Beiträge von Zeus

    @Dr. Zuzelbach.
    Trotz deiner etwas merkwürdigen Ausführungen will ich mich nochmal dazu äußern.


    Ist zwar reichlich o.T. aber was solls.


    Die Erstellung und Interpretation von Statistiken ist sehr viel komplexer ,problem- und fehlerbehafteter als die meisten Menschen glauben.


    Guckst du bei Bundeskriminalamt.de bei Kriminalitätslage / PSB - (Periodischer Sicherheitsbericht) (in der Kurzversion ;) ) unter Gewaltdelikte findest du sowas.


    "Die Gewaltdelikte im Sinne dieser polizeilichen Definition machten etwa 3 % aller im Jahre 1999 polizeilich registrierten Straftaten aus. Bezogen auf je 100.000 der Wohnbevölkerung waren dies 1999 228 Fälle. Den größten Anteil an den Gewaltdelikten hatten die gefährlichen bzw. schweren Körperverletzungen mit zwei Dritteln sowie Raub und räuberische Erpressung, die etwa ein Drittel ausmachten. Tötungsdelikte machen nur einen extrem geringen Anteil aus. Schusswaffengebrauch oder die Drohung mit Schusswaffen betrifft etwa 5 % der registrierten Gewaltdelikte, ist also recht selten und in den letzten Jahren zudem rückläufig.
    Es zeigen sich sowohl im Hell- als auch im Dunkelfeld deutliche regionale Divergenzen der Gewaltbelastung. Diese stehen zum einen mit der Siedlungsstruktur in Zusammenhang: in ländlichen Gebieten werden weniger Gewaltdelikte registriert, was teilweise auf eine geringere Anzeigeneigung als in den anonymeren, großstädtischen Ballungsräumen zurückgeführt werden kann. Innerhalb gleichartiger Siedlungsstrukturen
    zeigen sich erhebliche Nord-Süd-Unterschiede dergestalt, dass im Süden eine geringere Gewaltbelastung zu verzeichnen ist. Es ist aber auch zu beachten, dass die Anzeigebereitschaft der Opfer im Süden geringer ausgeprägt ist.
    Nach einer gewissen Stabilität in den achtziger Jahren war in den neunziger Jahren bis etwa 1997 eine deutliche Zunahme der polizeilich registrierten Gewaltdelikte zu verzeichnen; seitdem geht die registrierte
    Gewalt in mehreren Deliktsbereichen zurück."
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    Der Anstieg der registrierten Gewaltdelikte bis etwa 1997 ist in erster Linie auf Vorfälle unter Jugendlichen und Heranwachsenden untereinander zurückzuführen. Die Opferrisiken für ältere Menschen sind dagegen nicht größer geworden. Zugleich liegen Hinweise dafür vor, dass diese Steigerungen zum einen mit einer Verringerung der Deliktsschwere sowie zum anderen mit einem Anstieg der Anzeigebereitschaft in Zusammenhang stehen. Die Ergebnisse mehrerer Opferbefragungen weisen darauf hin, dass in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre die Opferraten bei Gewaltdelikten zurückgegangen sind, gleichzeitig aber die Anzeigebereitschaft angestiegen ist. Infolgedessen wird der tatsächliche Rückgang des Opferrisikos im Hellfeld nicht angemessen abgebildet.
    Die Entwicklungen der registrierten Fälle sind für die einzelnen Gewaltdelikte unterschiedlich. Der Anstieg der Gewaltdelikte in den neunziger Jahren beruht vor allem auf einer Zunahme der Raubdelikte und
    der gefährlichen/schweren Körperverletzungsdelikte. Tötungsdelikte und Vergewaltigungen sind langfristig im Wesentlichen stabil geblieben oder sind zurückgegangen.
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    Ein Problembereich, der in den polizeilichen und justiziellen Statistiken drastisch unterrepräsentiert ist, betrifft die innerfamiliäre Gewalt. Im Hinblick auf die Gewalt unter Erwachsenen liegt bislang nur eine publizierte Studie auf repräsentativer Datenbasis für Deutschland vor, die aus dem Jahre 1992 stammt. Männer und Frauen berichten etwa gleichermaßen häufig von Opfererfahrungen. Der Schweregrad der Gewalt, den weibliche Befragte erlitten, war im Durchschnitt höher. Dies betrifft sowohl sexuelle Gewaltdelikte als auch körperliche Misshandlungen. Über 90 % der Vorfälle wurden von den Opfern nicht angezeigt. Es erweist sich ferner, dass Zusammenhänge zwischen der innerfamiliären Gewalt einerseits und einer ungünstigen sozialen Lage der Familien andererseits bestehen. In Ermangelung von Wiederholungsstudien lassen sich auf repräsentativer Datenbasis derzeit allerdings keine Feststellungen dazu treffen, inwieweit sich die Verbreitung solcher Formen innerfamiliärer Gewalt verändert und wie sich das diesbezügliche Anzeigeverhalten entwickelt hat.
    Generell gilt, dass die Erkenntnisse aus Dunkelfeldstudien zur Beurteilung langfristiger Entwicklungen unzureichend sind. Speziell in diesem Bereich der innerfamiliären Gewalt erscheinen jedoch angesichts des enormen Umfangs, der weitreichenden Folgen sowie der besonders hohen Anteile der im Dunkelfeld verbleibenden, auch gravierenden Vorfälle gezielte
    Forschungsarbeiten dringend geboten."



    Aus der Langversion:

    Im Hinblick auf die festgestellte Zunahme der Gewaltkriminalität in Ost- und Westdeutschland mussjedoch auf die Bedeutung der Anzeigequote hingewiesen werden. Sowohl die Anfang 2000 in vier Städten wiederholte Schülerbefragung des KFN wie auch Längsschnittanalysen für Bochum169 legen nahe, dass die Anzeigebereitschaft gegenüber Gewalttaten in den letzten Jahren angestiegen ist. Diese Befunde relativieren insoweit die Aussagekraft der PKS-Daten. Gesicherte Erkenntnisse zu der Frage, ob und in welchem Ausmaß die Gewaltkriminalität real angestiegen oder gesunken ist, ließen sich freilich nur dann treffen, wenn in der Bundesrepublik, nach dem Vorbild einiger anderer Staaten, regelmäßig wiederholte, repräsentative Opferbefragungen durchgeführt würden.

    Da kann ich Brazzo voll zustimmen. Ich würde sogar vermuten das die alltägliche physische und psychische Gewalt in unserer Gesellschaft ( in Familie, Beruf, usw.) in den letzten 60 Jahren recht stetig zurückgegangen ist.


    Das über die Umstände des Todes von Möllemann ausführlich berichtet wird finde ich übrigens selbstverständlich und durchaus wünschenswert. Wenn er in seinem Bett an Krebs gestorben wäre würde ich das allerdings etwas anders sehen. Am Todestag unbedingt Paparazzifotos von der Familie schießen zu wollen ist allerdings so oder so nicht angebracht.

    Zitat

    Original geschrieben von faceman
    und hatte damit mächtig viel Einfluß, oder?


    Jepp, und Kanzler konnte er als FDP-ler ja schlecht werden.


    Mir ist auch völlig rätselhaft weshalb ihn hier viele für einen tollen Politiker halten. Auch wenn man nur die letzten zwei Jahre seines Schaffens verfolgt hätte müsste doch allein die krumme dubiose "Spendennummer" die er zuletzt abgezogen genügen um ihn zu völlig zu diskreditieren. Und an irgendwelche besonders hervorragenden politischen Äußerungen oder Vorschläge von ihm kann ich mich jetzt auch nicht erinnern.

    Zitat

    Original geschrieben von herold
    @ Zeus:


    Nicht dass hier jetzt jemand denkt, dass ich Herrn Möllemann besonders sympathisch fand, aber ich denke er war nicht wesentlich unsolider als diverse andere Volksvertreter auf unserer politischen Bühne.
    Man denke nur mal an den "Gr** S*lberstock"...


    Gruß herold


    Die Ministergenehmigung für den Steuererlass beim Verkauf der Flickschen-Daimleraktien ist ein Lieblingsthema eines meiner BWL-Professoren. Daher muß ich auch immer an die Geschichte denken wenn der Graf mal wieder ob seiner tollen Lebensleistung als Politiker gelobt wird,

    Zitat

    Original geschrieben von Carsten
    Dieser "unsolide Politiker", wie Du ihn nennst, war immerhin mal Vize-Kanzler unseres Landes.
    Darüber hinaus sollte man trotz der persönlichen Haltung zum Politiker Möllemann auch darüber nachdenken, dass der Mensch Möllemann ums Leben gekommen ist und was das für die Angehörigen bedeutet, die neben der persönlichen Tragödie sich nun auch noch mit dem Medien rumschlagen dürfen.



    Seinen Ruf hatte er nach meiner Erinnerung auch damals schon. Das wurde dann natürlich durch die alberne "Einkaufswagenchipgeschichte" noch verstärkt war aber ursächlich durch seine poltischen Äußerungen entstanden.


    Er war ja schon immer recht publicitysüchtig. Die Angehörigen werden also schon Erfahrung damit haben sich mit den Medien rumzuschlagen. Davon abgesehen ist es natürlich selbstverständlich immer tragisch bis traumatisch wenn ein Angehöriger stirbt. Aber es geht ja auch um ihn und nicht um seine Familie die diesen Thread auch wohl kaum lesen wird.

    Merkwürdig ist das schon. Ich kann mich allerdings auch nicht in ihn hineinversetzten. Eine gute Presse hatte er ja nun schon seit Jahren nicht mehr. Eine Gefängnisstrafe hatte er doch vermutlich nicht zu befürchten und genug Geld für einen ruhigen Lebensabend außerhalb der Politik schien er ja auch zu haben.


    So übel wie bei Uwe Barschel damals sah es doch eigentlich nicht aus; es sei denn er hatte nach den Durchsuchungen noch peinlichere Enthüllungen und härtere Strafen zu befürchten.

    Hmm, ja bei einem Artikel für 50€ machen Gebühren und Versandkosten schon knapp 25% des Warenwertes aus. Das lohnt sich kaum noch. Das wäre bei einem Konkurrenzanbieter aber auch nicht anders.


    Ps. ich sehe gerade das es schon einen längeren Thread zum Thema auf der ersten Seite gibt.:confused:

    Ich bin gerade bei Spiegel online auf folgenden Artikel gestoßen.



    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,251522,00.html


    "Während man in Deutschland noch über die Einführung des Dosenpfandes streitet, ist man in Dänemark schon einen Schritt weiter. Nach Ansicht von Experten sollte man die Dosen einfach verbrennen, statt sie wiederzuverwerten."...


    ..."in der größten schwedischen Tageszeitung "Dagens Nyheter" veröffentlichten Dossier massiv dafür aussprachen, nicht nur Dosen sondern auch Einwegverpackungen, Glas, Plastik und Essenreste einfach zu verbrennen. "Es ist besser für die Umwelt den Müll nicht zu sortieren", ....



    Kunststoffe (abgesehen von PVC) und Essensreste zu verbennen hielt ich ja immer schon für sinnvoll. Aber was passiert denn mit Glas und Metall in der Verbrennungsanlage? Mein Chemieunterrricht ist schon eine Weile her aber um Glas und Stahl in Asche zu verwandeln müssten doch bestimmt extrem hohe Temperaturen erzeugt und sehr viel Energie aufgewandt werden oder nicht?

    Jetzt hab ich extra gewartet ob es im Juni vielleicht mal ein neues Sonderangebot gibt und die erhöhen die Preise. Von Sonderangebot weit und breit nichts zu sehen. Hatte mich schon entschlossen ein 6310i zu nehmen und zu verkaufen, das lohnt sich jetzt auch nicht mehr.:flop: