Wie seht Ihr Eure/die Zukunft in Deutschland?

  • Ich muss "derAL" 100% recht geben. Harte Arbeit und Fleiß zahlt sich immer aus. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz, welches immer zum Erfolg führt. Es gibt mehr als genug Beispiele von Menschen die es von ganz Unten nach ganz Oben geschafft haben.


    Aber der deutsche Michel tut lieber meckern und Anderen die Schuld für seine schlechte Situation geben, anstatt anzupacken und alles zu tun um in seinem Leben erfolgreich zu sein.

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  • Zitat

    Original geschrieben von medox
    Ich muss "derAL" 100% recht geben. Harte Arbeit und Fleiß zahlt sich immer aus. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz, welches immer zum Erfolg führt.


    Arbeit und Fleiß erhöhen nach meiner Meinung die Wahrscheinlichkeit des Erfolges, sind jedoch nicht hinreichend für den Erfolg.


    Vitamin B und das Elternhaus sind ebenfalls wichtig.
    Die vermögenden Eltern können ihre nicht sooo helle Tochter besser fördern, und danach bekommt sie trotz Studienabschluss "befriedigend" einen guten Job in einer Firma von einem Kumpel von Papa.
    Das gleiche Kind, aus einer Familie, in der sich die Eltern um nix kümmern, schafft 10 Klassen, macht dann eine Ausbildung. Danach kann es einiges aufholen, aber nicht alles.


    Auch hier im Forum sieht man die Leute, die sagen "ich kann eh nix ändern" und sich hängen lassen. Wer dann mit 45 Jahren arbeitslos wird, bleibt ein paar Jahre in "Maßnahmen", und geht dann in HartzIV.
    Wer hier im Forum mitdiskutieren kann, ist aber eigentlich so geistig rege, dass er nicht zu den Verlieren zählen müsste.


  • Genau so sieht es aus! Arbeit und Fleiß erhöhen die Wahrscheinlichkeit des Erfolges, sind aber kein Garant dafür.


    Da spielen viel mehr Faktoren noch dazu das Elternhaus, Status und Bildungsstand der Eltern, vorhandenes Kapital, Bereitschaft in Bildung zu investieren, Wirtschaftsstandort, eigene Motivation und IQ.


    Ganz wichtig Vitamin B! Da kann auch schon gleich vieles wie geschmiert laufen.


    Ich hätte auch lt. einiger meiner Lehrer studieren gehen können, aber ohne Moos nix los. Wenn man Nachzügler war, muss man versuchen das beste aus der Situation zu machen.


    Ich habe mich auch schon 2x mit Fleiß und Arbeit in Positionen gearbeitet um Planung und Personalverantwortung zu übernehmen.


    Doch auch hier wieder regieren andere Gesetze ab gewissen Positionen, da ist der Fleiß und Arbeit nur noch zweitrangig.


    Da sind Analysten in den USA, die sehen das das untere Management wenn man es nach Osteuropa verlagert, mit gleicher Personalbesetzung nur die Hälfte kostet.


    Schon wird das Ding verlagert, da kannst du fleissig sein wie du willst, die Stellen sind weg.


    Da kannst du 24/7 Stunden fleissig sein und arbeiten wenn du willst, das Ding ist gelaufen.


    Da nützt dir auch dein ungeschriebenes Gesetz nicht weiter!

  • Zitat

    Original geschrieben von IGGY
    Genau so sieht es aus! Arbeit und Fleiß erhöhen die Wahrscheinlichkeit des Erfolges, sind aber kein Garant dafür.
    ...
    Da kannst du 24/7 Stunden fleissig sein und arbeiten wenn du willst, das Ding ist gelaufen.


    Zu 1.) Stimme ich dir zu. Persönliches Engagement und die Entscheidungen die man trifft machen einen Großteil, aber nicht alles aus.


    Zu 2.) Stimme ich dir nicht zu, denn wie du geschrieben hast: Solltest du dich während deiner Zeit vor der Umstrukturierung gut geschlagen und dich fortgebildet haben, dann ist deine Chance auf dem Arbeitsmarkt eine ähnliche Position, nun deutlich oberhalb der vorherigen Einstiegsposition, zu finden deutlich größer.


    Man kann aber jetzt nicht die Flüchtlingssituation dafür verantwortlich machen, dass Arbeitsplätze in Billigsektoren ins Ausland verlagert werden - das begann deutlich früher. Im Gegenteil, es entstehen Chancen, welche natürlich von "besorgten" und "mutigen" Bürgern nicht gesehen werden (wollen?).
    Sollten jene, in Deutschland gefährdeten, Arbeitsplätze mit geringem Bildungsanspruch nun aufgrund dessen, dass es nun doch Menschen (dann ehemalige Flüchtlinge) gibt die für einen möglichen Mindestlohn die Arbeit verrichten, nicht verlagert werden müssen, dann hat das sehr wohl eine positive Auswirkung auf die deutsche Wirtschaft und dadurch auch auf die deutsche Bevölkerung (Einnahmen durch Gewerbesteuer, Mehrwertsteuer, etc.).

    "You can't connect the dots looking forward, you can only connect them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future. You have to trust in something — your god, destiny, life, karma, whatever." Steve Jobs

  • Wenn in meiner Firma Umstrukturierungen stattfinden (Verlagerung des Managment) die mir nicht passen oder eher unvorteilhaft für mich sind, dann suche ich mir einen neuen Arbeitgeber.


    Durch eine gute Qualifikation kann ich mich in die Lage bringen, mir meinen Arbeitgeber auszusuchen. Harte Arbeit zahlt sich immer aus, daran gibt es keine Zweifel.

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  • Zitat

    Original geschrieben von medox
    Harte Arbeit zahlt sich immer aus, daran gibt es keine Zweifel.


    Bis zu 14 Std. Einsatz am Tag waren wohl wirklich nicht hart genug und das bei Festgehalt das auf 8 Std. Basis ausgelegt ist, werde es beim nächsten Arbeitgeber versuchen noch auszubauen falls es dazu kommen sollte.


    Danke für den Tip!


    Da wo die Arbeit hin soll, die sind auch noch länger incl. Samstage und Sonntage am arbeiten dank fehlender Arbeitsschutzgesetze und Gewerkschaften.

  • Zitat

    Original geschrieben von IGGY
    Bis zu 14 Std. Einsatz am Tag waren wohl wirklich nicht hart genug und das bei Festgehalt das auf 8 Std. Basis ausgelegt ist, werde es beim nächsten Arbeitgeber versuchen noch auszubauen falls es dazu kommen sollte.


    Hast Du Dich intensiv beworben, seitdem auch nur Gerüchte über die Verlagerung nach Osteuropa aufkamen?


    BTW:
    Unter Managern gilt die Regel, dass man alle 2 oder 3 Jahre seinen Marktwert testen sollte (also ganz entspannt aus ungekündigter Position schauen, wie viel man woanders wert ist). Und wenn woanders das Gesamtpaket besser ist, geht man dorthin.
    Wenn Du sagen musst "bitte bitte gib mir Arbeit, weil ich gekündigt wurde" bist Du in der schlechteren Verhandlungsposition.

  • [QUOTE] Original geschrieben von Goyale
    Hast Du Dich intensiv beworben, seitdem auch nur Gerüchte über die Verlagerung nach Osteuropa aufkamen?


    Nein, weil wir hier regional sehr begrenzte Möglichkeiten haben. Da gibt es vielleicht 2 Arbeitgeber die ähnliche Positionen haben bzw. benötigen.


    Alle anderen Betriebe in der Region zahlen teilweise 40% weniger. Da wir einem Grosskonzern angehören, zahlte er die Jahre Großstadt Tarife wogegen die regionalen Betriebe weit hinter hinken.


    Auch möchte man auch nicht 10 Jahre Betriebszugehörigkeit einfach an den Nagel hängen, wo man durch Höhen und Tiefen gegangen ist.


    Man identifiziert sich ja auch mit dem was man die letzten 10 Jahre gemacht hat, war loyal ect.


    Ausserdem warte ich das die HR-Abteilung erstmal Tacheles spricht, evtl. gibt es ja vergleichbare Positionen an anderen Standorten oder anderen Bereichen.


    Aber einfach gehen, nein dafür habe ich zu lange gekämpft um das zu erreichen.

  • Zitat

    Original geschrieben von IGGY Auch möchte man auch nicht 10 Jahre Betriebszugehörigkeit einfach an den Nagel hängen, wo man durch Höhen und Tiefen gegangen ist.
    Man identifiziert sich ja auch mit dem was man die letzten 10 Jahre gemacht hat, war loyal ect.


    Das interessiert niemand beim AG.


    Zitat

    Original geschrieben von IGGY Aber einfach gehen, nein dafür habe ich zu lange gekämpft um das zu erreichen.


    Klar, wenn Dein Ziel das Kämpfen ist, dann bleibe halt bis zum bitteren Ende.
    Wenn Dein Ziel ist, Deine Arbeitskraft zum bestmöglichen Gesamtpaket zu verkaufen, dann schaue einfach mal in Deiner Region, ob sich eine Alternative findet.
    Die eventuellen betriebsinternen Angebote kannst Du ja immer noch annehmen, so lange Du noch dort arbeitest.


    Fakt ist: Sobald auch nur Gerüchte über Betriebsverlagerungen/schlechte wirtschaftliche Lage aufkommen, kümmern sich die guten Leute oft sofort um einen neuen Job in der Gegend, weil die Raten für das Haus nicht von alleine bezahlt werden.
    Übrig bleiben die Leute mit wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt, wodurch es der Firma noch schlechter geht.

  • Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    (1) Arbeit und Fleiß erhöhen nach meiner Meinung die Wahrscheinlichkeit des Erfolges, sind jedoch nicht hinreichend für den Erfolg.


    (2) Vitamin B und das Elternhaus sind ebenfalls wichtig.


    (1) Wenn dicke dunkle Wolken aufziehen und ein heftiger Wind weht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es regnet oder kräftig gewittert. Natürlich kann es auch vorbei ziehen. Das ist aber wesentlich seltener.


    (2) Jein. Natürlich kann man das immer noch beobachten. Meistens in Führungspositionen. Dennoch ist es in Bezug auf das allgemeine Vitamin B/Elternhaus häufig auch ein Klischee oder eine Begründung dafür, weshalb es bei einem selbst nicht klappt. 'Der Kollege Meier kennt ja ...'. Auch hier hilft die Spezialisierung. Wenn es nur wenige gibt, die das können, nützt auch Vitamin B nicht viel. Wenn es nur der Meier kann und weit und breit kein zweiter oder dritter, dann kann Herr Meier ganz gut damit leben. Auch über eine Spezialistenkarriere hat man interessante Einkommensperspektiven, die das gleiche Niveau einer Führungsposition erreichen können.


    Was aber wahr ist, dass man in Kreisen der Oberschicht/Promis/Menschen der Gesellschaft (wenn ich das mal so nennen darf) einfach einen anderen Background hat. Der kommt aber von woanders:


    Die Eltern laden regelmäßig Geschäftsleute bei sich zu Hause ein, verkehren mit Prominenten und/oder haben bei diversen gesellschaftlichen Veranstaltungen häufige Berührungspunkte. Die Tochter oder der Sohn sind da ja auch oft dabei und lernen so (oft auch indirekt), wie man in diesen Kreisen interagiert. Das hinterlässt natürlich auch eine Prägung im Charakter/Verhalten/persönliches Auftreten und man merkt das auch.


    Während der klassische Bildungsaufsteiger regelmäßig verkrampft, wenn plötzlich ein Prominenter beim Empfang neben ihm am Buffet steht, wird der in diesen Kreisen gewohnt Agierende eine flapsige Bemerkung über die Cocktailsoße machen und öffnet damit -nachdem man gemeinsam herzhaft gelacht hat- geschickt einen SmallTalk, der im Sinne des Türöffnens den Kontakt zu dem Prominenten so vertieft, dass man Kontaktdaten austauscht, um ggfs. über ein mögliches privaten Treffen (wo wieder andere zugegen sind) oder ggfs. über Geschäft zu sprechen.


    Und das kann man kaum lernen. Man kann es studieren und versuchen, möglichst gut nachzubauen. Aber man wird hier keine Ebenbürtigkeit erreichen. Und im Gegenzug wird man auch bemerken, dass man nicht aus diesen Kreisen kommt. Und solche Leute werden auch manchmal bewusst beruflich engagiert/bevorzugt, auch wenn das Fachliche vielleicht nicht der Oberbrüller ist und der Bildungsaufsteiger Herr Huber das vielleicht fachlich deutlich besser kann. Aber bewusst eben aus den anderen 'Türöffnungs'-Gründen. Das kann der Huber eben nicht so gut. Ich denke aber, dass Du eher vom allgemeinen Vitamin B ausgegangen bist und nicht von diesen eher seltenen Spezial-Fällen, oder?

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