"Kinderkriegen": Kann man es heutzutage noch verantworten?

  • @ AdministratorDr: Die Frage war rhetorisch gemeint.


    @ Basti: Danke fürs Outing! außerdem ist man so jung wie man sich fühlt :D Bin doch noch nicht so lange 21....


    @ Merlin: Natürlich ist das meine persönliche Einstellung, aber ich denke, das habe ich erwähnt. Trotzdem habe ich die Frage gestellt!

    Ein Hund denkt: "Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich...
    ...sie müssen Götter sein!"


    Eine Katze denkt: "Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich...
    ...ich muss ein Gott sein!

  • Zitat

    Warum unterstellst du Eltern, daß sie unverantwortlich sind, weil sie Kinder in die Welt gesetzt haben?


    Sorry, wollte ich nicht. Jeder muss für sich entscheiden. Nur möchte ich die Verantwortung nicht tragen.


    Vielleicht wird sich auch bei mir irgendwann der Kinderwunsch einstellen.

  • Re: ein geben und nehmen...


    Zitat

    Original geschrieben von Zed
    wenn ich allein schon in kinderaugen sehe, die mich anstrahlen, find ich das sooo schön :)

    Stimmt, irgendwan moechte ich auch Kinder haben, aber in 10 Jahren vielleicht,

  • Zitat

    Original geschrieben von ISCH
    ....
    Eheleben ist unmodern und wird auch vom Staat nicht geschützt. Das ist das Problem, denke ich.

    Hier hast Du imho einen wichtigen Punkt aufgegriffen: Die Basis für eine längerdauernde Paarbeziehung sind heute um vieles schwieriger als früher. Unsere Eltern sind damals in ihren ersten Job gegangen und wussten, dass sie - wenn sie möchten - dort fast bis zur Rente bleiben können. Heutzutage wird man ja in der Wirtschaft schon fast schief angeguckt, wenn man wo länger als 5 Jahre gearbeitet hat. Der moderne Mensch ist hyper-flexibel, überall und quasi von heute auf morgen in ganz Deutschland, Europa bzw. global einsetzbar. Das galt natürlich auch früher schon für einige Arbeitnehmer, heute ist es aber fast Grundvoraussetzung für egal welchen Job. Das mag für eine Einzelperson noch gut gehen, wie unter diesen Umständen aber langfristig eine Paarbeziehung entstehen/wachsen/sich verfestigen soll ist vielen nicht so ganz klar. Der Mann hockt in München (wochenweise auch mal in Berlin), die Frau in Hamburg (wochenweise auch mal in Stuttgart oder Greifswald). Dass beide im Umkreis von 100km einen qualifizierten Job bekommen, in dem sie die sich vorgestellte Karriere machen können ist eher selten. Zumal wenn die (selbstgewählten und/oder gezwungenen) Jobwechsel alle x Jahre hinzukommen.


    Wo ich Dir aber widerspreche ist der fehlende "Schutz vom Staat". Wenn Du mich fragst, ist der Staat in dieser Frage längst entmachtet und kann nur noch mit paar Beigaben der Lage hinterher hecheln. Da bestimmt längst die Wirtschaft über unser (Zusammen)leben - und das hat eben möglcihst effizient zu sein.


    In dem Zusammenhang lese ich gerade ein sehr interessantes Buch: Unser effizientes Leben. Die Diktatur der Ökonomie und ihre Folgen.
    von Dirk Kurbjuweit
    (hatte ich letztens schonmal wo verlinkt).



    Das beantwortet zwar jetzt nicht die Eingangsfrage, zeigt aber imho doch einige Schwierigkeiten, vor die sich v.a. junge Menschen gestellt sehen. Dass es hinterher in der Praxis einfacher ist, als man es sich vorher vorstellt, ist auch klar (sieht man ja an den Postings von den Vätern hier). Aber wer derzeit mit Anfang 20 noch in der Ausbildung steckt, noch keine Ahnung hat, ob er/sie jemals einen halbwegs gut bezahlten Arbeitsplatz finden wird (mit entsprechend nem Arbeitsplatz für den Partner in der "Nähe") - wie soll man sich da vorstellen können Kinder zu verantworten?


    Was imho fehlt, ist eine Vorstellung, wie es in Zukunft aussehen könnte. Zurück zu "die Frau als Heimchen am Herd" können wir nicht zurück (obwohl ich den Eindruck bei einigen Politikern habe, dass dies genau ihre Vorstellung ist), zumal so eine Frau inzwischen auch von den meisten Männern abgelehnt werden dürfte. Das andere Extrem - jede/r zieht seinen Egotrip mit Karriere durch - funktioniert aber offensichtlich auch nicht so gut. Wo der Staat (um mal wieder auf den "Schutz" zurück zu kommen) unterstützend wirken könnte, wäre Bedingungen schaffen, dass Eltern die Chance haben beide zu arbeiten und unterdessen die Kinder nicht auf der Straße hocken. Nur da tun sich die Deutschen dann wieder schwer, denn in den Köpfen ist immer noch drin "nur die anwesende eigene Mutter ist eine gute Mutter" :rolleyes: Und es fehlt natürlich wieder das Geld... Und da beißt sich die Katze wieder in den Schwanz...

    Q: I've always tried to teach you two things. First, never let them see you bleed.
    Bond: And the second?
    Q: Always have an escape plan...

  • Re: Re: ein geben und nehmen...


    Zitat

    Original geschrieben von Anja Terchova
    Stimmt, irgendwan moechte ich auch Kinder haben, aber in 10 Jahren vielleicht,


    du bist ja grad mal volljährig :p ;)

    xxx

  • Wenn ich das herzerwärmende Lächeln und die strahlenden Augen meiner
    kleinen sehe - freue ich mich ohne Ende das sie da ist.


    Und ich würde jederzeit mein Leben für sie geben können.


    Jeder der es in seinem Leben irgendwie 'einrichten' kann sollte auf diese wundervolle Erfahrung nicht verzichten.


    Allein die Geburt mitzuerleben war eine der bedeutendsten und bewegendsten Erfahrungen die ich machen durfte!


    :) :) :)

    Error: reality.sys corrupted. Reboot Universe? [y/n])


    Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit,
    aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher. A. Einstein


    Mit vielen Grüßen aus Berlin! Artur.

  • DUSA-2772: Ich sehe es auch als eine Aufgabe des Gesetzgebers an, die Famile und damit die Zukunft des Landes zu sichern und zu schützen. Mit ist klar, dass bei uns die Marktwirschaft regiert, aber schließlich gibt es bei uns noch so etwas wie die "soziale" Marktwirtschaft. Meiner Meinung nach stellt sich jeder Gesetzgeber (egal welcher Regierungsform) ein Bein, wenn er nicht versucht, die Kinder -also die eigene Zukunft- zu fördern und zu erhalten. Nenn mich altmodisch, aber ich bin davon überzeugt, daß Kinder am "besten" erwachsen werden, wenn sie von den eigenen Eltern an ihren Platz in der Gesellschaft geführt werden. Soziologen reden von der "väterlosen Gesellschaft", was ja auch heute der Fall ist - das hast du ja schon beschrieben. Meiner Meinung nach sollten Familien, die den Schritt wagen und Kinder haben deutlich mehr entlastet und unterstützt werden. Nicht umsonst sind die Deutschen vom Aussterben bedroht. :)


    Aber wie dem auch sei: Kinder kriegen lohnt sich!!!

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