Beiträge von Zeus

    Brainstorm
    So schlimm bin ich gar nicht. Ich fange keinen Glaubensstreit an wenn ich bei Familienfeiern mal einem Pfarrer begegne oder ähnliches. Ich diskutiere halt gerne über Gott und die Welt um zu zeigen wie klug ich doch bin. :)


    However, es ist jedenfalls recht anmaßend wenn Gläubige meinen im Namen einen höheren Macht zu sprechen und zu handeln. Sie erheben ja den aberwitzigen Anspruch mir gegenüber die Meinung, Absichten und Wertvorstellungen meines Schöpfers zu vertreten und nicht etwa nur ihre eigenen wie ich. usw. usf. :confused: Ich denke "Provokation" als Bezeichnung ist dafür nicht zu hoch gegriffen.

    Zitat

    Original geschrieben von Brainstorm
    Das mußt Du mir jetzt näher erläutern. Was soll das für eine Provokation sein, wenn man daran glaubt?
    Wenn man daran glaubt, ist es so, wenn nicht, dann eben nicht. Niemend will Dich dazu zwingen das zu glauben, aber Du solltest den andern auch das Recht zu gestehen daran zu glauben.


    Nunja, genaugenommen habe ich zunächst immer das starke Gefühl jemand will mich verarschen wenn er allen ernstes behauptet ein Außerirdischer wäre auf der Erde gelandet und hätte sich (freiwillig) von den Menschen töten und foltern lassen um irgendeine Schuld von mir (uns) zu nehmen derentwegen ich (wir)sonst nach meinem Tod grausame Qualen erleiden müsste. Er bete zu diesen Außerirdischen und wünsche das deren Reich komme und deren Wille geschehe. Der Außerirdische habe damals auch Gesetze und Regeln hinterlassen die für ihn die einzige gültige Richtschnur für das Leben seien und ich als Ungläubiger könne bestenfalls darauf hoffen das jemand anderes meine "Schuld" auf sich nimmt um auch mal in den Genuß der Segnungen dieser Außerirdischen zu kommen oder so ähnlich. Die Gesetze der Außerirdischen seien auch die einzige Möglichkeit zu wissen was gut und böse sei bzw, was man tun dürfe und müsse und was nicht.


    Edit: Ach ja, nicht zu vergessen; nach seinem Tod hoffe er bei diesen Außerirdischen glücklich weiterleben zu können sofern er sich vorher deren Willen unterwerfe, ihnen huldige und sie anbete. [Hier bin ich mir nacht ganz sicher ob es immer dazugehört] Besonders toll werde belohnt wer im Kampf für den Glauben ein Martyrium erleiden müsse bzw. sterbe.


    Glücklicherweise ist in Deutschland nur noch eine kleine aber durch Einwanderer wieder wachsende Minderheit so drauf und stellt daher keine ernsthafte Bedrohung für mich dar aber eine Provokation ist das schon. Witzigerweise scheint es in früherer Zeit ja eine ganze Welle von verschiedenen Außerirdischen auf die Erde verschlagen zu haben die alle ihre speziellen universellen und allein glücklich machenden Regeln hinterlassen haben.

    @All
    Meine beiden Postings waren absolut ernst gemeint. Ich denke auch wirklich das das Brian Posting nicht weiter von den wirklichen Geschehnissen um die Hinrichtung dieses Jesus Menschen entfernt ist als das was in der Bibel stehen mag und außerdem karikiert es diese merkwürdige Begeisterung fürs Märtyrertum auch noch recht gut. Im übrigen ist mir auch nicht klar weshalb nur Gläubige das recht haben sollen wehleidig zu sein wenn jemand ihr Weltbild auf für sie provozierende Weise nicht teilt und Atheisten nicht.


    Und so ein Satz z.B.


    "Jesus starb durch Menschenhand eine der grausamsten Todesarten, die Menschen anderen Menschen antun können. Er hat schmerzen und Demütigung ertragen, um uns die Qualen der Hölle zu nehmen."


    ist nicht nur logisch extrem fragwürdig bzw. überhaupt nicht nachvollziehbar (was hat denn das eine überhaupt mit dem anderen zu tun) sondern für mich auch eine starke Provokation.

    Zitat

    Original geschrieben von Brainstorm
    Naja, ob Kreiz Pfahl oder sonstwas.
    Für mich ist wie gesagt entscheidend daß die Geschichte eine Botschaft enthält. Jesus starb durch Menschenhand eine der grausamsten Todesarten, die Menschen anderen Menschen antun können. Er hat schmerzen und Demütigung ertragen, um uns die Qualen der Hölle zu nehmen.


    Also erstmal heißt es in der heiligen Schrift eindeutig.
    http://members.teleweb.at/wo/das_leben_des_brian.htm


    Zuweiser:
    Der Nächste! Zur Kreuzigung?
    Mann:
    Ja.
    Zuweiser:
    Gut. Zur Tür hinaus, linke Reihe anstellen, jeder nur ein Kreuz!
    ....
    ....
    ....
    und später dann


    ...
    Brian:
    Rech!
    Rech:
    Hallo, Geschwister Brian!
    Brian:
    Gottseidank daß ihr gekommen seid, Rech.
    Rech:
    hh, nunja, ich glaub ich sollte dich erstmal fairerweise darauf hinweisen, daß wir nicht das Rettungskommitee sind. Wie auch immer. Man hat mich gebeten namens der Bewegung folgende vorbereitete Erklärung zu verlesen:


    Wir die Volksfront von Judäa (offizielle) wollen hiermit Dir, Brian, unsere Aufrichtigen brüderlichen und schwesterlichen Grüße übermitteln, anläßlich Deines hier stattfindenden Martyriums. ...
    Brian:
    Was?
    Rech:
    ... Dein Tod wird dastehen als ein Markstein in unserem fortgesetzten Ringen, das Vaterland zu befreien, aus den Mörderischen Krallen der Römisch-Imperialistischen Aggressoren, ausschließlich jener, die Befaßt sind mit Entwässerung, Medizin, Straßenbau, Wohnungsbau, Weinanbau und sonstigen römischen Beiträgen zum Wohlergehen der Freiheitsgläubigen und zwar beiderlei Geschlechts und Hermaphroditen.


    gez. im Namen der VVJ
    Etcetera.


    Und ich möchte noch ein persönliches Wort hinzufügen betreffs meiner Bewunderung für das, was du für uns tust, Brian. Ich meine davon ausgehend, daß es immerhin eine recht schwere Zeit für dich sein muß.
    Brian:
    Rech! Was soll das? Holt mich runter!
    Rech:
    Leb wohl Brian und danke!
    Francis:
    Also Tschüß, Brian und weiter so, Junge.
    Loretta:
    Tolle Arbeit, Brian.
    VVJ:
    (Murmel)
    Bin dafür...
    Rech:
    Gut. Uuund...
    VVJ:
    For he's a jolly good fellow
    For he's a jolly good fellow
    For he's a jolly good fellow
    And so say all of us!
    Loretta:
    And so say all of u... äh
    VVJ:
    Klatsch
    Brian:
    Ihr Mistkerle!

    Fast alle positiven Aussagen zum Nutzen von Religion meiner Vorposter wirken auf mich völlig irreal und irrational. Allein der Gedanke irgendein Schöpfer würde sich für irgendeine alltägliche Entscheidung von mir interessieren und mich dafür später nach irgendwelchen Kriterien belohnen oder bestrafen wirkt so abstrus und undurchdacht das man sich damit doch kaum ernsthaft befassen kann.


    All das ist doch so durchschaubar und so offensichtlich von ganz gewöhnlichen Menschen zusammenphantasiert das man schon eine sehr schlichtes Gemüt haben muß um daraus irgendwelchen Trost oder Erleichterung ziehen zu können. Ich denke jeder hat genug Phantasie um sich auf dem Sterbebett selbst belügen zu können und ansonsten wünscht man irgendwann einfach das das trotz Morphium unerträglich gewordene Leiden ein Ende nehmen möge und kann somit dem Tod etwas "Positives" abgewinnen. Wenn ich dann tatsächlich mal dem großen allmächtigen voyeuristischen Arschloch gegenübertreten sollte würden mir schon die richtigen Worte einfallen.



    Was die allgemeinen ethischen Verhaltensregeln anbelangt so bastelt sich doch wohl in der Realität jeder von uns aus den Erfahrungen und Einflüssen denen man im Lauf seines Lebens so ausgesetzt ist seine eigene Philosophie zusammen. Die ethischen Regeln die ihr nur aus der Religion ableiten zu können glaubt sind nun wirklich nicht so genial und einzigartig das man "Jesus" sein muß um darauf kommen zu können. By the way kann sich wohl auch jeder bessere Gründe für seine eigenen Vorstellungen vom Zusammenleben mit anderen Menschen ausdenken als jene einem imaginären Schöpfer gefallen zu müssen und sich deshalb sklavisch an dessen imaginäre Regeln halten zu müssen ohne diese hinterfragen zu dürfen.

    Ich habe ja im Grunde nichts gegen ein Ende das die ganze vorherige Filmhandlung als Fiktion entlarvt. Beispielsweise gefällt mir das Ende von "Die üblichen Verdächtigen" recht gut das von "Fight Club" z.B. hingegen wieder nicht so gut.


    Bei "Identität" ist mir die Auflösung einfach zu unlogisch und unstimmig die Story ist ja auch vorher schon ins Spuk- Fantasyfach abgeglitten und ich konnte mich mit dem multiple Persönlichkeiten Konstrukt als Filmauflösung ohnehin noch nie anfreunden.


    Edit:
    Das Ende hat mit der vorherigen Handlung auch wenig zu tun, es gibt gar keinen logischen Zusammenhang den man bestaunen könnte oder eine Moral von der Geschicht. Der Junge kann ja solange man die Geschichte als real betrachtet (und davon soll man ja zunächst ausgehen) einfach nicht der Mörder gewesen sein. Bei dem Film "Die üblichen Verdächtigen" hingegen ist auch die fiktive Story in sich stimmig dies ist bei Identität nicht der Fall.


    Ist wohl letztlich auch Geschmacksache.

    Es gibt zig Sport- und sonstige Disziplinen deren Weltmeisterschaftsaustragungen nicht in den Fernsehnachrichten erwähnt werden. Außerdem ist die Formel 1, eine von dutzenden von Auto-, Motorad-, Boots- und sonstigen Rennklassen, praktisch eine Werbeveranstaltung der Autokonzerne und keine Weltmeisterschaft im klassischen Sinne wie die Fußball WM.


    Mal ganz davon abgesehen das Michael Schumacher in der Schweiz wohnt und als Angestellter von Ferrari seine Runden dreht und nicht im Namen des nationalen Autorennsportverbandes unterwegs ist.

    Also ich bin nicht geneigt so ein billiges multiple Persönlichkeiten/ alles nur ein Traum Ende als "geniale" "logische" Auflösung der vorherigen "zehn kleine Negerlein" "wer ist der Mörder Variante?" zu akzeptieren und ernsthaft im Detail zu diskutieren.


    DJ Wisdom
    Nach dem was ich bisher über Kill Bill gelesen habe ist es eine völlig andere Thematik. Es scheint ein "Martial Arts" Rachefeldzug Trashfilm zu sein. Uma Thurman läuft in einem häßlichen gelben Trainingsanzug, bewaffnet mit einem Samuraischwert durch die Gegend und springt so lächerlich durch die Luft wie einst die Rebellen vom Liang Shan Po (oder so ähnlich) im Vorabendprogramm. Aber vielleicht wird die Sache ja mit etwas Ironie, witzigen Dialogen und skurrilen Einfällen nicht so schlecht wie die Drei Engel für Charlie Filme.