – daran kann man sich eventuell den Stellenwert dieser Funktion bei mir deutlich machen. Umso erfreulicher ist es, dass Alcatel diese nahezu perfekt umgesetzt hat. Das Gerät reagiert sowohl in der Hand als auch abgelegt auf die Doppelklicks – so macht das Entsperren ja fast schon Spaß. ^^


    Schaut man sich die weitere Bedienung des Geräts an wird man schnell feststellen, dass das Idol 3 über keinerlei weitere Hardware-Tasten, geschweige denn Sensor-Tasten unterhalb des Displays verfügt. Die Navigation im Menü wird stattdessen komplett über die für Android typischen Onscreen-Tasten ausgeführt. Die obligatorische „Zurück“-Taste wird hierbei von einem visuellen Home-Button und den „zuletzt geöffneten Fenstern“ (= Task Manager) flankiert.



    Wenn wir gerade beim Task Manager sind: Erfreulicherweise lassen sich geöffnete Fenster entweder einzeln oder gar komplett schließen, was einer Speicherbereinigung in etwa gleich kommt. Über den Sinn und Zweck einer solche Möglichkeit lässt sich bei Android zwar streiten, man kann allerdings nicht ausblenden, dass der Task Manager alternativ auch hervorragend das Multi Tasking unterstützt: Er reagiert superschnell und lässt sich zudem recht simpel und flüssig bedienen. Da macht sogar der Wechsel zwischen mehreren Anwendungen / Menüebenen Spaß.










    Menü:





    Beim Menü hat Alcatel weitestgehend die Finger von der Basis-Android Oberfläche gelassen. Absolut positiv ist zunächst mal die Tatsache, dass überhaupt noch ein „normales“ Menü zur Verfügung steht. Viele Hersteller gehen dazu über, das klassische Menü (= App Drawer) komplett zu eliminieren und die Anwendungen direkt auf den Homescreens zu platzieren. Ich bin kein Fan davon, da ich die Homescreens immer nach eigenen Bedürfnissen individualisiere, unter anderem mit kleineren Kalender- und Mail-Übersichten. Da diese immer recht platzintensiv sind, kann man sich wohl gut vorstellen, was das nachher in der Praxis bedeutet.


    Durch einen Tipp auf das mittlere Symbol gelangt man direkt in das Menü. Die Shortcuts rechts und links davon lassen sich individuell vom Nutzer austauschen bzw. anordnen, lediglich der Zugangspunkt ins Menü ist fixiert. Maximal können dort unten dann also 5 Shortcuts dargestellt werden. Im Menü selbst hat der Nutzer dann eigentlich recht wenig Handlungsmöglichkeiten. Anwendungen werden alphabetisch ins Menü sortiert, eine Anordnung nach eigenen Wünschen ist ab Werk also nicht möglich. Das finde ich wiederrum etwas schade. Wer hier also seinen eigenen Vorstellungen freien Raum lassen möchte, ist auf die Installation eines zusätzlichen Launchers angewiesen, was angesichts der Vielfalt im Play Store allerdings nicht wirklich ein Problem darstellen sollte.



    Was einigen Nutzern vermutlich – zunächst – auch negativ Aufstoßen könnte, sind die auf dem Idol 3 ab Werk vorinstallierten Anwendungen und Games. Alcatel hat es sich hier nicht nehmen lassen und neben durchaus sinnvollen und nützlichen Anwendungen auch etwas Krimskrams vorinstalliert. Als sinnvoll erachte ich beispielsweise folgende Anwendungen:



    • - Smart Suite: Erfüllt im Grunde genommen den Zweck der Verbindungsmöglichkeit zwischen Smartphone und PC. Für den PC existiert ebenfalls eine solche Software. Mit deren Hilfe lässt sich das Gerät nicht nur via USB an den PC koppeln, sondern beispielsweise auch via WLAN.


    • - Support: Direkter Draht zum Support – vom Smartphone aus. Diese App ermöglicht es, häufig gestellte Fragen aufzurufen, die Bedienungsanleitung zum Gerät herunter zu laden, die technischen Bestandteile des Smartphones prüfen zu lassen, Feedback an die Entwickler zu geben, mit dem Support in Kontakt zu treten, Lösungswege zu „bekannten“ gemeldeten Problemen abzuklappern und das Gerät via Update auf den neusten Stand zu bringen. Total begeistert bin ich ja von der „Feedback“-Funktion an die Entwickler (die ich natürlich auch schon ausgiebig getestet habe). Bin mal gespannt, ob davon auch was bei den Nutzern ankommt…



    Diese ganzen Gaming-Anwendungen hingegen (inklusive der dutzenden Google-Apps) braucht kein Mensch. Und tatsächlich – diese lassen sich auch nahezu komplett deinstallieren! Ja, ihr habt richtig gelesen – DEINSTALLIEREN, nicht nur deaktivieren. Wenn das so gehandhabt wird, geht meinetwegen auch die Menge der vorinstallierten Apps in Ordnung – immerhin kann ich noch selbst über die Nutzung (oder eben die Deinstallation) bestimmen.



    Zur Navigation innerhalb des Menüs muss eigentlich gar nicht viel gesagt werden, denn die geht quasi wie von alleine über die Finger. Durch die klare, aufgeräumte Struktur (die sich übrigens auch bis in tiefere Ebenen zieht), wird die Übersicht stets bewahrt. Die klar bezeichneten Menüpunkte oder Einstellungsreiter lassen in der Regel keinen Zweifel an der Auswirkung einer Aktivierung/Deaktivierung. Dazu kommt der „Luxus“, dass die Navigation auch ausnahmslos ohne nervige Ruckler oder Ladezeiten von statten geht. Das ist man selbst von größeren, bekannteren Herstellern mit teilweise leistungsfähigerer Hardware nicht zwingend gewohnt.

  • Kamera:





    Bei der rückseitigen Hauptkamera setzt Alcatel auf einen 13 Megapixel Sensor mit Autofokus. Heute nichts Besonderes mehr könnte man meinen – doch man sollte vorher auf die Details schauen: Denn die Kamera kann beispielsweise mit einer f/2.0 Blende aufwarten, wodurch Fotos prinzipiell bei wenig Lichteinfall qualitativ hochwertiger gelingen sollten. Vorne kommt beim großen 5,5“ Modell eine 8 Megapixel f/2.0 Kamera mit Weitwinkelsensor zum Einsatz. So sind auch Selfies mit mehreren Personen kein Problem. Da man heut zu tage aber nur mit Hardware-Features niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken kann, bietet Alcatel auch zahlreiche Software-Funktionen an. Und die lesen sich nicht nur gut auf dem Papier – die bringen auch in der Praxis tatsächlich etwas!


    Beginnen wir bei der von Alcatel „EIS“ (Elektr. Bildstabilisierung) getauften Bildstabilisierung, die sowohl im normalen Foto-Modus als auch im Video-Modus die Aufnahmen stabilisieren soll. Zudem möchte das Idol 3 mit einer ultra-schnellen Gesichtserkennung punkten: Lediglich 0,26 Sekunden soll die Kamera zum Erkennen von Gesichtern benötigen. Das klappt in der Praxis auch recht gut, allerdings hätte ich mir eine solche Fokussierungszeit lieber im Automatik-Modus gewünscht: Hier genehmigt sich das Gerät etwas länger Zeit, um scharf zu stellen. Hört sich jetzt vielleicht etwas „übertrieben“ an – in der Praxis wirkt sich das allerdings nur geringfügig aus.



    Ansonsten bietet das Idol 3 Funktionen, die man heute nahezu in jedem Mittelklasse- oder Highend-Smartphone vorfindet: Dazu zählt beispielsweise ein spezieller Nachtmodus sowie die Möglichkeit, Zeitraffervideos aufzunehmen.



    Doch wie es meist so ist – wenn viel Sonne, dann auch irgendwo Schatten: Das Kamera-Interface gehört meiner Meinung nach noch überarbeitet. Die Bedienung funktioniert zwar absolut flüssig und selbsterklärend; doch Alcatel hätte gerne „tiefergehende“ Einstellungsmöglichkeiten integrieren können. Übrigens: Zu Beginn der Nutzung habe ich mich tierisch über die fehlende Verknüpfung vom Kamerasucher in die Galerie aufgeregt. Das hat sich zwischenzeitlich erledigt: Eine direkte „Verknüpfung“ gibt’s zwar weiterhin nicht, allerdings kann die Galerie mittels „Swipe“ nach rechts aus dem Sucher heraus aufgerufen werden. Dann erscheint der Sucher-Bildschirm als letztes „Galerie-Bild“, das Auswählen und Maximieren einzelner Bilder funktioniert dann wie beispielsweise auch im Task Manager mittels Swipe- und Zoom-Gestik.






    Die detaillierten Einstellungsmöglichkeiten der Kamera:



    • - Wechsel zwischen Front- und Hauptkamera


    • - LED: Aus / Ein / Automatisch


    • - Starten von Videoaufnahmen


    • - Foto-Auslöser


    • - Kamera-Interface schließen


    • - Nachtmodus: Ein / Aus


    • - HDR-Modus: Ein / Aus


    • - Automatik-Modus


    • - Panorama-Modus


    • - Manueller Modus: Weißabgleich (Bewölkt, Sonne, Automatisch, Fluoreszierend, Glühlampe), manueller Fokus, Schärfe, ISO (Auto, 100, 200, 250, 400, 600, 800, 1200, 1600, 2400)


    • - Zeitraffer


    • - QR-Scanner


    • - Beauty-Aufnahme


    • - Auslöserton: Ein / Aus


    • - Rasteransicht: Ein / Aus


    • - Anti-Streifen: Auto, 50 Hz, 60 Hz, Aus


    • - Videoqualität: HD 1080p, HD 720p, SD 480p


    • - Sprachrekorder: Ein / Aus


    • - Bildstabilisator: Ein / Aus


    • - Speicher: Intern / Speicherkarte





    Der wichtigste Punkt in Sachen Kamera ist natürlich die Qualität der aufgenommenen Fotos und Videos. Bei guten Lichtverhältnissen ist das alles auch überhaupt gar kein Problem: Wie auch die meisten anderen Smartphones gelingen dem Idol 3 dann nämlich wirklich richtig schöne Bilder. Der Autofokus fokussiert dann auch in einer angemessenen Zeit und stellt i. d. R. sofort auch das gewünschte Objekt scharf. Etwas schade ist wieder die Tatsache, dass das Gerät nicht über einen expliziten Makro-Modus verfügt. Auch die verbaute LED kann nicht zu 100% überzeugen: Für nahe gelegene Objekte reicht die Ausleuchtung zwar dicke aus, doch sobald man sich weiter weg bewegt bemerkt man recht schnell, dass die Ausleuchtung schon extrem zentriert ausfällt – kein Wunder bei einer Single-LED. Dazu kommt, dass das Bildrauschen in diesen Fällen dann natürlich zunimmt – vom viel beworbenen Nachtmodus bleibt im Endeffekt dann nichts weiter übrig, als ein Kameramodus, wie man ihn auch bei jedem x-beliebigen Hersteller auffindet.



    Bei den Videos zeichnet sich ein ähnliches Bild ab: Full HD mit 30 Frames pro Sekunde geht zwar in Ordnung, allerdings reißt man damit heute keinen mehr vom Hocker. Dennoch bleibt zu erwähnen, dass die Qualität der Videos auch mit höherwertigen bzw. allgemein besser ausgestatteten Flaggschiffen mithalten kann. Wenn man da noch die ein oder andere Hoffnung in kommende Updates legt, bin ich da nur noch optimistischer. Die Aufzeichnung der Videos erfolgt übrigens im mpeg4-Format, wobei die Audiospur als mp4a-Format mit einer Abtastrate von 48000 Hz auf den Speicher gebannt wird.



    Eine umfangreiche eigene Meinung der Kameraleistung des Idol 3 könnt Ihr Euch wieder mit Hilfe der Samples am Ende des Testberichts bilden. Auf facebook.de/handyinsider finden sich zudem weitere hochauflösende Gerätebilder des Idol 3.







    Akku, Sprachqualität & Empfang:




    Alcatel spendiert dem Idol 3 einen fest verbauten Akku – juhu! Na, wer hat meine Ironie bemerkt? Leider spendiert Alcatel dem Idol 3 einen fest verbauten Akku – einer der Kritikpunkte, der sich bereits seit dem ersten Modell der Idol Serie zieht und sich wohl auch nie ändern wird. Gut – es mag jetzt Nutzer geben die argumentieren, dass es ja externe Akkupacks gibt. Das ist auch richtig, allerdings ist das wieder ein zusätzliches Gerät, welches man mitschleppen muss. Doch das ist leider nicht alles: Über einen fest verbauten Akku könnte mich die Tatsache hinwegtrösten, dass dieser sich dann zumindest via Schnellladefunktion wieder mit ordentlich Saft befüllen lässt. Doch auch hier zieht Alcatel den Joker nicht: Der Prozessor würde die Schnellladetechnologie in der Theorie unterstützen – praktisch hat Alcatel dann wohl an der Lizenz hierfür bzw. an der erforderlichen Hardware gespart.


    Nunja – genug gemeckert; es gibt auch Positives zu berichten: Zum Beispiel die Kapazität der fest verbauten Batterie: Das große 5,5“ Modell darf nämlich auf 2.910 mAh zurückgreifen, was in Anbetracht der Feature-Vielfalt (Display, Prozessor, Lautsprecher, …) wohl auch nötig sein wird – könnte man zumindest denken. Praktisch ist das natürlich auch nicht verkehrt, auch wenn man mit dem Gerät ganz locker über den Tag kommt.


    Ja – richtig gelesen: Es gibt seit langem wieder ein Gerät, bei dem ich mir abends nicht Gedanken machen muss, ob der Saft noch für den nächsten Tag reicht. Bei durchschnittlicher Nutzung (Push-Empfang von Mails, WhatsApp, ca. 1-2 Stunden mobiles Internet via WLAN und Mobilfunknetz sowie ab und an mal Telefonate) kommt man mit dem Gerät bequem über 2 Tage Laufzeit – ohne aktivierte Energiespareinstellungen mit automatischer Displayhelligkeit. Das bedeutet, dass in der Realität mit aktivierten Energiesparmodi durchaus noch etwas mehr Luft nach oben wäre, wobei ich für mich persönlich eine Laufzeit von 3 Tagen aufgrund der doch recht hohen Nutzungsfrequenz ausschließen müsste.




    Die Sprachqualität des Idol 3 bewegt sich – nicht zuletzt dank den beiden Mikrofonen und den beiden Lautsprechern – auf einem sehr hohen Niveau. Bei Telefonaten kommt der Gesprächspartner sowohl im normalen Telefon-Modus, als auch im Freisprech-Modus sehr natürlich und vor allem in ausreichender Lautstärke zur Geltung. Ohne Scham lässt sich sagen, dass die maximale Lautstärke nur eines Lautsprechers (also bei normaler Haltung des Smartphones am Ohr) durchaus mit dem Freisprechmodus manch anderer Modelle konkurrieren könnte. Hier kommen die 1,2 W je Lautsprecher eben wieder ganz klar zur Geltung. Ich würde sogar behaupten, dass man mit dem Idol 3 gar ohne weitere Ausrüstung problemlos unterwegs im Auto telefonieren kann – im Freisprechmodus mit den Händen am Lenkrad versteht sich.


    Um im Übrigen nochmal auf die Besonderheit („it rocks even upside down“) des Idol 3 zurückzukommen: Zwar kann man über beide Lautsprecher u. Mikrofone (respektive von beiden Seiten) Telefonate führen, allerdings kann nicht während laufenden Telefonaten gewechselt werden. Soll heißen: So, wie man das Gerät in die Hand nimmt und den Anruf akzeptiert, muss dann auch telefoniert werden.



    Ähnlich gut schneidet das Idol 3 in Sachen Empfang ab: Selbst mit schwierigen Bedingungen (häufiger Netzwechsel zwischen gut versorgten LTE-Gebieten und einzelnen „EDGE-Löchern“) kommt das Gerät verhältnismäßig gut zurecht, was sich durch eine dauerhafte Internetverbindung kenntlich mache. Andere Geräte (als Beispiel könnte ich hier das Samsung Galaxy S3 Neo sowie das Oppo Find 7a anführen) taten sich da deutlich schwerer; was man unschwer an der „empfindlichen“ Netzanzeige feststellen konnte. Da es sich bei meinem Gerät nicht um die Dual-SIM Variante handelt, kann ich hierzu logischerweise keine Aussagen machen, allerdings dürfte Alcatel auch in diesem Punkt wohl keine Federn gelassen haben – schließlich produziert man nun schon lange Zeit Geräte mit Dual-SIM Funktionalität. Über das entsprechende Know-how verfügt man also.







    Media- & Musikplayer:



    Musikplayer top, Videoplayer ohne Besonderheiten. So – oder so ähnlich – könnte das Kurzfazit zu den beiden Playern lauten. Das hat vor allem damit zu tun, dass Alcatel den Fokus ganz offenbar voll auf den Musikplayer gelegt hat – was in Anbetracht der Partnerschaft mit JBL ja auch logisch ist. Doch den Videoplayer hat man hier dann leider nahezu vergessen. De facto existiert nämlich kein „eigener“ Videoplayer seitens Alcatel. Klar – das Idol 3 kann selbstverständlich Video abgeben, denn immerhin ist ja der standardmäßige Google-Player vorinstalliert. Doch es gibt eben schlichtweg keine Software, die mit weiteren Feinheiten und Tools erweitert bzw. angepasst wurde.



    Videos werden mit dem Idol 3 über die allgemeine Galerie aufgerufen. Diese bietet – neben „normalen“ Alben mit Bildern auch die Möglichkeit, Videos anzuzeigen. Diese Anzeige geschieht auf Ordner-Ebene (sofern Ordner angelegt sind) und weist auf der „untersten“ Ebene eine Ansicht auf, die lediglich aus Vorschaubildern besteht. Diese sind nicht animiert und werden auch nicht vom Dateinamen begleitet – was die Auswahl des korrekten Videos logischerweise ungleich erschwert. Hat man dann das gewünschte Video gefunden, kann die Wiedergabe ausschließlich im Querformat ausgeführt werden. Wirklich vielfältige Einstellungsmöglichkeiten bietet der Standardplayer hierbei nicht, daher folgt an dieser Stelle lediglich eine kleine Übersicht:




    • - Löschen


    • - Schneiden


    • - Stummschalten (funktioniert logischerweise auch über die Lautstärke-Wippe)


    • - Details


    • - Wireless Display




    Direkt über den Wiedergabebildschirm kann das aktuelle Video natürlich auch noch geteilt / versendet werden. Neben den typischen Player-Funktionen (Zurück, Pause/Start, Vorwärts) lässt sich während der Wiedergabe noch der Wiederholungsmodus konfigurieren sowie auf der Timeline vor- oder zurück-scrollen. Zudem lässt sich das Display natürlich sperren, um ungewollte Eingaben während der Wiedergabe zu unterbinden.





    Zur Wiedergabe selbst kann ich sagen, dass sämtliche Videos (auch in der Übersicht) blitzschnell geladen und auch wiedergegeben wurden. Die Darstellung auf dem 5,5“ Full HD Display kommt absolut kristallklar rüber und weist weder störende Pixel, noch sonstige negative Aspekte auf. Der absolute Oberkracher (im wahrsten Sinne des Wortes!) sind aber die beiden Lautsprecher auf der Front des Geräts: Jeder bietet 1,2 Watt an Power und das merkt man auch – definitiv keine reine „Papierangabe“. Sowohl in Bezug auf die Lautstärke, als auch in Bezug auf die Wiedergabequalität setzt das Idol 3 die Messlatte ganz nach oben! HTC kann mit dem eigens getauften „Boom-Sound“ einpacken und auch sonstige „Musik-Smartphones“ die mir bislang untergekommen sind, gehen in Anbetracht der Leistung des Idol 3 sang- und klanglos unter. Gleiches gilt im Übrigen für die Wiedergabe über das mitgelieferte Headset: Die obersten Lautstärke-Stufen kamen bei mir bisher nie zum Realeinsatz, da (maximal) die Hälfte der zur Verfügung stehenden Lautstärke-Stufen für mich schon ausreichend ist. Die Wiedergabe erfolgt schön ausgewogen, auch wenn ich mir für den Videoplayer auch noch eine Klangeinstellung gewünscht hätte…



  • Weiter geht’s mit dem Musikplayer. Dieser bekommt beim Idol 3 schlicht den Namen „Mix“. Mix deshalb, weil er nicht einfach nur die Wiedergabe von Musikdateien erlaubt, sondern eben auch einen DJ-Modus bietet. Das Beste an der Geschichte: Es handelt sich dabei tatsächlich auch um die erste mobile DJ-Software für Smartphones, die im Ansatz zu etwas taugt – doch dazu später mehr.



    Nach dem Start der App gelangt der Nutzer in einen Übersichtsbildschirm, der wahlweise entweder über Vorschaubilder oder in Listenform dargestellt werden kann. In der Regel befinden sich dort die zuletzt gespielten Songs. Mittels Klick auf die erweiterten Einstellungen gelangt man in die Tiefen der Musikbibliothek, in welchen dann nach Kategorien gefiltert werden kann:



    • - Titel


    • - Alben


    • - Interpreten


    • - Abspiellisten


    • - Genres



    Wählt man dann den gewünschten Titel aus, startet auch direkt die Wiedergabe – allerdings nicht in einem neuen Bildschirm, wie man vielleicht zunächst vermuten könnte, sondern „nur“ in der Fußzeile des Bildschirms: Hier erscheint eine Art „Miniaturplayer“, welcher neben dem Albumcover auch die drei bekannten Navigationstasten beinhaltet. Klickt der Nutzer hier auf das Cover, öffnet sich der Player in seiner ganzen Pracht: Ein sich drehender „Plattenteller“ sieht optisch nicht nur schick aus (das Album-Cover wird im Innern des Tellers dargestellt), sondern bringt auch praktischen Nutzen mit sich: Über den äußeren Rand lässt sich bereits etwas DJ spielen, denn hier können vom Nutzer beliebig Scratches eingebaut werden. Der innere Bereich des Tellers hingegen dient zum Pausieren / zum Fortsetzen des Songs, ebenso lässt sich hier innerhalb des Titels hin- und herspringen. Der Sprung zum nächsten bzw. vorherigen Titel wird über einen Swipe über den kompletten Bildschirm realisiert. Man sieht also – alles sehr benutzerfreundlich, zumal man beim ersten Start des Players auch eine ausführliche Einleitung in Form eines kleinen Tutorials bekommt.



    Im oberen Teil des Players können erweiterte Einstellungen vom Nutzer festgelegt werden. Dazu gehören:



    • - Zur Abspielliste hinzufügen


    • - Zu Album


    • - Zu Interpret


    • - Als Klingelton


    • - Warteschlange löschen


    • - Warteschlange speichern


    • - Ausblenden


    • - Entfernen










    Interessanter ist hier allerdings die Fußzeile des Players: Diese wird von vier Icons dominiert: Ganz links sitzt ein kleiner Vorgeschmack auf den DJ-Modus. In drei Kategorien (Grundausstattung, Scratchen sowie Dancefloor) lassen sich hier unterschiedliche DJ-Tools einsetzen. Das beginnt bei einem Partyhorn, geht über einen Gong, Gunshots bis hin zu typischen DJ-lines („Yo DJ!“, „Oh yeah!“) gibt’s hier alles. Und das Beste daran ist: Es hört sich alles keinesfalls billig, sondern tatsächlich sehr „hochwertig“ und gut eingespielt an. Das zweite Icon stellt das Display „fest“ – im Regelfall wird nämlich beim Drehen in das Querformat der erweiterte DJ-Modus (siehe weiter unten, Punkt „Extras“) aktiviert. Das lässt sich mit der Aktivierung dieses Icons verhindern. Das dritte Icon regelt den Wiederholungsmodus und das vierte Icon fügt dem aktuellen Titel ein „Favoriten-Merkmal“ hinzu.


    Der Player kann selbstverständlich auch bei deaktiviertem Display weiter ausgeführt werden. In diesem Fall verwandelt sich der normale Lockscreen in eine Art Player, der direkt nach dem Aktivieren des Displays (Power-Taste oder Double-tap) zur Eingabe bereitsteht. Im Hintergrund erscheint das Album-Cover, im Vordergrund die Navigationstasten – sehr komfortabel.



    Zur konkreten Leistung des Musikplayers: Im Grunde genommen haben sich meine Vorahnungen nach den Erfahrungen mit dem Videoplayer hier nochmal bestätigt: Das Idol 3 ist in der Tat ein richtiges (ja, ein wirklich _vollständiges_) Musik-Smartphone. Hier stimmt einfach das Gesamtpaket: Qualitativ hochwertige Hardware in Form der beiden 1,2 W Frontlautsprecher lassen jedes HTC Boom-Sound Gedöns alt aussehen. Qualitativ - und auch in Bezug auf die maximale Lautstärke - setzt das Idol 3 die Messlatte ein ganzes Stück weiter nach oben. Und die saß bisher mit Testgeräten von HTC und dem Oppo Find 7a (starke rückseitige Stereo-Lautsprecher) schon nicht gerade tief. Dazu kommt ein Stereo In-Ear Headset von JBL, welches neben einer Fernsteuerung (leider „nur“ Pause/Start) auch eine sehr ausgewogene und kraftvolle Klangwiedergabe ermöglicht. Doch was wäre gute Hardware ohne eine stimmige Software? Richtig – wenig wert. Und deshalb hat Alcatel dem Idol 3 nicht nur einen „normalen“ Musikplayer spendiert, sondern auch eine erweiterte DJ-Funktion. Diese wird weiter unten näher erläutert.



    Kurzfazit zum Musikplayer: Das Alcatel Idol 3 stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten und platziert sich als neuer Stern an der Musik-Skyline.



  • Verbindungen & Anschlüsse:



    Das Idol 3 wurde von Alcatel mit allen Kommunikationsstandards ausgestattet, die man in der alltäglichen Nutzung derzeit benötigt. Zumindest die „große“ 5,5“ Variante; denn unter anderem durch die unterschiedlichen Prozessoren der beiden Geräte ergeben sich dann doch die ein oder anderen Unterschiede (näheres in der oben angesprochenen/verlinkten Modellübersicht des Idol 3). Bei den kleineren Modellen fehlen zwar keine Verbindungsstandards komplett, allerdings sind hier teilweise einzelne Codecs oder Frequenzen „weggespart“, wodurch sich eventuell die Komfort-Funktion etwas minimiert – sofern man davon im Alltag überhaupt etwas merkt. Fakt ist, dass das Angebot der vielen Varianten hier ebenfalls wieder für anfängliche Verwirrung sorgt, zumal auf der deutschen Internet-Seite des Idol 3 die Unterschiede gar nicht mal allesamt aufgezählt werden.




    Die Verbindungsmöglichkeiten des Idol 3 5,5“:



    • - GSM Frequenzen: 850 / 900 / 1800 / 1900


    • - UMTS Frequenzen: 850 / 900 / 1900 / 2100 (42 Mbps Downlink, 5,76 Mbps Uplink)


    • - LTE Bänder: 1 / 3 / 7 / 8 / 20 (150 Mbps Downlink, 50 Mbps Uplink)


    • - WiFi 802.11 a/b/g/n Dual-Band 2,4 + 5 GHz


    • - WiFi-direct, WiFi Hotspot, Mirror-Funktion


    • - Bluetooth 4.1


    • - NFC


    • - Micro USB 2.0


    • - OTG Support


    • - Speicherkartenslot (bis zu 128 GB, Micro SD)





    Extras:



    Kalender:



    Beim Kalender geht Alcatel keine Risiken ein, soll heißen: Es gibt “nur” den normalen Standard Android-Kalender. Doch Google-Anwendungen müssen ja nicht immer direkt schlecht sein – das Gegenteil ist sogar hier der Fall: Mir persönlich gefällt der Kalender sogar besser als so manche hausgemachte Lösung anderer Hersteller. Die Übersicht ist gegeben, die Farben wirken einerseits modern, andererseits aber auch in gewisser Art und Weise schlicht. Die Ansicht kann – je nach eigenen Bedürfnissen – pro Jahr, Monat, Woche oder lediglich nach Zeitplan erfolgen. Sowohl in der Monats- als auch in der Wochenansicht werden dabei Termine direkt auf der Übersicht visuell dargestellt. Dies erfolgt mittels Punkt am jeweiligen Tag – die Farbe des Punktes lässt sich bei der Neuanlage von Terminen bestimmen; womit eine recht gute Trennung und Distanzierung von bspw. privaten und geschäftlichen Einträgen möglich ist.




    Bei der Neuanlage von Terminen stehen folgende Einträge zur Verfügung:



    • - Terminname


    • - Standort


    • - Dauer: Von ***Tag***; ***Uhrzeit*** bis ***Tag***; ***Uhrzeit***


    • - Ganztägig: Ja / Nein


    • - Zeitzone


    • - Gäste


    • - Beschreibung


    • - Wiederholung


    • - Erinnerungen


    • - Anzeigen als…


    • - Datenschutz





    Im Grunde also alles vorhanden, was benötigt wird. Neben der „normalen“ App im Menü können auf den Homescreens noch Widgets platziert werden. Dies ist wahlweise entweder als Komplettübersicht möglich, oder aber nur als Zeitplan bzw. Agenda.






    DJ-Funktionalität:







    Ich hatte die DJ-Funktion des Idol 3 ja bereits unter dem Punkt „Musikplayer“ kurz angeschnitten. Dies war quasi zwangsweise nötig, denn bei dieser Funktion handelt es sich nicht um eine separate Anwendung, sondern um eine Art „Erweiterung“ des seitens Alcatel bereitgestellten Musikplayers. Diese Erweiterung lässt sich aktivieren, indem man das Gerät während der Wiedergabe schlicht in das Querformat dreht. Bereits im Hochformat kann der aktuelle Song gescratcht sowie mit einigen Sounds bereichert werden. Deutlich umfangreicher ist die Bearbeitung dann aber eben im DJ-Modus möglich:



    Nach dem Drehen des Geräts in das Querformat, erscheinen zwei Plattenteller auf dem Bildschirm. Diese Plattenteller beinhalten später wieder das jeweilige Albumcover des Songs. Warum zwei Teller? Nun – das Idol 3 ermöglicht nicht nur das Bearbeiten eines Songs, sondern auch das Bearbeiten bzw. „Mixen“ von zwei Songs – auf Wunsch sogar parallel! Da die Funktionen und Möglichkeiten des DJ-Modus sehr umfangreich sind, möchte ich Euch das Ganze mit einer kleinen Übersicht näherbringen.





    1. Ermöglicht das Regeln der Wiedergabegeschwindigkeit des jeweiligen Titels. Regler nach oben = Song verlangsamen, Regler nach unten = Song beschleunigen.


    2. Ermöglicht den Wechsel zwischen beiden Songs, wahlweise ist auch das parallele Abspielen beider Titel möglich.


    3. Weitere Titel zum DJ-Modus hinzufügen


    4. Pausiert / Startet die Wiedergabe des Songs


    5. Plattenteller, ermöglicht das Scratchen des Songs


    6. Aktiviert / Deaktiviert den zweiten Plattenteller


    7. Ermöglicht das Hinzufügen von vielen verschiedenen Sound-Effekten (siehe Bilder)


    8. Aufnahme der aktuell wiedergegebenen Audio-Signale


    9. Lock-Taste – automatisch aktiv, wenn auch der zweite Teller aktiviert wird. Grund: Ungewollter Wechsel ins Hochformat (= Beenden des DJ-Modus) soll verhindert werden.


    10.Weiterführende Soundeinstellungen: Equalizer sowie FX-Soundfunktionen (siehe Bilder)




  • Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man die DJ-Funktion des Idol 3 keineswegs als reinen „Gag“ interpretieren sollte. Vielmehr fährt man damit eine Schiene, die durchaus auf Interesse der Musikliebhaber stoßen könnte – wer wollte nicht schon immer einmal seine Lieblingssongs ohne großen Aufwand „bearbeiten“? Mir persönlich gefällt der von Alcatel eingeschlagene Weg (die DJ-App dürfte so ähnlich bereits beim Alcatel Hero 2 zum Einsatz gekommen sein) sehr gut. Hoffentlich bleibt man dieser Linie (Musik-Smartphones) treu – allzu viel nennenswerte Konkurrenz gibt’s in diesem Bereich bislang nämlich nicht.





    Radio:



    Eine weitere Besonderheit (ja, ein Radio ist heut zu Tage auch nicht mehr selbstverständlich – siehe Flaggschiff-Modelle) ist das integrierte FM-Radio mit RDS-Funktion. Dank dem verwendeten Prozessor kann der Nutzer also nicht mehr nur auf die eigene Musiksammlung zugreifen, sondern zusätzlich auch noch in den Genuss der vielen verschiedenen Radiosender kommen. Das Radio funktioniert - wie üblich – nur mit angestöpseltem Headset, wobei es sich hier nicht zwingend um die mitgelieferte JBL-Variante handeln muss.


    Nach dem ersten Start können auch direkt die zur Verfügung stehenden Sender gescannt werden. Diese lassen sich im Anschluss über die Sendeliste einzeln anwählen, wobei hier leider der tatsächliche Sendername noch nicht angezeigt wird. Bei der Auswahl muss man sich also auf die Frequenz verlassen, oder alternativ jeden Sender kurz „anspielen“. Über die weiteren Einstellungsmöglichkeiten können zusätzlich noch „Informationen zum Radiosender“ aktiviert werden. Dabei handelt es sich dann um die Übermittlung des Sendernamens sowie zusätzlichen Daten (Songtitel, Name der Show, etc. pp.). Diese werden dann im Wiedergabebildschirm zusätzlich visualisiert.


    Wenn wir schon beim Wiedergabebildschirm sind: Dieser wirkt beim Idol 3 sehr aufgeräumt und ansprechend: Auf orangenem & weißem Hintergrund wird mittels Frequenzband die „Position“ des derzeit angehörten Senders dargestellt. Unterhalb des Frequenzbandes lassen sich die (bis zu 6) Favoriten anwählen. Wiederrum unterhalb der Favoriten befindet sich die Navigationsleiste, die aber wohl nur recht selten benötigt wird.



    Bei der Audiowiedergabe erfolgt die Übermittlung über das Headset – komischerweise – recht „leise“, wenn man den Musikplayer als Relation nimmt. Bitte nicht falsch verstehen – die Lautstärke reicht dennoch absolut aus, allerdings wäre da gefühlt noch mehr drin gewesen. Das Gegenteil gilt für die Wiedergabe über die beiden Frontlautsprecher: Hier spielt das Idol 3 wieder seine volle Stärke aus: Maximale Lautstärke gepaart mit qualitativ hochwertigen Klangelementen – wobei das natürlich auch vom verfügbaren Signal abhängig ist.



    Dennoch – auch hier fällt das Alcatel Idol 3 positiv auf, klasse!








    Fazit:



    Zunächst vorab: Alcatel macht es den potenziellen Nutzern der Smartphones tatsächlich nicht leicht. Zum einen gibt es von einem Gerät dutzende Unterschiedliche Versionen (hauptsächlich aufgrund der unterschiedlichen Netz-Technologien sowie aufgrund von Dual-SIM und Speicherkarten-Unterstützung) und zum anderen sind diese Versionen dann nicht alle im jeweiligen Land erhältlich. In Deutschland haben es zuletzt beispielsweise immer nur die Dual-SIM Geräte in den regulären Verkauf geschafft. Die Varianten mit Speicherkartenslot hingegen kamen hier – zumindest über den deutschen Servicepartner – nie in den Handel. Selbst bei den bekannten Elektrofachhändlern in Rot und Blau waren die Speicherkarten-Varianten erst Monate später erhältlich. In Frankreich hingegen ließen sich diese Versionen vom Marktstart an kaufen.



    Doch kommen wir nun zum Alcatel Idol 3 an sich: Mit diesem Gerät dürfte Alcatel den Durchbruch geschafft haben. Das Problem an der Geschichte ist nur, dass man dies den Nutzern zunächst mal klar machen muss. Sicher ist: An dem hervorragenden Preis- / Leistungsverhältnis des Geräts liegt es nicht. Meine Testvariante war bspw. eine Zeit lang für 199,- €uro bei Amazon Frankreich erhältlich. In Deutschland kostet die Variante bei den großen Elektrofachgeschäften stolze 299,- €uro. Gut – auch das ist noch ein attraktiver Preis, für 199,- €uro würde ich aber sofort jedem Musikfetischisten zu diesem Phone raten!



    Die beiden Lautsprecher auf der Front überzeugen mit jeweils 1,2 W sowohl in Sachen Qualität als auch bei der Lautstärke. Gepaart mit der Hardware von JBL und der Software von Alcatel (Musikplayer mit DJ-Erweiterung) hat man hier das ultimative Musik-Smartphone erschaffen. HTC Boom-Sound ade – Idol 3 welcome! Betrachtet man die restliche Ausstattung des Geräts wird schnell klar, dass wir uns eben doch noch nicht in der Highend-Klasse der Smartphones befinden, sondern stattdessen eher im gehobenen Mittelfeld agiert – zumindest, wenn man sich rein auf das Datenblatt beschränkt. De facto leistet der Snapdragon 615 Octa-Core Prozessor bei nahezu allen Vorgängen hervorragende Arbeit; in Kombination mit den 2 GB Arbeitsspeicher kommt das Gerät auch bei der durchaus recht aufwändigen DJ-Funktion nicht ins Schwitzen. Ebenfalls nicht ins Schwitzen kommt der integrierte Li-Ion Akku des Geräts: 2.910 mAh stehen dem Nutzer täglich zur Seite, was in der Praxis für eine gewöhnliche Laufzeit von zwei, je nach Nutzungsprofil sogar drei Tagen ermöglicht. Eventuell ist hier mit zukünftigen Updates auch noch eine weitere Steigerung möglich.



    Doch es gibt auch einige wenige Dinge, die mir nicht ganz so gut gefallen: Neben der auftretenden Verwirrung um die Varianten des Geräts (siehe Einleitungsteil oben), stößt mir der fest verbaute Akku noch immer auf. Klar, man kann die Dinger zur Not über ein externes Kit laden und ja, prinzipiell lassen sie sich natürlich tauschen – nur eben nicht selbst durch den Nutzer. Auf Anfrage teilte man mir mit, dass der Preis für einen Akkutausch (sofern es sich nicht um einen Garantie- oder Gewährleistungsfall handelt) derzeit bei ca. 40,- €uro liegt. Günstig, wenn man den „Aufwand“ betrachtet – teuer, wenn man bedenkt dass man für 15 - 20 €uro einen neuen Akku bekommt den man unter normalen Umständen selbst wechseln könnte.


    Ebenfalls negativ fallen mir die kleineren „Baustellen“ in der Software des Idol 3 auf: Das Gerät besitzt zwar eine Notification-LED (weiß, keine weiteren Farben!), allerdings lässt Alcatel nur eine Aktivierung bzw. Deaktivierung zu. Weitere Einstellungmöglichkeiten (Blinkintervall, angesteuerte Anwendungen, etc.) existieren schlichtweg nicht. Dazu kommt, dass die LED gar nicht funktioniert, wenn der Nutzer den standardmäßigen Lautlos-Modus unter Lollipop aktiviert. Wofür besitze ich dann ein Gerät mit LED?


    Damit wären wir auch schon beim nächsten negativen Punkt: Die Profile-Verwaltung (Lautlos-Modus) sind unter Stock-Android Lollipop für Normalnutzer ein Graus. Hier bleibt nur zu hoffen, dass man bei Alcatel noch zur Einsicht kommt und eine eigene Anwendung bastelt. Das Knowhow dazu hätten sie…




    Abschließend lässt sich sagen: Wer viel Wert auf Musik-Features legt und auch sonst einigermaßen auf aktuellem technischen Stand sein möchte, dürfte im Idol 3 seinen perfekten Begleiter gefunden haben. Das Gerät hat seit Marktstart bereits ein größeres Update erhalten, welches diverse Verbesserungen beinhaltet hat. Das lässt auf eine weitere Versorgung hoffen – und eventuell hört man bei Alcatel ja sogar auf die „Feedbacks“, welche über die Nutzercenter eingehen. Für 199,- €uro ein Must-have, für 299,- €uro immer noch attraktiv – probiert’s aus. Das Gerät kann live in den größeren, bekannten Elektrofachmärkten betrachtet und betatscht werden.






    Vorteile:



    • - Bei guten Lichtverhältnissen sorgt die integrierte 13 Megapixel Kamera für qualitative hochwertige Bilder, auch bei Videoaufnahmen ist man noch auf der Höhe der Zeit (Full HD – 30 FPS; mehr benötigt man auf einem mobilen Endgerät nicht).


    • - bombastische Stereo-Lautsprecher! HTC kann einpacken! Überragende Lautstärke und – viel wichtiger: Erstklassige Wiedergabequalität


    • - viele musikalische Zusatz-Features wie bspw. der integrierte DJ-Modus, mit dessen Hilfe Tracks manuell oder auch automatisch gemixt werden können – nette Spielerei.


    • - das ergonomische Design des Smartphones fügt sich sehr schnell angenehm in die Hand ein – lediglich etwas rutschig ist das Gerät, sofern es denn ohne Case genutzt wird


    • - Überragende Akkulaufzeit: Der fest verbaute, 2.910 mAh starke Li-Ion Akku bringt den Nutzer auch bei überdurchschnittlicher Beanspruchung über den Tag; i. d. R. dürfte eine Laufzeit von 2 Tagen meist ohne Probleme möglich sein


    • - Hervorragende Telefonie- und Empfangseigenschaften: Durch die kraftvollen 1,2 W Stereo-Lautsprecher kann getrost auf eine separate Freisprecheinrichtung im PKW verzichtet werden; der Gesprächspartner klingt dabei natürlich und klar verständlich.


    • - Gute Ansätze in der Software (Double-tap, Nutzercenter mit Feedback-Funktion, …) lassen die Hoffnung auf weiteren Support durch Alcatel zu.





    Nachteile:



    • - Bei schlechteren Lichtverhältnissen kommt die Kamera an ihre Grenzen – eventuell sind hier noch Feinjustierungen via Software-Updates möglich


    • - Gut gedacht – schlecht / gar nicht gemacht: Die Software weist –trotz diversen guten Ansätzen - noch Lücken auf, welche das User-Feeling doch etwas stören. Beispiel: Die nicht konsequent umgesetzte Benachrichtigungs-Funktion über die LED auf der Front.


    • - In Sachen Profil-Management überlässt Alcatel das Feld dem Nutzer: Die grottige Profil-Regelung der Lollipop Software ist absolut indiskutabel: Bei aktiviertem Lautlos-Modus reagiert auch die LED nicht – wofür habe ich dann eine Benachrichtigungsleuchte?


    • - Fest verbauter Akku: Die Laufzeit geht zwar mehr als in Ordnung, dennoch würde ich als Nutzer gerne selbst entscheiden, wann ich meinen Akku kurzfristig ersetze. Immerhin: Ein Akkutausch würde – derzeit – ca. 40,- €uro (inkl. Versandkosten) beim Service-Partner kosten. Der Preis ist inkl. Montage und Versand fair.

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