Beiträge von BigBlue007

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    Original geschrieben von Mephisto
    Mit exakt derselben Begründung wird in Guantanamo und sämtlichen anderen black sites munter & heiter gewaterboarded, bis die Lunge brennt; wohlgemerkt geht es nicht darum, ein Schuldgeständnis zu erwirken, sondern darum, Amerikaner vor dem Tod durch vermutet geplante Anschläge zu bewahren.


    Merkst was?


    Der Unterschied ist freilich, dass DIE das wirklich MACHEN, während es hier nur eine DROHUNG, also quasi psychischer Druck war. Auch wenn ich persönlich auch dies schon für nicht legitim halte, sind das ja nun trotzdem zwei völlig verschiedene Dinge.

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    Original geschrieben von HappyDay989
    Die Befürwortung der Todesstrafe und der Artikel 1 des GG sind völlig unvereinbar, wie Du auch selbst einräumst.


    Das habe ich weder eingeräumt, noch ist dies zutreffend. Die Todesstrafe gab es in Deutschland ja früher durchaus auch. Die Abschaffung der Todesstrafe ist in Art. 102 geregelt - wäre sie bereits mit Art. 1 unvereinbar, hätte man diesen expliziten Artikel nicht benötigt. Mit Art. 102 - und NUR damit - ist die Todesstrafe in D nicht vereinbar.

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    Daher erstaunt es mich, daß es Dir nicht schwerfällt, Dich öffentlich dazu zu bekennen, daß Du die Gültigkeit des elementarsten aller Menschenrechte, nämlich der menschlichen Würde, nicht uneingeschränkt befürwortest und Dir sogar staatlicherseits eine entsprechende Einschränkung wünscht.


    Ich befürworte zunächst einmal nicht, wie Du mit derartigen manipulativen Formulierungen eine Richtung vorzugeben versuchst, die nicht vorhanden ist. ;) Davon abgesehen verstehe ich allerdings nicht, wo das Problem ist. Ich kann jederzeit in jeder beliebigen Öffentlichkeit sagen, dass man meiner Ansicht nach die Todesstrafe wieder einführen sollte. Dies ist durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt.

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    Wenn es nicht einmal der gewalttätige Terrorismus der RAF in den 1970ern vermochte, diesen Rechtsstaat in die Knie zu zwingen und zur Aufgabe der Grundrechte zu bewegen, dann darf das einem Kidnapper und Mörder auch nicht gelingen.


    Ja, das ist wirklich ein umwerfender Sieg für den Rechtsstaat, wenn z.B. die RAF-Terroristen heute wieder rauskommen und sich mit TV-Auftritten, Büchern usw. eine goldene Nase verdienen.

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    Und unter gar keinen Umständen darf die Polizei so weit gehen, daß rechtsstaatliche Prinzipien während der Ermittlungsarbeit oder im Rahmen der "Gefahrenabwehr" so flagrant verletzt werden, wie dies bei der Androhung von Folter der Fall ist.


    Jo, das sehe ich auch so, und habe ich weiter vorne auch gesagt.

    Wobei man natürlich auch die Frage stellen kann, ob politische Bildung überhaupt etwas ist, das in der Schule erfolgen muss. Ohne das jetzt bis zu Ende durchdacht zu haben, würde ich aus dem Bauch heraus eher sagen, dass eine Schule Wissen(schaft), aber keine politischen Einstellungen vermitteln sollte.

    Was hat das mit "erhoffen" zu tun? Ich halte sie halt einfach für ein für bestimmte Verbrechen angemessenes Mittel der Sanktionierung von Straftaten.


    Aus Sicht eines Opfers würde ich mir wahrscheinlich so etwas wie Genugtuung erhoffen. Wenn ein Mensch aus niederen Beweggründen z.B. mein Kind oder meine Frau ermorden würde, wäre es für mich wahrscheinlich völlig unerträglich, dass dieser Mensch irgendwann wieder aus dem Knast rauskommt, ganz zu schweigen davon, dass er mit seinen Verbrechen womöglich noch Geld verdient, indem er Bücher schreibt o.dgl.. Was ja durchaus nicht ungewöhnlich ist.


    Möglicherweise hätte ich eine andere Meinung, wenn derartige Verbrecher tatsächlich auf Lebenszeit, d.h. bis zu ihrem Tod, hinter Gittern sitzen müssten und definitiv keine Möglichkeit hätten, vorher rauszukommen. Und selbstverständlich kein Recht darauf hätten mit irgendetwas irgendwelches Geld zu verdienen. Oder noch besser - sie MÜSSTEN durch Arbeit im Knast Geld verdienen, müssten dies aber zu 100% an das Opfer bzw. dessen Hinterbliebene abdrücken. DAS wäre mal gerecht. Ich denke, damit wäre mir persönlich als Betroffenem sogar mehr geholfen, weil ich wüsste, dass dieser Mensch den Rest seines Lebens nicht mehr rauskommt und mit seiner Schuld - oder auf jeden Fall mit dem Knast als seinem zuhause - leben muss. Ja, wenn ich so drüber nachdenke - DAS wäre in der Tat besser als Todesstrafe.


    Aber offensichtlich ist ja nicht einmal das mit der Menschenwürde zu vereinbaren. Und weil das so ist, bin ich - quasi "hilfsweise" - für die Todesstrafe, denn dann sollen solche Leute lieber tot sein, als dass sie irgendwann wieder aus dem Knast rauskommen. Ich bin mit dieser Meinung, wenn Du so willst, Opfer unseres in solchen Fällen oftmals zu schlaffen Rechtsstaates, der, wie auch andere hier schon richtig sagten, Täterschutz oftmals mit mehr Nachdruck betreibt als Opferschutz.

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    Original geschrieben von Brainstorm
    Wenn Du sagst, daß die Todesstrafe für Dich legitim ist, wenn sicher feststeht, daß der Verurteilte der Täter ist, dann stellt sich die Frage, wie Du das festlegen willst, daß die Schuld sicher feststeht.


    Das lässt sich naheliegenderweise pauschal nicht beantworten. Im einfachsten Fall könnte es ein (wie gesagt mit rechtsstaatlichen Mitteln erlangtes) Geständnis des Täters sein. Wenn - wie in dem Fall, um den es hier geht - der Täter die Polizei zum Opfer führt und er der einzige ist, der diesen Standort wissen kann, sehe ich ebenfalls keinen Spielraum für Zweifel. Aber wie gesagt - pauschal lässt sich das natürlich nicht sagen. Ich sage auch nicht, dass ich auf diese Fragen eine Antwort habe. Fakt scheint mir aber auf jeden Fall zu sein, dass zumindest bei dem Fall, um den es hier geht, jeglicher Zweifel an der Schuldfrage 100%ig ausgeschlossen werden kann.

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    Original geschrieben von HappyDay989
    Auch wenn es Dir schwerfällt, das zu akzeptieren, aber Deine Ansicht widerspricht dem Grundgesetz.


    Wieso denkst Du, dass mir das schwerfallen würde? :confused: Mir ist dies im Gegenteil völlig bewusst.


    Der Rest Deines Postings ist im Lichte der gegebenen verfassungsrechtlichen Situation natürlich völlig korrekt, ändert ja aber nichts daran, dass man anderer Meinung sein kann. Insofern erschließt sich mir nicht so recht, welchen Sinn dieses gemeinplatzlastige Posting als Reaktion auf meine Meinung haben soll. Dass die Todesstrafe nicht unserer Verfassung entspricht, ist sicherlich jedem bekannt. Diese Erkenntnis ist etwa so herausragend wie "nachts ist es dunkel". :D

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    Original geschrieben von HappyDay989
    Darüber kann ich nicht mehr lachen, denn diese "Kaputten" werden später mal auf kleine Kinder losgelassen... Das Ergebnis kennen wir ja schon seit einigen Jahren. :rolleyes:


    Die Leistungen der derzeitigen Schülergeneration nun ausgerechnet an den Lehrern festzumachen, ist aber extrem kurzgegriffen. Bildung fängt zu Hause an - und da liegt das eigentliche Problem. Wer liest heute seinen Kindern noch vor? Als ich ich die Schule gekommen bin, konnte ich bereits rudimentär lesen. Und damit war ich nicht der Einzige (auch wenn es andererseits natürlich nicht die Regel war). Heute können die Kids teilweise noch nicht lesen, wenn sie schon zwei, drei Jahre in der Schule sind. Und daran sind sicherlich nicht die Lehrer schuld...


    Aber ok, bevor jemand fragt: Ich stamme natürlich aus der berüchtigten "bildungsnahen" Schicht. Opa Professor und Uni-Lehrer, Mutter Dipl. Ök. Trotzdem - meine guten Leistungen hatten genausowenig wie die schlechteren anderer Schüler irgend etwas mit den Lehrern zu tun. Es hatte - und hat - damit zu tun, ob - und vor allem WIE - man als Kind zu Hause vorgelebt bekommt, dass es wichtig ist, ein bißchen was zu lernen... DAS ist es, was heute fehlt. Bei Kindern mit Migrationshintergrund sowieso, aber in zunehmendem Maße auch bei deutschen Familien...

    Ganz interessant, mal seine eigenen Meinungen von vor 6 Jahren auf diesem Wege wieder vorgehalten zu bekommen... ;)


    Aber ich stehe nach wie vor dazu. Genauso wie ich übrigens umgekehrt durchaus der Ansicht bin (und das mag dem einen oder anderem im Lichte dessen, was ich damals zum Thema gesagt habe, vielleicht etwas merkwürdig vorkommen), dass ein Verbrecher, egal was er gemacht hat, natürlich alle Möglichkeiten des Rechtstaates in seinem Interesse nutzen können muss. Egal ob Massenmörder, Terrorist oder Kinderschänder - der Rechtsstaat gilt für alle gleichermaßen. Und selbstverständlich bin ich auch NICHT dafür, Aussagen durch Folter zu erpressen. Selbstverständlich muss der Rechtsstaat mit legalen Mitteln Straftaten aufklären.


    Das ändert aber nichts daran, dass ich nach wie vor der Meinung bin, dass so jemand - nachdem seine Tat zweifelsfrei feststeht und wie gesagt mit rechtsstaatlichen Mitteln aufgeklärt wurde - das Recht auf Leben verwirkt hat.

    Es hätte ja sein können (bzw. kann es immer noch), dass das zufällig hier jemand weiß. Sind ja hier auch ein paar Leute unterwegs, die beruflich im Speditionsgeschäft zu tun haben oder hatten (Printus z.B.).


    Wenn es keiner weiß, kann ich mich dann immernoch anderweitig auf die Suche machen.


    Soll ich jetzt anfangen, Threads bzw. Fragen aufzulisten, die obsolet sind, weil man die Information auch auf andere Weise als durch einen Thread hier bekommen könnte? Das wird dann aber eine lange Liste mit vielen vielen Threads und Fragen. Vermutlich auch von Dir... :p



    edit: Wieviele Gitarrenspieler es wohl hier gibt... Zur fehlenden ntoskrnl.exe findet man knapp 100.000 Einträge bei Google. Bei Alice-Rechnungsproblemen ist eigentlich auch eher die Alice-Hotline hilfreich als TT. Achja - die hatten ja nur eine teure 01805-er Nummer. So wie DHL übrigens auch... :D


    Soll ich weitermachen, oder belassen wir es einfach dabei? :D