Beiträge von bernbayer

    Zitat

    Original geschrieben von Mozart40
    Friedrich Merz wollte doch mal die "Steuererklärung auf einem Bierdeckel", damals war Bürokratieabbau auch noch ein Thema im Wahlkampf. Heutzutage interessiert das doch niemand mehr, Beamte sind auch Steuerzahler ;)




    Gruß Kai


    War zwar etwas zu einfach dargestellt, aber der Grundgedanke war schon richtig. Prof. Kirchoff hatte ja ein gutes Steuerkonzept entwickelt. Das wurde seinerzeit durch "GasGerd" madig und im Wahlkampf niedergemacht.

    Zu fordern alle Steuern abzuschaffen ist ja völliger Blödsinn. Der Staat muss ja seine Aufgaben für das Allgemeinwohl finanzieren. Allerdings könnte man das Steuerrecht viel einfacher und gerechter machen und dadurch auch die Bürokratiekosten reduzieren. Steuern könnten auch viel niedriger sein wenn die milliardenschwere Steuerverschwendung eingedämmt würde.

    Geschwindigkeitkeitskontrollen sind notwendig und sinnvoll wegen der Verkehrssicherheit und ein
    Bürokratiemonster sind sie schon mal garnicht. Das diese nicht im ausreichenden Maße stattfinden ist leider richtig. Hier sind die Länder und auch die Kommunen gefordert mehr zu tun.Einen Mindestlohn zu überwachen ist dagegen völlig unsinnig und nur teuerer Bürokratie- Wahn für
    Unsere Wirtschaft. Wäre genauso wenn der Staat die Einhaltung von Tariflöhnen durch teuere Aufzeichnungspflichten kontrollieren wollte.Wurde auch bisher nicht gemacht und nicht für notwendig angesehen. Wenn ich als Arbeitnehmer einen mir zustehenden Lohn nicht bekomme Muß ich halt endsprechend tätig werden. Außerdem haben wir auch noch die Gewerkschaften. Der Staat hat sich bei den Löhnen schon aus ordnungspolitischen Gründen herauszuhalten und zu konntrollieren hat er da erst recht nichts.

    Ich auch nicht, weil ich nicht schneller fahre als erlaubt. Der Vergleich mit der Radarkontrolle paßt überhaupt nicht, da jeder der zu schnell fährt das Risiko hat mal erwischt zu werden. Ganz anders beim Mindestlohn von ausländischen Transportunternehmen im Transitverkehr. Ob der deutsche Mindestlohn im Heimatland auch tatsächlich ausbezahlt wird, kann überhaupt nicht nachverfolgt werden. Viel schwerer wiegt aber da der nicht zumutbare Bürokratieaufwand für die Unternehmen, welcher in diesen Fall auch noch völlig nutzlos ist. Schilda läßt grüßen.

    Ich halte den gesetzlichen Mindestlohn und die damit verbundene Bürokratie für unsinnig. Wo man stattdessen ansetzen sollte,
    habe ich schon ausgeführt. Auch bei den Mini-Jobs bringen die Dokumentations- und Aufzeichnis-Pflichten nicht viel, die Vor-
    schriften werden trotzdem vielfach unterlaufen ohne das dem durch Kontrollen wirksam entgegengewirkt werden kann. Wie
    läuft denn das vielfach bei Mini-Jobs in kleinen Betriebe?. Da werden zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht legale
    Deals gemacht. Man schließt einen Arbeitsvertrag über einen Mini-Job um bei Kontrollen abgesichert zu sein, packt dann aber
    noch soundsoviele Arbeitsstunden schwarz hinzu die man dann auch nicht dokumentiert. So verdient dann mancher Mini-Jober
    noch einige Hundert Euro ohne Abgaben hinzu. Ausgezahlt wird das dann bar aus der Privatkasse des Arbeitgebers, Ist zwar
    Betrug und eine Sauerei, aber leider trotzdem eine gängige Praxis. Abgedeckt werden dann oft mit diesen Stunden Handwerksleistungen, (kleinere Reperaturarbeiten wo kaum Material gebraucht wird),
    bei Endkunden die keine Rechnung wollen, (schwarz arbeiten lassen) und den Handwerker bar bezahlen.

    Zitat

    Original geschrieben von archie83
    Was ist denn mit tariflichen Mindestlöhnen? Wer stellt sicher, dass jeder tarifgebundene Arbeitnehmer auch nach Tarif bezahlt wird? Da muss man als Arbeitnehmer vor das Arbeitsgericht ziehen, was natürlich zur Folge hat, dass der Arbeitgeber anschließend nach Wegen sucht, dich schnellstmöglich loszuwerden und sei es durch permanentes Mobbing.


    Was machst du bei Arbeitgebern, die sich nicht tariflich binden wollen? Die Machtlosigkeit der Gewerkschaften ist Ursache für die Existenz des Mindestlohns.


    Nein, so ist das nicht. Wir hatten jetzt viele Jahrzehnte in Deutschland keinen gesetzlichen Mindestlohn und sind damit auch sehr gut zurecht
    gekommen. Auch die Gewerkschaften haben früher einen solchen immer strikt abgelehnt. Das ganze Problem mit den prekären
    Beschäftigungsverhältnissen kam doch erst durch die Agenta-Reformen von Rot-Grün im wesentlichen auf uns zu. Zuvor spielten die
    so gut wie keine Rolle, zumindest nicht im nennenswerten Umfang. Mit Ein-Euro-Jobs, Leiharbeit, Verschärfung der Zumutbarkeitsregelungen usw. wurden im Rahmen der Agenda-Reformen die Bedingungen für die Zunahme schlecht bezahlter
    Jobs geradezu geschaffen. Jetzt versucht man mit dem Bürokratie-Monster Mindestlohn wieder gegenzusteuern. So ein Unsinn.
    Da sollte man besser dort ansetzen wo bei den Agenta-Reformen Murks gemacht wurde und diese wieder entsprechend ändern.
    Entllastet werden könnten die Arbeitnehmer auch bei den Krankenkassen-Beiträgen, wenn wieder die paritätische Finanzierung hergestellt würde, wie das viele Jahrzehnte der Fall war und nicht steigende Kosten die Arbeitnehmer durch Zusatzbeiträge alleine
    tragen müssen. Auch dies mindert die Netto-Einkommen der Arbeitnehmer.


    PS. Hier noch ein guter Artikel zum "Bürokratie-Monster" Mindestlohn.


    http://www.badische-zeitung.de…tiemonster--98076483.html

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Die Ortsbestimmung der Arbeitsstätte eines Kraftfahrers, der gerade ein Fahrzeug führt, sollte wirklich kein Problem sein. Sie ist genau da, wo er gerade ist - er sitzt quasi drin. :D


    Oh mein Gott, du machst dir es sehr einfach um einen bürokratischen Unsinn schön zu reden. Man stelle sich nur vor, wenn der Fahrer eines ausländischen Transportunternehmens im Transit vieleicht drei Länder durchfährt, was dies für einen bürokratischen
    Aufwand für ein Unternehmen bedeutet. Alles egal, Hauptsache der Regelungswut wird Genüge getan. Ob das ausländische Unternehmen dem gegenüber den Zollbehörden zugesicherten Mindestlohn zuhause auch tatsächlich ausbezahlt läßt sich sowieso
    nicht zuverlässig kontrollieren.

    Wo ist denn die Arbeitsstätte des Fahrers einer polnischen Spedition der im Transit Deutschland durchfährt oder eines deutschen Fahres im Transit durch Polen? Zweites Problem, eine Überwachung der Einhaltung der Mindestlohn-Gesetze ist in diesen Fällen nicht zuverlässig möglich.