Deutschland sucht den Superpolitiker

  • Zitat

    Original geschrieben von Brainstorm
    Wo bitte schön soll es so einen geben? Ist das nicht ein Wiederspruch in sich? :)


    Ich fürchte, unsere Politiker denken tatsächlich über das nach, was sie derzeit so "zusammenregieren". Das ist imho ja das schlimme daran. Aus ihrer Sicht ist das durchdacht, was sie beschließen. Nur fehlt es zur Zeit am Wissen und an der Kenntnis der Sachmaterie, so dass aus Sicht der Politiker alles richtig gemacht wird. Mann kann einfach nicht mehr erwarten. Von einem Schwachsinnigen wird niemand erwarten, dass er das Abitur schafft, daher sollten wir von unseren Politikern zur Zeit auch nicht zu viel erhoffen.:D


    Interessant wäre es in diesem Zusammenhang zu sehen, wie sich die Gedanken den einzelnen Leuten erschließen, also wie sie auf all den Schwachsinn kommen (z.B. Gesundheitsreform). Vielleicht hilft es zu verstehen, wie derartige Ideen entstehen. Man könnte im richtigen Moment den einen oder anderen Gedanken mal zur Abwechslung zu Ende denken. Wenn das nur in einem Container funktionieren sollte, könnte man den Bundestag in einen Container verlegen und die Politik künftig ohne Einflüsse von außen regieren lassen.:D


    Zitat

    Original geschrieben von bimmelbommel
    Das ist eine interessante Frage: Wollen die Leute solchen Schrott haben und deshalb wird er gesendet oder schauen die Leute den Schrott, weil er gesendet wird? (Was war vorher da: Das Hühn oder das Ei?)


    Fakt ist, solange der Schrott angeschaut wird, wird er jedenfalls nicht abgesetzt.:D


    Z.

    Mitglied Nr. 06 des S///-Rennfahrer-Clubs

  • Zitat

    Original geschrieben von Zappi
    Aus ihrer Sicht ist das durchdacht, was sie beschließen. Nur fehlt es zur Zeit am Wissen und an der Kenntnis der Sachmaterie, so dass aus Sicht der Politiker alles richtig gemacht wird. .


    Genauso wie es 80 Millionen Bundestrainer gibt, die natürlich alle mehr Ahnung vom Fußball haben als der amtierende selber, genauso gibt es auch 80 Millionen Bundeskanzler, die alles besser wissen. Das lässt sich nur leider immer recht leicht sagen und auf Politiker schimpft es sich ja traditionell leicht und schnell. Daß so ein Job aber niemals zur Befriedigung aller gemacht werden kann, ist genauso klar, wie die Tatsache, daß es verdammt schwer ist, bei den großen Lobbyisten und Verbänden und Gewerkschaften usw. etwas mal durchzuziehen und deswegen kommt am Ende eben oft ein Kompromiss heraus.


    Insofern müssen eben bei der Bewertung von Politik und der Arbeit von Politikern auch die Sachzwänge äusserlicher und immanenter Natur berücksichtigt werden, die Politik schwer und manchmal auch handlungsunfähig macht. Und dass Politiker seit jeher Gremien zu schwierigen Sachfragen einsetzen (Ich studiere bei Herrn Rürup ;) ) ist nichts neues und eine Folge unserer Parteienkultur, infolge derer eben der Berufspolitiker entsteht, der zwangsläufig nicht die Sachkompetenz eines Wirtschaftswissenschaftlers, Rechtswissenschaftlers, Politologen, Soziologen usw. vereinen kann und infolgedessen eben auf Berater angewiesen ist...;)

  • So lasset und denn eine Lanze für unsere Politiker brechen, bei denen noch nie etwas gesagt wurde, oder beschlossen wurde, bei dem sich nicht der Großteil der Bevölkerung an die Strin gefasst hat.


    Ihr habt meinen Smilie nach meinem obigen Posting schon gesehen oder?

    **** Commodore 64 Basic V2 ****
    64K RAM System 38911 Basic Bytes Free
    READY.

  • Zitat

    Original geschrieben von andi2511
    Insofern müssen eben bei der Bewertung von Politik und der Arbeit von Politikern auch die Sachzwänge äusserlicher und immanenter Natur berücksichtigt werden, die Politik schwer und manchmal auch handlungsunfähig macht.


    Und dass Politiker seit jeher Gremien zu schwierigen Sachfragen einsetzen (Ich studiere bei Herrn Rürup ;) ) ist nichts neues und eine Folge unserer Parteienkultur, infolge derer eben der Berufspolitiker entsteht, der zwangsläufig nicht die Sachkompetenz eines Wirtschaftswissenschaftlers, Rechtswissenschaftlers, Politologen, Soziologen usw. vereinen kann und infolgedessen eben auf Berater angewiesen ist...;)


    Hinsichtlich deines Hinweises auf die Berücksichtigung von Zwängen im Zuge der Kompromissfindung stimme ich dir zu. Nur ist mein persönlicher Eindruck, dass der gefundene Kompromiss, welcher dann auch zu Ende gedacht werden muss, oft genug eben dies nicht ist (Gesundheitsreform).


    Zur Frage der Einsetzung von Gremien für schwierige Sachfragen meine ich doch zu beobachten, dass dies im Vergleich zu "früher" heute häufiger geschieht. Dies mag daran liegen, dass Sachverhalte heute komplexer denn je sind. Mit Sicherheit liegt es aber auch an der Parteienkultur und dem Bild des Berufspolitikers, wie andi2511 sagt.


    Dies wiederum hätte ich gern geändert! Mal etwas überspitzt formuliert, kann jeder Minister für jedwedes Ministeramt eingesetzt werden, sofern er sich über Jahre der Partei gegenüber loyal verhalten und sich verdient gemacht hat. Es wäre doch meines Erachtens doch nicht schlecht, wenn derjenige, welcher ein bestimmtes Ministeramt bekleiden möchte, auch in diesem Fachgebiet ein Fachmann ist. Ich könnte mir schon vorstellen, dass dies zu mehr Fachkompetenz innerhalb des Bundestags führen würde. Gut, Joschka Fischer kann auch als Buchhändler ein guter Außenminister sein. ;) Und Justizminister(in) war auch immer ein(e) Jurist(in) (wäre auch schlecht für unseren Stand, wenn nicht)... Aber an anderen Stellen wäre imho etwas mehr Fachwissen beim Minister selbst schon angebracht.


    Z.

    Mitglied Nr. 06 des S///-Rennfahrer-Clubs

  • Zitat

    Original geschrieben von Zappi
    Es wäre doch meines Erachtens doch nicht schlecht, wenn derjenige, welcher ein bestimmtes Ministeramt bekleiden möchte, auch in diesem Fachgebiet ein Fachmann ist. Ich könnte mir schon vorstellen, dass dies zu mehr Fachkompetenz innerhalb des Bundestags führen würde.


    Da hast du natürlich nicht ganz unrecht. Wobei mir da in einigen Fällen nicht ganz klar ist, wer das sein soll. Soll der Gesundheitsminister ein Arzt sein? Oder doch jemand, der seine Wurzeln in der Pharmabranche hat? ;) BTW, ob sich für jedes Amt ein wirklich passender Bewerber fände (der also nicht nur das Fachwissen hat sondern auch etwas breitere Kenntnisse vom politischen Alltag und dazu noch Minister werden will) ist auch fraglich...


    andi2511: Bei dir muss man aber auch nicht im Profil nachschauen um zu sehen, was du studierst :D

  • Zitat

    Original geschrieben von Weizen
    Da hast du natürlich nicht ganz unrecht. Wobei mir da in einigen Fällen nicht ganz klar ist, wer das sein soll. Soll der Gesundheitsminister ein Arzt sein? Oder doch jemand, der seine Wurzeln in der Pharmabranche hat? ;)


    Im Prinzip gebe ich Zappi recht, jedoch ist das von Dir angesprochene Amt das einzige, was ich sogesehen nicht mit einem Fachmann besetzen würde... (beachte mal mein Profil... ;) :p) Es sei denn, man bezeichnet in diesem Fall einen Patienten als Fachmann. :)

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