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Original geschrieben von AdministratorDr
Wenn ich bei einer Besichtigung merke, dass der Typ nicht ganz koscher ist, dann kann die Wohnung noch so günstig und angenehm sein - ich lasse es.
Kannst Du es nicht verstehen, oder willst Du es nicht? Was bitte hat ein koscherer Eindruck, den ich von einem Vermieter habe, mit der Frage zu tun, ob ich diesen ohne meine Anwesenheit in meiner Wohnung rumlaufen lassen will?
Mein letzter Vermieter z.B. war die Immobilientochter der ortsansässigen Volksbank. Wenn ich mit denen was zu besprechen hatte, habe ich mit dem Chef persönlich gesprochen. Ein absolut seriöser Mensch, Krawattenträger, ein Bankmensch halt eben. Ohne jeden Zweifel koscher ohne Ende.
Trotzdem hätte ich ihn - genauso wie JEDEN anderen Fremden - nicht alleine in meine Wohnung gelassen.
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Ich habe ja nicht davon gesprochen, dass er ihn komplett alleine reinlassen soll. Der Tipp jemanden zu fragen stand schon oft genug im Thread, daher musste ich ihn nicht nochmal wiederholen. 
Dann hättest Du Dir die ganze Ansage aber sparen können. Dass es kein Problem ist, ihn reinzulassen, wenn man selbst oder halt jemand, dem man vertraut, dabei ist, ist ja völlig klar, darüber braucht man doch gar nicht zu disuktieren.
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Wieso das Leben unnötig verkomplizieren? Solche Korrintenkacker hab ich ja gern, die gleich bei jedem Pups mit ihren Rechte kommen, aber denen selbst jegliche Pflicht abgeht.
Ja, solche Leute gibt es sicher. Es gibt aber auch welche, die beides machen, also einerseits "bei jedem Pups mit ihren Rechten kommen", denen aber gleichzeitig nicht "selbst jegliche Pflicht abgeht". 
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Deine Aussage ist nur stellvertretend für genauso ein Klientel [...]
Nein, tut sie nicht. Sie steht stellvertretend für o.g. Leute.
Ich selbst hätte es in meiner letzten Wohnung genauso gemacht, bzw. habe es in einem Fall auch mal. Ich hatte dort niemanden mit wohnen, dem ich meine Schlüssel hätte geben wollen. Vermieter wollte irgendwas an einer Leitung machen und hat 5 Tage vorher angekündigt, wann ich ihm Zutritt zur Wohnung zu geben habe. Ich habe ihm darauf hin geantwortet, dass ich an diesem Tag nicht da bin, dass es auch niemanden gibt, dem ich den Schlüssel geben will, und dass er entweder am Tag davor oder an den drei Folgetagen kommen kann, oder halt gar nicht. Die riefen dann an und meinten, sie hätten den Handwerker nun schon bestellt. Auf meine Frage, warum sie mich nicht VORHER gefragt haben, druckste er dann ein bißchen blöd rum. Ende vom Lied war, dass der Handwerker dann einen Tag später kam.
Natürlich klingt das auf den ersten Blick nach Prinzipienreiterei. Aber warum eigentlich? Man sollte sich in solchen Fällen immer vorstellen, wie die Situation andersrum wäre. Wenn ich meinen Vermieter anrufe und sage, ich bräuchte einen Termin bei ihm, aber leider geht es aus Zeitgründen nur und ausschließlich nächsten Mittwoch um 12 Uhr 30, dann kann ich auch nicht damit rechnen, dass er genau da gerade Zeit hat. Und genauso hat der Vermieter umgekehrt Rücksicht auf meinen Terminplan und meine persönliche Situation zu nehmen, wenn er von mir irgendwas will. Und wenn ich halt niemanden so gut kenne, dass ich ihm meine Wohnungsschlüssel geben will, dann ist das halt so - ganz einfache Kiste. Das hat mit "Verkomplizieren" nicht das Geringste zu tun, eher mit "Rücksichtnahme", und zwar Gegenseitiger.