Dies und das über Politik und Wahlen-Allgemein!

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    Nokia:
    Wer sagt dir, was die Politiker für Maßstäbe ansetzten, die du gerade verteidigst? Wer bestimmt überhaupt, was richtig und falsch ist?


    Ich denke, Du siehst mich im flaschen Blickwinkel. Ich will hier nicht die Politik der EU oder der Bundesregierung verteidigen.


    Zitat

    Erkläre mir doch mal bitte, was ein "Pöbel" in deinen Augen ist, wenn du schon so Wortgewältig damit um die "Ecke kommst".


    Pöbel sind für mich Leute ohne politisches Verständnis. Die auf BILD-Zeitungsparolen reinfallen und ein schwarz-weiß-Denken anwenden.

    Zitat


    Doch, das ist eine Frage der Bildung.


    Entweder will man Demokratie, oder nicht. Dann soll man die (unvermeidliche) Wahrheit sagen.
    Es ist wie mit Europa: Entweder man will es, oder nicht. Mit allem postiven und negativen Folgen.


    Es gibt ja verschiedene Varianten von Demokratie.


    Der Ansicht, dass man nur das kommende Europa oder kein Europa haben kann, widerspreche ich. Ich plädiere wie GB für ein Europa der Vaterländer, aber aus einem anderen Grund. Die Britten fühlen sich unterrepräsentiert, als Zahler und wollen ihr Hauptverdienstfeld (Finanzmarkt) beibehalten.


    Aus meiner Sicht ist ein Europa notwendig um Kriege zu vermeiden. Das heißt politische Kommunikation und Zusammenarbeit, wirtschaftlicher Handel und anderes. Eine gemeinsame Währung, eine gemeinsame Regierung und gemeinsame Gesetze sind nicht notwendig. Um den Finanzmarkt zu regeln, sind gemeinsame Gesetze notwendig, bei anderen Sachen aber nicht.


    Zitat

    Dauerhaft, und das hat die Geschichte in 3000 Jahren gezeigt, kann man nicht gegen die Mehrheit (und in diesem Falle das Volk/Wähler) regieren.


    Der Mensch zieht letztlich Fairness und Wahrheit


    Stimmt, dauerhaft kann man nicht dagegen regieren, aber kurz nach einem Umsturz wird wieder gegen den Menschen regiert. Ich bin aber wie oben gesagt, hier nicht der Advocat der Politik Europas und Deutschlands.


    Der Mensch zieht letzendlich sein eigenes Wohl vor, nicht Fairness und Wahrheit. Dieses würde er nur, wenn fast alle seiner Bedürfnisse befriedigt sind, dann schaut er auch mal, wie es anderen geht. Um so größer die Not, um so größer der Selbsterhaltungstrieb.

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  • Mir gefallen Politiker, die "Klartext" sprechen.


    Was nutzt es mir, wenn mir als Bürger in einer Tour Honig ums Maul geschmiert wird, der sich stets in Luft auflöst, wenn ich danach schnappe? Und das mit der Begründung, es sei doch klar, dass es sich nur um virtuellellen Honig handeln könne, der wahrhaftig gar nicht existiere. Was bilde ich mir ein, etwas anderes überhaupt in Erwägung zu ziehen ...


    Aber es war schön gesagt ... und alle hatten sich gefreut ... bis sie wieder aufwachten. Aber niemanden böse waren, weil es ohnehin eine Gegebenheit ist, belogen zu werden. Aber die Zeit, in der man das verdrängt hatte, war wenigstens schön ...


    Die Angst des deutschen Wählers vor der Wahrheit ist schon pathetisch ... würde er sich doch wahrscheinlich zu Tode erschrecken, wenn Wahlversprechen umgesetzt würden.


    Oder wennn ein Politiker mal sagt, was er meint - damit kann ein deutscher Wähler gar nicht umgehen. Warum nicht? Weil er es nicht kennt und deshalb zutiefst verunsichert reagiert ... weil das doch gar nicht sein kann ... das gab es doch noch nie ...


    Das ist das Problem eines Peer Steinbück. Meint er doch, mit Sachlichkeit den Wähler gewinnen zu können ... der viel lieber Gute-Nacht-Geschichten hört, in denen der Frosch zum Prinzen wird - selbst wenn nur ein Clown drinsteckt. Nein, das will wirklich keiner hören ... :rolleyes:


    Bis denne


    Frankie


  • Muhahahaha,


    jeder ist gern für Wahrheit zu haben. Die sollten Politiker auch zum größten Teil an den Tag legen, machen sie aber nicht. Problem sind hier auch die Medien.


    Aber per Steinbrück als "Klartextreder" zu bezeichnen und diesen diplomatischen Großfehler auch noch als Boni anrechnen, das ist schon wirklich an ........ nicht zu überbieten.


    Übrigens, beschäftige Dich mal mit der Politik per Steinbrücks in Zeiten von Rot-Grün und Rot-Schwarz und seinem Freund http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Asmussen


    https://lobbypedia.de/index.php/J%C3%B6rg_Asmussen

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  • Frank,


    lag es an der Uhrzeit oder wie kommst du auf das schmale Brett, Steinbrück sei sachlich und sage die Wahrheit?


    Steinbrück hat sich als Finanzminister der großen Koalition zunächst sehr für die Finanzwirtschaft engagiert, auf Asmussen wurde hier ja schon verwiesen. Als sich der Wind dann drehte gerierte sich Steinbrück plötzlich als der große Bankenkritiker.


    Zu Zeiten der Agenda 2010-Erfindung war Steinbrück komplett auf der Schröder-Clement-Linie, jetzt auf einmal setzt sich der Kanzlerkandidat für preiswerten Wohnraum und die Schwachen der Gesellschaft ein.


    Der Mann will soll das SPD-Wählerklientel hinter sich schaaren, während er zugleich Spitzenabzockerverdiener bei Vortragshonoraren war. Er scheute sich nicht, 25.000 EUR Honorar für 2 Stunden Gelaber von einer verschuldeten Stadt zu kassieren.


    Diese 25.000 EUR, die er für einen einzigen Vortrag bekam, übersteigen das Jahresgehalt (!!!) sehr vieler Menschen, insbesondere der klassischen SPD-Wählerschaft. Bei diversen anderen Veranstaltungen kassierte er in 1, 2 Stunden mal eben das halbe Jahresgehalt eines einfachen Angestellten. Und dieser Mensch will jetzt Glauben machen, dass er künftig die Sorgen und Nöte "des kleinen Mannes" vertritt?


    Ich habe noch nie einen unglaubwürdigeren Politiker als Steinbrück erlebt! Daran ändern ein paar markige Sprüche, bei denen er sich gefällt, absolut gar nichts.

    Ich dachte immer es sei technisch unmöglich mit jemandem Sex zu haben, der Dörte heißt...

  • Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Zu Zeiten der Agenda 2010-Erfindung war Steinbrück komplett auf der Schröder-Clement-Linie, jetzt auf einmal setzt sich der Kanzlerkandidat für preiswerten Wohnraum und die Schwachen der Gesellschaft ein.


    Das kann ja kein Argument gegen ihn sein zumal die Konservativen den Schmarren ja erst recht gefordert haben damals und jetzt unter dem Druck schrumpfender Bevölkerungszahl und Arbeitermangel ihrerseits umdenken und mühsam die menschliche Arbeitskraft neu wertschätzen lernen müssen. Siehe Kampagne / Studie der Frau v.d. Leyen gegen Vorurteile gg. H4-Empfänger, auch diese entwickeln sich in ihren Anschauungen weiter. Lernfähigkeit ist doch nichts negatives..


    "Der Kopf ist rund damit das Denken die Richtung ändern kann". (Bert Brecht).


    Darüber dass sich jemand positiv weiterentwickelt muss man doch froh sein, anstatt darüber zornig zu sein (oder hast du dich damit schon gemütlich eingerichtet dass die Welt böse ist und bleibt?)

  • Ich muß "Printus" voll zustimmen, Steinbrück ist ein "Agenda"-Mann, wenn er jetzt die soziale Karte spielt, ist dies einfach nicht glaubwürdig. Er will jetzt Kanzler werden und muß seine Partei entsprechend bedienen, diese macht jetzt aus wahltaktischen Gründen Absatzbewegungen von ihrer eigenen Agenda-Politik. Die SPD muß mal entscheiden was sie eigentlich will, einerseits verteidigt sie die Agenda-Reformen indem sie u.a. auf die positiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt u.a. verweist und wir noch heute davon profitieren würden. Anderseits beklagt man die vielen prekären Beschäftigungsverhältnisse bei der man trotz Vollzeit-Arbeit nicht davon leben könne und wir deshalb eine andere Politik brauchen, damit sich das ändert. Die sind aber die Folge der eigenen Agenda-Politik indem man Leiharbeit, Eineuro-Jobs usw. eingeführt hat. Man macht also praktisch Wahlkampf gegen die eigene Politik und denkt das gemeine Wahlvolk wird es schon nicht merken. Bei den Steuern ist es genauso, in der eigenen Regierungszeit hat man den Spitzensteuersatz bei der Einkommenssteuer und bei der Körperschaftssteuer massiv gesenkt. Jetzt in der Opposition stellt man plötzlich fest, daß die Schere zwischen Arm und Reich immer mehr auseinander gehe und deshalb die Spitzensteuersätze erhöht werden müßten. Wenn es wirklich so ist, dann muß man auch dazu stehen, das man diese Situation zum großen Teil durch die eigene Politik verursacht hat.

    Oberfranken ist meine Heimatliebe, die mir am Herzen liegt Bernhard

  • Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Er will jetzt Kanzler werden und muß seine Partei entsprechend bedienen, diese macht jetzt aus wahltaktischen Gründen Absatzbewegungen von ihrer eigenen Agenda-Politik. Die SPD muß mal entscheiden was sie eigentlich will, einerseits verteidigt sie die Agenda-Reformen indem sie u.a. auf die positiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt u.a. verweist und wir noch heute davon profitieren würden. Anderseits beklagt man die vielen prekären Beschäftigungsverhältnisse bei der man trotz Vollzeit-Arbeit nicht davon leben könne und wir deshalb eine andere Politik brauchen, damit sich das ändert. Die sind aber die Folge der eigenen Agenda-Politik indem man Leiharbeit, Eineuro-Jobs usw. eingeführt hat. Man macht also praktisch Wahlkampf gegen die eigene Politik und denkt das gemeine Wahlvolk wird es schon nicht merken.

    Nur gehört zu der Wahrheit -wie ich schon desöfteren geschrieben habe- auch, daß CDU/CSU da gar nichts ändern wollen und die Agenda ihnen teilweise nicht weit genug ging- und sie sich da auch via Bundesrat durchgesetzt haben. Zudem will die SPD nicht die kompletten Änderungen rückgängig machen, sondern Anpassungen vornehmen.
    Die CDU/CSU hat doch sogar kein Problem damit ihre eigene Politik ins komplette Gegenteil zu verkehren- siehe Atom/Kernenergie, Wehrpflicht etc.

  • Ich finde es echt bemerkenswert, wie über die Politiker diskutiert wird, die aber eh alle des Wählervolks Wünsche nicht respektieren.


    On da einer schlimmer ist, oder nicht, ist doch egal. Es sind in der Hinsicht alle gleich. Wichtig wären Politiker, die die Wahrheit sagen und diese auch umsetzen.

    Suche: aktuell nichts


    30 positiv in der "neuen" Vertrauensliste, ??x mal positiv in der "Alten"..:-)


    Insider: Die Plaaaaaattttttttforrrrrrrrmmmmmmmmmm brennt nicht mehr, sie ist abgesoffen.....!

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    On da einer schlimmer ist, oder nicht, ist doch egal. Es sind in der Hinsicht alle gleich. Wichtig wären Politiker, die die Wahrheit sagen und diese auch umsetzen.

    Ich fände Wähler wichtiger, die die Wahrheit auch hören wollen. ;)
    Die Politik/Politiker agiert/agieren doch nicht absolutistisch nach ihrem eigenen Wollen und Interessen, sondern es läuft so inklusive 'Unwahrheiten sagen' weil die Wähler es hinnehmen/wollen/goutieren.
    Wie war noch der Spruch von Blüm "Der Gürtel muss enger geschnallt werden, aber jeder fummelt am Gürtel des Nachbarn herum."?

  • Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    ...Wichtig wären Politiker, die die Wahrheit sagen und diese auch umsetzen.


    Wessen Wahrheit? Ihre?


    In Deutschland ist es ja nicht mal möglich, technische und physikalische Aussagen zu akzeptieren, wie die Entwicklung und Politik zur "Energiewende" gezeigt hat. Weder die überwiegend politisch links orientierten Medien noch der überwiegende Teil der Bevölkerung will sich mit so schnöden Dingen wie Fakten beschäftigen. "Das sind doch nur Zahlen", kam es mal in einer Talkshow, "wo bleibt denn da das Herz?"


    Wenn wir also nicht mal in technischen Dingen uns auf eine "Wahrheit" einigen können, dann geht es bei weichen Themen wie "Gerechtigkeit" gar nicht.


    Und wenn uns die Geschichte der Menschheit und die Geschichte der hochgradig emotionalen Deutschen insbesondere eines lehrt dann das: kein Nackenschlag der Realität könnte so hart sein, dass nicht doch die Masse den Nackenschlag noch uminterpretieren könnte. In so weit es zwar richtig, dass die harte Realität Deutschland irgendwann bitter treffen wird - aber viele Menschen werden selbst dann nicht von ihren persönlichen "Wahrheiten" loslassen.


    So ist das Leben.

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