Das Problem bei diesen Adaptern ist, daß sie lediglich einen virtuellen seriellen Port bereitstellen. Wir hatten kürzlich in einem größeren Projekt das Problem, daß der Kunde an unseren ThinkPad T40, die ja ebenfalls keinen seriellen Port mehr haben (LPT gibts aber noch) ein Steuergerät anschließen muß, welches nur seriell hat. Funzte nicht sauber. Anhand der Logdatei der Software, die zu dem Steuergerät gehört, ließ sich dann schnell feststellen, daß das Ganze auf einen sauberen bidirektionalen Kommunikationsweg angewiesen ist und sich die virtuelle USB-Lösung beim Datentransfer in einer Tour verhaspelte.
Wir haben 4 oder 5 verschiedene Adapter probiert - bei allen dasselbe. Am Ende hat der Kunde sich dann für eine PC-Card entschieden, die zwei echte serielle Ports aus dem Gerät herausführt. Die Dinger sind zwar AFAIR etwas teurer als USB-Adapter, allerdings ist das im Unterschied zu USB-Adaptern eine sichere Sache, da es sich eben wirklich um Hardware-Serial-Ports handelt.
Da Flashprogramme i.d.R. sehr hardwarenah programmiert sind und wahrsch. direkt auf den COM-Port zugreifen, halte ich auch hier das Risiko für relativ hoch, daß diese Tools mit einem solchen virtuellen seriellen Port nicht funktionieren werden. Anders als bei unseren Versuchen kanns hierbei schon beim ersten Fehlversuch richtig teuer werden...
Ich wäre da also vorsichtig.
Bei unseren Geräten ist es übrigens so, daß zwar die meisten neueren (T40, G40, die komplette X-Serie) keinen seriellen Port mehr haben, dieser allerdings über die Portleiste der Dockingstation noch physikalisch nach außen geführt wird. Alle unsere Dockinglösungen (Portreplikator, MiniDock, große Dock) haben einen seriellen Port, und der ist natürlich dann auch ein Richtiger, kein virtueller. Wie das bei anderen Herstellern aussieht, weiß ich nicht.
Zitat
Original geschrieben von Butterfly
Es handelt sich um eine USB-Docking-Station. Dies macht durchaus Sinn, da die Hersteller immer weniger "normale" Dockingstations anbieten.
Ich kenne keinen Notebookhersteller (jedenfalls keine bekannte A-Brand-Marke), die keine klassischen Dockinglösungen mehr anbieten würde. Auch ein Abnehmen ist nicht zu verzeichnen. Wir haben z.B. ganz im Gegenteil aktuell drei, statt wie früher zwei, Dockinglösungen: Ein reiner Portreplikator (klein, billig, reines Kabelmanagement), eine MiniDock (im Prinzip eine echte Dockingstation mit z.B. eigenem USB2-Hub, aber ohne PCI-Slot) und eine große Dock mit allem drum und dran einschl. PCI-Slot. Dabei sind alle drei Teile kompatibel zu allen aktuellen ThinkPads.