Kult, Kritik, Kommerz und Markt - wie geht es weiter mit Apple?

  • Du hast an der Stelle eine sehr eingeschränkte Sichtweise.


    Wenn ein Unternehmen ein Produkt mit 200 EUR Herstellungskosten für 1.000 EUR verkauft, dann erkenne ich daran das maximale Streben nach Gewinnmaximierung, wenn der Wettbewerb vergleichbare Geräte zwischen 400-600 EUR verkauft und es auch hier immer noch der Definition von knallharter Gewinnmaximierung entspricht.


    Der einzige Grund, weshalb Du es an der Stelle nicht erkennen möchtest, ist der, dass diese Einschätzung nicht zu Deinen Modell der Welt passt. Weil Dein Modellbild von Apple sagt, dass das Unternehmen einen Heiligenschein trägt.


    Gehört das Deiner Meinung nach auch reguliert? Und wenn nicht, weshalb nicht?


    Weil Gewinnspannen von 300-500% weniger fieser sind als die Spannen der Finanzindustrie oder die von Herrn Icahn, der im Vergleich dazu 'nur' läppische 80-100% verdienen möchte?


    Aus was speist sich denn im Kontext Dein soziales Wertemodell?
    Aus meiner Sicht lässt es bewertungsbezogene Inkongruenzen vermuten.

  • Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Wenn ein Unternehmen ein Produkt mit 200 EUR Herstellungskosten für 1.000 EUR verkauft, dann erkenne ich daran das maximale Streben nach Gewinnmaximierung, wenn der Wettbewerb vergleichbare Geräte zwischen 400-600 EUR verkauft und es auch hier immer noch der Definition von knallharter Gewinnmaximierung entspricht.


    Du hast an der Stelle eine sehr eingeschränkte Sichtweise. Deine "Kalkulation" ist nichts anderes als eine Milchmädchenrechnung. Auch Softwareentwicklung, Service, Kulanz etc. kosten Geld. Das gilt für alle Hersteller, aber eben auch für Apple.

  • Zitat

    Original geschrieben von rasputin
    Auch Softwareentwicklung, Service, Kulanz etc. kosten Geld. Das gilt für alle Hersteller, aber eben auch für Apple.


    So ist es. Mich hat außer Apple noch kein Smartphonehersteller von sich aus angerufen, um weitere Problembehebungen auszutesten. Man meldet sich heute noch einmal, weil ich gestern gerade keine Zeit hatte. Oder dass man sich bei der Hotline gegen einen Gerätetausch schon fast wehren muss. Service ist eine der Sachen, die Billigheimer und Profitgeier nicht einrechnen.


    [edit: Um das Innenleben von Bankern nachzuvollziehen, Filmtipp auf Einsfestival: http://www.einsfestival.de/sen…endung.jsp?ID=13031393257 ]

    Viele Grüße,
    Wolfgang
    Seit zehn Jahren wollte ich schon sterben, aber ich war zu gesund! [F.Sch.]
    * Europas Hightech-Industrie wird irrelevant *

  • Für mich war und ist Samsung nichts anderes als ein Ramschhersteller, der selber nur all zu gerne Menschenschlangen vor seine Läden hätte, wie es bei Apple der Fall ist.

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  • Zitat

    Original geschrieben von Wolfgang Denda
    So ist es. Mich hat außer Apple noch kein Smartphonehersteller von sich aus angerufen, um weitere Problembehebungen auszutesten. Man meldet sich heute noch einmal, weil ich gestern gerade keine Zeit hatte. Oder dass man sich bei der Hotline gegen einen Gerätetausch schon fast wehren muss. Service ist eine der Sachen, die Billigheimer und Profitgeier nicht einrechnen.


    [edit: Um das Innenleben von Bankern nachzuvollziehen, Filmtipp auf Einsfestival: http://www.einsfestival.de/sen…endung.jsp?ID=13031393257 ]


    Naja, für einen Spread von 400-600 EUR und 99 EUR AC+ darf man das schon erwarten. Man bezahlt ja auch dafür.
    Das macht bei 24-monatiger Nutzung 20-29 EUR mtl. an impliziten Serviceentgelten. Dazu kommen noch die Reparaturpauschalen und Tauschentgelte (Selbstbehalte).


    Bei einem Mitbewerber kann man sich vom Gegenwert des Apple-impliziten Serviceentgelts teilweise gleich ein identisches Zweitgerät für einen eventuellen Austausch beim Kauf des ersten Geräts mitfinanzieren.


    Oder hast Du das nicht auf dem Schirm?


    Auch hier kann man viel relativieren, wie Du siehst. ;)

  • Zitat

    Original geschrieben von rasputin
    Du hast an der Stelle eine sehr eingeschränkte Sichtweise.

    Aus geschaetzten Rohstoffpreisen auf die tatsaechliche Gewinnspanne schliessen koennen eben nur echte Profis.

  • Das sind doch Zahlen, die jedes Jahr genannt werden.


    http://www.cnet.de/88137426/ip…-geschaetzten-200-dollar/ (was ich auf die Schnelle beim Zahnarzt im Behandlungsraum gefunden habe; jetzt bin ich mal kurz unpässlich)


    Diese beinhalten doch nicht nur die Rohstoffpreise, sondern daneben auch die Fertigungskosten. Deswegen ja der Begriff Herstellkosten. Wieviel kostet die Herstellung, bis es fertig ist. ;)

  • Nichts desto trotz sind diese Berechnungen schlicht ungeeignet, um Gewinnspanne etc. daraus ableiten zu können. Und das vollkommen unabhängig vom Hersteller. Es handelt sich lediglich um einen von vielen Faktoren.

  • Zitat

    Original geschrieben von rasputin
    Es handelt sich lediglich um einen von vielen Faktoren.

    Du wirst doch jetzt nicht etwa eine ganzheitliche Betrachtung fordern, anstatt des Rauspickens von irgendwelchen Details?!?

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