Beiträge von bernbayer


    Da liegst Du leider falsch. Das bei der Anlageberatung von Banken viel im argen liegt ist Realität. Das sagen nicht nur Stiftung Warentest bzw. Finanztest sondern auch z.B. die Verbraucherzentralen. Die empfehlen Ihren Kunden ja nicht nur ihre eigenen Produkte sondern sehr oft halt auch noch das was die meiste Provision bringt. Eigentlich sind das keine Berater sondern Verkäufer von Finanz-Produkten. Ein interessanter Artikel hierzu:


    http://www.focus.de/finanzen/b…unden-ab_aid_1142436.html

    Nein, daß hat mit Realitätsverweigerung nichts zu tun,wenn man auf eine völlig verfehlte Niedrigzinspolitik der EZB hinweist und kritisiert. Das ganze ist schließlich nicht gottgegeben. Es ist nicht Aufgabe deutscher Sparer die hemmungslose Schuldenpolitik und Mißwirtschaft einiger EU-Länder mit ihren Vermögen zu bezahlen. Könnte man ja bei jeden Mißstand oder Problem sagen ist halt Realität und läßt sich nicht ändern.Es läßt sich schon ändern, es muß nur politisch gewollt sein.

    Das ist zwar prinzipell richtig, aber das ganze muß halt in einem vernünftigen Verhältniss stehen. Dies ist zur Zeit nicht der Fall. Einlage-Zinsen müssen doch mindestens so hoch sein, daß zumindest die Inflations-Rate ausgeglichen wird und kein Vermögensverlust eintritt. Das die Kreditzinsen dann nicht ganz so niedrig wie jetzt sein können ist auch klar und auch vertretbar. Muß man ja nicht gleich Hochzinspolitik haben, so daß Kreditzinsen so hoch sind, daß sich kaum jemand mehr eine Finnanzierung leisten kann. Normale Verhältnisse halt, mit der Sparer und Kreditnehmer leben können.

    Ob man immer gut beraten ist, wenn man sich bei der Geldanlage auf die Ratschläge seines Bankberaters verläßt, da muß man zumindest ein großes Fragezeichen setzen. Viele Geldinstitute haben sich bei der Anlage-Beratung ihrer Kunden in letzter Zeit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Die Stiftung Warentest stellte da den Banken in dieser Hinsicht oft kein gutes Zeugniss aus. Da wurde z.B. bemängelt das den Kunden nur hauseigene Geldanlage-Produkte empfohlen werden. Da wird dem Kunden dann das verkauft, was die meiste Provision einbringt und nicht unbedingt das für die Bedürfnisse des Kunden geeignete Produkt. Es wurden ja auch schon Banken erfolgreich verklagt ,weil sie z.B. unzureichend auf die Risiken eines Anlage-Produkts hingewiesen haben.
    Grundsätzlich ist zwar richtig, das man bei der Geldanlage nicht alles auf eine Karte setzen sollte um die Risiken zu minieren. Einen absoluten Schutz vor Verlusten bietet das aber auch nicht. Zur Zeit gibt es praktisch keine Geldanlage mit Rendite die völlig ohne Risiko ist. Vor 15 Jahren da war das anders, da konnte man z.B. mit Festgeld-Anlagen eine ordentliche Rendite ohne Risiko erzielen. Heute werden die Sparer ausgebeutet durch eine verfehlte Niedrig-Zins-Politik der EZB:

    Zitat

    Original geschrieben von autares
    Nochmal: das begründet keine Narrenfreiheit und das Abschalten des Verstandes bei der Geldanlage.


    Darum geht es doch garnicht
    Nenn doch mal eine Geldanlage welche sicher ist und zumindest Vermögenserhalt unter der Berücksichtigung der Inflation bietet? Du wirst zur Zeit keine finden
    Trotzdem erwartet die Politik das wir privat versorgen. Zu deutsch man erwartet,daß man Vermögen vernichtet.

    Niemand verlangt eine Zinsgarantie vom Staat.Ändert aber nichts daran das die EZB bewußt die jetzige Niedrigzinspolitik auf Kosten der Sparer fährt um den Schuldenländern in der EU unter die Arme zu greifen.Hierfür ist die Politik aller etablierten Regierungsparteien verantwortlich.(Union,Spd,Grüne und FDP.)

    [QUOTE] Original geschrieben von autares
    Bei der Geldanlage ist jeder für sich selbst verantwortlich. Leider übersehen die meisten "Investoren", dass dazu etwas mehr gehört als nach dem reinen Zinssatz zu entscheiden. Dir scheint es zu gefallen, den Staat für alles verantwortlich zu machen. In diesem Punkt liegst du allerdings falsch. Niemand war gezwungen, bei Prokon anzulegen. 7% bekommst du auch bei einer Firmenanleihe mit Junk-Status. Nein, aufgrund der immensen und aggressiven Werbung - in Verbindung mit einer Mindesteinöage von lediglich 100€ (!) - haben viele den Verstand ausgeschaltet. Und dass, bevor der Leitzins drastisch gesenkt wurde.


    Und selbst wenn er bei 0% liegt: dass gibt einem noch lange nicht das Recht, ein scheinbares Schneeballsystem damit zu verteidigen, dass den Anlegern keine Wahl gelassen wurde. Ihnen wurde eine Wahl gelassen. [/QUOTE
    Ich verteidige nicht Prokon.Ich selbst habe dort nichts angelegt und hätte das auch niemanden empfehlen können. Trotzdem bleibt richtig daß nicht nur bei Prokon Geldvermögen vernichtet wird sondern auch bei Spareinlagen durch Zinsen die erheblich unter der Inflationsrate liegen.Für letzeres trägt die Politik die Verantwortung. Da klingt es doch wie Hohn wenn Politiker zur private Vorsorge aufrufen. Was bringt denn eine solche Vorsorge wenn es keine entsprechende Sicherheit und Rendite für das Zurückgelegte gibt?

    Das will ich nicht sagen.Aber würden die Sparer ordentliche Zinsen bekommen,dann wäre der Anreiz viel geringer auf riskantere Anlage wie z.B. bei Prokon zu setzen. Ich kann mich erinnern da habe ich selbst für 10000 DM für 1 Jahr fest sieben Prozent Zinsen erhalten
    Da war der Anreiz für riskante Anlagen nahe 0.


    PS.Wurde gerade vom ZDF-Politbarometer angerufen und befragt.Da habe ich bei einer entsprechenden Frage zur Politik in der EU das entsprechend zum Ausdruck gebracht.

    Naja,dafür trägt auch die ehemalige rot-grüne Bundesregierung Verantwortung,die damals z.b. der Aufnahme Griechenlands zustimmten.Alle etabllerten Parteien die in Regierungsverantwortung waren sind dafür mitverantwortlich.Bleiben nur die Linken übrig,die halte ich aber aus anderen Gründen für regierungsunfähig.