@LB:
Dieser Thread heißt "Was habt Ihr für Haustiere" - nicht "Welche Haustiere schmecken Euch?".
Da ich mit Gewalt versuche, denselben toleranten Ansatz zu verinnerlichen wie Hotdogge, sage ich zu Deinem Geschmack nix weiter (obgleich ich gewisse Zweifel daran habe). Nix deto trotz ist Dein Gelaber hier off topic und interessiert niemanden. Tue bitte denen, die den Thread in seinem ursprünglichen Sinne nutzen wollen, den Gefallen und halte Dich hier raus, wenn Du nichts zum Thema beizutragen hast (was bislang nicht der Fall war).
Bobo:
Unsere bekommen Nutro als Feucht- und Trockenfutter. Das ist in der Tat ein amerikanisches Produkt. Gibts hierzulande relativ problemlos z.B. bei zooplus oder auch bei Freßnapf (die haben ja auch Ladengeschäfte, allerdings gibts dort AFAIK nur das Trockenfutter).
Die meisten der wirklich guten Katzenfutter sind Importprodukte aus den USA. Zwar gibt es auch einige deutsche Premiummarken (Royal Canin, Eucanuba, Iams usw.), allerdings sind auch diese von der Zusammensetzung her nicht wirklich optimal (Iams z.B. enthält irgendeinen Lockstoff, RC ist AFAIR nicht völlig frei von Nebenprodukten).
Warum die wirklich guten Futtersorten ausgerechnet aus den USA kommen, weiß ich auch nicht so genau. Möglicherweise sind die Verbraucher dort auf diesem Gebiet kritischer oder sowas in der Richtung. AUf jeden Fall gibt es in den USA für Tierfutter deutlich strengere gesetzliche Regularien als hierzulande (was überraschend ist, ist aber tatsächlich so).
Letztlich tut man seinem Tier aber auch mit einem guten einheimischen Premiumfutter schon was Gutes. Grundweg abzulehnen sind m.E. sämtliche "4%-Futter", dazu gehört faktisch alles, was es im Supermarkt gibt (auch die Markennamen wie Whiskas, Kittekat, Sheba usw., eben wirklich alles, was es im Supermarkt gibt). Allen diesen Futtersorten ist gemeinsam, daß sie genau 4% des im Namen vorkommenden Fleisches enthalten. Schaut einfach mal drauf - steht bei ALLEN Sorten drauf. Irgendeine Hühnersorte enthält also genau 4% Huhn. Der Rest ist, wie auch auf der Dose angegeben, zu einem guten Teil die sogen. "tierischen Nebenerzeugnisse". Dahinter verbirgt sich letztlich nichts anderes als der Müll, der bei der Tierverwertung übrig bleibt (Füße, Schnäbel usw.). Damit dieses eigentlich furchtbar eklige Zeugs wenigstens vom Geruch her halbwegs annehmbar ist (auch für Menschen), werden künstliche Aroma- und Lockstoffe beigemischt.
Abgesehen vom schieren Ekel, der einen überkommt, wenn man weiß, was da für Müll drin ist, besteht das Hauptproblem dieser Futtersorten darin, daß ihr Nährwert gegen Null geht. Das ist auch der Grund, warum lt. Fütterungsempfehlungen auf diesen Dosen eine Katze pro Tag eine komplette Dose fressen soll (was rein von der Menge her unnatürlich viel ist). Bei den ordentlichen Futtersorten reicht eine Dose mehrere Tage.
Was vielen Leuten nicht klar ist, ist der Umstand, daß ein gutes Futter keineswegs teurer ist als der Whiskas und Co. - Schrott: Denn dadurch, daß die Tiere viel weniger essen müssen, spart man i.d.R. sogar noch etwas ein.
Viele Leute, die ihren Tieren trotzdem den 4%-Müll geben, verteidigen dies damit, daß sie sagen, sie würden das schon seit Jahr und Tag tun, ihren Tieren gehe es blendend und sie würden auch ganz normal alt.
Tatsache ist aber nun mal, daß eine Katze, die ihr Leben lang z.B. Whiskas frißt, in den meisten Fällen aufgrund der schlechten Ernährung zugrunde geht. Dabei kann das Tier durchaus auch ein ganz normales Alter erreichen - und wer prüft dann schon nach, woran das Tier gestorben ist... Letztlich ist das wie beim Menschen: Ich kann mein ganzes Leben lang qualmen wie ein Schlot, Saufen bis zum Umfallen und mich ausschließlich von ernährungsphysiologisch eher ungünstigem Fastfood ernähren - und dabei trotzdem 80 Jahre alt werden. Nur: Die Wahrscheinlichkeit, daß ich so alt werde, ist eher gering, und wenn ich dann ins Gras beiße, dann ist es - egal in welchem Alter, höchstwahrscheinlich meiner Lebensweise zu verdanken, sprich mit einem ordentlichen Lebenswandel wäre ich wahrsch. noch älter geworden.
Für mich persönlich das wichtigste Argument ist aber einfach dies: Ich selbst habe die Möglichkeit, mir auszusuchen, ob und in welchem Maße ich mich von ernährungsphysiologisch ungünstigen Speisen ernähre, und die Konsequenzen habe ich selbst zu tragen. Mein Tier muß dagegen fressen, was ich ihm vorsetze und hat keine Wahl...