"Europa gibt auf - Galileo wird abhängig von den USA"

  • Schade, dass auch das wohl wieder eine Anti-Amerika Diskussion wird.



    Versuchen, sich einzumischen ist das legitime Recht der Amerikaner - wenn es sich die Europäer allerdings gefallen lassen, halte ich das für viel verwerflicher den Europäern und dem europäischen Gedanken gegenüber.


    Just my 2 €ct.



    Stefan

  • Manchmal ist es doch echt zum heulen....



    @ Stefan: Wieso? Darf man nicht Anitamerikaner sein? Darf man sich nicht zu den Menschen zählen, die diesem größenwahnsinnigen, egoistischen, unfairen, korrupten, unsozialen (etc.pp.) Staat kritisieren?
    Ich finde das echt zum kotzen. Das ist wie im alten Rom. Fehlt nur noch, dass demnächst ein Sitz in der EU-Kommission eingefordert wird. Ehrlich gesagt freue ich mich diebisch wenn ich sehe, wie sich die Amerikaner im Irakkonflikt die Finger verbrennen.
    Bevor hier jetzt die Moralkeule kommt: nein, ich freue mich nicht über die Toten GIs, Iraker, Spanier, Japaner. Ich freue mich auch nicht über das Chaos, was im Irak herrscht. Und ich bete jeden Tag, dass CNN heute noch Bilder eines toten Saddam Hussein zeigt.

  • Was ich nicht ergoogeln konnte, ist die Antwort auf die Frage, was es die Amerikaner eigentlich angeht, wenn die Europäer ein eigenes GPS auf die Beine stellen wollen. Wieso dürfen die da in mehreren Punkten mitbestimmen? Was gibt ihnen das Recht, sich in anderer Leute Angelegenheiten so einzumischen?

  • Ich hab´s geahnt :D


    Schon allein der Ausdruck "Antiamerikaner" ist undifferenziert, pauschalisierend und intolerant! Genau die (Un-) Tugenden, die Amerika, oder besser der amerikanischen Regierung, vorgeworfen werden.


    Gegen Amerika wettern alle, sich aktiv gegen Amerika zu stellen, traut sich hingegen niemand, da wir alle viel zu abhängig (wirtschaftlich) von Amerika sind.


    Desweiteren erfreut sich jeder an der amerikanischen Lebensart, geht bei McDonals oder BurgerKing ein und aus und schaut mit inbrunst Baywatch, Beverly Hills 90210, Smallville und wie die Serien noch alle heissen möchten.


    Kann man dann wiederum "Anti" sein, ist man eben "Anti", weil es nunmal "in" ist.


    Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, wie man sich derart an einer Antipathie aufgeilen kann. Vielleicht wäre es besser, Amerika an sich und dessen Politik etwas differenzierter zu sehen und auch ab und zu mal in die Schranken zu weisen. Das deutsche Statement zum Irakkrieg war genau richtig, führte zu einigen Animositäten auf beiden Seiten, hat aber eine eindeutige Message rübergebracht.


    Amerika kann genausowenig auf Europa verzichten, wie Europa ohne Amerika auskommen könnte.



    Auch ein Herr Bush ist mal politisch am Ende und es kehren ruhigere Zeiten ein.
    Und sind wir mal ehrlich: Sind wir nicht alle froh, dass es aufgrund der amerikanischen Politik die Twin-Towers und nicht z.B. den Frankfurter Messeturm getroffen hat? ;)


    Solange sich Europa um das eigene Wachstum, die dadurch wachsende "Macht" in der Welt (wirtschaftlich und politisch) kümmert und zu keinem Amerika-Hörigen Kontinent wird, sehe ich der Zukunft recht zuversichtlich entgegen.


    Wir müssen selbstverständlich Amerika wie jeder anderen (Möchtegern-) Weltmacht kritisch gegenüber stehen, alles aber nur polemisch durch den Dreck zu ziehen und pauschalisierend auf alles draufzuhauen, was nur annähernd amerikanisch riecht ist genau das Vorgehen, was an Amerika so kritisiert wird.



    Also: Kritik JA - Anti NEIN!



    In diesem Sinne ... "Im Namen der Toleranz sollten wir das Recht beanspruchen, die Intoleranz nicht zu tolerieren"



    Stefan

  • OT:


    Zitat

    In diesem Sinne ... "Im Namen der Toleranz sollten wir das Recht beanspruchen, die Intoleranz nicht zu tolerieren"


    Wie intolerant SCNR :D



    BTT:



    Ich selber heisse die Politik und die teilweise recht radikalen vorgehensweisen der US-Amerikaner auch nciht gut. Die Bevormundung Europas find eich noch viel verwerflicher. amerika sollte damals nur eine Beraterstellung einnehmen und nicht in vorderster Front der Europa-Politik stehen.


    Dennoch lebe ich gerne die amerikanische (Fast-Food und Cineasten-)Lebensweise aus :top:


    Zitat

    MfG, Michael -> der sich freut wenn wir im November Bush los sind.


    Welcher November? 2004?


    Wenn ja: Herr bush sollte sich besser Ducken wnn er durch die massen geht, denn sonst überlebt er die Zeit bis zur Neuwahl nicht mehr. Oder was meint ihr warum de rfeigling seinen besuch im Irak nciht angekündigt hat? Genau: Damit er nciht Plat gemacht wird. Hätten die militanten Irakis davon Wind bekommen gäbe es jetzt höchstwarscheinlich einige duzend GI's und einen US-Präsidenten weniger auf der Welt. Die militanten Irakis häten ihn mit Hochgenuss zugebombt.


    ->Just my 2 Cents->


    ->Farnsworth->

  • Stefan: Wieso sollte ich auf amerikanische Produkte verzichten, wenn ich gegen die amerikanische Regierung und einige Organisationen bin?


    In der nähe von uns sind zwei ziehmlich grosse Truppenübungsplätze, so kommt man öfter mit Amerikanern in Kontakt, und das sind auch nette Jungs und Mädels. Gegen die Menschen hab ich nichts, und obwohl dort jeder mindestens Beziehung zu Army haben, teilen nicht alle die Ansichten der Regierung. Und alle amerikanischen Firmen sind unfair. Ich wollte mir mal auch schon einen Chrysler kaufen, wieso auch nicht.


    Aber deswegen kann ich doch trotzdem gegen die amerikanische Regierung und so Pseudoorganisationen wie die NSA sein.


    Würde es was bringen, deswegen amerikanische Produkte zu boykottieren oder nicht mehr mit Amerikanern zu reden. Ich denke nein, diese Leute können auch nichts dafür.

  • Zitat

    Original geschrieben von phoneman


    Und bitte wieder BTT, es geht hier schließlich um den Untergang des wichtigsten europäischen Weltraumprojekts... :rolleyes:


    Und dass da kein europ. Staatschef noch einen letzten Funken Stolz und das Rückgrat hat, sich dem zu widersetzen, macht mich sehr traurig.


    Manchmal hätte ich echt Bock, eine eigene Partei zu gründen, die dem europäischen Gedanken, der Zivilisation und Kultur und der freien Entwiclung verschrieben ist, die mit dem ganzen Saustall in unserem Land und Europa mal aufräumt.

  • Zitat

    Original geschrieben von Intruder
    Und dass da kein europ. Staatschef noch einen letzten Funken Stolz und das Rückgrat hat, sich dem zu widersetzen, macht mich sehr traurig.
    (...)


    In dieser Angelegenheit wiederum sind wir uns zu 100% einig!


    Irgendwie besorgniserregend in anbetracht des schnellen Wachstumes, das die EU in den nächsten Jahren erleben soll. So jedenfalls sind wir auf dem besten Weg in Europa zu einem Ping-Pong Ball der Großma(ä)cht(e) zu werden.



    Stefan

  • Das ist ja wirklich prima. Als ob die deutsche (oder in Zukunft europäische) Lkw-Maut nicht schon genug Probleme hat. Jetzt bringt es noch nichtmals was, später auf Galileo umzuschwenken.


    Erst lassen sich die Briten den Tee ins Meer kippen, dann lassen wir Echelon zu und jetzt fuhrwerken die Amis in Galileo rum... :mad: Naja, Gewalt erzeugt Gegengewalt, es werden noch viele Unschuldige sterben.



    MfG
    bimmelbommel

    Es ist besser seinen Mund zu halten, um für einen Narren gehalten zu werden als den Mund aufzumachen, um alle Zweifel zu beseitigen.

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