Meine Arbeitsstelle ist 110 km entfernt, geregelte Arbeitszeit. Aus Kostengründen fahre ich seit 5 Jahren 15 km mit dem Auto zum Bahnhof, den Rest mit der Bahn und vom Zielbahnhof sind es noch 2 Minuten Fußweg bis zur Arbeitsstelle. Ich bin schon mal ein Jahr durchweg mit dem Auto gefahren und habe die kostengünstige Bahnfahrt "mißachtet"= 80.000 km Jahresfahrleistung, incl. 10.000 km Privatfahrten!.
Morgens geht es um 6.15 Uhr los, abends bin ich um 18.45 zu hause. Morgens penne ich meistens im Zug, abends lese ich Zeitung oder ein Buch. Ach ja, ein Nokia E61 habe ich auch noch ;).
Morgens und abends bin ich jeweils eindreiviertel Stunden unterwegs. Nur mit dem Auto dauert es ca. 1,5 Stunden.
Verspätungen sind zum Glück sehr selten. Der Spaß kostet mich im Monat nur an Bahnkosten ca. 160,- (dabei habe ich schon ein Job-Ticket im Jahresabo=20% billiger als normale Jahreskarte).
Die gesamten Kosten, die mein Zweitwagen verursacht, habe ich noch nie durchkalkuliert. Der Wagen schluckt ca. 6,5 Liter Super/100 km. An reinen Spritkosten sind das ca. 70,- im Monat.
Als ich in diesen Job anfing, bin ich mit meiner Ex-Verlobten zur Arbeit (Großstadt) hingezogen. Nach ein paar Jahren aber sind wir wieder zurück in die Heimat (Provinz). Wir konnten einem sehr günstigen Hauskauf nicht wiederstehen, für die Kinder war es auch besser. Ich habe den Schritt zum Fernpendler noch nie bereut.
Einen Freibetrag habe ich mir nicht eintragen lassen. Ich mache das immer einmal jährlich über die Einkommensteuererklärung. So kann man sich über eine große Rückzahlungssumme freuen.
Die gekürzte Pendlerpauschale (ab 21. km) tut natürlich weh, wenn aber die Pauschale demnächst wieder ab dem 1. Km gelten soll aber dafür pro km weniger gezahlt wird (wahrscheinlich max. 20 Cent), bin ich (wie alle Fernpendler) mehr am Arsch gekiffen als bei der "ab 21. KM-Pauschle" zu 30 Cent.
Gruß an alle "Leidensgenossen"