Mal wieder ein schöner Thread für die Mundis und qwasys dieser Welt... :D:D
Vorneweg: Natürlich hat Schönbohm nicht recht - weder prinzipiell noch speziell, und weder in Bezug auf die Frau selbst noch darauf, wie das Umfeld reagiert (oder eben nicht reagiert) hat.
Die Tatsache, dass heute die Wahrscheinlichkeit für Kinder, zu sterben, im Osten 3x so hoch sein soll wie im Westen (keine Ahnung, ob das stimmt, mag so sein, ist aber hier irrelevant), hat in der Tat nichts mit der DDR-Vergangenheit zu tun, sondern wenn überhaupt, dann damit, wie die Menschen die Nachwendezeit verarbeiten. In diesem speziellen Fall hier ist es ja nun aber zudem so, dass die Frau schon zu DDR-Zeiten mit dem Ganzen angefangen hat. Und zu DDR-Zeiten hat ein Klima existiert, welches zwar heute - im Nachhinein - unzweifelhaft dazu führt, dass viele Menschen Umstellungsprobleme haben, aber zur damaligen Zeit gab es Existenzängste wegen Kindern kaum. Jedenfalls bei Weitem nicht so wie heute. Gerade die Tatsache, dass sie damals schon damit angefangen hat, zeigt, dass das Problem in der Frau selbst liegt und mit dem Umfeld, mit politischen Verhältnissen oder wasauchimmer rein gar nichts zu tun hat.
Und was die Frage des nicht reagierenden Umfelds angeht: Klar ist zunächst einmal, dass zu DDR-Zeiten sowas so gut wie ausgeschlossen war, dass sowas passierte, weil der Zusammenhalt der Menschen damals im Gegenteil sehr viel größer war, als er es im Westen jemals war oder heute ist. Und nein, damit meine ich jetzt nicht (nur) die IMs, die überall rumgeschnüffelt haben... ![]()
Richtig ist zugegebenermaßen aber auch, dass eben diese damaligen Verhältnisse und das Wegbrechen derselben nach der Wende dazu führten, dass viele Menschen im Osten in eine Art Loch gefallen sind. Sie waren es nicht gewöhnt, völlig auf sich selbst gestellt zu sein (von der Arbeitsmarktlage mal gar nicht zu reden), und damit kommt natürlich nicht jeder klar. Aber: Dieses Problem ist natürlich in den sozialen Brennpunkten im Westen auch nicht anders, nur existiert das da halt schon viel länger. Es will doch sicher hier keiner behaupten, dass sich in den bekannten Brennpunktgegenden in Berlin oder Frankfurt oder Köln oder woauchimmer die Leute mehr umeinander kümmern als im Osten. Auch kann ich mich irgendwie kaum an Fälle erinnern, wo im Westen auch nur halbwegs vergleichbare Taten dadurch aufgeflogen wären, dass das Umfeld reagiert hat. Wenn in einer Sozialwohnung im Westen einer dahinstirbt und er wird ein paar Wochen später gefunden, dann auch nur deswegen, weil irgendjemandem im Haus die Fliegen und/oder der Geruch aufgefallen sind... ![]()
Im Westen sind diese Umfeldprobleme genauso vorhanden. Hier sind es vor allem die sich seit Jahrzehnten gebildeten Subkulturen ausländischer Mitbürger, in die von außen keiner eindringt und wo auch keiner was merkt. Dasselbe in grün - nur halt aus einer anderen Entwicklung heraus. Richtig ist allenfalls, dass es dieses Problem mit dem nicht reagierenden Umfeld im Osten tendenziell in mehr Gegenden existiert als im Westen.
Ich möchte den Aufschrei der Türken hören, wenn wieder mal ein türkischer Bruder seine Schweser erschiesst, weil die die Familienehre verletzt hat, und dann einer unserer Politiker sagt, dass der Islam daran Schuld hat. Oh ja - das wäre ganz großes Kino... :top: ![]()