Digitalminister Wildberger: Plan für sichere Telekommunikationsnetze
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Was interessant an dem Video ist - die Telekom ist Mieter von Teilen des RZ, gebaut / betrieben wird es von Polarise
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Die ganze Politik und die Wirtschaft reden ständig von "Digitaler Soveränität" ( wir mal Wort des Jahres werden ).
Aber wenn man das ganze dann mal hinterfragt, wie die sich das dann vorstellen, haben die keine Antwort mehr.
Was die Telekom mit dem KI-RZ macht, ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber wenn man - das werden Leute, die wie ich in der IT arbeiten bestätigen - ganz ehrlich ist, sind wir hier in Europa und erst recht nicht in Deutschland in der Lage, unabhängig in dem Bereich zu werden.
Man brauch nur die drei Kernkomponeten der IT zu betrachten
- Software / Betriebssystem
- Serverhardware / Storage
- Netzwerk / Firewall
und versucht dann mal einen Hersteller aus Europa dafür zu finden, der zudem auch in Europa fertig.Wir haben da letzten drüber unter Kollegen diskutiert und da fielen uns nicht viele Hersteller ein.
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Wir haben da letzten drüber unter Kollegen diskutiert und da fielen uns nicht viele Hersteller ein.
...nicht viel bedeutet aber nicht keine?
Was bei der ganzen Betrachtung untergeht, dass jedem klar ist:
Heute sind wir weit weg von Vollversorgung. Aber genau darum geht es ja jetzt, Hochziehen, skalieren, unabhängig machen. Im Rüstungsbereich ist ja auch der richtige Weg eingeschlagen worden. Und ja: muss man weitergehen.
Das erfordert aber Vertrauen in Verkäufer und Käufer, das die Ware hergestellt und abgenommen wird.
Insofern hilft Pessimismus nicht weiter.
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...nicht viel bedeutet aber nicht keine?
Im Softwarebereich findest als eher noch welche, man muss immer dran denken, bei Unternehmen / Behörden reden wir von Enterprise-Business, da nimmst keine Bastelbude:
- OpenSource Software da gibt eher Möglichkeiten
- Betriebssystem: SuSE Linux ( war mal ne deutsche Firma, zwischenzeitlich mal in US-Hand, heute weiss ich es nicht, wer da seine Hand drüber hat ), RedHat = USA (IBM), Debian - steckt der US-Staat Geld rein, Ubuntu ( GB, eher weniger für Enterprise geeignet )
- Virtualisierung: ( als Alternativ zu VMWare oder Hyper-V/Microsoft ) - Nutanix ( Deutschland ) oder Proxmox ( Österreich ), wo bei Proxmox bei uns sogar auf der Liste war, aber aus technischen Gründen nicht nutzbar ist.
- Serverhardware / Storage - kannst knicken, die BigPlayer sitzen in USA ( HPE, Dell, EMC, NetApp )
- KI-Hardware: Nvidia, AMD = USA
- Netzwerk / Firewall: das selbe, die BigPlayer sind in den USA ( HPE, Cisco ), bei Firewall findet man noch mit OPNSense ne europäische Lösung ( auch OpenSource ) mit Bussinesssupport.
- CloudAnbieter: da ist schon mehr möglich, wobei aber sagen, muss, das die europäischen Unternehmen da noch nicht auf dem Stand sind, wie die großen Azure, AWS oder Google. Wenn man nur paar Server dort hosten will, hat man schon einige zur Auswahl.
Das Thema ist mega interessant aber auch mega komplex.
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