Beiträge von BigBlue007

    Man kanns nicht oft genug wiederholen: Jobs mit Löhnen, von denen man nicht leben kann, haben am Markt nichts zu suchen. Das hat nichts mit linken Theorien zu tun, sondern schlicht und ergreifend mit gesundem Menschenverstand. JEDER Vollzeitjob, egal was es ist, MUSS genügend Geld einbringen, dass der, der ihn macht, ohne staatliche Zuschüsse davon leben kann.


    Dass ausgerechnet die, die einen möglichst freien Markt wollen, das nicht verstehen möchten, verstehe ich nicht. Gerade die, die so wenig wie möglich Einmischung des Staates wollen, sollten dann doch eigentlich konsequenterweise auch der Meinung sein, dass es nicht Aufgabe des Staates sein kann, Dumpinglöhne, von denen keiner leben kann, aufzubessern. Aber ich verstehe das natürlich schon durchaus sehr gut: Der Staat soll sich natürlich nur solange nicht in die Wirtschaft einmischen, solange dieses Einmischen dem freien Schalten und Walten des Kapitals (sorry für diesen kommunistischen Begriff... :D ) schadet. In dem Moment, wo es was nützt, also z.B. zur Subventionierung von Dumpinglöhnen oder zur Verstaatlichung von privatunternehmerischen Risiken, wie sie in diesen Zeiten allenthalben passiert, DA ist der Staat dann gut genug. Das hätte man früher vielleicht als platte Phrase abtun können, aber wir haben ja nun in der jüngeren Vergangenheit genau dies x-mal erleben können, insofern ist es also ein Fakt, dass in Unternehmerkreisen so gedacht wird.


    Soziale Marktwirschaft heißt eben u.a. auch, dass der Staat immer dann regulierend in die Wirtschaft eingreifen muss, wenn selbstregulierende Kräfte des Wirtschaftssystems an bestimmten Stellen versagen. Und genau das passiert, wenn jemand für 8 Stunden Arbeit am Tag 4,50 die Stunde bekommt...

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    Original geschrieben von bernbayer
    Bei dieser Bundestagswahl wird es keinen linken Bundeskanzler geben. Merkel wird Bundeskanzlerin bleiben, offen ist nur ob in einer Schwarz-Gelben oder Schwarz-Roten Koalition.. Eine Linksregierung wird nicht zu stande kommen.


    Das sehe ich ebenso.

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    Original geschrieben von Jochen
      BigBlue007: wir könnten das jetzt ewig ausdiskutieren. Du legst es so aus, ich so. Fakt ist, daß es den "Zuspruch", den CDU/FDP in der Umfrage finden, hier im Thread nicht im gleichen Ausmaß gibt und das ist die Diskrepanz.


    Das macht bernbayer aber doch schon fast alleine wett... ;) Und Fakt ist auch, dass Du der Einzige sein dürftest, der Deine ursprüngliche Aussage so auslegt, wie Du es nun tust. Aber ok, Thema beendet - amen.

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    Original geschrieben von Jochen
    Nichts anderes habe ich geschrieben.


    Nicht? OK, dann interpretierst Du unsere Sprache anders als ich, denn für mich lässt der Satz

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    Interessanter finde ich, daß die Diskussion hier einen eher ausgeprägten Mitte-Links-Drall hat, die Umfrage aber in eine andere Richtung deutet.


    ... wenig Spielraum für Interpretationen, schon gar nicht für die, die es jetzt sein soll. Wie auch immer...

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    Ich habe es nur immer deutlicher ausgedrückt, weil meine Beobachtung offenbar nicht "ankamen".
    Ich sprach von einer Diskrepanz zwischen Thread und Umfrage und die ist eindeutig da.
    Wenn ich den Thread auswerten würde, stünden am Ende für CDU und FDP wahrscheinlich keine 10% da.


    Das mag ja sein, trotzdem sind sowohl Umfrage als auch Thread eindeutig (das eine mehr, das andere weniger) linkslastig. Insofern ist die von Dir vermutete und im obigen Satz zum Ausdruck gebrachte Diskrepanz halt einfach nicht vorhanden. ;)

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    Wer hingegen unzufrieden ist, tendiert a) im Moment eher nach Richtung links (hoffentlich [Achtung, persönliche Meinung!] nicht nach weiter rechts als CDU) und b) hat naturgemäß auch mehr Anlass, diese Unzufriedenheit auszudrücken.


    Das liegt in der Natur des Menschen und läßt sich nicht nur beim Thema Politik beobachten.


    Viel mehr als das wollte ich eigentlich gar nicht sagen.


    Das wiederum ist völlig richtig. Und jetzt denke das einfach mal zu Ende: Hier im Thread werden sich, so wie das ganz allgemein und bei vielen Dingen so ist, vorrangig die zu Wort melden, die unzufrieden sind und gerne was anderes hätten. Da hast Du vollkommen recht. Für die Umfrage gilt das aber nicht; da gibt es keinerlei Grund anzunehmen, dass dort nur in erster Linie User mitmachen würden, die einen Wechsel wollen. Und wenn man nun beides zusammen betrachtet, also der Thread, wo es aufgrund des genannten Effekts in erster Linie Wortmeldungen von wechselwilligen Usern gibt, und die Umfrage, wo dieser Effekt kaum zieht, die aber trotzdem ebenfalls eindeutig eine linke Richtung einschlägt, dann spiegelt dieser Thread ziemlich exakt das wider, was man aufgrund des genannten Effekts für diesen Thread als Tendenz erwarten konnte. Eine Diskrepanz in der von Dir vermuteten Art und Weise ist schlichtweg nicht gegeben - das Gegenteil ist der Fall.

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    Original geschrieben von Jochen
    Ich interpretiere sie keineswegs falsch, geschweige denn "natürlich" falsch.
    Daß hinter der Mehrheit der "Sonstige"-Stimmen die Piratenpartei steckt, vermute ich auch. Das liegt nahe, ohne es belegen zu können.
    Allerdings widerlegt das keineswegs meine Vermutung: dieser Thread ist in seiner groben Aussage eindeutig und groß-mehrheitlich gegen CDU und FDP, von wenigen Ausnahmen eben abgesehen. Und das gibt die Umfrage eben nicht wieder. Fast jeder Dritte macht hier ein Pünktchen bei CDU/FDP, aber definitiv nicht jedes dritte Posting bzw. jeder dritte an der hiesigen Diskussion beteiligte User ist dem Anschein nach oder eindeutig auf christdemokratisch er bzw. liberaler Seite.


    Da hilft Dir kein Drumherumreden: Deine vorherige Aussage war, dass der Thread eine Mitte-Links-Richtung erkennen ließe, die Umfrage hingegen in die andere Richtung zeigen würde. Und das ist halt nunmal falsch. "Natürlich". :D Denn auch die Umfrage geht sehr eindeutig in eine Mitte-Links-Richtung, wenn auch vielleicht nicht so eindeutig wie der Thread.


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    Original geschrieben von yoolio
    Das ist ja eh so ein Problem: Wenn wir Bundeskanzler_in direkt wählen würden, hätte die Union sicher ein paar Prozent weniger, denn viele Leute wählen nicht die CDU/CSU sondern "die Merkel".


    Umgekehrt wird ein Schuh draus: Bei einer Direktwahl hätte gegen Merkel im Moment keiner eine Chance.


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    Original geschrieben von bernbayer
    Du sagst damit hat es deiner Meinung nach nichts zu tun. Gründe muß es aber doch dafür geben, daß die SPD auf Bundesebene so schwach da steht.


    Natürlich gibt es die, allerdings kann ich nicht behaupten, dass ich diese im Einzelnen kennen würde. Ein Hauptgrund ist sicher das Erstarken der Linken. Nimmt man das Potential von SPD und Linke zusammen, dann ist man ja wieder da, wo die SPD gerne wäre. Was auch der Hauptgrund dafür ist, warum die SPD in Zukunft auch auf Bundesebene nicht umhin kommen wird, mit den Linken zu koalieren. Und wie ich weiter vorne schon mal sagte - genau das wird auch passieren. Die diesjährige Wahl ist die Letzte, bei der die SPD eine Koalition mit den Linken ausschließt.

    Er meinte damit wohl eher die Umfrage hier im Forum. Wobei er die natürlich falsch interpretiert. Angesichts der Tatsache, dass sich hinter "Andere" zu nahezu 100% die Priaten verbergen dürften, die in ihren Grundzügen wohl zweifellos auch als sehr links einzustufen sind, ist eine doch recht deutliche Mehrheit der TT-Umfrageteilnehmer linksorientiert.


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    Original geschrieben von bernbayer
    Für egal halte ich das überhaupt nicht.


    Ich auch nicht. Wobei ich dazusagen muss, dass ich absolut DAGEGEN bin, dass wir jetzt dort rausgehen, aber das nur am Rande. Ich meinte nur, dass das für den Durchschnittsbürger heute keine Rolle mehr spielt, wer ursprünglich dafür verantwortlich ist, dass wir dort unten sind. Wobei es natürlich auch in höchstem Maße unsinnig ist zu glauben, wir wären jetzt NICHT dort unten, wenn wir damals eine Unionsregierung gehabt hätten.

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    Das viele schon vergessen haben, was die SPD unter Schröder alles gemacht hat glaube ich nicht, sonst stünde sie heute nicht so schlecht da, auf Bundesebene mit Werten zwischen 22 oder 25 Prozent, dafür muß es ja Gründe geben, die liegen meiner Ansicht im wesentlichen in der Vergangenheit.


    Nein. Du kannst getrost davon ausgehen, dass das nicht das Geringste damit zu tun hat. Die Menschen sind bei sowas vergesslich, das ist leider ein Fakt. Ansonsten würden sie sich z.B. auch daran erinnern, dass wir, wenn es damals eine Unionsregierung gehabt hätte, mit einiger Wahrscheinlichkeit auch im Irak mitgemischt hätten - ein wenig Herumgegoogle in den News der Jahre 2002 ff. bringt da durchaus interessante Wortmeldungen, einschl. von Frau Merkel, zutage... ;)

    Wer sie runter geschickt hat, ist ja erstmal egal. Dass dieser Super-GAU jetzt passiert, DAS ist das Entscheidende, was hängenbleibt.


    Dass die Finanzmärkte in Deutschland unter Schröder liberalisiert wurden, haben ja auch Viele vergessen... ;)

    Was bin ich froh, dass ich heute keine Zeit mehr hatte, hier reinzuschauen... :rolleyes: Das kann ja wohl nicht Dein Ernst sein, Jochen... :flop:


    Und nicht dass ich es für nötig befinden würde, aber weil ich gerade beim heise-Lesen drüber gestolpert bin: In UK dürfen die betrügerischen Werbefuzzis von Samsung ihre sogen. LED-TVs nicht mehr als LED-TVs bewerben, weil die Geräte ja nur ein LED-Backlight haben, davon abgesehen aber nach wie vor ganz normale LCDs sind. Mit echten LED-Panels hat das, was einem da als LED-TV verkauft wird, nämlich nichts zu tun. Richtig so - in allen anderen Ländern einschl. D dürfen die Kunden aber weiter für dumm verkauft werden.

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    Original geschrieben von DJ Wisdom
    Na ja, "Hype" ist imho das falsche Wort.


    Du bist nicht im Hifi-Forum unterwegs, oder? :D

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    LEDs bringen einen satten Vorteil


    Ich würde sagen, sie bringen einen "ordentlichen" Vorteil. "Satt" klingt mir deutlich zu übertrieben. Im Notebookbereich z.B. bringen LED-Displays rein visuell so gut wie überhaupt nichts - und in diesem Bereich kenne ich mich nun berufsbedingt wirklich gut aus. Mag vielleicht auch daran liegen, dass unsere vorherigen Displays auch schon nicht die schlechtesten waren. Aber jedenfalls war die Enttäuschung beim Betrachten des ersten LED-Displays bei mir sehr groß. Es sah natürlich nicht schlechter, aber eben auch nicht besser aus.


    Trotzdem ist natürlich klar, dass insbes. die extrem flachen Geräte heutzutage ohne LED-Technik nicht möglich wären.

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    HD-Audio bei guter und hochwertiger Installation auch.


    Genau. Letzteres verstehen aber die meisten nicht. Ich muss immer herzhaft lachen, wenn im hifi-forum wieder mal einer fragt, ob die Kombination aus AVR (natürlich mit HD-Ton) und demunddem Teufel-Billig-System gut klingen würde... :D Dass man für HD-Audio Lautsprecher braucht, die sich locker im 4-stelligen Bereich bewegen dürfen, sagen die AVR-Hersteller nicht dazu.

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    Original geschrieben von Printus
    Vor ein paar Tagen las ich, dass - sinngemäß wiedergegeben - die Schallgrenze für das Bestreben nach Verstehen von Technik inzwischen bei 35 Jahren liegt! :rolleyes: Das heißt: bereits ab diesem Alter sind Menschen heute nicht mehr willens, sich jede Technik anzueignen und die Mehrheit "steigt aus".


    Ooops - das erklärt bei mir dann natürlich Einiges... :D


    Obwohl ich auch vor 4 Jahren schon mMn sinnfreien technischen Entwicklungen skeptisch gegenüber stand.

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    Eigentlich müsste es so sein, dass die Generation 50+ noch leicht mit der Technik umgehen kann, dann wäre die Industrie auf dem richtigen Weg. Man manövriert sich aber durch komplizierte, nicht ausgereifte und viel zu schnell durch wieder ein neues Format abgelöste Produkte selber ins Aus...


    Vor allem Letzteres ist IMHO das größte Problem. Die Hersteller haben die alte Technik noch nicht völlig im Griff bzw. ausgereizt, entwickeln aber schon wieder was Neues. Ich bin diesem Hype bis vor gar nicht allzu langer Zeit selber zugegebenermaßen auch unterlegen gewesen. Um gar nicht mehr in Versuchung zu kommen, habe ich meine AV-Landschaft aber inzw. auf Geräte umgestellt, wo sich deren Hersteller an diesem Hype nicht beteiligen und wo ich somit sicher sein kann, dass es nicht in Kürze schon wieder ein Nachfolgegerät gibt, bzw. beim TV habe ich einen Philips Aurea, für den es schlichtweg keine Alternative und auf absehbare Zeit auch keinen adäquaten Nachfolger gibt. Seit dem geht mir der Hype um HD-Audio, LED-TVs usw. usf. komplett am Allerwertesten vorbei.


    Da war ich mit 37 dann aber auch schon arg spät dran... :D