Immobilie zur Altersvorsorge?

  • Wenn man jetzt an die Gefahr eines Erdbebens in San Francisco, eines Lawinen- oder Murenabgangs in den Alpendoerfern oder unvorhersehbares Hochwasser an Gebirgsbaeuhen durch Sturzregen denkt, und das selbst dort freiwillig Leute wohnen, ist es eigentlich halb so wild. ;)


    Sehe ich auch so. Kenne auch zwei Familien die direkt an der Elbe wohnen (Artlenburg) und sind dort sehr glücklich, obwohl bei einer Familie auch Wasser im Haus stand. Ist ja eher die Ausnahme.

  • Sehe ich auch so. Kenne auch zwei Familien die direkt an der Elbe wohnen (Artlenburg) und sind dort sehr glücklich, obwohl bei einer Familie auch Wasser im Haus stand. Ist ja eher die Ausnahme.


    Stimmt. 2002, 2006 und 2013 waren absolute Ausnahmen. Nur dumm, wenn man nach 2002 seine Versicherung verlor und dann 2006 oder eben erst 2013 ruiniert wurde. Von diesen Leuten habe ich eine ganze Telefonliste aus dem Großraum Dresden bis hoch nach Torgau.


    Und denkt nicht, dass der Hochwasserschutz am Oberlauf der Elbe keine Auswikungen hätte. Der erste der nicht upgedatet hat, säuft beim nächsten Durchgang gnadenlos ab.


    Da ich in der Branche Hochwasserschutz mein Geld verdiene, wohne ich natürlich nicht an einem Fluss. :D 2002 wurden noch alle „gerettet“ später dann nicht mehr. Und sollte sich die Show wiederholen, gibt es kein Geld mehr. Und eine Versicherung sowieso nicht, denn die haben die Simulationen unter anderem von meinem Büro. Das Absaufrisiko sollte man also auf dem Plan haben und diesbezüglich gewaltigen finanziellen Speck zurück legen, falls man das wirklich mag. Ich für meinen Teil finde es fahrlässig bzw. mindestens naiv bzw. infantil.

    Menschen neigen dazu, aus der Vergangenheit in die Zukunft zu extrapolieren. Deshalb sollte man kaufen, wenn alle verkaufen und umgekehrt.

  • Stimmt. 2002, 2006 und 2013 waren absolute Ausnahmen. Nur dumm, wenn man nach 2002 seine Versicherung verlor und dann 2006 oder eben erst 2013 ruiniert wurde. Von diesen Leuten habe ich eine ganze Telefonliste aus dem Großraum Dresden bis hoch nach Torgau.


    Und denkt nicht, dass der Hochwasserschutz am Oberlauf der Elbe keine Auswikungen hätte. Der erste der nicht upgedatet hat, säuft beim nächsten Durchgang gnadenlos ab.


    Da ich in der Branche Hochwasserschutz mein Geld verdiene, wohne ich natürlich nicht an einem Fluss. :D 2002 wurden noch alle „gerettet“ später dann nicht mehr. Und sollte sich die Show wiederholen, gibt es kein Geld mehr. Und eine Versicherung sowieso nicht, denn die haben die Simulationen unter anderem von meinem Büro. Das Absaufrisiko sollte man also auf dem Plan haben und diesbezüglich gewaltigen finanziellen Speck zurück legen, falls man das wirklich mag. Ich für meinen Teil finde es fahrlässig bzw. mindestens naiv bzw. infantil.


    Ich glaub bei diesen Hochwassern hatte Wittenberge bis jetzt immer noch halbwegs Glueck das es so glimpflich wie auf den Fotos endete.


    Kleinere Hochwasserschaeden die sich durch Aussenwaende reinigen, innen feucht durchwischen, fuer ein paar Tage ins Hotel ziehen und einen Bautrockner aufstellen beheben lassen, waeren verschmerzbar.


    Aber es bleibt natuerlich das Restrisiko das es mal noch schlimmer kommen koennte. Und wenn mal wirklich das Wasser 50cm in der Wohnung stehen wuerde waeren das natuerlich ganz andere Schaeden.

  • Da ich in der Branche Hochwasserschutz mein Geld verdiene, wohne ich natürlich nicht an einem Fluss.


    Klingt irgendwo logisch. Hier in der Senne wärst du allerdings zur Arbeitslosigkeit verdammt. Alles auf Sand gebaut Das letzte Hochwasser müsste so geschätzte 10.000 Jahre her sein ;)


  • Ich glaub bei diesen Hochwassern hatte Wittenberge bis jetzt immer noch halbwegs Glueck das es so glimpflich wie auf den Fotos endete.


    Kleinere Hochwasserschaeden die sich durch Aussenwaende reinigen, innen feucht durchwischen, fuer ein paar Tage ins Hotel ziehen und einen Bautrockner aufstellen beheben lassen, waeren verschmerzbar.


    Aber es bleibt natuerlich das Restrisiko das es mal noch schlimmer kommen koennte. Und wenn mal wirklich das Wasser 50cm in der Wohnung stehen wuerde waeren das natuerlich ganz andere Schaeden.


    "Ich glaub bei diesen Hochwassern hatte Wittenberge bis jetzt immer noch halbwegs Glueck" - Glaube gehört in die Kirche, Moschee, Synagoge bzw. den Tempel. ABER NICHT IN DEN IMMOBILIENMARKT!


    Wenn am Oberlauf der Fluss verbaut wird, bekommt der Unterlauf mehr Wasser ab, weil oben der Platz fehlt, breit zu laufen. Brauchst du eine Skizze??? Der Sachverhalt ist eigentlich eindeutig. Nur kann man natürlich aus einer statistischen Eintrittswahrscheinlichkeit, die auf relativ kurzen Beobachtungszeiträumen beruht und ein klimatechnisch mehr oder weniger statisches = verlässliches System unterstellt, sehr sehr schwierig sein eigenes persönliches Risiko abschätzen. 2013 war auf dem Papier ein HQ50. 2002 lag einen guten halben Meter über einem HQ100. Das Auftreten dieser beiden kurz hintereinander lässt aber nicht den Rückschluss zu, dass beispielsweise das nächste HQ200 oder HQ500 erst gaaaanz gaaaanz weit in der Zukunft auftritt.


    Wer am Fluss baute, hatte früher wirtschaftliche Interessen (Warentransport etc.). Wer heute an einem zu Hochwässern neigendem Fluss wohnt hat in Statistik nicht aufgepasst. Mit der Statistik kann man sich alles gesund beten, tritt dann aber der Tag X ein, wird ganz laut gejammert und versucht, dem Staat = seinen Mitbürgern die Kosten überzuhelfen.


    Um einer Wohnung einen kapitalen Schaden zu verpassen reicht Wasser 5 cm unter Fußbodenoberkante, denn dann sind Dämmungen/Schüttungen etc. im Arsch und wenn man Holz verbaut hat, ist das auch im Eimer. Das macht dann inkl. Entsorgung abhängig von der Schadstoffbelastung mindestens 100 - 150 €/m2. Wenn das Wasser eine Weile bleibt, so dass es kapillar aufsteigen kann, reichen bei Altbauten oft schon 0,30 - 0,50 m unter GOK, um das EG platt zu machen.


    Ich hoffe nur, du rechnest zumindest bei Immobilien die Vollkosten und nicht die gefühlten Kosten wie beim Auto. Wenn nicht, versuche bitte beim ersten Kauf einen kleinen Happen zu schnappen, um nicht direkt daran zu ersticken. Aktuell ist nach meiner Meinung eh nicht die Zeit Häuser zu kaufen. Diese Zeit ist zumindest bei uns in Sachsen um das Jahr 2010 abgelaufen. Damals zahlte man Faktor 8 - 12, maximal 15. Heute zahlt man in Dresden locker Faktor 30 und da stehen die hirnverbrannten Interessenten immer noch Schlange. Ergo ist jetzt eher die zeit zu verkaufen, wobei ich mir die Frage stelle, was ich mit dem Geld tun werde, das ich für die Häuser bekommen werde, die ich 2008 - 2009 billigst kaufen konnte.


    Ich verkaufe übrigens, weil ich davon ausgehe, dass im Falle einer Währungskrise auf Immobilien durchgegriffen werden wird. Diese Gesetze liegen ja in den Archiven und stammen aus 1928 und nach 1945. Ein weiterer Grund ist, dass in meinem Umfeld aktuell alle ein 2. Haus oder die 3. - 5. Wohnung kaufen/bauen. Wer bitte soll diese Hütten beziehen? Die die kommen, haben leichtes Gepäck und keine verwertbare Qualifikation, ergo werden die in Sozialkasernen vergammeln. Außerdem zieht es die in die großen Städte im Westen, weil man dort unter Seinesgleichen leben kann, um nicht von Ghettos zu sprechen. Der dritte Grund ist das Desinteresse meiner Kinder. Die sind eher nicht sesshaft und werden, wenn es hier schwierig werden sollte, eher das Land verlassen. Da macht es sich schlecht, Immobilienballast zu haben.


    Kauft man zur richtigen Zeit, bracht man immer noch Glück. Wer hat schon mit dem drastischen Abstieg beispielsweise im Ruhrgebiet gerechnet? Andererseits hat auch kaum jemand den Aufstieg Leipzigs oder Berlin-Kreuzbergs auf dem Radar gehabt. Ein Bekannter hat in den 1990ern in Leipzig Mehrfamilienhäuser zu Spottpreisen gekauft. Abrissreife Hütten. Die hat er für 5 DM bzw. 3 € als "Selbstbauwohnungen" vermietet aber irgendwie doch das Potenzial gesehen. Heute, nach Porschen, BMW und DHL ist er Multimillionär und lebt von Mieten und Dividenden ganz gut.


    Summa summarum ist es ein deutliches Zeichen, dass es Zeit ist auszusteigen bzw. zumindest nicht zu kaufen, wenn in einem Telefon-Treff-Forum über Immobilien zur Altersvorsorge diskutiert wird. ALARMGLOCKE.


    Ab 2008 habe ich teilweise von Aktien in Immobilien umgeschichtet. Damals waren Mehrfamilienhäuser < 10 Jahre alt für < 500 €/m2 zu bekommen. Voll vermietet. Aber es gab keine Finanzierungen, weil die Banken scheintot waren. Also musste man liquide sein. Hätte mir damals jemand gesagt, in Dresden könne man eine 10 Jahre später bis zu 10 € Kaltmiete nehmen. Im Umland mindestens 6,50 € - ich hätte versuch diese Person einweisen zu lassen! Heute ist es, wie es ist. Warum? Keine Ahnung. Die Demografie sagt eigentlich trotz Flutung seit 2015, dass die Bevölkerungszahlen bestenfalls konstant bleiben oder leicht steigen. Gebaut wird auf Teufel komm raus, gekauft wird noch irrer. Mal sehen, wie lange das gut geht. Der letzte Boom im Osten endete 1995/1996 abrupt, mehr oder weniger von heute auf morgen. Ich denke, das wird diesmal ähnlich werden, nur größer.


    Solange die Musik spielt, werden wir als Firma aber gern mit tanzen. Warum auch nicht, da wir in der Kette ganz weit vorn sitzen und somit erstens als Indikator dienen und zweitens tätig sind, solange noch Geld da ist. Heizungsbauer und Elektriker werden dagegen spannende Zeiten erleben.

    Menschen neigen dazu, aus der Vergangenheit in die Zukunft zu extrapolieren. Deshalb sollte man kaufen, wenn alle verkaufen und umgekehrt.

  • Ich verkaufe übrigens, weil ich davon ausgehe, dass im Falle einer Währungskrise auf Immobilien durchgegriffen werden wird. Diese Gesetze liegen ja in den Archiven und stammen aus 1928 und nach 1945..


    Erklär mal näher, was meinst du genau mit "durchgegriffen" ? Etwa das sich der Staat die Häuser aneignet ?

  • Erklär mal näher, was meinst du genau mit "durchgegriffen" ? Etwa das sich der Staat die Häuser aneignet ?


    Aneignet? Nicht doch! Das bedeutet ja Arbeit und Verantwortung. Staaten hassen Arbeit und Verantwortung. Deshalb wurden doch in den 1920ern und nach 1945 Hauszinssteuer und Lastenausgleich als Grundschulden umgesetzt.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Hauszinssteuer


    https://de.wikipedia.org/wiki/Lastenausgleichsgesetz


    Im Osten wurde enteignet. Diesen Fehler macht die Obrigkeit kein zweites mal.


    Und da dieses mal alles anders ist, denkt der IWF schon seit mindestens 2013 über Vermögensabgaben nach: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaf...-12647951.html


    Das Kritische für die Besitzenden, was ich sehe, ist, dass breite Massen in Deutschland besitz- und z.T. regelrecht mittellos sind. https://www.stern.de/wirtschaft/geld...u-7780210.html Somit sollte es kein Problem sein, ganz demokratisch breite Mehrheiten für Enteignungen zu finden. Der Hassaufbau auf Immobilienbesitzer läuft doch schon seit Jahren. Ebenso auf Selbstständige, gebrandmarkt als Besserverdiener, was anderswo ein Kompliment ist! Deshalb "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!" - Augen auf und wachsam bleiben. Kippt es, muss man sehen, was man tut. Sicher ein bisschen zugespitzt, aber ich habe schon einen Staat quasi von heute auf morgen abkacken sehen. Und meine Großmutter hatte in ihrem Leben 4 Währungsreformen. Nix ist für ie Ewigkeit, keine Staaten, keine Gesellschaften und schon gar keine Währungen und Besitzstände. Deshalb ist für mich und meine Familie Resilienz das oberste Gebot. Berufe, die man überall ausüben kann, Berufe, in denen man staats- und konzernunabhängig und selbständig ist bzw. sein kann. Breit gestreute Vermögen mit Depots/Konten auch außerhalb des Euroraums. Legal. Selbstverständlich.


    Die o.a. Zwangsmaßnahmen kann ich durchaus nachvollziehen. Bei Betrachtung meiner Depots und Anlagen sehe ich eine gewisse Abkopplung von den Arbeitseinkommen, um nicht zu sagen: Es kann doch nicht sein, dass die Hellroten Kapitalerträge steuerlich gegenüber Arbeitseinkommen rabattieren. Das war irre. ABER letztlich habe ich in der DDR nicht schlecht gelebt, konnte in der Mangelwirtschaft mit gebrauchten Autos dealen und kunstgewerbliche Gegenstände handeln (ab 14 hatte ich einen Gewerbeschein). Im Westen war es dann anfangs härter, weil man sich erstmal an den Kapitalismus und den Wettbewerb gewöhnen muss. Heute ist es so, dass die Arbeit Spaß macht, aber nicht zwingend sein muss. Finanzielle Freiheit sozusagen. Diese möchte ich ungern durch Zwangsmaßnahmen verlieren.

    Menschen neigen dazu, aus der Vergangenheit in die Zukunft zu extrapolieren. Deshalb sollte man kaufen, wenn alle verkaufen und umgekehrt.

  • Das Kritische für die Besitzenden, was ich sehe, ist, dass breite Massen in Deutschland besitz- und z.T. regelrecht mittellos sind. https://www.stern.de/wirtschaft/geld...u-7780210.html Somit sollte es kein Problem sein, ganz demokratisch breite Mehrheiten für Enteignungen zu finden. Der Hassaufbau auf Immobilienbesitzer läuft doch schon seit Jahren. Ebenso auf Selbstständige, gebrandmarkt als Besserverdiener, was anderswo ein Kompliment ist! .


    Dieses Szenario scheint mir aber verdammt weit hergeholt. Vielleicht wird im tiefsten Osten ja der Sturm auf die Bastille schon geplant, hier in Mitte Deutschlands hingegen ist die Lage total entspannt. Pleite Kommune reiht sich harmonisch an wohlhabende Kommune, Millionäre leben friedlich mit Hartz4ern in Einklang. Etwas Ironie darfst du gerne herauslesen.


    Auch deine Befürchtungen mit der Hauszinssteuer von 1928, naja, ich weiß nicht. Die hatte doch einen Hintergrund, der mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nie mehr eintreten wird. Ausserdem müsste die Inflation dann erstmal kommen, darauf bin ich dann mit allem was nicht brennbar ist, immer noch am besten vorbereitet.

  • Dieses Szenario scheint mir aber verdammt weit hergeholt. Vielleicht wird im tiefsten Osten ja der Sturm auf die Bastille schon geplant, hier in Mitte Deutschlands hingegen ist die Lage total entspannt. Pleite Kommune reiht sich harmonisch an wohlhabende Kommune, Millionäre leben friedlich mit Hartz4ern in Einklang. Etwas Ironie darfst du gerne herauslesen.


    Auch deine Befürchtungen mit der Hauszinssteuer von 1928, naja, ich weiß nicht. Die hatte doch einen Hintergrund, der mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nie mehr eintreten wird. Ausserdem müsste die Inflation dann erstmal kommen, darauf bin ich dann mit allem was nicht brennbar ist, immer noch am besten vorbereitet.


    Eine Hauszinssteuer und Abgaben auf sonstige Vermögen könnte auch die Grundlage zur Entschuldung sein, sofern es, wie bis dato, nicht zu einer Eruption der Inflation kommt. Die Staaten müssen früher oder später entschulden. Das geht aber nur auf Kosten der Bevölkerung, die über Besitz verfügt.


    Von Sturm habe ich nicht gesprochen. Seit 2008 läuft ja eher das Gegenteil. Man lullt die Leute in eine Pseudosicherheit. Wenn man Verwandte und Bekannte in Italien, Spanien und Griechenland befragt, sieht es dort auch 10 Jahre "nach der Krise" katastrophal aus. Italien, Portugal und Griechenland liegen mit der Industrieproduktion noch deutlich unter 2008. Ich für meinen Teil denke, dass die Lösung keinesfalls das immer weitere Ansteigen der Verschuldung sein kann. Langfristig schlägt Mathematik immer Politik. Siehe DDR. Und es kann letztlich kein Geschäftsmodell der BRD sein, Südeuropa zu Tode zu exportieren. Klar sind die nicht so produktiv wie wir, jedoch wird es immer problematisch, wenn man den Leuten die Existenzgrundlage entzieht. Es macht Menschen weder zufrieden noch glücklich, wenn man sie an den Tropf hängt, anstatt, dass sie unabhängig werkeln können.


    Ich möchte diese Diskussion aber nicht weiter führen, da ich "What ever it takes..." etc. für verdammt gefährlich und in der Endkonsequenz sogar friedensgefährdend halte. Das Gegenteil dessen, was eigentlich erreicht werden sollte.


    Man sollte mal die Geschichte inhalieren, um zu erkennen, wie überraschend mache Dinge passieren, die im Nachgang als lange absehbar deklariert werden: https://www.amazon.de/Das-Ende-Gelde...nde+des+geldes


    Klar ist die Lage bei uns aktuell entspannt, jedoch geht die Post bezüglich Zukunftstechnologien etc. woanders ab. Damit lebt man quasi von der Substanz. Das halte ich für gefährlich. Nicht für mich mit über 50. Aber für meine Kinder. Nichts lähmt mehr als der gestrige Erfolg. Auch wenn Thiel ein wenig überspitzt formuliert, den Finger hat er definitiv drauf auf dem Sattheitsgeschwür: https://www.bild.de/geld/wirtschaft/...8970.bild.html


    Es gibt im Leben viele "verdammt weit Hergeholts": Ich sitze zu dieser Jahreszeit sehr oft im Garten, laufe durch die Stadt, besuche Leute im In- und Ausland und ziehe basierend auf diesem begrenzten Sichtfeld meine Schlüsse für meine finanztechnische Aufstellung. Dabei lese ich keine Zeitung und auch keine Zeitschriften. Auch nicht im Internet. Artikel wie der bezüglich Thiel werden mir von Bekannten und Verwandten sozusagen "zugearbeitet", wobei die wissen, dass ich News prinzipiell versuche zu meiden. Dieses Vorgehen ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber es bewahrte mich bis dato davor mich einlullen zu lassen und das zu tun, was andere tun. Dies wiederum befähigte mich dazu meinen Kindern Studien im Ausland und eine "breite" Vorbildung zu finanzieren, aus der sie nun schöpfen können. Für mich selbst brachte das Ganze finanzielle Freiheit, ohne Askese aber mit bewusstem, ballastreduziertem Konsum.


    Anders herum betrachtet läuft der Aufschwung in Deutschland ein 9 Jahren. Die Verschuldung ist trotzdem seit 2009 massiv gestiegen. Rettungsverbindlichkeiten jedweder Art nicht berücksichtigt. Die Bevölkerung konnte finanziell breit gefasst auch keinen Speck ansetzen. Die Sozialkassen erwirtschaften lausige Überschüsse. Was passiert wohl, wenn die Säge mal wieder richtig klemmt. Im Prinzip ist ja die Munition aus Schulden und Zinssenkungen verschossen, AUSSER man switcht auf "Helikoptergeld" und massive Negativzinsen. Zu Letzterem gibt es bis hinunter in Regionalverwaltungen der großen Banken ganz klare Planspiele.


    Wir plaudern aber zu weit weg von den Zinshäusern.

    Menschen neigen dazu, aus der Vergangenheit in die Zukunft zu extrapolieren. Deshalb sollte man kaufen, wenn alle verkaufen und umgekehrt.

  • Man sollte vielleicht mal zwischen Zukunftstechnologien, also solche die noch nicht existieren - und aktuellen Technologien differenzieren. Bei ersteren sehe ich Deutschland ganz und gar nicht hinten anstehen. Ist aber auch egal und gehört nicht hierhin.

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