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Original geschrieben von marlborolights
Er wollte damit lediglich die Diskrepanz zwischen dem Osten und dem Rest der Republik verdeutlichen
Nee, eigentlich wollte er das, was TheTEXTOR weiter oben gesagt hat... 
Käme dieser Thread in etwas anderer Form von einem ernstzunehmenden Menschen, wäre es mir ein Vergnügen, micht hier auch zur Sache zu äußern. Es zeugt bei Dir von ziemlicher Unkenntnis des Forums und einiger User, zu unterstellen, diejenigen, die hier ein wenig rumsticheln, wären nicht in der Lage, sich auch sachlich zur Materie zu äußern bzw. darüber zu diskutieren. Ich darf Dir, nicht nur in meinem Namen, versichern, dass dies nicht der Fall ist.
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Etwas OT: Ich registriere in unserer heutigen Gesellschaft noch immer eine leichte Aversion gegen die Menschen aus den neuen Ländern
Also ich in meinem Umfeld nicht.
Der Mensch aus den gebrauchten Bundesländern denkt sich, dass der Mensch in den neuen Bundesländern doch froh sein müsste, dass sich der Osten damals dem Westen anschließen durfte. Die sollen doch gefälligst dankbar sein und nicht immer nur meckern (was heutzutage noch ironischer ist als vor ein paar Jahren, weil der gemeine Wessi ja heute kaum weniger über die ach so schlimmen Verhältnisse meckert als der gemeine Ossi
).
Hingegen denkt mancher Ossi heute, dass es damals vielleicht doch irgendeine andere Alternative hätte geben können und dass das ja alles ziemlich schei*e gelaufen ist.
Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo dazwischen. Verstehen kann ich beide Seiten: Sowohl den Ossi, der der staatlich organisierten Vollbeschäftigung sowie einigen anderen Dingen (von denen einige auch IMHO nicht soo schlecht waren) nachtrauert, als auch den Wessi, der den Ossi als undankbar empfinden muss.
Ich persönlich hab einfach Glück gehabt. Ich habe Schule und Abitur noch zu DDR-Zeiten zuende gemacht (was, wie ich nicht nur meine, sondern für mich sicher weiß, ein absoluter Segen war) und habe dann nach der Wende mit studieren angefangen. Meinen Job habe ich in einer ostdeutschen Niederlassung meines Brötchengebers begonnen, und dann hat es mich beruflich irgendwann gen BaWü gezogen. Bei meiner Frau wars exakt genauso.
Meine Generation hat aus der Wiedervereinigung zum größten Teil profitiert. Und wenn ich in meinem unmittelbaren familiären Umfeld umherschaue, dann muss ich sagen, dass gewisse Klischees soo falsch nicht zu sein scheinen. Meine Mutter z.B. war schon früher eine sehr zielstrebige Frau, und sie hat heute wieder (oder besser gesagt "nach wie vor") einen sehr guten Job. Mein Vater dagegen (hat die Familie schon Anfang der 80er verlassen, was auch gut so war
) war früher schon ein Hallodrie, der nix so richtig auf die Reihe gebracht hat, schon zu DDR-Zeiten in den Westen (genauer gesagt Westberlin) ausgewandert ist und heute, ich möchte fast sagen "folgerichtigerweise", von Sozialhilfe lebt. Was ihm auch Recht geschieht... 
Und so oder so ähnlich ist das eigentlich bei den meisten Leuten, die ich so kenne. Ich stelle jetzt mal eine sehr gewagte und bewußt überspitzte These auf: Wir haben in diesem Land eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 10% oder so. Ist es so unwahrscheinlich, dass auf 10 Menschen im Schnitt immer einer kommt, der halt einfach nix drauf hat? Der halt weder zielstrebig noch ehrgeizig ist und der zu einem guten Teil halt selbst dran Schuld ist, dass er nix gebacken bekommt? Sicher tue ich damit einigen Arbeitslosen Unrecht, aber im Schnitt betrachtet bin ich sicher, dass auf 10 Menschen ein solcher Typ kommt.
Und wenn ich mir die heutige Jugend anschaue, dann wird das eher noch mehr. Leute meines Alters waren ja früher schon die "Null-Bock-Generation", aber heute sind die Leute ja einfach nur noch blöd... (sorry, damit tue ich natürlich auch wieder Vielen Unrecht, aber das ist halt einfach mein Eindruck).