Beiträge von bernbayer

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    Original geschrieben von kues
    Nur gehört zu der Wahrheit -wie ich schon desöfteren geschrieben habe- auch, daß CDU/CSU da gar nichts ändern wollen und die Agenda ihnen teilweise nicht weit genug ging- und sie sich da auch via Bundesrat durchgesetzt haben. Zudem will die SPD nicht die kompletten Änderungen rückgängig machen, sondern Anpassungen vornehmen.
    Die CDU/CSU hat doch sogar kein Problem damit ihre eigene Politik ins komplette Gegenteil zu verkehren- siehe Atom/Kernenergie, Wehrpflicht etc.


    Das es Glaubwürdigkeitsprobleme nicht nur bei der SPD gibt ist zwar richtig, ändert daran rein garnichts. Unglaubwürdiges wird nicht dadurch glaubwürdiger, weil andere in diesen Bereich auch Probleme haben.

    Ich muß "Printus" voll zustimmen, Steinbrück ist ein "Agenda"-Mann, wenn er jetzt die soziale Karte spielt, ist dies einfach nicht glaubwürdig. Er will jetzt Kanzler werden und muß seine Partei entsprechend bedienen, diese macht jetzt aus wahltaktischen Gründen Absatzbewegungen von ihrer eigenen Agenda-Politik. Die SPD muß mal entscheiden was sie eigentlich will, einerseits verteidigt sie die Agenda-Reformen indem sie u.a. auf die positiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt u.a. verweist und wir noch heute davon profitieren würden. Anderseits beklagt man die vielen prekären Beschäftigungsverhältnisse bei der man trotz Vollzeit-Arbeit nicht davon leben könne und wir deshalb eine andere Politik brauchen, damit sich das ändert. Die sind aber die Folge der eigenen Agenda-Politik indem man Leiharbeit, Eineuro-Jobs usw. eingeführt hat. Man macht also praktisch Wahlkampf gegen die eigene Politik und denkt das gemeine Wahlvolk wird es schon nicht merken. Bei den Steuern ist es genauso, in der eigenen Regierungszeit hat man den Spitzensteuersatz bei der Einkommenssteuer und bei der Körperschaftssteuer massiv gesenkt. Jetzt in der Opposition stellt man plötzlich fest, daß die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr auseinander gehe und deshalb die Spitzensteuersätze erhöht werden müßten. Wenn es wirklich so ist, dann muß man auch dazu stehen, das man diese Situation zum großen Teil durch die eigene Politik verursacht hat.

    Zitat

    Original geschrieben von iStephan

    Und da es kein Vorwurf ist, kann auch nichts "auf ihn zurückfallen".
    :p


    Das glaube ich nicht, schau dir doch mal die überwiegend kritische Berichterstattung in den Medien an. Ich habe einige Beispiele angeführt. Nutzen wird Ihm das ganze bestimmt nicht. Richtig ist es wird unterschiedlich bewertet, selbst in der Linksliberalen Zeit:


    http://www.zeit.de/politik/deu…brueck-sprache-pro-contra

    Auch wenn das bei "Grillo" zutreffend ist, da magst du ja recht haben, er hat aber auch "Berlusconi" gemeint, wenn ich das richtig sehe, da ist es zumindest formal nicht zuteffend. Ändert aber meiner Meinung nichts daran, daß Steinbrück erneut in ein Fettnäpchen getreten ist. Mit dieser Meinung stehe ich nicjt allein. Es gibt auch andere Meinungen was ja ok ist. Ganz gleich wie man das sieht, nützen wird Steinbrück das ganze wohl kaum.

    Man kann durchaus der Meinung sein, daß es sich bei Berlusconi und Grillo um Clowns handelt, aber als führender deutscher Politiker(in) darf man sowas einfach nicht sagen, dies sehen auch die meisten Medien so. Einige wenige sehen dies anders, liegen damit meiner Meinung nach damit falsch. Das auch der politische Gegner versucht dies als willkommene Munition zu nutzen, ist insbesondere In Wahlkampfzeiten vöiig normal.


    Das mag ja durchaus zutreffend sein, trotzdem darf ein deutscher Politiker als Kanzler(in) oder Kanzlerkandidat nicht mit der gleichen Münze zurückschlagen um keinen außenpolitischen Schaden anzurichten. Das sieht auch die Presse überwiegend so. Siehe z.B. hier:


    http://www.focus.de/politik/de…ch-selbst_aid_929296.html


    Das es sich bei Berlusconi oder Grillo um alles andere als seriöse Politiker handelt, daran zweifelt wohl kaum jemand. Darum geht es aber auch garnicht. Es geht um Diplomatie und Flurschaden.

    Was ist mit Peer Steinbrück los? Schon wieder ist er in ein Fettnäpfchen getreten, indem er mit seiner Beschimpfung von "Berusconi" und "Grillo" sich völlig undiplomatisch verhalten hat und damit viele Italiener und auch den italienischen Staatspräsidenten verärgert hat.Dieser ist sicher kein Freund dieser beiden umstrittenen Figuren und ihrer Anhänger, diese "Clown"-Beschimpfungen gehen Ihn aber entschieden zu weit."Problem-Peer" Steinbrück ist also anscheinend immer noch nicht als Kanzler-Kandidat in der Realtät angekommen sonst würde er sich nicht so diplomatisch ungeschickt äußern. Er sagt zwar oft was Richtiges, merkt aber nicht, das man das als Kanzlerkandidat so nicht äußern darf. Es ist ja nicht falsch, wenn man z.B. meint, das Gehalt eines Bundeskanzlers sie zu niedrig, gemessen an dem was da Führungskräfte in der freien Wirtschaft verdienen, nur will man selbst Kanzler werden, darf man halt sowas nicht sagen, weil es einen fatalen Eindruck erweckt. Mal schauen was als nächstes kommt?

    Naja, die Gefahr für den Euro schätze ich jetzt garnicht so groß ein, wenn sich ein Patt beim Wahlergebniss bestätigen sollte. Dies führt zur Unregierbarkeit und zu nochmaligen Neuwahlen. Da werden die Karten dann wieder neu gemischt, erst dann wird man sehen wo die Reise in Italien hingehen wird. Italien hat ja ein bescheuertes und ungerechtes Wahlsystem. Da wird das Ergebnis der stärksten Partei auf eine absolute Mehrheit der Sitze aufgestockt. So werden dann z.B. aus 32 Prozeent im Abgeordenetenhaus für eine Partei über 50 Prozent. Dadurch bildet ein solchesParlament in keiner Weise den Wählerwillen ab. Hier kann man nur von "Italienischen Verhältnissen" im wahrsten Sinne des Wortes sprechen.


    Interssant hierzu was der "Spiegel schreibt:


    http://www.spiegel.de/politik/…en-die-rede-a-885527.html