Der Aufschlag ist für gewerbliche Kunden Peanuts, falls die Leistung höher ist. Denn Arbeitszeit und Aufbau einer geschäftlichen Reputation (Blecheimer-Telefonie oder Nichterreichbarkeit schadet hier) sind da auch wichtige Faktoren.
Zweifelsohne. Wie viele Firmen - vor allem die kleineren Handwerksbetriebe - insolvent gehen weil ihre Ausgaben für z.B. die Telekommunikation oder den Fuhrpark zu hoch sind ist die andere Sache. Hier sind schon einige auf der Strecke geblieben.
Ich habe einen Firmenkunden in Berlin, einen kleinen Mittelständischen Handwerksbetrieb. Der zahlt für seine 7 Mobilfunkverträge des Chefs und seine 6 Mitarbeiter für alles zusammen knapp 40€ im Monat und hat je Vertrag zwischen 10 und 25GB Datenvolumen. Und in Berlin hat er wirklich überall Empfang, Selbst in der U-Bahn bietet sein Anbieter auf allen Strecken Netz. Dreimal darfst du raten bei welchem Anbieter er ist 
Wozu also mehr ausgeben für nicht wirklich ein messbares Mehr an (möglicher) Leistung? Die Zeiten wo man mit seinem Mobilfunknetz oder -anbieter angeben konnte sind längst vorbei, auch wenn einem das die aktuelle Werbung mit den Herren Ulmen und Yardim immernoch suggerieren möchte. Es ist schon armselig dass man hier versucht einen USP werbewirksam hervorzuheben, welcher eigenlich im Jahre 2019 bei den Kunden als selbstverständlich vorausgesetzt wird - guter Netzempfang. Aber was soll man sonst auch herausragendes bewerben, denn mehr als vermeintlich besseren Empfang gibt es ja nicht bei der Telekom. Unzeitgemäß kleine Datenvolumina und teure Preise sowie schlechten Kundenservice lassen sich ja nicht bewerben. Und Stream On oder Vodafone Pass sind meiner Meinung nach auch nicht der richtige Weg in die Zukunft. Hotspot Flats bräuchte ebenfalls kein Mensch, wenn man einfach nur ausreichend Datenvolumen im angeblich ja omnipräsenten Netz bereitstellen würde. Aber hier weigert man sich weiterhin strickt, da das in D der einzige Faktor ist mit dem man aus einem Mobilfunktarif noch Geld herausholen kann. Man sollte die Preisdifferenzierung nicht volumenbezogen oder gar dienstebezogen machen, sondern geschwindigkeitsbezogen wie z:B. in Österreich. Aber das lässt sich bei den miserablen Netzen hierzulande ja kaum umsetzen, da man selbst im leistungsstärksten Telekom Netz selten über die in Österreich angebotenen Geschwindigkeit deren kleinster Tarife kommt.
Aber um auf die Frage des TE im Titel zurückzukommen. Die Antwort ist trivial: Weil die Kunden der Telekom die Preise bereitwillig bezahlen anstatt einfach zu wechseln. Ich erfahre es immer wieder dass vor allem manche Festnetzkunden denken es gäbe neben der Telekom gar keine anderen Festnetzanbieter. Die sind dann immer ganz erstaunt wenn ich ihnen mitteile, dass das gar nicht der Fall ist. Dass es auch ganz anders geht sieht man beispielhaft in Italien. Dort zahlt man für einen Gigabit-Glasfaseranschluss 20€ im Monat sowie für einen Mobilfunkanschluss auf Prepaid Basis mit Allnet Flat und 50GB Datenvolumen für 8€.