Was hat das mit "erhoffen" zu tun? Ich halte sie halt einfach für ein für bestimmte Verbrechen angemessenes Mittel der Sanktionierung von Straftaten.
Aus Sicht eines Opfers würde ich mir wahrscheinlich so etwas wie Genugtuung erhoffen. Wenn ein Mensch aus niederen Beweggründen z.B. mein Kind oder meine Frau ermorden würde, wäre es für mich wahrscheinlich völlig unerträglich, dass dieser Mensch irgendwann wieder aus dem Knast rauskommt, ganz zu schweigen davon, dass er mit seinen Verbrechen womöglich noch Geld verdient, indem er Bücher schreibt o.dgl.. Was ja durchaus nicht ungewöhnlich ist.
Möglicherweise hätte ich eine andere Meinung, wenn derartige Verbrecher tatsächlich auf Lebenszeit, d.h. bis zu ihrem Tod, hinter Gittern sitzen müssten und definitiv keine Möglichkeit hätten, vorher rauszukommen. Und selbstverständlich kein Recht darauf hätten mit irgendetwas irgendwelches Geld zu verdienen. Oder noch besser - sie MÜSSTEN durch Arbeit im Knast Geld verdienen, müssten dies aber zu 100% an das Opfer bzw. dessen Hinterbliebene abdrücken. DAS wäre mal gerecht. Ich denke, damit wäre mir persönlich als Betroffenem sogar mehr geholfen, weil ich wüsste, dass dieser Mensch den Rest seines Lebens nicht mehr rauskommt und mit seiner Schuld - oder auf jeden Fall mit dem Knast als seinem zuhause - leben muss. Ja, wenn ich so drüber nachdenke - DAS wäre in der Tat besser als Todesstrafe.
Aber offensichtlich ist ja nicht einmal das mit der Menschenwürde zu vereinbaren. Und weil das so ist, bin ich - quasi "hilfsweise" - für die Todesstrafe, denn dann sollen solche Leute lieber tot sein, als dass sie irgendwann wieder aus dem Knast rauskommen. Ich bin mit dieser Meinung, wenn Du so willst, Opfer unseres in solchen Fällen oftmals zu schlaffen Rechtsstaates, der, wie auch andere hier schon richtig sagten, Täterschutz oftmals mit mehr Nachdruck betreibt als Opferschutz.