Beiträge von BigBlue007

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    Original geschrieben von Korinthenkacker
    Darauf achten, dass mich keiner sieht und im Altpapier nirgends mein Name steht. :D


    Das wäre auch meine Herangehensweise. Schlimm genug, dass man in manchen Gemeinden durch die Gegend fahren muss, um sein Altpapier loszuwerden. Dann soll die Stadt aber bitteschön auch dafür sorgen, dass die Container geleert werden. Tut sie es nicht: Selbst Schuld.


    Wie ökologisch sinnvoll es ist, Altpapier mit dem Auto durch die Gegend zu fahren, wäre unter dem Gesichtspunkt der Gesamtklimabilanz auch mal interessant zu erforschen... :D


    Ich habe mal wo gewohnt, wo man den KOMPLETTEN Trennmüll, also nicht nur Glas und Papier, sondern auch das ganze Plastikgeraffel, auf dem Wertstoffhof entsorgen musste. Dort trafen sich dann samstags vormittags die Eingeborenen zum Schwätzchen, und zahnlose (nein, nicht zahllose; obwohl - das auch... :D ) Bedienstete des Werstoffhofs durften für einige Stunden Chef spielen und schauten jedem, der etwas in einen der zahlreichen Container warf, akribisch über die Schulter, ob der auch ja korrekt nach "Hohlkörper kleiner 5l", "Hohlkörper größer 5l", "Folien", "Styropor" usw. trennte. Ich habe mir das ein oder zwei Mal angesehen und dann die restlichen 5 Jahre allen Trennmüll in die Restmülltonne entsorgt. Kosete dann halt ein paar Euro mehr an Müllgebühren im Jahr - Wayne interessierts... :D


    Dabei bin ich eigentlich keine Umweltsau - im Gegenteil. Ich gehe durchaus bewusst mit Wasser, Strom usw. um und trenne heute auch wieder ordentlich meinen Müll. Aber das, was damals da abging (und das ist heute glaube ich immer noch so), das musste ich mir beim besten Willen nicht geben. ;)

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    Original geschrieben von galahad13
    Die Linke im Osten Deutschlands besteht immer noch zu 60% ehemaliger SED Mitglieder.


    Ja, schon richtig. Nur wird halt hier im Thread (und natürlich nicht nur hier, sondern überall, wo konservativ eingestellte Menschen mit einem Intellekt auf Stammtischniveau über Politik diskutieren) halt gerne so getan, als wären die Wähler, die jetzt in zwei westlichen Bundesländern die Linken gewählt haben, alles DDR-, SED-, Stasi- und wasauchimmer für Fans wären.


    Fakt ist aber nunmal, dass die in Niedersachsen und Hessen gewählten Linken keine Ex-DDLer, keine Ex-SEDler und Ex-Stasi-Leute sind, sondern links (oder von mir aus ultralinks) orientierte Menschen aus dem Westen, die es auch vor dem Zusammenschluss WASG-PDS und sogar vor der Wende schon hier gab.


    Wie man den Fakt, dass die Linken es jetzt gleich in zwei westlichen Bundesländern in die Landtage geschafft haben (und das werden wahrsch. auch nicht die einzigen zwei bleiben) bewerten mag, steht auf einem anderen Blatt. Ich persönlich begrüße den Einzug der Linken in den Landtag auch nur ausschließlich deshalb, weil dadurch ein Weiterregieren Kochs sehr wahrscheinlich wirksam verhindert wurde; davon abgesehen kann ich mit den Linken auch nichts anfangen. Wer die Linken oder deren Wähler aber nun mit DDR, SED usw. in einen Topf wirft, macht es sich arg zu leicht. Mehr als das - einige Linkswähler im Westen sind wahrscheinlich sogar welche, die sagen, dass man, wenns nach ihnen ginge, die Mauer auch gerne wieder hochziehen könnte... ;)

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    Original geschrieben von galahad13
    Ziel ist es mit einfachen Sprüchen und wenig Programm Unzufriedene und politisch Heimatlose als Wähler zu sammeln. Genauso hat die NSDAP auch mal angefangen.


    Dieser Vergleich wird durch beständiges Wiederholen nicht intelligenter, sorry. Selbst WENN man die Linken im Westen tatsächlich mit den ewig Gestrigen der Ex-DDR in einen Topf werfen wollte: In der DDR bzw. durch die SED ist nichts passiert, was auch nur annähernd mit dem vergleichbar wäre, was das Hitlerregime seinerzeit veranstaltet hat.

    Die Linken sind im Westen de facto die Ex-WASG. Die WASG ist eine im Westen gegründete Partei, die mit der PDS nichts zu tun hatte. Sie besteht u.a. aus versprengten Ultra-Linken der SPD wie z.B. Mondgesicht Lafontaine, und natürlich auch Kommunisten, die es im Westen ja aber auch schon immer gab. Wer sich an die Diskussionen erinnern mag, als es um den Zusammenschluss von WASG und PDS ging, dem wird wieder einfallen, dass insbesondere die WASG-Leute im Westen extreme Vorbehalte gegen ein Zusammengehen mit den PDSlern hatten, eben gerade deswegen, weil man eigentlich nicht mit der DDR-SED-Hinterlassenschaft in Verbindung gebracht werden wollte.


    Da es inhaltlich aber natürlich viele Überschneidungen gibt, und natürlich auch aus wahltaktischen Gründen, entschloss man sich letztlich dann doch dazu.

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    Original geschrieben von JMQ
    Zum Thema DDR, wer sich nicht bewegt, spürt die Fesseln nicht.


    Wow - wie geil. Das ist dann so ähnlich wie mit den Hartz4-lern, denen es heute besser geht als dem Durchschnitts-DDR-Bürger, weil die sitzen ja auch den ganzen Tag zu Hause rum und merken nicht, wie beschissen es ihnen eigentlich geht, während sie sich vom Staat durchfüttern lassen, oder? :D

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    Wer aber in der DDR seine Meinung sagte, hatte ganz schnell ein Problem.


    Ja, das war so. Wenn die Meinung falsch war. Das ändert trotzdem nichts daran, dass die DDR kein KZ-Staat war, denn KZs gabs die Jahre davor, und das war ja nun wahrlich was völlig anderes. Oder möchtest Du das in Abrede stellen?

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    Hartz IVler geht es besser als die DDR-Facharbeiter. Telefon, Handy, Auto, vernünfigte Wohnungen, Fernseher (oft mit Premiere), Internet usw. war für die DDR-Bürger (wenn überhaupt erhälich) purer Luxus.


    Ja. Vor allem gab es diese Sachen (gerade sowas wie Handy und Premiere) damals auch alle ausnahmslos schon. Im Westen. Verstehe... :D


    Ob der Hartz4-ler, der sich auf seinem vom Staat bezahlten Farb-TV das Tagesprogramm der Privaten anschaut und einmal im Monat fürs absolute Nichtstun Geld kassiert, wirklich besser dran ist als jemand in der DDR, der den damaligen materiellen Umständen entsprechend ein durchschnittliches Leben führte, dafür aber jeden Tag einer Arbeit nachging und somit zumindest etwas für sein Geld getan hat und vielleicht sogar das Gefühl hatte, irgend etwas Wert zu sein, sei mal dahingestellt. Für Dich dürfte dies allerdings kaum durchschaubar sein, da Du Deine Definition, was ein gutes Leben ausmacht, ja bereits geliefert hast.

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    Es ist gut, dass die DDR untergangen ist.


    Stimmt. Habe ich irgendwo irgendetwas anderes gesagt? :confused:

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    Ein Staat der schon den Kindern "Wehrkunde" beigebracht hat, sich aber selber als "friedliebend" bezeichnet. :flop:


    In der Tat - Du darfst nicht glauben, dass mir das gefallen hat. Im Gegenteil. Die anschließende Wehrpflicht habe ich allerdings damals als genauso menschenverachtend empfunden. Und die haben wir ja heute auch noch. Es gibt wahrlich bessere Beispiele, warum es gut ist, dass die DDR untergegangen ist. Wehrlager für Kinder scheinen mir auf der Liste genauso wenig weit oben zu stehen wie nicht vorhandene KZs.

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    Original geschrieben von schmidt3
    Würde mich echt mal interessieren, welche Position Deine Eltern in der DDR so hatten.


    Meine Eltern haben sich scheiden lassen, als ich 10 war. Meine Mutter war Diplom-Ökonom (und nein, sie war nicht in der SED) und hat sicher etwas mehr verdient als ein Facharbeiter, hatte dafür aber auch alleine 2 Kinder aufzuziehen. Wir waren sicherlich nicht reich, aber auch nicht arm. Wirklich arm war sowieso kaum jemand - dass man viele Dinge nicht hatte, die heute, aber z.T. auch damals im Westen, eine Selbstverständlichkeit waren, lag ja z.T. auch daran, dass es diese Dinge halt einfach nicht gab.


    In meiner Klasse waren genug Kinder, deren Eltern "nur" Facharbeiter waren - bei keinem davon hatte ich je den Eindruck, dass es dort besonders "arm" aussah.

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    Die Zehntausende von politischen Gefangenen, die wir für sehr viel Geld aus DDR-Straflagern freigekauft haben, hatten allerdings eine ganz andere Geschichte zu erzählen. Genauso wie diejenigen, die unter Einsatz ihres Lebens den "Schutzwall gegen den Faschismus" überwunden haben und dabei Tretminen, Selbstschüssen und Mauer-Killern entgegangen sind.


    Ja, das mag sein, ändert allerdings nichts an meiner ersten Aussage und den verbalen Verfehlungen seitens JMQ.

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    Original geschrieben von JMQ
    Die Linksparteien in Europa hatte aber keinen Folter- und KZ Staat wie die "DDR" zu verantworten.


    Ohne das hier vertiefen zu wollen - was angesichts Deiner zur Schau getragenen Einstellung zur Sache aufgrund massiver Beratungsresistenz wohl auch keinen Sinn machen würde: Ich stamme aus der ehemaligen DDR, war zur Wendezeit gerade erwachsen geworden (habe die DDR also durchaus bewusst und nicht nur als Kleinkind mitbekommen), und kann daher ohne jeglichen verklärten und wehmütigen Rückblick (was mir eh fremd ist, da ich mich zu den Gewinnern der Einheit zähle) sagen, dass die DDR sicher alles mögliche, aber kein "Folter- und KZ-Staat" war. Insbesondere die letztere Bezeichnung ist angesichts des vorhergegangenen tatsächlichen KZ-Staates durchaus eine Diffamierung. Und für das hier, mein Freund:

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    Original geschrieben von JMQ
    Wo das hinführt hat ja die "DDR" gezeigt, jeder Hartz IVler lebt heute besser, als der DDR-Facharbeiter.


    ... hast Du Dir ein richtig fettes "Was für ein dämliches Arschloch" verdient. :flop: So kann wirklich nur jemand labern, der nun rein gar keine Ahnung hat, wovon er eigentlich labert...

    Braindead: Es sind 5 Jahre. :D



    Die weiter oben schon mal angesprochene sozial-liberale Koalition scheint mir gar nicht so abwegig zu sein, da diese das einzig Mögliche ist, das noch nicht kategorisch abgelehnt wurde. Rot-rot-grün wird von der SPD abgelehnt. Ampel wird von der FDP abgelehnt. Jamaika ist mit den Grünen nicht zu machen. Große Koalition kann eigentlich keiner wollen. Und: Die FDP dürfte auf die CDU aufgrund der letzten Wahl noch ein wenig schlecht zu sprechen sein. Abgesehen davon wäre eine schwarz-gelbe Koalition de facto handlungsunfähig, wenn die Linken in den Landtag einziehen (wonach es ja sehr stark aussieht).


    Ergo halte ich die Variante SPD+FDP in der Tat für durchaus wahrscheinlich.


    Andererseits wäre es natürlich auch nicht das erste Mal, dass Dinge, die vor der Wahl "kategorisch abgelehnt" wurden, dann doch eintraten... ;)

    Die konkrete Frage kann ich Dir natürlich nicht beantworten, aber die folgenden zwei Infos sind vielleicht trotzdem interessant für Dich:


    1. Du kannst eine beliebige Handyschale mit BT für die Standard-FSE nehmen und kannst dann ein beliebiges BT-Handy via BT und ohne es reinstecken zu müssen, mit der Handyschale koppeln. Nachteil dieser Lösung ist natürlich, dass das Handy eben nicht in der Schale steckt und nicht geladen wird; der Freisprechbetrieb ist aber trotzdem uneingeschränkt möglich.


    2. Du kannst eine möglichst ähnliche Schale aus dem Katalog von THB Bury nehmen und umbauen. Das Ganze ist ein wenig frickelig, geht aber. Jedenfalls habe ich mit einer 6230-Schale von VW und einer E50-Schale von THB "Aus 2 mach 1" gespielt. Im Prinzip einfach aufschrauben, das Innenleben umbauen, zuschrauben, fertig. Kein Löten, nur Schrauben. Im Inneren sind die Schalen identisch, nur außen am Gehäuse ist eine zusätzl. Nase bei der THB, die verhindert, dass man die THB direkt im VW an die Halterung packen kann. Geht natürlich nur, wenn der Anschluss unten am Handy identisch ist (was bei 6230 und E50 der Fall ist). Dies natürlich ohne Garantie - bei mir hats wie gesagt funktioniert.

    dragon-tmd: Wieso hast Du Deine Befürchtung hinsichtlich 1.1.3 und alte BB-Version durchgestrichen? Der Workaround, den Du im edit beschreibst, scheint mir nicht wirklich komfortabel zu sein, vor allem, wenn man das jedes Mal machen muss.


    Davon abgesehen hatte ich mit meiner Befürchtung heute nacht offenbar Recht... ;)