Zitat
Original geschrieben von oli-haas
Also ich habe mit Kirche etc. absolut nichts am Hut, doch wie sagt man "Leben und leben lassen"...
Was sagt ihr den zu diesen "Gegnern" der Veranstaltung:
http://www.religionsfreie-zone.de
Hatte ich weiter oben auch schon mal drauf hingewiesen, s. auch meine Sig (steckt dasselbe dahinter).
Wir leben in einer Zeit der Ungleichzeitigkeit: Während wir technologisch im 21. Jahrhundert stehen, sind unsere Weltbilder mehrheitlich noch von Jahrtausende alten Legenden geprägt. Diese Kombination von höchstem technischen Know-how und naivstem Kinderglauben könnte auf Dauer fatale Konsequenzen für unsere Spezies haben. Wir verhalten uns wie Fünfjährige, denen die Verantwortung über einen Jumbojet übertragen wurde.
:top: 
Kritiker werden natürlich sagen, dass es unangebracht sei, bei sowas eine Gegenveranstaltung zu organisieren. Andererseits gibts bei politischen Veranstaltungen ja auch immer Gegenveranstaltungen, und es ist nunmal das gute Recht in einer Demokratie, sowas zu tun. 
Ich weiß natürlich nun nicht, wie genau die das dort aufziehen. Wenn es allzu agressiv wäre, dann fände ich das natürlich - trotz 100%iger inhaltlicher Übereinstimmung - nicht so toll. Wenn es aber - und so habe ich das verstanden - halt einfach nur so ist, dass es ein paar Stände und vielleicht auch ein paar organisierte Diskussionsrunden gibt, quasi einfach als optionales Angebot an Leute, die sich das anhören wollen, dann finde ich das absolut ok. Ich meine - ok finde ich es sowieso. Ich habe den Vorsitzenden dieser Stiftung am Montag im Radio gehört und habe dabei eigentlich zum ersten Mal so richtig bewusst mitbekommen, dass es durchaus organisierte kirchenkritische Kräfte gibt. In den Medien kommt das ja leider praktisch überhaupt nicht vor. Ich habe mich seit vorgestern mehr oder weniger intensiv dort eingelesen und bin wirklich begeistert. Im aktuellen Focus ist übrigens ein Interview mit dem Vorsitzenden der Stiftung, Dr. Schmidt-Salomon.
Angesichts der Tatsache, dass sicher eine überwiegende Mehrheit der Besucher des WJT mit Kirche und Gott sowieso nicht allzuviel am Hut hat, finde ich an diesem Gegenkonzept wirklich nichts Schlimmes. Die Leute, die sich für Gott nicht interessieren, interessieren sich für die andere Seite wahrscheinlich auch nicht, bzw. wenn, dann merken sie halt (so wie ich), dass auch das Nicht-Glauben eine Lobby hat. Und die aktiven Christen werden sich das entweder sowieso nicht anschauen, oder aber, wenn sie es doch tun, wird es zweifellos zu interessanten Gesprächen kommen, bei denen sicher beide Seiten was dazulernen können.
Zumindest eines muss man dem WJT, bzw. den Kirchen insgesamt, in jedem Falle lassen, auch wenn man die Idee des Veranstalters ablehnt: Es ist allemal besser (im Sinne von "das kleinere Übel"), wenn sich junge Menschen mit Gott beschäftigen und ein Leben nach christlichen Werten anstreben, anstatt vor sich hinzugammeln, womöglich kriminell zu werden usw..