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Original geschrieben von javaman
Hat auch keiner behauptet. In Deutschland wäre es aber in jedem Fall eine arglistige Täuschung und somit wäre der ganze Kaufvertrag nichtig und ihr seid nicht die Eigentümer an dem Gerät. Somit kann Apple, zumindest in Deutschland wäre dies der Fall, die Rückgabe seines Eigentums zu fordern. In den AGB des Stores steht eindeutig drin, dass keine Lieferungen außerhalb Italiens erfolgen und während des Bestellvorgangs kann man auch keine deutsche Lieferadresse angeben außer man "hackt" das System. Wenn man dies nun mit Absicht macht, ist es privatrechtlich arglistige Täuschung. Strafrechtliche Seite ist nochmal was anderes. 

Das ist alles ziemlicher Unsinn.
Ob in den AGBs des ital. Stores steht, dass sie nur nach IT liefern, oder nicht, ist ohne jede Relevanz. Und mit einem "Hack" hat es ja nun gleich gar nichts zu tun, wenn ich in die vorhandenen Felder halt einfach meine deutsche Adresse eintrage. Wenn der Store dann dorthin liefert, ist er selber Schuld - ein nachträgliches Berufen auf die AGBs geht hier völlig ins Leere, da den Store ja niemand gezwungen hat, nach D zu liefern.
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Original geschrieben von 997TT
Apple sitzt leider am längeren Drücker
[...]
also bitte jetzt nicht lamentieren was rechtlich möglich ist oder technisch. Technisch geht es einwandfrei, rechtlich mag es eine Grauzone sein aber wer wird schon deswegen gegen Apple vor Gericht ziehen?!
Genau wegen dieser Einstellung denken viele immer, dass große Firmen wie Apple tatsächlich "am längeren Hebel" sitzen. Aber das ist Blödsinn. Für Apple gilt dt. bzw. EU-Recht, genauso wie für alle anderen auch. Ich kann mir als Deutscher völlig legalerweise ein iPhone in Italien kaufen, dagegen kann Apple nichts, aber auch gar nichts tun. Und sie dürfen selbstverständlich auch nicht verhindern, dass ich das so gekaufte Gerät verwende. Und wenn Apple selbst Geräte aus Italien an Deutsche verschickt, dann ist das zunächst mal deren eigene Schuld - es ändert nicht das Geringste daran, dass ein auf diesem Weg gekauftes Gerät rein rechtlich genauso zu betrachten ist wie ein Gerät, welches ich direkt in Italien gekauft habe.
Und wenn ich tatsächlich von einer solchen Sperre betroffen wäre, dann würde ich vor Gericht ziehen; da kannst Du sicher sein. Der Punkt ist, dass es soweit gar nicht kommen würde, denn Apple würde niemals in einen Rechtsstreit einsteigen, bei dem ein erhebliches Risiko besteht, dass sie nicht gewinnen. Und das wäre hier der Fall. Damit würde nämlich ein Präzedenzfall mit großer medialer Wirkung geschaffen, an welchem Apple kein Interesse hat. Aus demselben Grund gibt es übrigens auch kein bekanntes Gerichtsverfahren zwischen einem PayPal-Kunden und PayPal - auch die scheuen eine Gerichtsverhandlung mit negativem Ausgang wie der Teufel das Weihwasser. Und so ähnlich verhält es sich eigentlich mit vielen solchen vermeintlich "großen Tieren".
Allerdings bin ich mir auch sehr sicher, dass das Ganze ein Fake ist.