Beiträge von BigBlue007

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    Original geschrieben von _-=voodoo=-_
    Wenn jeder die Preise erhöht, dann steigt vielleicht dein nominales Einkommen durch den Mindestlohn [...]


    MEINS sicher nicht. ;)

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    In einem Punkt ist ein sehr niedriger Mindestlohn sicher sinnvoll, das extreme Dumping durch andere europäische Länder wäre unterbunden. Flächendeckend ist er dennoch Unfug. Selbst die USA legen die Mindestlöhne nur auf Staatsebene fest, alleine schon um den Wettbewerb der Regionen nicht durch eine unsinnige Gleichschaltung anzugreifen.


    Auch hier könnte es von mir aus gerne regionale Unterschiede geben.

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    Man sollte mal von diesem Idealismus weg, dass jede Arbeit ohne Transferleistung reichen muss. Wir spezialisieren uns immer mehr, da haben einfache Arbeiten einfach keine Wertschöpfung mehr wie vor einige Jahren. Was hilft? Bildung!


    Also entschuldige mal - was hat das denn bitte mit Idealismus zu tun?? Das kanns ja nun nicht sein. Ausreichendes Gehalt zur Sicherung eines minimalen Lebensstandards erst ab Gymnasiumabschluss aufwärts, und niedrigqualifizierte Arbeiten nur mit staatlichen Zuschüssen? Was ist das denn bitte für eine unsinnige Theorie? Vor allem: Beim Thema "Mindestlohn" darf der Staat nicht eingreifen, aber damit es für die Arbeitgeberseite weiterhin bezahlbare Kräfte für die "niederen" Arbeiten gibt, da darf der Staat dann mit Transferleistungen aushelfen? Na vielen Dank auch. Wie wirr muss man sein, um auf solche Gedanken zu kommen? :confused:


    Es hat IMMER schon niedere Arbeiten gegeben, die von irgend jemandem gemacht werden müssen, und das wird auch IMMER so bleiben. Auch in Deutschland. Aber es kann ja nun wohl kaum Sinn und Zweck des Systems sein, dass diese niederen Arbeiten (die ja letztlich auch nicht dem Gemeinwohl, sondern dem Arbeitgeber und dessen Kunden zugute kommen) prinzipiell nur noch mithilfe staatlicher Transferleistungen machbar sind. Das ist von der Idee her ja fast schon Kommunismus - nur andersrum. :D


    Die Gemeinschaft der Steuerzahler als Subventionsträger aller Putzfrauen. Da fällt einem wirklich nix mehr zu ein...

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    Original geschrieben von schmidt3
    Eine Union, die aus machtolitischen Gründen inzwischen schon ökonomischen Unfug wie Mindestlöhne mitmacht, steht ja bereits kurz vor der totalen politischen Selbstverleugnung.


    Wir werden wirklich auch niemals auf eine Linie kommen... :D


    Was ist dagegen einzuwenden, wenn gesagt wird, dass eine Arbeit, egal was für eine, einen bestimmten Mindestbetrag x wert ist?


    Es kann - und da sind wir vermutlich einer Meinung - selbstverständlich nicht Aufgabe der Politik sein, die Tarifverhandlung zwischen Arbeitnehmer- und -geberseite zu ersetzen. Aber was bitte ist denn so schlimm daran, wenn man sagt, dass jemand, der in Deutschland einen Vollzeitjob macht, völlig ohne Ansehen der konkreten Tätigkeit, sondern quasi allein aufgrund der Tatsache, dass er seine Arbeitskraft einem Arbeitgeber zur Verfügung steht, mindestens mit einem Betrag x nach Hause gehen können muss, der ausreichend hoch sein muss, dass er davon in Deutschland und zu den hierzulande üblichen Lebenserhaltungskosten ein halbwegs auskömmliches Dasein führen kann?


    Ich sage: Nichts!


    Und ich verstehe auch das Gezetere von wegen Konkurrenzfähigkeit usw. nicht. Wenn es einen Mindestlohn gäbe, müssen ihn ALLE zahlen. Wenn ein Frisör dann seine Dumpingpreise anheben muss, dann müssen das alle anderen auch. Und die Leute haben ja dann keinen geringeren Bedarf daran, sich ihre Haare schneiden zu lassen.


    Es kann schlicht und ergreifend nicht sein, dass jemand 8h am Tag arbeitet und dann trotzdem noch staatliche Beihilfen bekommen muss, weil das Einkommen nicht ausreicht, um selbst grundlegenste Bedürfnisse zu befriedigen. Und wenn das Geschäftsmodell eines Unternehmens nur solange funktioniert, solange Dumpinglöhne gezahlt werden, dann hat dieses Unternehmen keine Daseinsberechtigung und darf dichtmachen - so einfach ist das. Da kann man den (dann ehemaligen) Mitarbeitern dann genauso gut Geld aus den Sozialkassen zahlen, bis sie einen anderen Job finden


    Wenn sich das Ganze selbst regulieren würde, bräuchte man keinen Mindestlohn. Aber es liegt eben auch in der Natur des Systems, dass es sich in diesem Punkt halt leider nicht selbst reguliert, denn das natürliche Bestreben eines Arbeitgebers ist es, so wenig wie möglich auszugeben. In vielen Fällen funktioniert das natürlich nicht grenzenlos nach unten - Leute wie Dich und mich (nehme ich mal an; ich kenne Dich nicht und weiß nicht, was Du tust) bekommt ein Arbeitgeber halt nunmal nicht unterhalb eines bestimmten Betrages. Aber in vielen anderen Bereichen ist das halt nicht so. S. eben z.B. auch PIN, um nur ein aktuelles Beispiel zu nennen.


    Und deswegen ist das ein Punkt, wo der Staat dann eben doch regulatorisch eingreifen muss. Denn bei aller Kapitalismusgläubigkeit - es kann keiner ernsthaft daran zweifeln, dass zu einem gesunden kapitalistischen System eben auch ein gewisses Maß an staatlicher Kontrolle gehört. Und ein staatlicher Mindestlohn, der Dumpinglöhne verhindert, die im jeweiligen Land kein Auskommen sichern, die aber eben nunmal an der Tagesordnung sind, gehört da dazu.


    Übrigens haben 20 von 27 EU-Ländern einen Mindestlohn. Liegen die alle falsch?
    Und in den Ländern, die keinen Mindestlohn haben, ist es dann i.d.R. immerhin noch so, dass ein großer Teil der Beschäftigten nach einem Flächentarifvertrag bezahlt werden. In Österreich z.B. gibt es zwar keinen Mindestlohn, dafür arbeiten aber fast 100% nach Tarif. Ähnlich sieht es etwa in Finnland oder Dänemark aus. In Deutschland dagegen arbeiten nur roundabout 60% der Beschäftigten nach einem Flächentarifvertrag, was unter den relevanten Ländern ohne Mindestlohn so ziemlich das Schlusslicht sein dürfte.


    Irgendwann muss man auch als Deutscher mal einsehen, dass man nicht alles am besten wissen und machen kann. Wir reden hier nicht über ein ökonomisches Experiment, sondern über etwas, das in der großen Mehrzahl der Industrieländer der Welt seit Langem Normalität ist.

    Warum kaufst Du bei einem Engländer, wenn Du Dich nicht mit ihm verständigen kannst? :rolleyes:


    Dear blabla,


    unfortunately it's not possible for me to further upgrade my status with PayPal. My account is already "Verified", which means that PayPal verified at least one payment method. When I asked PayPal, they told me that my PayPal account is already linked to my ebay account, which is adress-verified.


    However, the situation here is that I have purchased an non-material good. When you sell a non-material good like a serial number or something, you are not protected by PayPal seller protection anyway, because they only protect material goods. So it wouldn't make any difference for you if my PayPal adress would be "verified".


    Regards
    SAZAN


    Viel Erfolg.

    Stimmt... olle Schill... den hatte ich ja schon wieder ganz vergessen.


    Da habt Ihr natürlich wahr; da muss die CDU die Füße in der Tat aber ganz still halten. Wobei man sagen muss, dass man Schill bzw. der Partei IMHO Unrecht tut, wenn man sie in die rechte Ecke einsortiert. Tatsächlich waren bzw. sind mir manche Dinge, für die Schill so stand, gar nicht mal soo unsymphatisch. ;)


    Aber das ist mit den Linken letztlich genauso. Genauso wenig, die die Schill-Partei eine rechte Partei im klassischen Sinne war, sind die Linken (erst recht nicht die im Westen) "Kommunisten". ;)

    Für die NPD gilt - leider - genau dasselbe. Die Partei ist nicht verboten, darf sich zu Wahlen aufstellen, und kommt, wenn sie die 5%-Hürde überspringt, demokratisch legitimiert in einen Landtag.


    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Ob eine Partei auf den Boden der Verfassung steht, hat rein garnichts damit zu tun, ob sie bei Wahlen 1 %, 5 % oder 50 % bekommt.


    Du begreifst es einfach nicht, oder? ;)


    Natürlich hat es damit nichts zu tun. Allerdings entscheidest weder Du noch ich noch sonst irgendein Individuum, ob eine Partei auf dem Boden der Verfassung steht. Wenn jemand der Meinung ist, das sei nicht der Fall, dann kann er ein entsprechendes Verfahren anstrengen, was Dir ja auch durchaus bewusst zu sein scheint:

    Zitat

    Das BVG wird nie von sich aus tätig, sondern immer nur auf Antrag. Wenn niemand einen Antrag stellt, verbietet das BVG von sich aus auch keine eindeutig verfassungsfeindliche Partei.


    Richtig.


    Deine Schlussfolgerung jedoch:

    Zitat

    Deshalb ist deine Aussage falsch, eine Partei ist solange demokratisch legitimiert, bis das BVG diese nicht verbietet.


    ... ist falsch. Oder dumm. Oder bayerisch... :D Denn wie gesagt: Weder Du noch ich noch sonstwer legt fest, ob eine Partei legitimiert ist oder nicht, sondern das BVG. Auf Antrag, richtig. Aber solange keiner einen solchen Antrag stellt UND das BVG eine entsprechende Entscheidung fällt, ist diese Partei - genauso wie (leider) auch NPD und Co., wenn sie gewählt werden - demokratisch legitimiert.

    Zitat

    Darum solltest du es lassen, zu versuchen, die Linke hier reinzuwaschen.


    Was einmal mehr beweist, dass sich Deine Denke hier nicht wesentlich von der des pawlowschen Hundes unterscheidet... :D Denn ich habe bereits mehrfach gesagt, dass man die Linke wegen mir gerne verbieten könnte, wenn man der Meinung ist, sie sei mit unserem System nicht vereinbar. Ich habe da kein Problem mit. Im Unterschied zu Dir habe ich allerdings einen objektiven Blick über die Dinge.

    Zitat

    Original geschrieben von SAZAN
    kein nicht so gut englisch


    Deutsch auch nicht... :rolleyes: ;)


    *scnr*


    Wenn es sich nur um ein virtuelles Produkt handelt, das Dir der Verkäufer per Mail zuschicken kann, dann hat er sowieso keinen Verkäuferschutz bei PayPal, falls Du die Zahlung zurückgehen lässt. Der PP-Verkäuferschutz greift nämlich nicht bei immateriellen Gütern. Verklickere ihm das.

    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Die Linken werden aus Protest gewählt, genauso werden NPD oder DVu aus Protest gewählt.


    Unter den Wählern gibt es zweifellos auch welche, die tatsächlich mit den erklärten Zielen dieser Parteien übereinstimmen, auch wenn Du Dir das (vermutlich mit Blick auf die Linken noch weniger als auf die Rechten) nicht vorstellen kannst.

    Zitat

    Demokratisch legitimiert und verfassungskonform sind sie deshalb noch lange nicht.


    Wenn eine Partei über die 5%-Hürde kommt, dann ist sie für den Einzug ins Parlament demokratisch legitimiert - solange, bis das Verfassungsgericht was anderes sagt. So einfach ist das.

    Zitat

    Ich möchte mal sehen, die das jetzt nicht so schlimm finden, wenn sich die SPD entgegen alller Ausagen vor der Wahl in Hessen vermutlich von der Linken tolerieren läßt, welcher Aufschrei es da geben würde wenn die CDU mit der NPD eine Regierung bilden würde. Da würden dieselben die das ganze mit der Linken nicht so schlimm finden pausenlos lamentieren. Sowas nennt man Doppelmoral.


    Keine Ahnung, wen Du meinst. Mich offenbar nicht. Wenn die Rechten irgendwo in einer solchen Stärke gewählt werden, dass mit ihr eine mehrheitsfähige Koalition gebildet werden kann, dann ist es für die CDU genauso legitim, über eine solche Koalition nachzudenken. Das Prinzip ist dort genau dasselbe wie hier.


    Was ich weiter oben über die Außenwirkung sagte, ist aber natürlich auch den Parteien durchaus bewusst. Aus diesem Grunde wird es die Konstellation CDU + irgendeine rechte Partei sehr wahrscheinlich nie geben. Nicht, weil dies nach demokratischen Gesichtspunkten nicht genauso möglich wäre, wie eine Koalition aus SPD und den Linken, sondern, weil eine CDU + z.B. NPD - Koalition eben wirklich FAKTISCH eine sehr viel schlimmere Angelegenheit wäre als eine Koalition aus SPD und den Linken. AUCH, aber nicht NUR wegen der Außenwirkung.

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    Original geschrieben von bernbayer
    Demokratisch legitimiert..... sind die überhaupt nicht. Das ist die alte SED.


    Selbst wenn das so ist, schließt dies eine demokratische Legitimierung - die eindeutig gegeben ist - nicht aus. Dein Statement zeigt nur einmal mehr, dass Du genauso wie all die anderen, die im Moment noch lamentieren, dass eine Zusammenarbeit kategorisch ausgeschlossen sei, nicht in der Lage bist, pragmatisch mit der Frage umzugehen, warum die Linken gewählt werden und wie man politisch damit verfährt. Das gebetsmühlenartige Wiederholen der immer gleichen Parolen ala "Die sind aus der SED hervorgegangen", "Kommunisten", "DKP", "Die dürfen nicht..." und dieses ganze Blafasel, ist ebenso intelligenzfrei, wie es nicht zielführend ist, wenn man erreichen möchte, dass die Wähler extremer Parteien wieder für die Volksparteien stimmen.


    Davon abgesehen: Tue uns allen bitte den Gefallen und quote endlich richtig - Du bist an anderer Stelle auch von einem Mod schon mal drauf aufmerksam gemacht worden. In der Zeit, in der Du deine blödsinnige Strichlinie ziehst, kannst Du auch ein [ / quote ] tippen.