Wir haben einen solchen Urlaub im November/Dezember 2003 gemacht. Eine Woche Kreuzfahrt (im Wesentlichen so wie von Chevignon beschrieben) und zwei Wochen Sharm El Sheikh, wobei wir in diesen zwei Wochen dann noch eine 2-Tages-Tour nach Kairo gemacht hatten. 2 Wochen (eine Woche Schiff, eine Woche Badeurlaub) würde ich auf jeden Fall mindestens machen. Man bekommt während der ersten Woche eine derart große Flut an Bildern und Eindrücken, dass man danach wirklich wenigstens eine Woche entspannen sollte... 
Vielleicht noch ein paar Tipps, die ich nach diesem ersten Ägyptenurlaub geben wollen würde:
Bakschisch
Wenn man in Luxor (oder wo auch immer, jedenfalls bei der ersten Ankunft in Ägypten) aus dem Flughafen rauskommt, hat man wahrsch. so viele Trinkgeld-Sammler wie später nie wieder auf einen Haufen. Diese Leute setzen darauf, dass insbes. Erstbesucher die lokalen Trinkgeldgebräuche noch nicht kennen und verlangen z.B. für das reine Einladen eines Koffers in die Busse 5 EUR(!!!) Trinkgeld. Die gehören natürlich nicht zum Reiseunternehmen, sondern platzieren sich halt einfach neben den Bussen und warten auf die Neuankömmlinge. Nicht ins Boxhorn jagen lassen! Am besten seine Koffer selbst transportieren und auch selbst in den Bus stellen, um dummen Diskussionen aus dem Weg zu gehen.
Das Spiel mit dem Trinkgeld macht später dann durchaus auch Spass, und es gehört dort halt auch einfach zur Kultur dazu. Die Leute an den Flughäfen sind aber wirklich Abzocker der übelsten Art, die einfach darauf spekulieren, dass Erstbesucher keine Ahnung haben und somit Trinkgelder rausrücken, die selbst hier in D als "fürstlich" bezeichnet werden können.
Uns sind später dann vereinzelt immer mal wieder welche untergekommen, die, wenn man ihnen 5 Pfund in die Hand gedrückt hat, loslamentierten von wegen 5 Pfund wären für mich nichtmal 1 EUR usw.. Einem dieser Typen hatte ich mal einen 5-Pfund-Schein wieder aus der Hand gerissen, als er mit dummen Bemerkungen anfangen wollte. Der war dann aber ganz schnell ruhig und hat sich mit den 5 Pfund vom Acker gemacht... 
Noch ein Hinweis: Es kommen desöfteren Leute auf einen zu, die 10 Ein-Euro-Münzen in der Hand haben und "change" wollen. Die wollen einem zur Abwechslung mal nicht an die Tasche, sondern denen gehts einfach darum, Papiergeld zu bekommen. Viele Urlauber stecken den Leuten halt auch 50-Cent- oder 1-EUR-Münzen zu. Die bekommen die aber dort unten nicht bzw. nur schwer getauscht. Wenn man dann einen 10-EUR-Schein hat, kann man den Jungs ruhig den Gefallen tun. Ich hab mir mal den Spaß gemacht und nach dem Tausch nach Bakschisch für mich gefragt - habe ja schließlich umgekehrt ihnen einen Gefallen getan. Da waren sie dann aber sichtlich verwirrt... 
Gängige Praxis ist es übrigens, dass man an den Reiseleiter oder jemanden vom Schiff bei der Ankunft einen Betrag X zahlt, der dann alles, was man sonst so an Bakschisch im Laufe der Zeit an die Leute auf dem Schiff verteilen würde, abdeckt. D.h. man hat dann zumindest auf dem Schiff selbst und auch mit den Leuten, die am Ufer rumschaffen, aber direkt mit dem Schiff zu tun haben, seine Ruhe. Der Betrag sollte aber im Rahmen bleiben - ich würde sagen nicht mehr als 3 bis max. 5 EUR pro Tag und Person. Einen Anspruch auf dieses Geld hat die Reiseleitung bzw. der Schiffsmanager aber nicht - wenn man das Geld lieber selbst verteilen will, können sie auch nichts dagegen machen (es sei denn, im Katalog stand diese Vorgehensweise schon so drin).
"Kreuzfahrt"
Man sollte wissen, dass man während der "Kreuzfahrt" trotzdem die meiste Zeit angelegt ist, d.h. wirklich fahren tut das Schiff eigentlich kaum bzw. wenn, dann meistens nachts. Da das Ausflugsprogramm i.d.R. wirklich umfangreich ist, gehts auch kaum anders.
"Ich muss schon wieder..."
Wenn man die ersten Probleme mit der Verdauung bekommt (und die bekommt man mit Sicherheit
), nehmt die Tabletten, die die dort i.d.R. auf den Schiffen und in den Hotels vorrätig haben. Meistens gibts rote bzw. grüne. Die grünen helfen gegen Durchfall so gut wie nicht, sind wohl eher sowas wie normale Magenschmerzentabletten. Die roten hauen dagegen voll rein... :top:
So Sachen wie Immodium Akut o.dgl. kann man zu Hause lassen - die helfen vielleicht gegen unsere europäischen Schlaffi-Bakterien, aber nicht gegen ägyptische Bakterien-Hardcoremonster.
"All Inclusive"
Für den anschließenden Hotelaufenthalt würde ich in Zukunft nicht wieder ein All-Inclusive - Hotel buchen. Ist zwar eine feine Sache, und es war wirklich alles inklusive, aber es lohnt letztlich nicht, da man es einfach nicht ausnutzt. Man kann in Sharm El Sheikh im Ort für'n Appel und 'n Ei eigentlich alles kaufen, was man neben Frühstück und Abendessen im Hotel so braucht. Bei mir was das primär Coke...
(und von unbekannten, ägyptischen Softdrinks würde ich eher die Finger lassen; Coke schmeckt aber so, wie es sein muss!).
Spartipp 1
Für die z.T. kostenpflichtigen Zusatzveranstaltungen kann man mit ein wenig Geschick auch auf "lokale Alternativen" zurückgreifen. Die Sound&Light-Show war bei uns z.B. nicht im Preis mit drin und hätte über TUI 28,- pro Person gekostet. Wir haben uns stattdessen ein Taxi genommen, sind die ca. 3km vom Schiff zum Tempel gefahren und sind dann in die nächste anstehende Vorstellung rein. Da gabs drei oder vier Sprachversionen, die immer im Wechsel hintereinander abgespielt werden. Wir hatten Glück - die nächste war englisch. Die deutsche Version wäre 3 Stunden später gewesen, wollten wir dann aber nicht warten. Kosten: 40 Pfund (keine 6 EUR) fürs Taxi, und der hat sogar die 1 1/2 Stunden gewartet. Und das für uns beide - gegenüber 2x28 EUR über TUI! :top:
Spartipp 2
Ähnliches gilt für die Fahrt nach Abu Simbel. Über TUI hätte man das Ganze entweder per Bus (irgendwas um die 70 EUR) oder Flug (150 EUR - jeweils pro Person) machen können. Wenn man die Leute auf dem Schiff anspricht oder, wie wir, ein wenig Glück hat und einen deutschsprachigen, aber lokalen und halbwegs lockeren Reiseführer hat, dann bekommt man ohne Weiteres Tipps zu lokalen Busanbietern. Sicher - der Bus war etwas weniger komfortabel, als der TUI-Bus gewesen wäre. Aber er war auf jeden Fall "abenteuerlicher"...
Ein bisserl Mut zum Risiko und zum "Auch mal was alleine machen" sollte man schon haben. Letztlich fahren ja alle Busse in gemeinsamen, vom Militär begleiteten Konvois, so dass zumindest aus dieser Richtung kein Ungemach droht. Die ägyptischen "Reiseleiter" sprechen dann halt kein deutsch, aber natürlich englisch. Und der Spareffekt ist natürlich auch hier riesig: Wir haben AFAIR so ca. 200 Pfund bezahlt - wohlgemerkt wieder für beide zusammen, also keine 30 EUR. Und mehr Spaß hatten wir allemal.