o2 LTE überbucht und nutzlos?

  • nur steigt der Datenverbrauch halt rapide rapide an, so dass es Telefonica schwer hat, nachzuziehen

    Ein bisschen steigt der Datenverbrauch zwar generell, aber der groesste Teil der rapiden Steigerung kommt eher von ei paar Leechern welche den 10fach Datensnack bzw. das Free-Volumen und die Free-Flat voll ausnutzen. Ist also eher selbstverschuldet.

  • Ein bisschen steigt der Datenverbrauch zwar generell, aber der groesste Teil der rapiden Steigerung kommt eher von ei paar Leechern welche den 10fach Datensnack bzw. das Free-Volumen und die Free-Flat voll ausnutzen. Ist also eher selbstverschuldet.


    Du weißt doch selbst, dass das nicht stimmt. Würde es von den Free-Leechern kommen wäre das 3G genauso dicht. Liegt eher daran, dass bei Telefonica alle ins LTE kommen und der Marktanteil in den Städten enorm viel größer ist als der der Mitbewerber, sie also mehr Kunden zu versorgen haben.
    Mehr als 50% pro Jahr ist wohl auch kaum "ein bisschen" und da sind die großen Free Verträge noch außen vor, wenn man sich Pressemitteilungen dazu anschaut.


  • Du weißt doch selbst, dass das nicht stimmt. Würde es von den Free-Leechern kommen wäre das 3G genauso dicht. Liegt eher daran, dass bei Telefonica alle ins LTE kommen und der Marktanteil in den Städten enorm viel größer ist als der der Mitbewerber, sie also mehr Kunden zu versorgen haben.

    Auch wenn in den Free Tarifen irgendwann der LTE-CutOff zuschlägt, haben vebrauchen die Free-Leecher trotzdem zigfaches LTE Datenvolumen als ein Discounterkunden.


    So ein typischer Free-Lecher dürfte z.B. bis zur Drosselung so 12GB im LTE Netz und 3 GB im UMTS Netz verbrauchen, und dann nochmal 30GB nach der Free-Drosslung.


    Ein typischer Discounterkunde verbraucht vielleicht 1,7GB im LTE Netz und 0,5GB im UMTS Netz, und das wars dann.

  • Du weißt doch selbst, dass das nicht stimmt. Würde es von den Free-Leechern kommen wäre das 3G genauso dicht. Liegt eher daran, dass bei Telefonica alle ins LTE kommen und der Marktanteil in den Städten enorm viel größer ist als der der Mitbewerber, sie also mehr Kunden zu versorgen haben.
    Mehr als 50% pro Jahr ist wohl auch kaum "ein bisschen" und da sind die großen Free Verträge noch außen vor, wenn man sich Pressemitteilungen dazu anschaut.


    Es wird beim Mobilfunk vermutlich ähnlich aussehen, wie früher beim DSL. http://winfuture.de/news,75800.html


    2-3% verbrauchen das 10- bis 20-fache des Durchschnitts. Ein geringer Anteil an Heavyusern sorgt für die Überdehnung der Kapazitäten. Diese Art von Kunden sollte jeder Anbieter einer Dienstleistung versuchen zu vertreiben. Nicht nur beim Mobilfunk.


    Andere Dienstleistungssparten haben zu diesem Zweck Schufa, Bürgel & Co. Ins Leben gerufen. Selbstschutz vor Zecken, die das angebotene System ausnutzen.


    Ein Bekannter von mir, Soziologe, hat mit Blumen und der „Kasse des Vertrauens“ deutschlandweit über mehrere Jahre eine Studie gemacht. Die Korrelation, die er ermittelt hat, will am besten gar niemand hören, denn würde sowas wirklich breit publik, hätte dieses Land ein echtes Problem. Nur soviel: Man kann sehr klar eingrenzen, in welchen Milieus sich die asozialen Arschlöcher ballen. Und nein, es sind weder Ausländerviertel noch Armenghettos. Und es sind auch nicht die vermeintlich reichen Wohngebiete.


    Ich habe im Bekanntenkreis einen McDonalds-Franchiser, der kann Geschichten vom Getränkeverbrauch nach Einführung der Flatrate erzählen. Und der kann ebenso erzählen, warum in manchen „Restaurants“ die SB-Automaten wieder abgeschafft wurden.


    Mancherorts funktioniert für manche Lebensmittelware die Kasse des Vertrauens. Überwiegend aber nicht mehr, weil es eine steigende Anzahl an Leuten gibt, die irgendwie suboptimal sozialisiert wurden. Das hat überall Auswirkungen und auch die Mobilfunker müssen sich Gedanken machen, wie sie diese Blutsauger abschütteln.


    Stichwort: Billigstflatrate zum Betrieb von Callcentern. Billigstflatrate zum Betrieb von SMS-Spam etc. etc. Hat es alles gegeben.


    Auch bei den Monilfunkkunden sollte man es mit Aschenputtel halten: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen. Dann bleibt es für die Masse preiswerter.


    Und ehe sich Leute wie Tom wieder in einzelne Wörter verbeissen: Zecken kann man durchaus durch Misteln, Bandwürmer etc. ersetzen. "Zecke" beschreibt für meinen Geschmack aber am besten, wenn mannheimer auf Kosten der anderen lebt, also deren Blut saugt.

    Menschen neigen dazu, aus der Vergangenheit in die Zukunft zu extrapolieren. Deshalb sollte man kaufen, wenn alle verkaufen und umgekehrt.

  • 2-3% verbrauchen das 10- bis 20-fache des Durchschnitts. Ein geringer Anteil an Heavyusern sorgt für die Überdehnung der Kapazitäten. Diese Art von Kunden sollte jeder Anbieter einer Dienstleistung versuchen zu vertreiben. Nicht nur beim Mobilfunk.


    Ich bin zwar auch kein Freund, Flatrates maximal auszunutzen, nur weil man es kann, aber dennoch muss der Anbieter einer Flatrate mit so einer Konstellation rechnen. Wirft dieser nun regelmäßig die 3% Kunden, die am stärksten über dem Durchschnitt liegen, ab, dann reduziert er damit auch jedes Mal den Durchschnitt und nähert sich langsam aber stetig der Verbrauchsuntergrenze an. Das kann also auch nicht das Ziel von Traffic-Flatrates sein.


    Ich würde es eher mit dem Swisscom-Ansatz (bzw. Festnetz-Ansatz) versuchen: Echte Traffic-Flatrates mit verschiedenen Geschwindigkeitsstufen (ohne ein Sockel-"Highspeed"-Volumen). Die oben von Dir angesprochene Clientel würde vermutlich die günstigste Flatrate nehmen, damit aber auch wenig Kapazität im Netz beanspruchen. Wollen sie mehr Geschwindigkeit, dann müssten sie - teilweise deutlich - tiefer in die Tasche greifen.

  • Es wird beim Mobilfunk vermutlich ähnlich aussehen, wie früher beim DSL. http://winfuture.de/news,75800.html


    2-3% verbrauchen das 10- bis 20-fache des Durchschnitts. Ein geringer Anteil an Heavyusern sorgt für die Überdehnung der Kapazitäten. Diese Art von Kunden sollte jeder Anbieter einer Dienstleistung versuchen zu vertreiben. Nicht nur beim Mobilfunk.


    Im Gegenteil. Ohne eigene Festnetzinfrastruktur wäre ein Geschäftsmodell auf Basis von Heavyusern, die LTE als DSL-Ersatz nutzen, eine Möglichkeit um ausreichend Geld in die Kassen zu spülen und gleichzeitig Wachstum zu erzeugen. Unlimited Tarife im LTE Netz mit Speedbegrenzung sollten langsam mal bei Telefónica im Portfolio auftauchen, sonst übernimmt dieses Segment komplett die Konkurrenz. Weiterer Ausbau an Kapazität vorausgesetzt.

  • Im Gegenteil. Ohne eigene Festnetzinfrastruktur wäre ein Geschäftsmodell auf Basis von Heavyusern, die LTE als DSL-Ersatz nutzen, eine Möglichkeit um ausreichend Geld in die Kassen zu spülen und gleichzeitig Wachstum zu erzeugen. Unlimited Tarife im LTE Netz mit Speedbegrenzung sollten langsam mal bei Telefónica im Portfolio auftauchen, sonst übernimmt dieses Segment komplett die Konkurrenz. Weiterer Ausbau an Kapazität vorausgesetzt.


    Naja. Unter dem Strich muss man aber nachdenken, ob es sich wirtschaftlich lohnt, diese Zielgruppe zu bedienen. Es macht aus meiner Sicht relativ wenig Sinn, Heavyuser zu akquirieren, die dann aber auch nicht bereit sind, im Verhältnis zur eigenen Nutzung zu zahlen. Wenn ein Kunde das 10- bis 20-fache des Schnitts verbraucht/nutzt, ob er dann wohl bereit wäre, das 5-fach des Schnitts zu zahlen? Wenigstens? Gerade diese Art Kunde ist ja meist gerade nicht bereit zu zahlen und klaut die Blumen an der Kasse des Vertrauens, weil es genügend Blödmänner gibt, die für wesentlich weniger Leistung bereitwillig zahlen.


    Am Ende macht man sich mit dem Akquirieren von Heavyusern auch deshalb keine Freude, weil die im worst case die Zellen verstopfen und das Leiden der Normalnutzer maximieren. Beim Mobilfunk ist es leider eben nicht wie beim Strom- oder Wasserverbrauch. In diesem Segmenten sind die Anbieter froh über jeden Großverbraucher, aber die Großverbraucher bekommen auch auf ihren Verbrauch zugeschnittene Preise. Stell dir nur mal vor, Strom oder Wasser gäbe es als Flatrate und alle zahlen mehr oder weniger das Gleiche. Wie das ausgeht, kann man sich leicht ausmalen. Unter dem Strich zahlen alle mehr, weil ein paar Schmarotzer sich im Garten ein olympisches Schwimmbecken bauen, täglich das Wasser wechseln und im Winter durchheizen. Schließlich zahlt man ja für die Flatrate.


    Eine vergleichbare Situation haben wir doch im Gesundheitswesen. Massen argumentieren bei ihren 17 Arztbesuchen pro Jahr damit, dass sie ja Unmengen eigezahlt haben. Aber je mehr so denken, desto teurer wird das System und am Ende zahlen ein paar Dumme treu und brav, obwohl sie nur 1 x im Jahr zum Zahnarzt gehen oder sich gegen Grippe impfen lassen. Derartige System expandieren, bis sie eine Klippe erreichen und kollabieren. Am Ende gehen nämlich derartigen Systemen die Dummen bzw. treudoofen Zahler aus. Schau dir dazu Krankenkassen, staatliche Rentenversicherung, öffentliche vs. private Schulen etc. etc. an. Auch Leute, die auf dem Papier 15 Jahre studieren, um sich das Semesterticket zu erschleichen sind derartige Misteln, die das System aussaugen. Beispielsweise. und wer zahlt? Immer der Depp, der ehrlich ist und fair nutzt. Immer.


    Dieses Phänomen ist hinreichend beschrieben: https://de.wikipedia.org/wiki/Tragik_der_Allmende Der Mensch ist viel zu sehr Schwein, als das eine endlose Nutzung von jedweder flat oder kostenlos angebotener Dienstleistung bzw. eines Produkts nicht ausgenutzt würde. Deshalb halte ich persönlich die Flat, egal für was, für das unfairste Abrechnungssystem. Diebe im System werden dabei von der breiten Masse subventioniert, obwohl der Normalnutzer mit fairen Preisen deutlich günstiger fahren würde. Und der Heavyuser eben nicht, weil er unverhältnismäßig viel nutzt.


    Ich persönlich überlasse auch gern Kundschaft dem Wettbewerb. Basierend auf 27 Jahren Erfahrung im Umgang mit unseren Kunden schließen wir ganze Berufsgruppen aus. Wenn Anfragen von Neukunden reinkommen, checken wir deren beruflichen Background. Es gibt ausgehend von unseren Erfahrungen leider ein paar wenige, sehr wenige Berufsgruppen, für die es sich erfahrungsgemäß nicht lohnt, zu arbeiten. Aufwand und Nutzen stehen bei denen in keinem aus unserer Sicht gesunden Verhältnis. Aus deren Sicht seht ihnen natürlich das volle Programm zu, schließlich haben sie ja gezahlt.

    Menschen neigen dazu, aus der Vergangenheit in die Zukunft zu extrapolieren. Deshalb sollte man kaufen, wenn alle verkaufen und umgekehrt.

  • Naja. Unter dem Strich muss man aber nachdenken, ob es sich wirtschaftlich lohnt, diese Zielgruppe zu bedienen. Es macht aus meiner Sicht relativ wenig Sinn, Heavyuser zu akquirieren, die dann aber auch nicht bereit sind, im Verhältnis zur eigenen Nutzung zu zahlen. Wenn ein Kunde das 10- bis 20-fache des Schnitts verbraucht/nutzt, ob er dann wohl bereit wäre, das 5-fach des Schnitts zu zahlen? Wenigstens? Gerade diese Art Kunde ist ja meist gerade nicht bereit zu zahlen und klaut die Blumen an der Kasse des Vertrauens, weil es genügend Blödmänner gibt, die für wesentlich weniger Leistung bereitwillig zahlen.


    Am Ende macht man sich mit dem Akquirieren von Heavyusern auch deshalb keine Freude, weil die im worst case die Zellen verstopfen und das Leiden der Normalnutzer maximieren.


    Wie will ein Mobilfunkunternehmen im "Premiumsegment" heutzutage noch Kunden generieren, wenn Wachstum nur noch im Bereich Datenvolumen stattfindet? Der Minuten und SMS-Verbrauch geht konstant zurück und reguliert wird selbstverständlich über den Preis, d. h. ein unbegrenzter Tarif wird nicht auf Ramschniveau verkauft. Wie gesagt ich rede nicht vom Discounterkunden mit All-Net Flat für 7,99 Euro. Österreich hat über Jahre hinweg ungefähr denselben Traffic über Funk, wie im klassischen Festnetz produziert, ist also kein Ding der Unmöglichkeit.

  • Wie will ein Mobilfunkunternehmen im "Premiumsegment" heutzutage noch Kunden generieren, wenn Wachstum nur noch im Bereich Datenvolumen stattfindet?


    Genau hier haben wir eigentlich nun ein Problem in Deutschland - mit der Telekom Flatrate für ca. 80€ haben wir eine wirklich günstige Allnet-Flat inkl. Datenflat - diese ist teuer genug um die Geizhalse abzuschrecken, zu günstig um für einen Billiganbieter ernsthaft zu konkurrieren ohne sein eigenes Netz zu fluten. Sollte O2 diesen für 80€ anbieten, würden die meisten eher zur Telekom greifen, für unter 50€ würde man seine anderen Tarife kannibalisieren und das Netz noch mehr zumuten - gerade mit LTE.


  • Ich würde es eher mit dem Swisscom-Ansatz (bzw. Festnetz-Ansatz) versuchen: Echte Traffic-Flatrates mit verschiedenen Geschwindigkeitsstufen (ohne ein Sockel-"Highspeed"-Volumen). Die oben von Dir angesprochene Clientel würde vermutlich die günstigste Flatrate nehmen, damit aber auch wenig Kapazität im Netz beanspruchen. Wollen sie mehr Geschwindigkeit, dann müssten sie - teilweise deutlich - tiefer in die Tasche greifen.

    Das Konzept ist zwar grundsätzlich fair hat allerdings zwei Probleme:


    1) Lässt sich die Kapazität pro Kunde durch Codes und Modulation nicht so genau skalieren, so das eine gedrosselte Übertragung immer mehr Netzkapazität frisst, als mit Max. Speed schnellstmöglich "Run To Idle" zu uebertragen.


    2) Funktioniert so ein Modell nur wenn das Netz so top ausgebaut ist, das man auch die versprochenen Datenraten in den höheren Tarifen erreicht, denn sonst gibt es viel Frust und Reklamationen.


    Einen o2 Free Kunden ist es in der Regel egal ob die Daten mit 150 MBit/s oder nur mit 3 MBit/s kommen, hauptsachen die Streams laufen ruckelfrei und Updates sind relativ zügig durch.


    Wenn man aber für eine 150 MBit/s Flat zahlen wuerde und dann kommen nur 3 MBit/s durch, dann wuerden man schon meutern, weil man dann ganz umsonst zahlen wuerde.

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