"Lohnen" sich Versicherungen?

  • Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    sehr skeptisch sehe ich auch das Posting hinsichtlich der offiziellen Berufsunfähigkeit und dennoch weiter eine Tätigkeit auszuüben, und wenn es vom Bett aus ist. Du erwartest dann nicht wirklich auch noch Rente bezahlt zu bekommen?


    Falls Du Dich auf mein Posting beziehst: da ich keine Berufsunfähigkeitsversicherung habe, handelt es sich um ein rein hypothetisches Beispiel, mit dem ich nur zeigen wollte, dass ich mir durchaus vorstellen kann, auch dann noch Geld zum Leben zu verdienen und nicht als Sozialfall enden zu müssen, wenn ich nach den Richtlinien von Versicherungen schon längst berufsunfähig wäre. Also kein Versicherungsbetrug, sondern eine Begründung, warum ich weder die Versicherung noch den Status "berufsunfähig" für mich als sinnvoll erachte.

  • okay, missverstanden. Das geht ja dann mehr in die Richtung Berufsunfähig / erwerbsunfähig, das sind ja noch zwie grosse Unterschiede. Zugegeben, wenn man nicht mehr sagen wir mal Busfahrer sein kann, kann man immer noch irgendne Telearbeit vom Rechner zu hause machen o.ä. Wohl wahr. Wenn Du allerdings erwerbsunfähig wirst, dann wirds schon übel mit dem Lebensstandard. Aber klar, dass ist ein Risiko, was jeder für sich selber einschätzen muss. Ichhab z.B. auch noch keine, weil die Prämien einfach noch ziemlich teuer sind. Werde das wohl in Kombi mit ner LV machen oder so.

    Auch ein Traumjob berechtigt nicht zum Schlaf am Arbeitsplatz.

  • Also nach dem lesen der ganzen Postings hier ist mir eines aufgefallen.
    Man kann sich wohl so gegen alles versichern lassen was man will, nur muss man es nicht.
    Am liebsten hätte ich mal ne Liste mit allen Versicherungen die in Deutschland angeboten werden um dann zu entscheiden, nach Priorität welche Versicherungen wirklich sinnvoll sind und welche nicht. Und wenn ich am Ende meines Studiums dann soweit bin, dass ich mich selber versichern muss, dann graut es mir wirklich schon wieviel ich zahlen muss pro Jahr nur damit ich im E-Fall was bekomm.
    Sind das nich wirklich Horrorsummen oder habe ich noch falsche Vorstellungen ?
    Wenn ich jetzt meine KFZ Versicherung mit 700 € nehme, dann noch hier ne LV dann noch ne Rentenvers und privat Haftpflicht, evtl. noch Rechtsschutz usw, dann bleibt ja bei Einstiegsgehältern fast nix mehr übrig zum Sparen.

  • Zitat

    Original geschrieben von kingpin166
    Am liebsten hätte ich mal ne Liste mit allen Versicherungen die in Deutschland ...


    Sowas in der Art müsste es regelmäßig von Stiftung Warentest geben.


    Zitat

    Original geschrieben von kingpin166 Sind das nich wirklich Horrorsummen oder habe ich noch falsche Vorstellungen ?
    Wenn ich jetzt meine KFZ Versicherung mit 700 € nehme, dann noch hier ne LV dann noch ne Rentenvers und privat Haftpflicht, evtl. noch Rechtsschutz usw, dann bleibt ja bei Einstiegsgehältern fast nix mehr übrig zum Sparen.


    Es kann schon einiges zuammenkommen, allerdings ist bspw. die von dir genannte Lebensversicherung, zumindest in der Form der kapitallebensversicherung, schon eine Art steuerbegünstigtes Sparen, aber eben nur solange man sich nicht die Knebelverträge mit steigenden beiträgen und eingeschlossener Berufsunfähigkeitsversicherung andrehen lässt. Dann wird selbst die LV schnell zum Euro-Grab, aus dem man zwar im Fall der Fälle etwas herausholen kann, jedoch bei Schadensfreiheit viel Geld in Form von Prämien "verschenkt". Da muss eben jeder selbst wissen, was für eine Risikoneigung er hat.

  • Ich denke es ist auch eine Einstellungssache: wenn man glaubt, man müsse sich gegen all die genannten Ereignisse Versichern, dann soll man es halt machen.


    Wenn ich aber die Generation meiner Eltern und Großeltern anschaue, sind die durch ihr Leben auch ohne die ganzen Versicherungen gekommen. In meinem Bekanntenkreis haben bislang nur Leute von der RV und Privathaftpflicht Gebrauch gemacht.

  • Zitat

    Original geschrieben von kingpin166
    Wenn ich jetzt meine KFZ Versicherung mit 700 € nehme, dann noch hier ne LV dann noch ne Rentenvers und privat Haftpflicht, evtl. noch Rechtsschutz usw, dann bleibt ja bei Einstiegsgehältern fast nix mehr übrig zum Sparen.


    Naja, das Geld für Lebens- oder Rentenversicherung ist ja nicht verloren, du sparst das ja schließlich auch. Sogar mit einer recht guten Rendite und einer Risikoabsicherung beim plötzlichen Todesfall. Ist halt etwas langfristiger zu sehen.

  • Zitat

    Original geschrieben von Joe2
    Und ich bin nach wie vor der Meinung, dass ich auch als offiziell Berufsunfähiger immer noch Geschäfte vom Schreibtisch, Bett oder sonstwo aus machen könnte


    Man kann auch oft noch viel mehr machen - die Mehlallergie beim Bäcker z.B., da bist du dann *Berufsunfähig*, jedoch bei weitem nicht Erwerbsunfähig, könntest du doch als z.B. als Metzger arbeiten. Das ist ja auch der Unterschied zwischen der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung und der gesetzlichen Erwerbsunfähigkeit bzw. Erwerbsminderung. Für alle vor dem 01.01.1961 geborenen gilt auch vom Staat die Berufsunfähigkeit/minderung, für alle später geborenen nur noch die Erwerbsunfähigkeit/minderung. Du wirst also darauf verwiesen, dass du, rein theoretisch, einen anderen Beruf ausüben könntest. Ob das aufgrund der wirtschaftlichen Lage oder deinen Fähigkeiten real möglich ist, ist unerheblich.

  • Zitat


    Und Erfahrungen mit der AdvoCard sind bei mir total besch... telefonischer Service mehr als unfreundlich, schweineteuer das ganze und bei den 2 Deckungsanfragen die ich gestellt habe, weil ich sie benötigte, haben sie sich quergestellt. Also, Vertrag gekündigt, zur Konkurrenz gegangen (Alli in diesem Falle) und sehr zufrieden. Auch nicht ganz billig, aber besserer Service und bessere Regulierung.


    Dies dürfte eher ein Ausnahmefall sein. Oder du hattest zwei Fälle, die eben nicht mitversichert waren in deinem Versicherungsschutz. AdvoCard ist Anwalts Liebling, hierzu gab es erst kürzlich wieder ne Umfrage in einem Anwaltsblatt. Mit großem Abstand.


    Insgesamt lohnen sich Versicherungen zumeist schon, man muss es sich halt auh leisten können. So ein Rundumschutz kann sehr viel Geld kosten.


    Zappi

    Mitglied Nr. 06 des S///-Rennfahrer-Clubs

  • Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    Und Erfahrungen mit der AdvoCard sind bei mir total besch... telefonischer Service mehr als unfreundlich, schweineteuer das ganze und bei den 2 Deckungsanfragen die ich gestellt habe, weil ich sie benötigte, haben sie sich quergestellt.


    Bei der AdvoCard brauchst du keine Deckungsanfrage zu machen. Alles, was versichert ist, steht auf dem Kärtchen und der Anwalt entscheidet dann. Die Versicherung an sich brauchst du dabei überhaupt nicht kontaktieren.

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