Ja, haben sie... 
Alles fing, wie schon mehrfach gesagt, mit dem S40 an. Das S40 war damals das buggigste Gerät, welches ich bis dahin besessen hatte. Und wie heute beim SX1 war daran primär die absolut unbrauchbare PC-Anbindung schuld (wobei die damals beim S40 anfangs noch sehr viel unbrauchbarer war als das, was es derzeit zum SX1 gibt).
Es ist so: Natürlich kaufe ich auch hin und wieder mal Handys, bei denen es überhaupt keine Schnittstellen zum PC gibt. Nur weiß ich das dann natürlich vorher. Wenn ich jedoch ein Gerät kaufe, welches Infrarot, HSCSD, PC-Sync-Möglichkeit usw. besitzt, dann sind diese Dinge für mich integraler Bestandteil des Gerätes, und wenn sie nicht oder nicht ordentlich funktionieren, ist das Gerät als Ganzes unbrauchbar. Das war beim S40 anfangs so, und das ist derzeit beim SX1 so.
Frustpunkt Nummer eins war seinerzeit die Siemens-Hotline. Ich wurde von Pontius zu Pilatus verbunden. Auf die Frage angesprochen, warum die HSCSD-Fähigkeit des Gerätes im Handbuch nicht einmal in einem Nebensatz erwähnt wird (HSCSD tauchte nicht einmal im Index als Stichwort auf) und wie man dies denn aktivieren könne, war die beste Antwort, die ich dann letztlich nach mehreren Anläufen bekam, dass sich das Gerät bei einer Datenverbindung automatisch mit der schnellstmöglichen Geschwindigkeit einwählen würde. Das war natürlich nicht so - wie bei jedem anderen HSCSD-fähigen Gerät muß man es entweder mit einem passenden Tool (welches dann später auch nachgeliefert wurde) oder manuell mit AT-Befehlen konfigurieren. Achso - AT-Befehle konnte dieses Gerät lt. Siemens-Hotline nicht... 
Nach mehreren Gesprächen mit diversen Hotlinern war klar, dass hier keine Hilfe zu erwarten war. Diese Leute übertrafen sich gegenseitig lediglich mit ihrer Inkompetenz. Ich habe Verständnis dafür, wenn ein gerade erst erschienenes Gerät in der Hotline noch nicht jedem bekannt ist. Aber ich habe absolut kein Verständnis dafür, wenn mehreren Hotlinern (in meinem Falle alle, mit denen ich gesprochen habe) selbst GRUNDwissen fehlt, welches mit dem speziellen Gerät gar nichts zu tun hat und welches einfach vorhanden sein muss.
Vom letzten Mitarbeiter habe ich mir dann eine Faxnummer geben lassen, an die man eine offizielle Beschwerde richten kann. Dies habe ich dann getan. Zwei Mal. Einmal als Privatperson, das zweite Mal auch als Privatperson, aber mit dem Footer und dem Faxpapier meiner Firma (falls Du die nicht kennst - s. Nickname...
).
Und was soll ich sagen - es erfolgte KEINERLEI Rekation. Nichts.
Das war für mich umso enttäuschender, als ich aus meiner Firma weiß, dass wir hier einen speziellen Prozess in place haben, der angeworfen wird, wenn sich jemand beschwert. JEDER bei uns, der im 1st level support sitzt und somit auf den normalen, offiziellen Supportwegen (Tel., Fax, EMail) eine Kundenanfrage reinbekommt, hat Zugriff auf ein sogen. complaint management tool, und JEDER ist verpflichtet, dieses Tool sofort zu benutzen, wenn ein Kunde mehr oder weniger wortwörtlich die Terminologie benutzt: "Ich möchte mich beschweren". In so einem Fall darf er nicht weiterverbunden werden, keine andere Nummer oder Faxnummer genannt bekommen o.dgl.. Und: Es ist sichergestellt, dass jemand, dessen Fall in diesem CMT landet, AUF JEDEN FALL kontaktiert wird - egal was letztlich dabei rauskommen mag.
Und ich hätte halt einfach erwartet, dass dies bei einem anderen großen Konzern vielleicht ähnlich gehandhabt wird. Weit gefehlt...
Und seit diesem Zeitpunkt kann der Siemens-Support in meinen Augen nur eines wirklich gut: Geräte tauschen und damit Kunden bei der Stange halten (und inzw. bekanntlich ja nicht einmal mehr das...). Ja, es handelt sich um ein "Einzelschicksal", und ja, andere haben sicher andere Erfahrungen gemacht. Aber mit mir macht man sowas halt nur einmal... 
In der Folge konnte ich mich dann aber trotzdem nochmal an zwei Siemensen erfreuen: Dem S45 und dem S45i. In einer Zeit, in der Farbdisplays und Polytöne noch keine Rolle spielten, waren dies zwei zuverlässige Businessphones, bei denen von Anfang an alles funktionierte, was sollte, und vor allem beim S45i nahm ich wohlwollend den hinzugekommenen Notes-Support zur Kenntnis. Entsprechend positiv fielen auch meine Testberichte aus.
Aber dann wars vorbei. Das S55 war ein T68 in anderer Verpackung. Die technischen Unterschiede waren marginal; hier hatte mal das eine, dort das andere die Nase vorn - in Summe eben genau das gleiche. Nur kam es ganzes Jahr später. Mit einem ordentlichen Display (und für meinen Geschmack auch mit einer etwas ergonomischeren Tastatur) hätte das Gerät ein T68i-Killer werden können. OK, für mich nicht, denn ein businesstaugliches Gerät muß für mich auch HSCSD haben. Alle aktuellen datentauglichen Nokias und Sony Ericssons haben HSCSD. Das nur am Rande...
Mehr noch als beim S55 hätte das SL55 ein ordentliches Display bekommen müssen. Aber was war das?! Ein Luxusgerät mit einem Display, welches 4096 Farben kann, von denen jede einzelne hässlicher aussieht als die andere, und das Ganze wieder einmal mit einer phantastischen Auflösung von 101x80 Punkten? Bravo - so muß ein Luxushandy aussehen... 
Was gibts seitdem: Diverse preisgünstige Geräte für den Lowend- und Prepaid-Sektor, die sich zwar offenbar ganz gut verkaufen, aber halt allesamt in den Bereich der 3er Nokias gehören, der mich persönlich noch nie interessiert hat.
Und was es zum SX1 zu sagen gibt, habe ich ja nun schon mehrfach gesagt.
Fazit: Eine miserable Hotline, ein nicht funktionierendes Beschwerdemanagement, außer dem SX1 kein aktuelles, zeitgemäßes, schickes, top-ausgestattetes Handy im Programm, und mit dem S40 und dem SX1 zwei Geräte, die für meinen Geschmack mehr Bananenware waren bzw. sind als alle anderen Geräte, die ich je hatte. Nein, Hass ist das nicht, vielmehr Schadenfreude über einen Hersteller, dessen Supportstrukturen mir gegenüber den Offenbarungseid geleistet haben und der sein Wohl heute mit Geräten sucht (und derzeit wohl auch findet), die mich nun so überhaupt nicht interessieren. Und dessen erstes (eigentlich ja zweites) SmartPhone - ewig lange angekündigt, immer wieder verschoben - jetzt nun letztlich seine Käufer ebenfalls hauptsächlich in o.g. Segment finden wird. Sobald der Preis gefallen ist...
Im Grunde genommen hat sich beim SX1 die S55-Geschichte wiederholt. Die Series60-Plattform ist seit seeligen 7650-Zeiten fertig. OK, dem ersten Series60-Gerät von Nokia fehlte noch der Speicher, dieser wurde dann in Form des hässlichen 3650 nachgereicht. Aber auch das ist schon wieder Ewigkeiten her. Was hat Siemens seit dem geschafft: Sie haben einen MP3-Player, ein Radio und ein 65k-Display in das Gerät gebaut. WOW - phantastische Leistung. Kein Wunder, dass das solange gedauert hat. OK, die bei Nokia haben das 65k-Display im 6600 eher aus Marketinggründen verbaut und nicht, weil seine Integration so aufwändig gewesen wäre. Ganz davon abgesehen, dass bereits die 4k-Displays von 7650 und 3650 absolut phantastische Anzeigen waren, die fast nicht verbessert werden konnten - außer halt durch ein paar mehr Farben.
Die SmartPhones von Nokia und Sony Ericsson synchen mit mehr als nur Outlook (z.B. auch mit Notes). Und sie haben HSCSD. Gibts bei Siemens beides nicht. Aber sorry - dafür haben sie ja Radio und MP3. Naja... wie sagt meine Omma: "Irgenwas is ja immer..." - bei Siemens sowieso... 
Aber den längsten Entwicklungszeitraum hat sicher in Anspruch genommen, den Joystick des SX1 so aalglatt zu bekommen... 
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