Diese "Hart aber gerecht" - Kampagne geht mir, obwohl ich durchaus auch überzeugter Gegner von Raubkopien jeglicher Art bin, langsam aber sicher echt auf den Zeiger.
Man kauft sich eine DVD, will den Film schauen, und bevor es losgeht, muss man sich zwangsweise einen einminütigen Spot anschauen, der mir eine Message vermitteln will, die mich als legalen Käufer der Scheibe absolut nicht interessiert. Könnte man den Scheiss wenigstens überspringen - aber nein -> "user prohibition".
Das ist dann gleich das nächste Thema: Während des Films springe ich gelegentlich gerne zwischen der deutschen und der englischen Tonspur hin- und her, weil es manchmal ganz interessant ist, wie etwas synchronisiert wurde. Aber auch hier bei vielen Scheiben Fehlanzeige -> "user prohibition".
Ich bin deshalb inzwischen schon dazu übergegangen, einen Film, bevor ich in schaue, auf eine RW zu kopieren, von der aus ich ihn dann ohne jede derartige Beschränkung ansehen kann.
Diese Drohkulisse von wegen dass schon das reine Umgehen des Kopierschutzes illegal wäre, halte ich, zumindest in diesem Zusammenhang, für völlig lächerlich. Diese "Hart aber Gerecht" - Typen versuchen gerne, einen gefährlichen Eindruck zu erwecken, verschweigen dabei aber gekonnt, dass sie letztlich ausschließlich zivilrechtlich gegen Raubkopierer vorgehen können. Und im Zivilrecht ist es immer noch so, dass man, wenn man Schadenersatzforderungen stellt, nachweisen muss, welcher Schaden entstanden ist.
Wenn jemand kopierte Scheiben verkauft oder auch nur besitzt, ohne das Original zu haben, dann ist dieser Nachweis klar und einfach. Wenn ich mir aber aus den o.g. Gründen von einer Scheibe, die sich im Original in meinem Besitz befindet, eine Kopie anfertige, die dann wiederum auch nur für meine eigene Verwendung ist, dann entsteht hierdurch ein Schaden von genau Null - da können die Brüder mit dem Säbel rasseln, wie sie wollen... 