Zitat
Original geschrieben von DJ Wisdom
Ich dachte z.B., das durch den Wegfall der physischen Medien beim Online-Verleih von Filmen und Serien Kosteneinsparungen entstehen. 4$ für einen aktuellen Film halte ich für dermaßen überteuert (jede Videothek um die Ecke bietet günstigere Preise an).
Naja - dass das nicht funktioniert (bzw. es würde natürlich schon funktionieren, wenn die Macher nicht so raffgierig wären), ist ja im Grunde schon seit Jahren klar - seit es die ersten legalen Musikdownloads gibt. Bei Preisen von einem Euro für einen einzelnen Song oder 10 Euro für ein Album fragt man sich ja schon, warum der Preisvorteil des rein digitalen Produkts ohne Medium (und von dem DRM-Scheiss, der jetzt langsam am Sterben ist, rede ich noch gar nicht) so "moderat" ausfällt.
Aber im Falle des Videostores liegt der Fall natürlich ganz anders. Steve's Marketingabteilung hat ja herausgefunden (oder MEINT herausgefunden zu haben), dass die Leute einen Musiktrack physisch und dauerhaft haben möchte, um ihn immer und immer wieder anhören zu können, während man sich ein Video (Film, Musikvideo - wasauchimmer) nur ein- oder zweimal anschaut und dann nie wieder. Und deswegen macht es Sinn, Video digital gegen Geld und mit Verfallsdatum zu vermieten. Dass das Ganze teurer ist als in der Videothek um die Ecke, macht Sinn - schließlich spart man sich die Arbeit, seinen Arsch vom Sofa zu erheben. Das ist dann schon einen ordentlichen Aufpreis wert.
OK, wenn man nicht gerade einen ordentlich schnellen DSL-Anschluss hat, dann siehts mit dem Streamen von HD-Inhalten natürlich ein bißchen düster aus. Aber macht ja nix - Leute mit langsamen DSL-Anschlüssen haben wahrscheinlich eh alle kein HDTV-Equipment.
Bleibt zu hoffen, dass dieser Unsinn wenigstens in Deutschland ein richtig schöner Flop wird. Andererseits hätte ich auch nicht gedacht, dass Jamba so dermaßen lange überlebt - genug Blöde ham'wer scheinbar auch hier... 