Sehr geehrte Damen und Herren,
in Beantwortung Ihrer EMail vom 02.08.2006 teile ich Ihnen Folgendes mit:
Wie Sie inzwischen selbst zugeben, ist an meinem Anschluss DSL 16000 nicht zuverlässig realisierbar. Es bestätigt sich somit, was Ihre Hotline bereits zugegeben hat: DSL 16000 wird von Ihnen auch bei Leitungswerten, bei denen Probleme potentiell absehbar sind, geschaltet, und wenn der Kunde dann Probleme hat, wird der Anschluss auf DSL 6000 gedrosselt, weil Sie keine Möglichkeit haben, die Telekom als Besitzer der "letzten Meile" zum Entstören der Leitung zu bewegen, wenn diese eine Dämpfung schlechter als 10db aufweist.
Die von Ihnen vorgeschlagenen Geschwindigkeitstest sind sinnlos, denn wie ich Ihnen bereits mehrfach mitteilte, verbindet sich das DSL-Modem schon seit dem 23.07.2006 (dem Tag meines ersten Anrufs bei Ihrer Störungsstelle) nicht mehr mit einer höheren Geschwindigkeit als DSL 6000. Infolgedessen liegen die mit Ihrem Tool gemessenen Geschwindigkeiten je nach Tageszeit zwischen ca. 2000kbit/s und max. 5400kbit/s; die Uploadrate lag im besten Falle bei 617kbit/s.
Aufgrund der Tatsache, dass sich das DSL-Modem wie gesagt grundsätzlich nicht mehr mit einer höheren Geschwindigkeit synchronisiert, sind diese Werte nicht überraschend (sie waren allenfalls selbst für einen DSL 6000 - Anschluss oftmals niedriger, als man erwarten sollte). Ich habe mir mangels Sinnhaftigkeit nicht die Arbeit gemacht, diese Werte an Ihre Hotline zu übermitteln, da ich nicht bereit bin, in diese Angelegenheit weiterhin Zeit (und Geld in Form von Telefongebühren) zu investieren.
Da Sie nun zwischenzeitlich bestätigt haben, dass Sie an meinem Anschluss DSL 16000 nicht zuverlässig realisieren können, gibt es aus meiner Sicht keinen Grund, mit weiteren Maßnahmen bis zum nächsten Abrechnungsstichtag zu warten, was ich ursprünglich vorhatte.
Ich erkläre stattdessen hiermit, dass ich von meiner Bestellung der Bandbreitenerhöhung auf DSL 16000 sowie der dadurch durch Sie automatisch angebotenen Internet-Flatrate für monatlich EUR 4,95 zurücktrete, da Sie einen wesentlichen Bestandteil dieser Bestellung nicht erfüllen können.
Ich stelle daher fest, dass mein Vertrag mit Ihnen weiterhin den AGBs unterliegt, welche für mich vor der Bestellung gültig waren. Dabei handelt es sich um die AGBs aus dem November 2004, gemäß derer ich den Vertrag nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit mit einer Frist von einem Monat zum Quartalsende kündigen kann.
Da ich eine der drei Rufnummern meines ISDN-Anschlusses zu meinem neuen Anbieter (T-Com) portieren möchte, ist dieses Schreiben explizit nicht als Kündigung zu verstehen, da in diesem Falle die Mitnahme einer Rufnummer nicht mehr möglich wäre.
Ich erkläre hiermit stattdessen, dass ich die T-Com mit dem Anschlusswechsel und der Portierung einer meiner Rufnummern beauftragen werde und dass ich Ihrerseits erwarte, diesem Auftrag entsprechend den für mich geltenden AGBs bis spätestens 30.09.2006 zu entsprechen.
Ungeachtet der derzeitigen Anschluss- und ISDN-Telefonie-Konfiguration werde ich den Anschluss bis zum Ende der Vertragslaufzeit mit Ihnen (30.09.2006) natürlich weiterhin nutzen. Dies stellt kein Anerkenntnis in der Form dar, dass ich die derzeit bestehende Anschlusskonfiguration als Erfüllung meiner Bestellung akzeptieren würde. Es steht Ihnen frei, den DSL-Anschluss jederzeit wieder auf DSL 1000 (wie vor der Bestellung) zu konfigurieren. Weiterhin steht es Ihnen frei, kostenpflichtige Telefongespräche, die während der Zeit geführt wurden und noch werden, in welcher die nicht bestellte Telefon-Flatrate aktiv ist, nachträglich mit den entsprechenden Gebühren zu berechnen. Umgekehrt haben Sie selbstverständlich - wie von Ihnen bereits zugesagt - die Grundgebühren für die nicht bestellte Telefon-Flatrate in Form einer Gutschrift zu erstatten.
Dieses Schreiben geht Ihnen zusätzlich per Einschreiben zu.
Mit freundlichen Grüßen